LOGINDer vollständige PlanNach dem Händedruck trennten sich ihre Hände, aber weder Nathan noch Lia bewegte sich vom Tisch weg.Die Entscheidung war getroffen worden. Nun mussten sie herausfinden, wie sie sie in die Tat umsetzen konnten.Nathan lehnte sich in seinem Stuhl zurück. „Wir müssen vorsichtig sein.“Lia runzelte die Stirn. „Vorsichtig?“„Ja. Serena ist dir gegenüber bereits misstrauisch.“Lia sah weg. „Sie hat allen Grund dazu.“„Und Adrian erholt sich immer noch von seinem Gedächtnisverlust“, fuhr Nathan fort. „Das macht alles noch komplizierter.“Lia nickte langsam. „Wenn wir einen einzigen Fehler machen, wird Serena wissen, dass etwas nicht stimmt.“„Genau.“Nathan nahm sein Glas, trank aber nicht daraus. „Wir können das nicht überstürzen.“Lia sah ihn an. „Was schlägst du dann vor?“„Wir schaffen Gelegenheiten, die natürlich aussehen.“„Natürlich?“„Ja. Nichts, das einen von beiden sofort misstrauisch macht.“Lia dachte an Adrian.„Er erinnert sich kaum an seine Vergangenheit
Was sie beide wollen„Wir beide wollen etwas, das wir momentan nicht haben können.“Lia starrte Nathan an. Einen Moment lang sagte sie nichts. Dann beugte sie sich vor. „Wovon genau redest du?“Nathan blieb ruhig. „Du willst Adrian.“Lias Gesichtsausdruck veränderte sich. „Und du willst Serena?“„Ja.“„Und du denkst, das bedeutet, dass wir zusammenarbeiten sollten?“„Ich denke, es gibt uns einen Grund dafür.“Lia verschränkte die Arme. „Du hast mir immer noch nicht gesagt, was du vorhast.“Nathan warf einen Blick zur geschlossenen Tür, bevor er sie wieder ansah. „Serena hält mich schon zu lange auf Abstand. Egal, was ich für sie tue, sie behandelt mich weiterhin wie einen Geschäftspartner.“„Das wusstest du schon, bevor du mich angerufen hast.“„Das wusste ich.“„Was hat sich dann geändert?“„Früher dachte ich, ich hätte Zeit. Adrian war bewusstlos, und Serena hatte keinen Grund, immer wieder zu ihm zurückzulaufen. Jetzt hat sich alles verändert. Selbst ohne seine Erinnerungen macht s
Die Frau, die Adrian wollteEr dachte nicht mehr über Geschäfte nach.Er plante. Er blieb nicht lange in seinem Büro.In dem Moment, in dem er beschloss, Lia zu finden, nahm er sein Telefon und suchte seine Kontakte durch.Er fand ihre Nummer. Sein Daumen verharrte kaum eine Sekunde darüber, bevor er auf Anrufen drückte.Das Telefon klingelte zweimal. Dann antwortete eine Frauenstimme. „Hallo, wer ist da?“„Hallo Lia, hier ist Nathan.“Es herrschte Stille. Dann wurde Lias Stimme kälter. „Nathan?“„Ja.“„Warum rufst du mich an? Was willst du?“Nathan lehnte sich an seinen Schreibtisch. „Können wir uns treffen?“Lia lachte kurz. „Seit wann musst du mich sehen?“„Seit jetzt.“„Das beantwortet meine Frage nicht.“Nathan sah zum Fenster. „Ich habe etwas mit dir zu besprechen, vielleicht einen Deal, der dir gefallen könnte.“„Geht es um Serena?“Ihre Frage überraschte ihn.Lia fuhr fort, bevor er antworten konnte. „Du bist schon lange in ihrer Nähe. Wenn es um sie geht, sag, was du sagen wi
Nathans VerzweiflungMehrere Städte entfernt. Nathan saß allein in seinem Büro bei Hale’s Corporation und starrte durch die Glaswand, ohne die Stadt unter ihm wirklich zu sehen.Das Büro war still. Zu still.Sein Laptop war vor ihm geöffnet, aber er hatte in den vergangenen zwanzig Minuten keine einzige Zeile auf dem Bildschirm gelesen. Sein Telefon lag neben seiner Hand, unberührt.Nachdem die Krise auf dem Markt nachgelassen hatte, war sein Kopf woanders.Serena.Alles kam immer wieder auf sie zurück.Die Art, wie sie ihn ansah. Die Art, wie sie mit ihm sprach. Die Art, wie sie immer einen kleinen Abstand zwischen ihnen hielt, ganz gleich, wie sehr er versuchte, ihn zu verringern.Nathan lehnte sich zurück und rieb sich über das Gesicht. „Wie habe ich das nur so weit kommen lassen?“, murmelte er.Von Anfang an hatte er es versucht.Er war für Serena da gewesen, wenn sie jemanden gebraucht hatte. Er hatte ihr im Geschäft geholfen, war an ihrer Seite geblieben, wenn die Dinge schwieri
Das Problem in der SchuleDie Rückfahrt zum Unternehmen war ruhiger als die Fahrt zum Einkaufszentrum.Lila saß neben Clara und schaute aus dem Fenster. Elias saß neben Adrian und hielt das Spielzeugauto, das er ausgesucht hatte. Er hatte während des größten Teils der Fahrt darüber gesprochen, aber plötzlich verstummte er.Adrian bemerkte es. „Was ist passiert?“Elias schüttelte den Kopf. „Nichts.“Adrian sah ihn an. „Du hast vor einer Minute noch viel geredet.“„Ich bin müde.“Lila warf ihm einen Blick zu. Adrian bemerkte den Blick zwischen ihnen. „Etwas stimmt nicht.“Lila senkte den Blick. Adrian wandte sich ihr zu. „Lila?“Sie zögerte. „Papa …“„Ja?“„Kann ich dir etwas sagen?“„Natürlich.“Sie sah Elias an, bevor sie sprach.„Es gibt einige Schüler in der Schule, die ständig Probleme verursachen.“Adrians Gesichtsausdruck veränderte sich. „Was für Probleme?“Lila holte Luft. „Sie mobben Elias.“Adrian sah den Jungen neben sich an.Elias blickte sofort auf sein Spielzeug hinunter.
Ein Tag mit Daddy Adrian blieb noch mehrere Minuten bei den Kindern, nachdem Lia gegangen war. Lila saß neben dem kleinen Platz an seinem Rollstuhl und hielt eine seiner Hände. Elias stand auf der anderen Seite und sah zu ihm hinauf, als könne er immer noch nicht glauben, dass sein Vater wach war. „Daddy, bleibst du wirklich bei uns?“ Adrian lächelte. „Fürs Erste.“ „Wie lange ist fürs Erste?“ Er sah den Jungen an. „So lange, wie du willst.“ Elias grinste. „Dann musst du bleiben, bis Mommy mit der Arbeit fertig ist.“ Adrian lachte leise. „Ist das eine Bitte?“ „Es ist ein Befehl, Daddyyyy.“ Lila kicherte. „Elias denkt, er ist der Boss.“ „Ich bin der Boss“, erwiderte Elias. Adrian schüttelte den Kopf. Etwas an ihren Stimmen fühlte sich seltsam vertraut an. Sein Assistent stand in der Nähe und wartete. „Sir, möchten Sie immer noch, dass ich den Nachmittagsplan durchgehe?“ Adrian sah ihn an, dann die Kinder. „Jetzt nicht.“ Der Assistent nickte. „Was ist mit der Vorstandssit







