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Kapitel 66

Author: Victor ellis
last update publish date: 2026-09-08 00:00:23

Augen im Spiegel

Adrian war in seinem Arbeitszimmer, als sein Telefon klingelte. Er nahm schnell ab und erwartete ein weiteres Update über die Suche nach Marcus. Stattdessen gehörte die Stimme am anderen Ende einem seiner vertrauenswürdigsten Männer, den er in Nathans Unternehmen eingeschleust hatte.

„Sir“, sagte der Mann mit leiser und dringlicher Stimme. „Etwas Seltsames ist gerade passiert. Nathan Hale rief einer Frau in einem Auto den Namen ‚Serena‘ zu. Er rief ihn, als das Auto gerade wegf
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  • DIE BRAUT, DIE ER NIE WOLLTE   Kapitel 198

    Der Anruf Lia antwortete nicht auf Serenas Frage. Mehrere Sekunden lang stand sie in der Nähe des Eingangs, während immer noch Tränen über ihr Gesicht liefen. Die Mitarbeiter beobachteten sie still und warteten darauf zu hören, was sie sagen würde. Sie sagte nichts. Sie senkte die Augen, drehte sich um und ging zum Ausgang. Einer der Sicherheitsbeamten öffnete die Tür für sie. Lia trat hinaus, ohne zurückzublicken. Die Glastüren schlossen sich hinter ihr. Drinnen verschwand die Anspannung langsam. Die Mitarbeiter kehrten an ihre Schreibtische zurück. Gespräche begannen wieder. Telefone klingelten. Computer klickten. Die Leute gingen zurück an ihre Arbeit, als wäre nichts passiert. Ein paar Minuten später öffneten sich die Aufzugstüren. Emma kam zuerst heraus, gefolgt von Clara und den Kindern. Lila und Elias redeten aufgeregt über etwas, das draußen passiert war. Als sie Richtung Empfangsbereich gingen, überquerte Lia bereits die Lobby Richtung Straße. Lia sah die Zwillinge

  • DIE BRAUT, DIE ER NIE WOLLTE   Kapitel 197

    Die Frau am Empfang** Die Sicherheitsbeamten erreichten den Empfangstisch innerhalb von Sekunden. Die junge Frau, die dort stand, bewegte sich nicht. Einer der Beamten blieb ein paar Fuß von ihr entfernt stehen und sah die Rezeptionistin an. „Was ist passiert?“ Die Rezeptionistin senkte ihre Stimme. „Sie ist schon seit mehreren Minuten hier. Sie fragt immer wieder nach Serena. Ich habe ihr bereits gesagt, dass es hier niemanden mit diesem Namen gibt. Sie könnte die falsche Firma haben.“ „Ich habe nicht die falsche Firma“, sagte die Frau leise. Die Rezeptionistin runzelte die Stirn. „Madam, ich arbeite hier. Wenn Sie nach jemandem namens Serena suchen würden, würde ich es wissen.“ Die Frau senkte ihre Augen. Sie sah erschöpft aus. Ihre Kleidung war schlicht und leicht zerknittert. Ihr Haar war unordentlich, und unter ihren Augen waren dunkle Ringe. Sie sah aus wie jemand, der seit Tagen nicht richtig geschlafen hatte. „Es tut mir leid“, sagte sie. „Ich bin nicht hier, um Ärg

  • DIE BRAUT, DIE ER NIE WOLLTE   Kapitel 196

    Zu riskant „Nur wenn Sie bereit sind, für die vollen fünf Jahre bei uns zu bleiben.“ Ich sah die Zahl erneut an. Meine Brust fühlte sich eng an, aber meine Antwort war klar. „Ich kann das nicht akzeptieren.“ Der Vertreter reagierte nicht sofort. „Sie sollten sich etwas Zeit nehmen, um es zu überlegen.“ „Das habe ich bereits.“ „Ms. Serena, die Strafe gilt nur, wenn Sie die Vereinbarung brechen.“ „Das ist genau das Problem.“ Ich schob das Dokument über den Tisch zurück. „Sie verlangen von mir, dass ich Lumina zu einer fünfjährigen Partnerschaft verpflichte und dann eine massive finanzielle Strafe über meinen Kopf hänge, falls ich mich entscheide zu gehen. Das ist zu riskant.“ „Wir bieten fast vierzig Milliarden Dollar.“ „Ich weiß.“ „Eine Investition, die Lumina transformieren könnte.“ „Das weiß ich auch.“ „Dann verstehen Sie, warum die Bedingung notwendig ist.“ Ich schüttelte den Kopf. „Nein. Ich verstehe, warum Sie Sicherheit wollen. Aber ein Vertrag sollte nicht von m

  • DIE BRAUT, DIE ER NIE WOLLTE   Kapitel 195

    Der wahre Grund Der Raum wurde still. Niemand bewegte sich. Ich behielt den Vertreter im Blick und wartete darauf, dass er die Frage beantwortete, die ich gerade gestellt hatte. „Also wo genau endet meine Autorität?“ Er lehnte sich langsam in seinem Stuhl zurück. „Das ist eine faire Frage.“ „Ich habe nicht gefragt, ob sie fair ist. Ich habe um eine Antwort gebeten.“ Aisha sah mich an, aber ich sah nicht von ihm weg. Der Vertreter öffnete schließlich den Ordner vor ihm. „Der Grund, warum wir Sie gewählt haben, ist, dass wir das schon einmal versucht haben.“ Ich runzelte die Stirn. „Eine internationale Abteilung aufgebaut?“ „Ja. Zweimal.“ „Und beide sind gescheitert?“ „Sind sie.“ „Warum?“ „Die Unternehmen, mit denen wir zusammengearbeitet haben, haben die Führung ständig gewechselt.“ Ich hörte genau zu. „Jedes Mal, wenn ein neuer CEO kam, änderten sich die Prioritäten. Die Strategien änderten sich. Menschen wurden ersetzt. Vereinbarungen wurden in Frage ge

  • DIE BRAUT, DIE ER NIE WOLLTE   Kapitel 194

    Das Meeting In dem Moment, als ich Lumina betrat, wusste ich, dass der Morgen anders werden würde. Das Gebäude war bereits geschäftig, obwohl es noch früh war. Mitarbeiter bewegten sich schnell durch die Flure, trugen Akten und sprachen leise. Aisha wartete auf mich in der Nähe des Konferenzraums. „Du bist hier.“ „Ich habe gesagt, dass ich kommen würde.“ Sie reichte mir einen dicken Ordner. „Das ist der aktualisierte Vertrag.“ Ich nahm ihn, ohne ihn zu öffnen. „Ist jeder drinnen?“ „Rechtsabteilung, Finanzen und das obere Management warten im nächsten Raum. Die Kunden sind bereits hier.“ Ich nickte. „Gehen wir.“ Ich wollte keine weitere Erklärung, bevor ich die Menschen hinter dem Deal sah. Wir hatten bereits zu viel Zeit damit verbracht, über einen Vertrag zu sprechen, der alle paar Stunden zu ändern schien. Aisha öffnete die Tür des Konferenzraums. Mehrere Personen saßen um den langen Tisch. In der Mitte saß ein Mann in einem dunklen Anzug. Er stand auf, als ich ei

  • DIE BRAUT, DIE ER NIE WOLLTE   Kapitel 193

    Vor dem MeetingIch starrte ein paar Sekunden auf das Telefon, nachdem Aisha den Anruf beendet hatte. Es gab kaum genug Zeit zum Schlafen. Wir müssten vor der Dämmerung aufbrechen, wenn ich bis halb sieben bei Lumina sein wollte. Statt direkt ins Bett zu gehen, öffnete ich den Vertrag. Wenn dieser Deal wirklich fast vierzig Milliarden Dollar wert war, würde ich nicht in dieses Meeting gehen und nur die Zahl kennen. Ich begann zu lesen. Dann erreichte ich den Abschnitt über mich. Ich blieb stehen. Der Kunde wollte nicht nur Lumina. Sie wollten mich persönlich involviert haben. Für fünf Jahre. Wichtige Entscheidungen würden meine Teilnahme erfordern. Bestimmte Teile der Partnerschaft würden unter meiner direkten Aufsicht bleiben. Sie wollten mich für wichtige Meetings, Strategiegespräche und langfristige Planung verfügbar haben. Das war nicht nur ein weiterer Vertrag für Lumina. Er würde mich persönlich an den Kunden binden. „Liest du immer noch?“ Ich sah auf. Clara stand in

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