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last update Date de publication: 2026-08-31 16:52:09

~Elvira~

~Rückblende: Vor zwei Wochen~

Ich rannte.

Ich war schon seit über einer Stunde unterwegs, und die feuchte Erde des Waldbodens fühlte sich kalt an meinen Pfoten an. Jeder Muskel, jedes Gelenk in meinem Körper brannte vor Erschöpfung, doch die panische Angst, erwischt und gefoltert zu werden, trieb mich unablässig weiter. Ich musste aus diesem Haus entkommen – weg von dem Mann, der mich vierzehn Jahre lang wie sein Eigentum behandelt hatte.

Meine erste Verwandlung war spät gekommen – erst vor drei Tagen, an meinem zwanzigsten Geburtstag. Die meisten Werwölfe verwandeln sich mit achtzehn oder neunzehn. Weil es bei mir nicht geschehen war, hatte mein Stiefvater geglaubt, ich sei noch immer wehrlos. Er ahnte nicht, dass ich meine Wölfin endlich gefunden hatte.

Val war ein Geheimnis, für das sich das Warten gelohnt hatte. Sie half mir, meinen Geruch zu verschleiern, und plante unsere Flucht in genau dem Moment, als er und sein Sohn das Haus verließen.

Während ich rannte, schmerzten die Blutergüsse unter meinem Fell und weckten alte Erinnerungen. Ich spürte wieder den Schmerz seiner Faust, als er mir mit dreizehn den Arm brach – nur weil ich mich im Hinterhof unseres Hauses mit einem Jungen unterhalten hatte. Ich hörte ihn noch vor mir, wie er mich Hure nannte, genau wie damals meine Mutter, bevor er sie ermordete. Ja ... Ich hatte durch die Schlitze ihrer Schranktür zugesehen, wie er das Leben aus ihr herausprügelte.

*„Weiter, Val“*, drängte ich, selbst als meine Sicht verschwamm. *„Wir müssen noch weiter weg.“*

Schließlich erreichten wir eine gepflasterte Straße, auf der der Geruch von Werwölfen dem geschäftigen Treiben einer Menschenstadt wich. Das war der einzige Ort, an dem er ganz sicher nicht nach mir suchen würde. Mit meiner letzten Kraft verwandelte ich mich zurück in meine menschliche Gestalt, brach im Gras eines offenen Feldes zusammen und verlor auf der Stelle das Bewusstsein.

Als ich aufwachte, schien mir helles Sonnenlicht ins Gesicht. In Erwartung eines Schlags zuckte ich zusammen – doch dann wurde mir klar, dass ich auf einer weichen Matratze lag. Blinzelnd sah ich mich in einem Raum mit weißen Wänden und mädchenhaften Bildern um. Die Luft roch nach Lavendel und blumigen Cremes. Ich war unter eine rosa Decke gekuschelt und trug einen rot gestreiften Schlafanzug, der mir gar nicht gehörte.

Die Schlafzimmertür öffnete sich.

„Ich dachte, ich hätte gehört, wie sie sich bewegt hat“, flüsterte eine weibliche Stimme.

„Pst, lass sie uns lieber in Ruhe lassen“, erwiderte eine männliche Stimme.

Ich presste die Augen zu. Waren das nur einfache Menschen – oder Jäger?

*„Warum machst du nicht die Augen auf und findest es heraus?“*, stichelte meine Wölfin Val völlig unbeeindruckt in meinem Kopf.

*„Val! Wir sind im Haus von Fremden!“*

*„Und die haben fantastische Kissen“*, hielt sie dagegen.

„Schau mal, sie lächelt!“, sagte die weibliche Stimme.

Meine Lippen hatten bei Vals Kommentar tatsächlich gezuckt. Ich riss die Augen auf und sah ein Mädchen mit welligem blondem Haar und wachen Augen, das sich dicht über mich beugte. Sie roch so intensiv nach Lavendel, dass sich meine Wölfin sofort entspannte. Ein seltenes Gefühl von Sicherheit durchströmte mich.

„Wer seid ihr?!“, platzte es aus mir heraus. Ich wich bis zum Kopfteil des Bettes zurück, den Blick starr auf die Tür gerichtet.

Das Mädchen schenkte mir ein ehrliches Lächeln.

„Gott sei Dank bist du wach! Wir haben dich draußen auf dem Feld gefunden. Du sahst aus, als hättest du etwas Furchtbares durchgemacht ... Was ist dir zugestoßen?“

Ich starrte sie an und atmete tief durch. Die Aura, die die beiden umgab, fühlte sich gütig und sicher an. Sie waren mein Tor zu einer neuen Welt, nach der ich mich so sehr gesucht hatte ...

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  • DIE VORHERBESTIMMTE GEFÄHRTIN DES ALPHAS   175—(Epilog)

    ~Elvira~ Er stieß seine heiße, feuchte Zunge gierig in meinen Mund und küsste mich leidenschaftlich. Ich spürte ein Kribbeln, das von meinem Nacken, wo seine Hand auf meiner Markierung ruhte, bis hinab in meine Oberschenkel zog, während Hitze in meinen Schoß schoss … Lust durchströmte meine Adern, als ich meine Hand an meiner Seite zu einer Faust ballte und seinen Kuss erwiderte, wobei ich leise in seinen Mund stöhnte, während seine Zunge sich in einem Tanz mit meiner verfing. Jemand räusperte sich. Gabriel knurrte und brach den Kuss ab, wobei er sich langsam mit der Zunge über die Lippen strich. „Das setzen wir später heute Nacht fort, Elvira. Mach dich darauf gefasst, die ganze Nacht von meinem Sperma und Samen zu triefen, bis wir schließlich keinen Muskel mehr rühren können!“, flüsterte er … was mir den Atem stocken ließ, bevor er einen Schritt zurücktrat. Regnar verkündete, dass der Empfang begonnen hatte, und jemand eilte herbei, um mich aus Gabriels Griff zu ziehen. „

  • DIE VORHERBESTIMMTE GEFÄHRTIN DES ALPHAS   174

    ~Elvira~ „Du siehst so wunderschön aus, Elvira! Ich habe dir doch gesagt, dass das das perfekte Kleid für deinen großen Tag ist“, sagte Lisa und strahlte übers ganze Gesicht im Nachglühen ihrer Schwangerschaft. „Ach du meine Güte, Lisa!“, rief Kira, als Lisa sich bückte, um mein Kleid um meine Beine herum zu raffen, aber ihr großer Bauch machte es ihr schwer. Ich kicherte und versuchte krampfhaft, nicht zu sehr zu lachen, um das Make-up nicht zu ruinieren, zu dem Kira mich volle zwei Stunden lang überredet hatte. Zu sagen, dass ich überglücklich war, traf nicht einmal ansatzweise das, was ich in dieser wunderschönen Vollmondnacht fühlte. „Okay, warte! Lass mich das machen!“, rief Kira und eilte auf die andere Seite der Beifahrertür, um mir aus dem Auto zu helfen, da sich mein cremefarbenes Spitzenkleid an meinen Absätzen verhakt hatte. Und wenn wir weiter darauf warteten, dass eine hochschwangere Lisa sich bückte und es tat, nun ja … „Lass mich das machen! Ich bin sicher, Alpha

  • DIE VORHERBESTIMMTE GEFÄHRTIN DES ALPHAS   173

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  • DIE VORHERBESTIMMTE GEFÄHRTIN DES ALPHAS   172

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  • DIE VORHERBESTIMMTE GEFÄHRTIN DES ALPHAS   171

    ~ Elvira ~Ich ballte meine angeschnittene Hand zu einer festen Faust und zwang das Blut dazu, schneller aus der Wunde zu quellen. Es floss über seinen Kiefer und rann ihm in den Hals.„Gabriel! Hör auf meine Stimme! Wach auf!“„Wage es nicht, mich zu verlassen!“ Meine Tränen ergossen sich ungebremst und tropften auf sein Gesicht …„Wenn du stirbst, schwöre ich bei der Göttin, dass ich dir nachfolge! Du hast mir gesagt, dass du mich liebst! Wer soll mich beschützen, wenn du gehst?! Wer soll Silverblade führen?! Du hast für dieses Rudel geblutet … für es gekämpft! Bitte kämpfe für mich!“Ich schlug mit der freien Hand auf seinen Brustkorb, um sein Herz wieder zum Schlagen zu zwingen.Der durchgehende Piepton schrillte laut und endgültig durch den Raum.Miranda ließ ihre chirurgischen Instrumente auf die Ablage fallen … Die alte Heilerin senkte den Kopf.„Es tut mir so leid, Elvira …“, flüsterte sie und griff nach meinem Arm, um ihn von Gabriels Mund wegzuziehen. „Er ist gegangen. Nicht

  • DIE VORHERBESTIMMTE GEFÄHRTIN DES ALPHAS   170

    - Elvira -Innerhalb kürzester Zeit bogen wir auf das Gelände der Rudelklinik ein. Mein Herz hämmerte so wild, dass ich kaum Luft bekam … Durch die Seitenscheibe sah ich bereits eine Trage und ein Team von Krankenschwestern draußen warten … Cole oder Manson mussten sie auf dem Weg hierher über den Mindlink vorgewarnt haben, dass der Alpha angegriffen worden war …Dr. Miranda stürzte heraus, dicht gefolgt von einer älteren Heilerin – derselben Heilerin, die mich vor Monaten behandelt hatte, als ich während der Kriegerauswahl von Silverblade um die Position in der Garde gekämpft hatte …In dem Moment, als der Wagen zum Stehen kam, riss Manson seine Tür auf und hechtete zur Beifahrerseite … Mit zitternden Händen und von Panik ergriffen hoben wir Gabriels Körper gemeinsam auf die Trage und rollten ihn auf die Eingangstüren der Klinik zu.Ich rannte neben der Trage her und umklammerte seine kalten Hände fest mit beiden Händen … Ich konnte nicht fassen, was hier geschah. Noch vor wenigen Au

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