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KAPITEL 27: DER KERZENLEUCHTER

Autor: Déesse
last update Fecha de publicación: 2026-07-23 00:28:49

Blanche

Zwanzig Uhr. Die Zeiger der Uhr in meinem Zimmer scheinen sich mit Blei beschwert zu haben. Das Vorbereitungsritual ist kein Eindringen mehr, sondern ein Vorspiel. Jede Geste von Madame Harlow ist eine Note in einer Symphonie, die ich zu erkennen lerne. Das Bad, das brennend heiße Wasser, gesättigt mit Ölen von Patschuli und Vetiver, dunkler heute Abend, erdiger. Das Fließen der Seide auf meiner enthaarten Haut, so glatt, dass der Stoff gleitet und streift, ohne je hängen zu bleiben. Da
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  • Daddy und ich   KAPITEL 32 : NÄCHTLICHE VERTRAULICHKEITEN

    Er dreht mich zum größten Spiegel und stellt sich wie ein schützender Berg hinter mich. Eine seiner Hände spielt mit meiner Brust, knetet das Fleisch, reizt die verhärtete Brustwarze. Die andere setzt ihr verheerendes Werk zwischen meinen Schenkeln fort. Ich habe keinerlei Scham mehr, keinerlei Barriere. Meine Beine werden weich, drohen nachzugeben. Mein Rücken wölbt sich, meine Lenden pressen sich gegen seinen kraftvollen Oberkörper, gegen den harten Balken seines Verlangens, den ich durch den Stoff seiner Hose spüre. Im Spiegel sehe ich eine besessene Frau. Eine Mänade. Ihre Augen sind unergründliche Brunnen der Lust, ihr Mund ein perfektes O, dem eine Litanei von Stöhnen entweicht. Ihr Haar, gelöst aus dem strengen Knoten von Madame Harlow, ist eine wilde Mähne um ihr gerötetes Gesicht. — Daddy... ich werde... ich werde kommen... — Schau hin. Ich befehle es dir. Schließe nicht die Augen. Komm, während du dich ansiehst. Akzeptiere alles. Ak

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    Blanche Der Saal, in den er mich heute Abend bringt, ist ein architektonischer Schwindel. Jede Oberfläche ist ein Spiegel. Die Wände, die niedrige Decke, sogar der Boden, auf dem ich gehe, ist eine Platte aus venezianischem Glas, unter der ich mein umgekehrtes Spiegelbild sehe, das mich anstarrt, die Füße an meine Füße geklebt. Es ist ein unendliches, eisiges Kaleidoskop, ein Gefängnis aus Reflexionen, in dem ich mich überall sehe. Jede Bewegung, die ich mache, wird multipliziert, potenziert, und wirft mir das Bild einer Armee von Frauen zurück, die meine geringsten Gesten kopieren. Eine Frau mit zu glatter Haut, mit einem schwarzen Lederhalsband, das auf ihrer Kehle thront wie eine Schlange. Ihre Augen sind zu groß, zu glänzend, umgeben von malvenfarbenen Ringen. Sie trägt ein einfaches Wickelkleid aus schwarzer Seide, das Damien mir heute Morgen ohne Erklärung zu tragen befohlen hat. Eine Frau, die ich kaum wiedererkenne. Damien ist hi

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  • Daddy und ich   KAPITEL 27: DER KERZENLEUCHTER

    BlancheZwanzig Uhr. Die Zeiger der Uhr in meinem Zimmer scheinen sich mit Blei beschwert zu haben. Das Vorbereitungsritual ist kein Eindringen mehr, sondern ein Vorspiel. Jede Geste von Madame Harlow ist eine Note in einer Symphonie, die ich zu erkennen lerne. Das Bad, das brennend heiße Wasser, gesättigt mit Ölen von Patschuli und Vetiver, dunkler heute Abend, erdiger. Das Fließen der Seide auf meiner enthaarten Haut, so glatt, dass der Stoff gleitet und streift, ohne je hängen zu bleiben. Das Halsband, das sie um eine Stufe fester zieht, das Leder gräbt sich mit neuer Festigkeit in mein Fleisch, ein Siegel. "Der Meister erwartet Sie im Silbersaal", sagt sie, und ihr Ton, sonst so neutral, ist von einem Ernst gefärbt, der meinen Puls beschleunigt. Jeder Saal ist ein Kreis aus Dantes Hölle, und ich sinke tiefer hinein mit einer Ungeduld, die mich erschreckt.Der Silbersaal ist ein Schrein aus schwarzem Basalt, der Stein so hochglanzpoliert, dass er unter meinen nackten Füßen zu einem

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