LOGINEine neue Berührung. Seidig und kühl gleitet sie über meinen Bauch und schlingt sich um meine Taille. Vielleicht Seide oder hauchdünner Satin. Der Stoff streichelt meine Haut, wandert hinauf zu meiner Brust und legt sich um meine Brüste. Das Gefühl ist köstlich, beinahe unerträglich intensiv.„Seide“, flüstere ich.„Sehr gut. Du bist eine ausgezeichnete Schülerin.“Die Berührungen folgen aufeinander und überlagern sich. Federn, Metall, Seide, Fell, weiches Leder, rauer Baumwollstoff, schmelzendes Eis. Jede Textur ist eine Entdeckung, jede Empfindung eine Überraschung. Ohne meinen Sehsinn wird mein Körper zum einzigen Gebiet, auf dem sich dieses Experiment abspielt. Meine Haut ist überall empfindsam, jede Nervenendung hellwach, jede flüchtige Berührung löst eine Welle des Vergnügens aus.„Und jetzt?“Etwas Kaltes und Feuchtes legt sich auf meine Brustwarze. Eis. Ein kleiner Würfel, der langsam auf meiner erhitzten Haut schmilzt.
Ich nehme ihn noch tiefer in den Mund, bis seine Spitze meinen Rachen berührt. Ich atme ruhig und gleichmäßig durch die Nase und unterdrücke den Würgereflex. Meine Zunge streicht über die Ader an der Unterseite seines Glieds, während meine Finger seine Hoden sanft massieren. Ich spüre, wie er erschauert und sich anspannt. Ich weiß, dass ich ihn allmählich aus dem Gleichgewicht bringe.Unter dem Schreibtisch legt er seine Hand auf meinen Kopf. Seine Finger vergraben sich in meinem Haar und lenken meine Bewegungen, ohne mich zu zwingen. Ich nehme ihn in den Mund, sauge und liebkose ihn, immer lautlos, immer in diesem beengten Halbdunkel, das nach Holz, Leder und seinem ganz eigenen Duft riecht.Das Gespräch zieht sich hin. Zehn Minuten, zwanzig Minuten, eine halbe Stunde. Meine Kiefer beginnen zu schmerzen, meine Knie werden auf dem Teppich taub, doch ich höre nicht auf. Ich kann nicht aufhören. Er hat mir befohlen, ihm Vergnügen zu bereiten, und ich muss g
TatianaNikolai Volkovs Büro ist ein riesiger Raum, dessen Wände vom Boden bis zur Decke mit Büchern bedeckt sind und dessen Einrichtung aus dunklem Holz und Leder besteht. Die Fenster bieten einen Blick auf die verschneiten Gärten des Palastes, doch die Vorhänge sind zugezogen und tauchen den Raum in ein Halbdunkel, das nach Zigarren, altem Leder und Geheimnissen riecht. Im monumentalen Kamin knistert ein Feuer, das stark genug ist, um den gesamten Raum zu erwärmen. Trotzdem zittere ich.Ich stehe vor dem gewaltigen Mahagonischreibtisch, der Nikolai als Arbeitsplatz dient. Die Oberfläche ist mit Akten, verschlüsselten Telefonen, vertraulichen Dokumenten, Karten und Plänen bedeckt. Hier lenkt er sein Imperium, spinnt seine Intrigen und entscheidet über das Schicksal all jener, die das Pech haben, seinen Weg zu kreuzen. Und hierher hat er mich heute Morgen beordert, mit einem Funkeln in den Augen, das mir nicht gefallen hat.„Auf die Knie“, sagt e
Er streichelt mich langsam, in kreisenden Bewegungen, und die Frau im Spiegel stöhnt erneut.„Sieh hin“, flüstert er. „Sieh, wie feucht du meinetwegen bist. Sieh, wie sehr dein Körper mich begehrt.“Er zieht seine Hand zurück, führt seine Finger an die Lippen und kostet sie, ohne den Blick von mir abzuwenden.Dann kehrt seine Hand zurück, fordernder als zuvor. Er beginnt, mich mit jener diabolischen Präzision zu berühren, die er sich in den vergangenen Nächten angeeignet hat.Er kennt meinen Körper besser als jeder andere. Er weiß genau, wo er mich berühren muss, welchen Rhythmus er wählen soll, wann er schneller und wann er langsamer werden muss.Er spielt mit mir, wie ich Geige spiele: mit derselben Virtuosität, derselben Sensibilität und demselben Anspruch auf Perfektion.Die Spannung steigt in meinem Unterleib, breitet sich über meine Schenkel aus und wandert bis hinunter in meine Beine.Meine Knie geben nach, u
TatianaDer Spiegel bedeckt eine ganze Wand, vom Boden bis zur Decke, eingefasst von vergoldeten Rokokoornamenten, die aus einem anderen Jahrhundert zu stammen scheinen. Es ist ein antiker Spiegel, dessen Silberschicht an einigen Stellen leicht beschädigt ist und den Spiegelbildern eine geheimnisvolle Tiefe verleiht, als stammten die darin eingefangenen Bilder aus einer längst vergangenen Zeit.Ich stehe allein davor, im Schlafzimmer von Nikolai, und betrachte mein Spiegelbild.Ich trage ein Abendkleid aus granatrotem Samt, am Rücken tief ausgeschnitten und an der Seite geschlitzt. Die schwarzen Diamanten schimmern an meiner Kehle, die dazu passenden Ohrringe funkeln an meinen Ohrläppchen, und mein hochgestecktes Haar gibt meinen Nacken frei.Ich bin geschmückt wie ein Reliquienschrein, wie eine Göttin, wie ein Gegenstand der Anbetung.Doch in meinen Augen liegt ein Ausdruck, den ich nicht wiedererkenne. Ein Hauch von Trotz, von
Ich bin auch eine Gefangene dieses Schmuckstücks, dieser Kette aus schwarzen Diamanten, die der ganzen Welt verkündet, dass ich sein Eigentum bin.„Auf die Knie“, sagt Nikolai.Seine Stimme ist ruhig und gelassen, als würde er mich bitten, ihm bei Tisch das Salz zu reichen. Doch der Befehl ist unmissverständlich.Ich drehe mich um und sehe ihn an. Er steht vor mir, groß und imposant, seine grauen Augen auf meine gerichtet.Er wartet.Ich knie mich hin.Der Teppich ist dick unter meinen Knien, doch durch den Stoff hindurch spüre ich die Härte des Bodens. Ich sitze zu seinen Füßen, den Kopf zu ihm erhoben, während die schwarzen Diamanten schwer auf meiner Kehle liegen. Mein Atem geht flach, meine Hände zittern, aber ich senke den Blick nicht.Er hat mich gelehrt, seinem Blick standzuhalten, und genau das tue ich. Selbst jetzt. Selbst in dieser Haltung absoluter Demut.„Öffne meinen Gürtel“, befiehlt er.







