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Kapitel 1: Der Rover aus dem Schlund

Author: Azilla
last update publish date: 2026-06-04 21:22:11

Der „Stahllunge“ – so hatten Betty und ich unser Baby getauft – war kein Fahrzeug, er war eine Beleidigung für jede aerodynamische Vernunft.

Es war ein monströser, sechsrädriger Koloss, dessen Chassis aus dem Rumpf eines alten Konsortium-Frachtrovers bestand. Betty hatte die alten Plasma-Antriebe durch ein hybrides System aus Hochdruck-Dampfmaschinen und Kinetik-Batterien ersetzt. Das Heck bestand aus einem gigantischen, rauchenden Kessel, der mit gefiltertem Altöl und Kohle befeuert wurde, wä
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    Drei Wochen später roch die Unterstadt nicht mehr nur nach altem Kupfer und Verzweiflung. Es gab eine neue Note in der feuchten Luft: den Geruch von frischem Holz und heißem Schweiß. Die Überlebenden aus Sektor Sieben und die Ausgestoßenen der Tiefe hatten begonnen, zusammenzuarbeiten. Wo einst Misstrauen herrschte, wurden nun gemeinsam Barrikaden repariert und Wasseraufbereitungsanlagen der alten Konsortiums-Technik in Betrieb genommen. Raven Carter saß an einem zerkratzten Eisentisch im hintersten Eck der Taverne Zum Rostigen Anker. Sein rechter Arm lag in einer dichten, schützenden Schlinge. Die Haut darunter war von feinen, sternenförmigen Narben überzogen – ein bleibendes Souvenir des Azilla-Handschuhs, das bei jedem Wetterwechsel leise pochte. Er spürte, wie die gewohnte Dissonanz des Tals verschwunden war. Das Lied der Welt, Eloras goldenes Bewusstsein, summte wieder in einem ruhigen, ungestörten Takt. Die Tür der Taverne schwang auf und Vesper trat ein.

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