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Kapital 2

last update 게시일: 2026-06-28 01:59:07

Der Wecker klingelte um halb fünf. Ich hatte kaum geschlafen, die Stimme des unbekannten Anrufers hallte noch in meinem Kopf wider.

Die Schulden meines Vaters. Eine alte Geschichte, die ich gehofft hatte, hinter mir zu lassen. Nun drohte sie, alles zu zerstören, was ich mir gerade aufbaute. Ich stand auf, duschte schnell und wählte ein schlichtes, aber elegantes Kleid, das professionell wirkte. Vor dem Spiegel musterte ich mich.

Die dunklen Ringe unter meinen Augen verrieten die innere Unruhe. Alexander Voss durfte nichts davon merken. Nicht jetzt.

Die Straßen waren noch leer, als ich das Gebäude betrat. Der Sicherheitsmann nickte mir zu, als wäre es normal, dass jemand so früh kam. Der Aufzug fuhr leise nach oben. Mein Puls beschleunigte sich mit jeder Etage. Was wollte er von mir um diese Uhrzeit? Die Tür zu seinem Büro stand einen Spalt offen. Ich klopfte leise und trat ein.

Alexander saß bereits am Schreibtisch, eine Tasse Kaffee in der Hand. Das Hemd war frisch gebügelt, doch die Krawatte lag locker um seinen Hals. Er sah aus, als hätte er die Nacht durchgearbeitet. Seine grauen Augen hoben sich und fixierten mich sofort. „Pünktlich. Gut.“ Seine Stimme war rau vom Schlafmangel, doch sie trug diese natürliche Autorität, die keinen Widerspruch duldete.

Ich setzte mich auf den Stuhl gegenüber. Die Luft im Raum fühlte sich aufgeladen an. „Sie wollten mich sehen, Herr Voss?“

Er stand auf und kam langsam um den Tisch herum. Jeder Schritt war berechnet. Er blieb direkt vor mir stehen, so nah, dass ich die Wärme seines Körpers spüren konnte. „Nennen Sie mich Alexander. In diesem Raum, unter uns.“ Sein Finger hob mein Kinn sanft an. Die Berührung war leicht, doch sie sandte einen Stromstoß durch meinen Körper. Ich schluckte hart.

„Ihre Entwürfe haben mich beeindruckt, Elena. Sie haben eine Tiefe, die die meisten meiner Designer nicht erreichen. Aber ich brauche mehr. Ich brauche Sie voll und ganz bei diesem Projekt.“ Seine Worte klangen geschäftlich, doch der Unterton war alles andere als das. Sein Daumen strich über meine Unterlippe. Mein Atem stockte. Die Fantasien der letzten Nacht kehrten mit voller Wucht zurück. Ich stellte mir vor, wie er mich hochhob, auf den Schreibtisch setzte und mich mit diesem hungrigen Blick nahm.

„Ich bin bereit, hart zu arbeiten“, antwortete ich, meine Stimme etwas atemlos. Er lächelte dieses gefährliche halbe Lächeln. „Gut. Denn ich erwarte absolute Hingabe.“ Er beugte sich vor, sein Mund nur Millimeter von meinem entfernt. Der Kuss kam plötzlich, hart und fordernd. Seine Lippen pressten sich auf meine, seine Hand griff in mein Haar und zog mich näher. Ich erwiderte den Kuss, ohne nachzudenken. Hitze explodierte in mir. Seine Zunge drang ein, erkundete mich mit einer Dominanz, die mich schwach machte. Meine Hände legten sich auf seine Brust, spürten die harten Muskeln darunter.

Der Kuss wurde tiefer, verzweifelter. Er hob mich hoch, als würde ich nichts wiegen, und setzte mich auf den Rand des Schreibtischs. Papiere raschelten zu Boden. Seine Hände glitten über meine Oberschenkel, schoben den Saum meines Kleides hoch. Die Berührung seiner Finger auf meiner bloßen Haut war elektrisierend. Ich stöhnte leise in seinen Mund, als er meine Beine spreizte und sich dazwischen stellte. Die harte Ausbuchtung in seiner Hose drückte gegen mich. Verlangen pochte zwischen meinen Beinen, feucht und drängend.

„Du fühlst es auch“, murmelte er an meinen Lippen. „Diese Anziehung. Sie ist gefährlich.“ Seine Hand wanderte höher, fand den Rand meines Slips und schob ihn beiseite. Ein Finger strich über meine empfindlichste Stelle. Ich bog mich ihm entgegen, verloren in der plötzlichen Intensität. Er drang mit einem Finger in mich ein, dann mit einem zweiten, dehnte mich, während sein Daumen kreisende Bewegungen machte. Die Lust baute sich rasend schnell auf. Ich klammerte mich an seine Schultern, meine Nägel gruben sich in den Stoff seines Hemdes.

„Alexander...“, keuchte ich. Er biss sanft in meinen Hals, saugte an der empfindlichen Haut. „Lass los, Elena. Gib mir alles.“ Sein Rhythmus wurde schneller, gezielter. Der Orgasmus traf mich wie eine Welle. Ich schrie leise auf, zitterte in seinen Armen, während er mich durch die Höhen trug. Danach hielt er mich fest, sein Atem schwer an meinem Ohr.

Doch so schnell, wie es gekommen war, zog er sich zurück. Er richtete mein Kleid, strich eine Strähne aus meinem Gesicht. Seine Miene war wieder kontrolliert, fast kalt. „Das war ein Fehler.“ Die Worte trafen mich wie ein Schlag. Reue flackerte in seinen Augen auf, doch er verbarg sie schnell. „Konzentrieren Sie sich auf das Projekt. Keine Ablenkungen.“

Ich rutschte vom Schreibtisch, die Beine noch wackelig. Scham und Wut mischten sich mit dem Nachglühen der Lust. „Ein Fehler? Sie haben angefangen.“ Er wandte sich ab, starrte aus dem Fenster auf die erwachende Stadt. „Ich nehme, was ich will, Elena. Aber ich zerstöre auch, was ich berühre. Gehen Sie jetzt.“

Mit hoch erhobenem Kopf verließ ich das Büro. Tränen brannten in meinen Augen, doch ich drängte sie zurück. Im Aufzug lehnte ich mich gegen die Wand und versuchte, meine Atmung zu beruhigen. Mein Körper summte noch von seiner Berührung, doch mein Verstand schrie Warnungen. Dieser Mann war ein Abgrund. Und ich stand bereits am Rand.

Der Rest des Vormittags verging in einem Nebel aus Arbeit. Ich verbesserte die Entwürfe, integrierte seine Anmerkungen und versuchte, nicht an den Geschmack seiner Lippen zu denken. Sarah kam an meinen Schreibtisch. „Du siehst aus, als hättest du einen Geist gesehen. Alles okay?“ Ich nickte nur. „Alles gut. Nur viel zu tun.“

Mittags erhielt ich eine weitere Nachricht auf meinem privaten Telefon. Diesmal mit einem Foto. Mein Vater, älter und gebrechlicher, als ich ihn in Erinnerung hatte. Daneben eine Summe. „Zehntausend bis Ende der Woche. Sonst wird es unangenehm.“ Panik stieg in mir auf. Woher sollte ich das Geld nehmen? Meine Ersparnisse reichten kaum für die Miete.

Am Nachmittag wurde ich erneut in eine Besprechung gerufen. Diesmal mit dem gesamten Team. Alexander leitete sie mit kühler Effizienz. Er lobte meine Arbeit öffentlich, doch sein Blick vermied meinen. Die Distanz schmerzte mehr, als ich zugeben wollte. Nach der Sitzung hielt er mich zurück. „Bleiben Sie.“ Die anderen verließen den Raum.

Sobald die Tür geschlossen war, änderte sich seine Haltung. Er trat zu mir, zog mich in seine Arme und küsste mich erneut, diesmal langsamer, fast zärtlich. „Ich kann dich nicht aus dem Kopf bekommen“, flüsterte er. „Du machst mich schwach, Elena. Und ich hasse Schwäche.“ Seine Hände glitten über meinen Rücken, zogen mich enger an sich. Ich spürte seine Erregung wieder hart an meinem Bauch. Die Anziehung war magnetisch, unmöglich zu ignorieren.

Wir sanken auf die Ledercouch in der Ecke des Raumes. Er zog mir das Kleid über den Kopf, entblößte meine Brüste. Sein Mund schloss sich um eine Brustwarze, saugte und leckte, bis ich wimmerte. Ich öffnete seine Hose, umfasste ihn mit der Hand. Er war groß und hart, pulsierend vor Verlangen. „Nimm mich“, bat ich leise. Er zögerte einen Moment, die Reue schon wieder in seinen Augen. Dann drehte er mich um, beugte mich über die Couch und drang mit einem tiefen Stoß in mich ein.

Der Rhythmus war hart und tief. Jeder Stoß trieb mich weiter in die Ekstase. Seine Hände hielten meine Hüften fest, kontrollierten jede Bewegung. „Du gehörst mir“, knurrte er. Die Worte schickten neue Wellen der Lust durch mich. Ich kam erneut, intensiver diesmal, und zog ihn mit mir. Er ergoss sich in mir mit einem unterdrückten Stöhnen, sein Körper zitterte gegen meinen.

Danach lagen wir einen Moment da, verschwitzt und atemlos. Er strich mir zärtlich über den Rücken. „Das darf nicht wieder passieren. Nicht hier.“ Doch seine Stimme verriet, dass er selbst nicht daran glaubte.

Ich richtete mich auf und zog mich an. Die Realität kehrte zurück. Die Schulden. Die Gefahr. „Alexander, ich... ich habe Probleme. Persönliche Probleme.“ Er sah mich scharf an. „Welche Art von Problemen?“

Bevor ich antworten konnte, klopfte es laut an der Tür. Eine Stimme rief: „Herr Voss, es gibt einen Notfall. Die Konkurrenz hat interne Dokumente geleakt. Es geht um das Luxe Projekt.“

Er fluchte leise und stand auf. „Bleiben Sie hier.“ Er verließ den Raum. Ich nutzte den Moment, um mich zu sammeln. Auf seinem Schreibtisch lag ein Tablet. Neugierig warf ich einen Blick darauf. Eine E-Mail war offen. Sie enthielt meinen Namen und eine Notiz: „Überwachen Sie Elena Reyes. Ihre familiären Verbindungen könnten nützlich sein.“

Mein Blut wurde kalt. Er wusste es bereits? Oder ließ er mich überwachen? Die Tür öffnete sich wieder. Alexander trat ein, sein Gesicht wie eine Maske. „Es gibt Verrat in der Firma. Jemand hat Informationen weitergegeben.“ Sein Blick bohrte sich in meinen. „Wissen Sie etwas darüber?“

Ich schüttelte den Kopf, doch die Angst kroch in mir hoch. Die Schulden, der Sex, die Überwachung. Alles verflocht sich zu einem gefährlichen Netz. Alexander trat näher. „Vertrauen Sie mir, Elena. Ich kann Sie beschützen. Aber ich brauche die Wahrheit.“

In diesem Moment piepte mein Telefon. Eine neue Nachricht. „Zahlung bis morgen. Oder Ihr Chef erfährt alles über Ihren Vater.“

Ich starrte Alexander an. Die Reue in seinen Augen war echt, doch die Macht, die er ausstrahlte, war überwältigend. Wie weit würde er gehen, um mich zu besitzen? Und wie tief würde meine eigene Hingabe mich führen?

Die Tür zum Büro blieb offen. Draußen warteten Kollegen auf Anweisungen. Doch zwischen uns hing eine unausgesprochene Drohung. Der Verrat hatte gerade erst begonnen. Und ich stand mitten im Feuer.

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