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Seine Worte trafen Claire mitten ins Herz, das laut zu hämmern begann. Claire konnte ihren eigenen Ohren nicht trauen. Sie drehte sich zu Victoria und sah dieses böse Lächeln in ihrem Gesicht, dann zu Amber, die dasselbe trug. Sie hatte mitten unter Teufeln gelebt und es nie gemerkt.
„Was hast du gerade gesagt? Du bist fertig mit mir, Scott? Du bist fertig mit mir nach all diesen Jahren? Ich habe dir mein Leben gegeben.
Ich bin wegen dir zu diesem fetten Narren geworden, und du stößt mich weg? Wenn es nicht um mich gewesen wäre, hättest du nichts davon schaffen können. Alles, was du heute besitzt, verdankst du mir!“ schrie Claire so laut, wie ihre Stimme es zuließ.
Scott gab nur sein böses Lachen von sich, bevor er sich zu Amber umdrehte, sie an der Taille packte und fest an sich zog – etwas, das er nie mit Claire getan hatte.
„Ja. Ich bin fertig mit dir. Ich brauche dich nicht mehr. Ich brauche Amber an meiner Seite.
Sie ist meine Frau. Du warst nur eine Schachfigur in unserem Leben, und jetzt bin ich fertig mit dir. Pack deine Sachen und verschwinde.“
„Nein, nein, ich gehe nirgendwo hin. Ich gehe nirgendwo hin. Du wirst mich nicht rauswerfen nach allem. Du wirst mich lieben, weil ich dich geliebt habe! Was hat sich geändert? Was ist passiert?“ schrie sie, unfähig, sich zu beherrschen.
„Du bist fett geworden, du bist nutzlos geworden, und du bist nichts weiter als eine leere Flasche! Du kannst nicht einmal ein Kind bekommen, um Gottes willen!“ knurrte er.
Claire, unfähig, es zurückzuhalten, stürzte direkt zu Boden und zitterte.
Amber kniete sich neben Claire, ihr Designerparfüm war erdrückend süß. Sie beugte sich nah heran, ein widerlich süßes Lächeln spielte um ihre Lippen, als sie eine vertraute bernsteinfarbene Pillendose aus der Tasche zog und sie gegen Claires Wange tippte.
„Hast du wirklich gedacht, deine plötzliche Gewichtszunahme und deine Gesundheitsprobleme wären ein Unfall, Claire?“ flüsterte Amber, ihre Stimme tropfte vor Gift. „Jedes tägliche Vitamin, das du genommen hast, kam direkt aus meinen Händen.
Drei Jahre synthetische Steroide… Ich musste deine Schönheit und deinen Körper zerstören, nur damit Scott mich ansieht statt dich. Schau dich jetzt an. Du bist nichts.“
„Du warst nie gut genug für ihn.“
Kaum hatten die geflüsterten Worte Ambers Lippen verlassen, explodierte reine, blendende Wut in Claires Brust. Drei Jahre Lügen. Drei Jahre, in denen sie fett und nutzlos genannt wurde.
Drei Jahre, in denen sie giftige Steroide geschluckt hatte. Alles brach mit einem heiseren, animalischen Schrei an die Oberfläche.
Claire rappelte sich vom kalten Boden hoch, ihre Hand schwang mit jeder letzten Kraft, die in ihrem Körper steckte, um das falsche Lächeln von Ambers Gesicht zu schlagen.
„Du giftige Schlange!“ kreischte Claire.
Klatsch! Der harte Knall hallte durchs Wohnzimmer, als Claires Handfläche den Rand von Ambers Wange traf. Amber taumelte zurück und griff sich schockiert ins Gesicht.
„Du hast mich geschlagen?“ kreischte Amber, die Augen weit vor Unglauben.
Bevor Claire erneut vorspringen konnte, stürzte Victoria von hinten herbei. Ihre Finger gruben sich wütend in Claires Haar und rissen ihren Kopf so heftig zurück, dass Claire vor Schmerz keuchte.
„Wage es ja nicht, meine Schwiegertochter anzurühren, du verrückte Schlampe!“ bellte Victoria, schlug mit der Handfläche gegen Claires Schulter und stieß sie rückwärts.
Während Claire desorientiert ums Gleichgewicht kämpfte, stürmte Amber vor, das Gesicht vor Bosheit verzerrt. Sie versetzte Claire einen heftigen, schweren Stoß direkt gegen die Brust.
„Wie kannst du es wagen, mich anzufassen!“ spuckte Amber und stand über ihr, während Claire hart auf dem Rücken auf den Hartholzboden krachte. „Schau dich an, Claire, wie du versuchst, mich zu bekämpfen. Ich habe dir die Wahrheit gesagt.
Du warst nie gut genug für Scott. Ich habe ihm eine echte Familie gegeben, während du jeden Tag von diesen Pillen fetter wurdest. Du warst nur unsere kleine Technik-Sklavin, bis wir den Deal mit Miller Holdings hatten.
“
Claires Rücken traf das Holz mit einem dumpfen Aufprall, doch als sie versuchte, sich hochzudrücken, um zurückzuschlagen, explodierte ein reißender, qualvoller Krampf tief in ihrem Unterleib.
Die Luft verschwand aus ihren Lungen. Ein heftiger, heißer Schmerz schnitt mitten durch ihren Kern, so scharf, dass ihr Sehvermögen für einen schrecklichen Moment völlig weiß wurde.
„Ah! Ah!“ keuchte Claire, ihr Körper krümmte sich nach innen, während sich sofort eine widerliche, schwere Wärme zwischen ihren Schenkeln ausbreitete.
Heftig zitternd griff Claire nach unten, ihre Finger strichen über die Jeans. Als sie die Hände zurückzog, tropften ihre Handflächen von dickem, dunkelrotem Blut. Die Flüssigkeit sammelte sich bereits auf dem hellen Teppich unter ihr.
„Scott…“ würgte Claire heraus, ihre Stimme brach in einem verängstigten Schluchzen, als sie zu ihm aufblickte, die zitternden Hände über dem Bauch, um das dunkelrote Blut an ihrer Kleidung zu verbergen.
Sie konnte es ihnen nicht sagen… sie konnte diese Monster nicht wissen lassen von dem kostbaren Leben, das in ihr zerrissen wurde.
Scott zuckte nicht zusammen. Er eilte nicht an ihre Seite und rief auch nicht um Hilfe.
Er stand einfach nur da, blickte auf ihren blutenden Körper hinab mit toten, gefühllosen Augen und reiner Abscheu.
Er trat direkt über ihre zitternden Beine, packte ihren schweren Koffer aus der Ecke und warf ihn hart auf ihren Schoß, wobei er ihre verletzten Rippen traf.
„Schau dich an, wie du eine Szene auf meinem italienischen Wollteppich machst“, höhnte Scott, seine dunklen Augen ohne jede Spur von Menschlichkeit. Er trat über ihre zitternde, blutende Gestalt, griff ihren Lederkoffer aus dem Flur und warf ihn schwer neben sie auf den Boden.
„Rappel dich hoch“, befahl Scott kalt. „Du hast fünf Minuten, um von meinem Grundstück zu verschwinden, bevor ich die Security dich in die Gosse werfen lasse, wo du hingehörst.“
„Hör auf mit dem Theater, Claire“, mischte sich Victoria ein und warf verächtlich einen Mopp zu ihren Füßen. „Räum deine Sauerei auf dem Weg nach draußen auf.“
Claire war immer noch so verbittert, aber sie musste aufstehen.
Sie musste ihre Sachen packen. Sie hatte nirgendwo hinzugehen, aber sie musste trotzdem. Alles, woran sie geglaubt hatte, war eine Lüge gewesen. Sie ging an dem Zimmer vorbei, in das Victoria die beiden Kinder gebracht hatte.
Die Tür war leicht geöffnet. Beide Kinder spielten miteinander, und alles war da. Sie erinnerte sich, wann das Zimmer eingerichtet worden war.
Sie hatte Scott gefragt, warum er ein Spielzimmer einrichten ließ, und er hatte ihr von seinem Traum erzählt, und sie hatte sich immer schuldig gefühlt deswegen – ohne zu wissen, dass er, wann immer sie nicht da war, wann immer sie mit Firmenproblemen beschäftigt war und seine Firma über Wasser hielt,
Amber zurückholte und mit ihrer besten Freundin seit der Schule das Leben führte, das er wollte.
Claire schleppte sich ins Schlafzimmer, blutete, zitterte und verarbeitete den Tod ihres ungeborenen Kindes in völliger Stille.
„Bitte, nein… nicht auch du“, weinte Claire still, umklammerte ihren Unterleib in reiner Qual, während Hitze und Blut weiter gegen ihre Haut sickerten. „Ich kann dich nicht verlieren… du warst mein einziges verbleibendes Licht.“
Das körperliche Reißen tief in ihrem Kern war unerträglich, aber der Schmerz, den Mund zu halten, diesen Herzschmerz allein zu erleiden, während ihre Verräter unten lachten… zerschmetterte, was von ihrer Seele übrig war.
Jeder Schritt wurde von Victoria, Amber und Scott beobachtet, während sie alle zu dem zurückkehrten, was sie vorher getan hatten, als wäre sie unwichtig. Sie trat ins Zimmer und warf hektisch ihre Kleidung in eine Tasche. Das Schlafzimmer selbst verwandelte sich plötzlich in eine psychologische Horrorshow.
Autor-POVIn diesem Moment wischte sich Claire die Augen und stieß Ryan langsam von sich.„Warum tust du das, Miller?“ fragte Claire kalt, die Augen voller Misstrauen. „An der Uni waren wir Rivalen. Du hast mich wie deine größte Bedrohung behandelt.“Ryan grinste spöttisch, seine grauen Augen bohrten sich in ihre. „Du warst meine Bedrohung. Ich habe dich nicht aus Mitleid aus dem Sturm geholt, Claire. Einem Genie zuzusehen, wie es von einem Parasiten wie Scott Evans ausgenommen wird, ist eine Beleidigung für mich.“„Ich brauche keinen Retter“, schnappte sie.„Ich biete keinen Retter an“, beugte sich Ryan vor, seine Stimme dunkel und samtig. „Ich biete eine Waffe an.“Claire konnte nicht anders, als noch intensiver über die Rache nachzudenken, die in ihr aufstieg.„Danke“, sagte sie. „Ich werde sie nicht entkommen lassen. Nach allem, was sie mir angetan haben, werden sie nicht so einfach davonkommen. Sie werden dafür büßen. Ich werde für mein Kind kämpfen. Ich werde für alles kämpfen,
Autor-POV„Oh mein Gott!“ stotterte sie und stürzte zum Parfüm. Alles, was sie in die Hand nahm, rief Erinnerungen wach.„Wow, ich wusste gar nicht, dass du dasselbe Parfüm benutzt wie ich“, erinnerte sie sich, wie sie Amber an einem zufälligen Tag gefragt hatte, als sie Geschenke zu Ambers Haus gebracht hatte, um den zweiten Geburtstag eines ihrer Kinder zu feiern.„Oh ja, ich liebe, wie gut du riechst, und ich habe tatsächlich dasselbe gekauft. Lass mich ganz ehrlich zu dir sein: Mein Mann hat es mir gekauft. Ich habe ihm erzählt, wie schön du riechst, und er meinte, er würde es lieben, wenn ich auch so schön riechen würde wie du. Das war’s.“Die Erinnerungen fühlten sich an wie Messerstiche in Claires Herz. Sie griff sich ins Haar und zog daran – nicht, weil sie es ausreißen wollte, sondern weil es der einzige Weg war, den Schmerz in ihrem Herzen zu unterdrücken. Dann ging sie zu ihren Designermänteln, streichelte jeden einzelnen und blieb bei dem roten stehen, nahm ihn heraus – u
Autoren-POVSeine Worte trafen Claire mitten ins Herz, das laut zu hämmern begann. Claire konnte ihren eigenen Ohren nicht trauen. Sie drehte sich zu Victoria und sah dieses böse Lächeln in ihrem Gesicht, dann zu Amber, die dasselbe trug. Sie hatte mitten unter Teufeln gelebt und es nie gemerkt.„Was hast du gerade gesagt? Du bist fertig mit mir, Scott? Du bist fertig mit mir nach all diesen Jahren? Ich habe dir mein Leben gegeben. Ich bin wegen dir zu diesem fetten Narren geworden, und du stößt mich weg? Wenn es nicht um mich gewesen wäre, hättest du nichts davon schaffen können. Alles, was du heute besitzt, verdankst du mir!“ schrie Claire so laut, wie ihre Stimme es zuließ.Scott gab nur sein böses Lachen von sich, bevor er sich zu Amber umdrehte, sie an der Taille packte und fest an sich zog – etwas, das er nie mit Claire getan hatte.„Ja. Ich bin fertig mit dir. Ich brauche dich nicht mehr. Ich brauche Amber an meiner Seite. Sie ist meine Frau. Du warst nur eine Schachfigur in
Autor-POV„Ihre Ergebnisse sind positiv, Frau Evans. Sie sind in der 6. Woche.“Diese Worte des Arztes fühlten sich an wie ein Traum. Drei ganze Jahre lang hatte Claire mit der stillen Scham gelebt, dass ihr Körper kaputt sei. Jeden einzelnen Monat brachte ein weiterer negativer Test, eine weitere Nacht, in der sie still im Bad weinte, während Scott sich im Bett von ihr abwandte, angewidert von dem Gewicht, das sie nicht abnehmen konnte, egal wie wenig sie aß.Doch als sie das weiße Papierblatt in den Händen hielt, rollte eine Träne reiner Freude über ihre Wangen. Die schwachen rosa Linien bewiesen, dass alles gut werden würde. Claire drückte das Papier an ihre Brust und stellte sich bereits Scotts Gesicht vor, wenn sie es ihm heute Abend zu ihrem 3. Hochzeitstag überreichte.„Vielen, vielen Dank, Doktor!“ piepste Claire und wischte sich die Augen, während sie aufstand, um ihre Handtasche zu nehmen.„Nehmen Sie es langsam auf den Treppen, Claire“, fügte Dr. Evans hinzu und tippte mi







