Mag-log in## Kapitel 25 — Das gefährliche SpielDie Atmosphäre im privaten Behandlungszimmer wurde schlagartig extrem still; nur noch das Summen der Klimaanlage war zu hören, deren Luft sich auf der Haut immer kälter anfühlte. Isolde lag weiterhin steif zusammengerollt unter ihrer dicken Decke, kehrte der Tür den Rücken zu und ihr Herz klopfte in einem wilden, unaufhaltsamen Rhythmus.Das Geräusch von Luciens Lederschuhen war zu hören, wie sie näher kamen; die Schritte waren ruhig, aber überaus schwer auf dem Vinylboden. Das Familienoberhaupt der Blackthorns hielt direkt neben dem Bett an und blickte auf den Deckenberg hinab, der Isoldes fülligen Körper verhüllte.Lucien fragte mit tiefer, verhaltener Stimme voller angestauter Entschlossenheit: „Habe ich mir das vorhin nur eingebildet?“Diese rhetorische Frage entglitt seinen schmalen Lippen und ließ Isoldes unter dem Kissen verborgenes Gesicht nur noch heißer entflammen, als würde es im Feuer verbrennen. Sie umklammerte den Rand des Lakens mit
## Kapitel 24 — Die Annahme des verrückten Angebots des MonstersIsolde flüsterte mit den spärlichen Resten an Mut, die sich in ihrer Brust gesammelt hatten – ohne zu wissen, woher sie stammten –, und wiederholte nickend ihre Worte: „Ja, ich bin mir sicher.“Azriel rückte das schwarze Skizzenbuch zurecht, presste es wieder an seine Brust und ließ ein leichtes Lächeln voller kalter Zufriedenheit sehen. Er antwortete mit tiefer Stimme, während seine dunklen Augen für einen kurzen Moment zu der Decke lugten, die Isoldes Unterleib bedeckte, ehe er sich umdrehte: „Gut, dann warte ich auf die gute Nachricht, sobald sich dieser füllige Körper von dir vollständig erholt hat.“*Klack. Klick.*Die Tür des Behandlungszimmers schloss sich wieder fest, nachdem Azriels schlanke Gestalt hinter dem Krankenhausflur verschwunden war.Sobald wieder Ruhe in den Raum eingekehrt war, umklammerte Isolde mit zitternen Händen ihr Haar. Sie beschimpfte sich selbst, während sich ihre Brust in raschen Atemzügen
## Kapitel 23 — Skizzierte Intimität auf weißem PapierIsolde strich sich noch immer über ihre Lippen, die sich von Evanders rücksichtslosem Verhalten vor wenigen Minuten leicht geschwollen und feucht anfühlten. Ihr Herz klopfte wild und hinterließ ein seltsam warmes Kribbeln, das sich durch ihre Adern zog. Die Begierde, die der erzwungene Kuss vorhin in ihr geweckt hatte, schwebte nun unerfüllt im Raum und ließ sie unruhig und aufgewühlt auf dem Krankenhausbett zurück.Da öffnete sich die Tür des Behandlungszimmers erneut langsam. Isolde straffte unwillkürlich den Rücken und machte sich bereit, loszuspalten, falls es wieder Evander sein sollte. Doch ihre gerunzelte Stirn glättete sich allmählich, als sie die schlanke Gestalt erblickte, die eintrat und ein Skizzenbuch mit schwarzem Ledereinband an die Brust gepresst hielt.Azriel näherte sich fast völlig geräuschlos. Er fragte mit flacher, trockener Stimme, obwohl seine dunklen Augen hochkonzentriert auf Isoldes Handgelenk gerichtet w
## Kapitel 22 — Der Kuss des zweiten jungen HerrnLucien stand noch immer regungslos in der Ecke des Behandlungszimmers und beobachtete, wie sich der Silberlöffel in Isolde links monoton und ohne Pause auf und ab bewegte. Sogar ihr Mundwinkel war schon leicht mit der köstlich duftenden Reisbrühe verschmiert.Lucien spottete mit tiefer Stimme, auch wenn aus seinen grauen Augen nicht mehr die hellen Funken des Zorns sprühten: „Scheint, als hätte ich mich nicht getäuscht. Du bist wirklich am Verhungern und nicht krank.“Isolde schluckte ihren letzten Bissen nur schwer hinunter, ehe sie schließlich mutig den Kopf hob. Ohne jede Verlegenheit wischte sie sich die Reste der Brühe am Mundwinkel mit dem linken Handrücken ab und antwortete scharf: „Allerdings! Ich verhungere schon seit einer gefühlten Ewigkeit!“Isoldes Art zu essen war völlig natürlich – überaus chaotisch und meilenweit entfernt von den Tischmanieren der Oberschicht. Sie versuchte nicht, sich zu verstellen oder sich zart und a
## Kapitel 21 — Auch dick ist verlockend, nicht wahr?Der scharfe, charakteristische Geruch von Antiseptikum und Bodenreiniger drang schlagartig in die Sinnesorgane, sobald sich die Tür des VIP-Krankenzimmers fest geschlossen hatte. Isolde lag matt auf dem Krankenhausbett mit seinen makellos weißen Laken; an einem Ständer aus Eisen hing eine Flasche mit klarer Flüssigkeit, die Tropfen für Tropfen Medikamente durch die Infusionsnadel in ihren rechten Handrücken leitete.Der Arzt mittleren Alters im weißen Kittel trat einen Schritt zurück, steckte das Stethoskop in die Kittelstasche und rückte seine rahmenlose Brille zurecht. Er stieß einen erleichterten Seufzer aus, als er sich Lucien zuwandte, der aufrecht am großen Fenster stand.„Wie ist ihr Zustand?“, fragte Lucien mit tiefer, rauer Stimme, die voller ungeduldiger Schärfe lag. Seine beiden Arme waren fest vor seiner breiten Brust verschränkt.Der Arzt lächelte milde und versuchte, die einflößende Atmosphäre zu lockern, die von dem
Kapitel 20 — Hinter der kalten und grausamen Fassade des MonstersMorgendlicher Sonnenschein drang durch die Spalten der Vorhänge im Prunksaal des Blackthorne-Anwesens. Der intensive Duft von Arabica-Kaffee und getoastetem Butterbrot lag spürbar in der Luft. Die drei jungen Herren der Familie Blackthorne saßen bereits an ihren angestammten Plätzen um den langen Marmortisch, doch ein Stuhl am Ende der Tafel blieb nach wie vor vollkommen leer.Lucien schnitt das Schinkenstück auf seinem Teller mit einer eleganten, aber bestimmten Messerbewegung. „Ist das Findelkind noch immer nicht heruntergekommen?“, fragte Lucien mit eiskalter Stimme. Seine grauen Augen wanderten mit einem scharfen Blick zur Wanduhr, die bereits sieben Uhr morgens anzeigte.Evander, der sich gerade Schokoladenaufstrich auf sein Brot strich, schnaubte leise. „Vielleicht schmerzen ihre Füße noch zu sehr zum Gehen, Lucien“, erwiderte Evander und lehnte seinen kräftigen Rücken entspannt gegen die Stuhllehne.„Oder sie tut







