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Kapitel 103

Author: Ein Glücksfischchen
Oma hatte Herrenkleidung im Haus, allerdings stammte sie komplett aus Kollektionen von vor fünf Jahren, war aber noch nagelneu.

Sie hatte all diese Sachen gekauft.

Die Nächte auf dem Land waren wunderschön, erfüllt vom Zirpen der Insekten und dem Duft der Blumen, und in klaren Nächten konnte man die Milchstraße sehen.

Zu Beginn ihrer Ehe hatte Klara sich unzählige Male ausgemalt, wie sie gemeinsam mit Sebastian zu Oma fuhr und sie als Familie die Nächte genossen, die sie so liebte. Sie wollte Om
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  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 227

    Sebastian schickte eine Nachricht, um ihr mitzuteilen, dass er sich auf das Boarding vorbereitete.Sie antwortete nicht. Im Moment interessierte sie sich wirklich nicht für seine Reise. Ihre Gedanken drehten sich nur darum, dass sie am nächsten Tag selbst aufbrechen sollte.Sie hatte den Wecker auf vier Uhr gestellt, um Oma abzuholen und dann zum Bahnhof zu fahren. Jetzt musste sie schlafen!Aber Sebastian gab keine Ruhe und rief sogar per Videoanruf an.Da er noch nicht an Bord war, nahm Klara den Anruf schließlich an. Im Video sah sie ihn in der VIP-Lounge.Als er ihr Gesicht sah, lächelte er: „Hast du geschlafen? Habe ich dich aufgeweckt?“„Ja.“ Sie nahm kein Blatt vor den Mund.„Schon gut, ich wollte nur sehen, was du machst. Schlaf weiter, ich störe dich nicht mehr, ich gehe gleich an Bord.“„Klara, es tut mir leid. Aus persönlichen Gründen habe ich später keine Zeit mehr, deshalb habe ich Sebastian gebeten, mich zuerst auf die Insel zu begleiten. Sei bitte nicht böse.“„Klara wir

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 226

    Klara dachte bei sich: Träum weiter!Aber Sebastian hatte das nur so gesagt und erwartete nicht wirklich, dass sie aufräumte. Nachdem er das Zimmer betreten hatte, ging er ins Badezimmer und duschte. Danach packte er sein Gepäck selbst zusammen, blieb dann aber stehen und ging nicht.Klara wollte Oma anrufen, aber er stand die ganze Zeit im Weg. Sie konnte nicht anders, als ihn anzutreiben: „Machst du dich nicht langsam auf den Weg?“„Kannst du nicht etwas sanfter sein?“ Er trat hinter sie.Klara saß vor dem Schminktisch und machte gerade ihr Haar auf.Plötzlich streckte er die Hand aus, nahm ihr das Haargummi ab und beugte sich zu ihr hinunter. Dann legte er von hinten die Arme um sie.Im Spiegel sah sie, wie sein Gesicht dicht an ihrem lag.Klara ertrug seine Nähe inzwischen kaum noch. Sobald er ihr zu nahe kam, musste sie an Charlottes Geruch denken, und allein der Gedanke daran machte sie unwohl.Sie bewegte sich nur leicht, aber noch bevor sie sich wehren konnte, schlang er die Ar

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 225

    Sie deutete auf das Esszimmer. Dort stand eine ganze Reihe Glasgefäße mit leuchtend rotem Wachsbeerenlikör.„Dann ... iss ein paar Weintrauben.“ Sebastian sagte: „Ach ja, Oma ist jetzt schon so lange unterwegs. Warum ist sie noch nicht zurück? Wann holen wir sie ab?“Das traf genau das Thema, das Klara ansprechen wollte.„Oma fährt morgen direkt zum Bahnhof, ich werde nachher ...“„Klara.“ Sebastian unterbrach Klara.Klara sah ihn verständnislos an.Sebastian setzte sich neben sie; was er beim Essen nicht gesagt hatte, musste schließlich doch noch gesagt werden.„Also ...“ Er zögerte kurz. „Können wir unsere Reise nach Freiburg vielleicht verschieben?“„Verschieben?“ Klara sah ihn von der Seite an.„Ja ...“ Er lächelte leicht. „Wie wäre es mit einer Woche später? Ich habe diesmal zwei Wochen Urlaub. Wir können also erst in einer Woche nach Freiburg fahren.“„Und was nun? Was machst du in der Woche davor?“ Mit Charlotte auf eine Insel fahren?Damit hatte Klara tatsächlich ins Schwarze g

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 224

    „Du hast doch mich.“ Sebastian sagte es mit einem Lächeln. „Die Kellner können dir die Garnelen auch schälen.“„Ich will aber Käsespätzle! Wenn du Garnelen essen willst, kannst du sie doch selbst bestellen.“ Es war selten, dass Klara sich so etwas herausnahm, besonders nachdem sie sich fünf Jahre lang seinem Geschmack angepasst hatte.Sebastian stutzte leicht.Klaras Reaktion kam ziemlich unerwartet. Früher hatte sie immer gefragt: „Was möchtest du essen?“ „Na gut, dann machen wir es so, wie du willst.“ „Mir ist alles recht, ganz wie du möchtest.“Trotzdem lächelte er. „Es sind doch nur Käsespätzle. Die können wir uns noch leisten. Warum stellst du dich deswegen so an?“Er klappte die Speisekarte zu und sagte zum Kellner: „Das wäre alles. Bringen Sie noch Gemüse dazu. Suchen Sie einfach etwas aus.“Klara musste an einen Satz denken, den Sebastian selbst einmal gesagt hatte, und er passte genau auf die jetzige Situation. Wer ohne Grund übermäßig freundlich war, führte meistens etwas im

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 223

    „Frau Wolf, das ist zu viel.“ Frau Krügel wagte nicht, es anzunehmen, und sagte hastig.„Das steht dir zu.“ Klara sah sie an. „Mit deiner Verletzung kannst du zwei oder drei Monate lang nicht arbeiten. Selbst als Ausgleich für den Verdienstausfall ist das nicht zu viel. Falls du später einmal etwas brauchst oder dir etwas einfällt, kannst du dich trotzdem jederzeit bei mir melden. Auch wenn ich nicht in Hamburg bin, werde ich versuchen, dir zu helfen.“Klara war noch nicht lange im Krankenhaus, als der Anruf von Sebastian kam.Er fragte sie direkt, wo sie war.„Ich bin im Krankenhaus und besuche Frau Krügel. Bist du zu Hause?“ Klara machte sich Sorgen, ob er die Scheidungsvereinbarung womöglich schon gesehen hatte.„Ja, ich bin nach Hause gekommen und habe dich nicht gesehen. Wann bist du fertig? Ich komme dich abholen.“„Oh, ich bin gleich so weit.“ Er hatte die Scheidungsvereinbarung wohl noch nicht gesehen.„Dann warte auf mich, ich komme rüber und hole dich ab. Ich bin gleich da.“

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 222

    Sie nahm ab. Sebastian schien gerade in einer Besprechung zu sein, denn im Hintergrund waren Stimmen zu hören. Dem Geräusch nach ging er gerade nach draußen. „Klara, ich habe das Ticket gesehen. Morgen Mittag nach Freiburg, richtig?“„Ja, wir bleiben eine Nacht dort und mieten uns dann ein Auto für einen Roadtrip.“ Sie tat betont wichtig und gab vor, alles bereits arrangiert zu haben.„Gut.“ Er stimmte zu: „Nimm mich von der Blockliste. Es ist unpraktisch, wenn ich dir etwas überweisen oder schicken will.“„Oh, geht klar.“ Erst jetzt fiel Klara wieder ein, dass er sie nur anrufen und ihr SMS schicken konnte.Jemand ging an Sebastian vorbei und zog ihn auf: „Na, wer hat denn unseren großen Chef auf die Blockierliste gesetzt?“Sebastians Lachen war zu hören: „Machen Sie sich nicht über mich lustig, Thomas. Ich habe aus Versehen meine Frau verärgert.“Der Thomas, den Klara nicht kannte, lachte laut auf: „Dachte ich mir's doch, nur Ihre werte Gattin kann den großen CEO Wolf so ausbremsen.“

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