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Kapitel 321

Author: Ein Glücksfischchen
Schließlich stand Sebastian vor Oma.

Oma, die ihn einst über alles geliebt und immer verwöhnt hatte, sah ihn jetzt nur noch mit einem schwachen, resignierten Blick an. Von beiden Seiten war sie von Menschen umgeben, darunter auch Klara, die sie stützte.

„Oma ...“, sprach er endlich. Seine Stimme klang jedoch etwas heiser.

„Ich bin hier, um dich aus dem Krankenhaus abzuholen. Lass uns nach Hause fahren.“

Der liebevolle Ausdruck auf Omas Gesicht war noch derselbe wie früher. Aber alles, was sie i
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Pinakabagong kabanata

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 327

    Sebastian schwieg einige Sekunden lang.In diesen Sekunden des Schweigens fehlte ihm jegliche Selbstsicherheit.Er hatte auf andere Weise Geld für Charlotte ausgegeben.Er wollte Klara nicht anlügen: „Klara ...“Er rief leise ihren Namen und überlegte, wie er es formulieren sollte.Aber Klara ließ das Thema einfach fallen und ging direkt zum nächsten Punkt über. „Ich bin gerade bei Florian im Atelier, um Kleider zu kaufen. Dein Lotti-Schatz ist übrigens auch hier. Dieses Abendkleid kostet 28.000 Euro. Ich möchte dich etwas fragen: Woher nimmt deine Lotti-Schatz, die angeblich weder Geld noch Arbeit hat, das Geld, um sich so etwas leisten zu können?“„Klara! Treib es nicht zu weit!“ Charlotte unterbrach sie mit schriller Stimme.Klara ignorierte sie vorerst und wartete nur auf Sebastians Antwort: „Sebastian, antworte mir.“„Klara ...“, sagte Sebastian, „ich komme jetzt zu Florians Atelier. Warte, bis ich dich abhole.“„Ich habe gesagt, das ist nicht nötig.“ Klara sagte: „Du bist schon

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 326

    Klara schüttelte den Kopf. „Ich lache, weil Nora die Frau des stellvertretenden Geschäftsführers ist. Als seine Ehefrau ist es völlig angemessen, dass sie an einem so wichtigen Bankett teilnimmt. Wenn Nora dieses Kleid haben will, überlasse ich es ihr nicht nur, ich schenke es ihr direkt. Aber du, Frau Berger, welche Position vertrittst du überhaupt bei Sebastians Firma, wenn du auf diesem Bankett erscheinst?“Charlottes Gesicht wurde augenblicklich kreidebleich.„Ich ... ich ...“, stammelte Charlotte lange vor sich hin und sah Nora hilfesuchend an.Nora zog jedoch ihren Arm aus Charlottes Griff und lächelte Klara an. „Nicht nötig, das Kleid steht dir hervorragend und schmeichelt deinem Teint. Ich habe mir bereits eine Abendgarderobe anfertigen lassen.“„Nora!“ Charlotte spürte überdeutlich, dass Nora überraschenderweise nicht auf ihrer Seite stand! Hatte Justin sie denn nicht darum gebeten, Nora um sie zu kümmern?„Lea, such mir bitte passende Schuhe zu meinem Kleid aus“, sagte Nora z

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 325

    Charlotte wusste, dass dieses Geschäft nur Stammkunden bediente. Sie hatte hier schon einmal eine Abfuhr kassiert, aber die menschliche Natur ist eben seltsam: Je unerreichbarer etwas ist, desto mehr will man es haben.Dabei war es doch nur ein kleines Designeratelier in Hamburg! Selbst bei Hermès konnte sie kaufen, was sie wollte. Und ausgerechnet ein kleiner Designer spielte sich so auf?Wie es der Zufall wollte, gehörte Nora zu den Stammkunden des Ateliers. Deshalb hatte Charlotte Justin gebeten, seine Frau darum zu bitten, sie heute mitzunehmen.Sie selbst war schließlich erst ein einziges Mal hier gewesen. Die Mitarbeiter erkannten sie bestimmt längst nicht mehr, oder?Die Assistentin erinnerte sich natürlich an sie, bewahrte aber ihr Lächeln: „Es tut mir leid, mein Fräulein, dieses Kleid ist bereits vergeben.“Charlotte wusste, dass es bereits vergeben war. Stand die Assistentin denn nicht genau vor Klara?Sie drehte sich zu Klara um. „Klara, überlass mir dieses Kleid, ja?“Dann

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 324

    „Genau.“ Florian holte einige Paare heraus: „Die sind alle schon ausverkauft. Früher wollten Kunden sie kaufen, aber sie hat sich immer geweigert. Jetzt hat sie plötzlich zugestimmt, und viele Leute stehen Schlange, um zu bestellen. Ich habe gesagt, das geht nicht, die mysteriöse Designerin nimmt keine Aufträge mehr an. Passt doch gut. Wenn ich schon hier bin, bezahle ich ihr die Manschettenknöpfe.“Julian betrachtete die kunstvoll gearbeiteten Manschettenknöpfe mit den violetten Diamanten in seiner Hand. Sein Blick verdüsterte sich zusehends.Klara wusste nicht, was draußen vorgefallen war. Sie trug ein champagnerfarbenes Abendkleid und kam, von der Assistentin gestützt, heraus.„Julian, wie findest du es?“, fragte Klara. Beim Gehen bewegte sie sich noch etwas vorsichtig.Champagnerfarben gehörten zu Klaras Lieblingsfarben. Sie ließen sie sanft, anmutig und feminin wirken.„Es sieht sehr schön aus.“ Julian musterte seine Cousine kritisch. „Aber ... das reicht noch lange nicht für mei

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 323

    Alex meinte jedoch: „Warum denn? Was ist passiert?“In letzter Zeit war Alex' Frau schwanger, weshalb er weniger Zeit mit ihnen verbracht hatte und von vielen Dingen nichts wusste.„Schon gut“, sagte Justin, „Klara ist zurückgekommen. Lotti hat Angst, dass Klara es missversteht, und wagt es nicht mehr, Kontakt zu Sebastian zu haben.“Sebastian runzelte die Stirn, sagte aber dennoch: „Nicht nötig. Nimm sie einfach mit und sag, dass sie eine Assistentin der Firma ist.“„Ja, gut“, sagte Justin und fragte: „Soll ich ... ihr dann ein Abendkleid kaufen?“„Gut“, sagte Sebastian, „ich überweise dir das Geld.“Justin schwieg.Am nächsten Tag im Studio von Florian.Klara hatte sich vorher mit Florian in Verbindung gesetzt, dass sie vorbeikommen würde, um ein Abendkleid auszusuchen. Daher hatte die Studioassistentin nicht nur eine Reihe von Kleidern nach ihren Maßen und Vorlieben zur Auswahl vorbereitet, sondern Florian selbst wartete ebenfalls persönlich im Laden.In dem Moment, als Klara an Jul

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 322

    Klara war in den letzten Tagen gar nicht ausgegangen, hauptsächlich weil sie Zeit mit Oma verbringen wollte.Oma war gerade erst aus dem Krankenhaus entlassen worden. Obwohl sie sich von Tag zu Tag erholte, war ihr Körper noch immer geschwächt. Es war besser, wenn sie sich zu Hause in Ruhe erholte.Julian war ungewöhnlich beschäftigt. Er ging früh aus dem Haus, kam spät zurück und war kaum noch zu sehen. Erst als er Oma zum Visumsinterview begleitete, sah Klara ihn wieder.Julian entschuldigte sich sogar bei den beiden, dass er so beschäftigt war und keine Zeit hatte, ihnen Gesellschaft zu leisten.„Deine Arbeit ist natürlich wichtiger, uns geht es doch gut,“ sagte Oma lächelnd zu ihm.Daraufhin sprach Julian das bevorstehende Bankett der Firma Rossi an: „Habt ihr Lust mitzukommen? Wenn ihr dabei sein möchtet, lässt Lars später Abendkleider und Schmuck vorbeibringen. Ihr müsst die Sachen erst einmal anprobieren.“Oma schüttelte lächelnd den Kopf: „Ich gehe nicht mit. Mal sehen, ob Clai

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