로그인„Zwei Möglichkeiten, Elena. Sei sechs Monate lang meine liebevolle Ehefrau – oder versuche weiterhin, mir den Kopf abzuschlagen.“ Elena Rossi hätte nie gedacht, dass sie ausgerechnet den Mann heiraten würde, den sie für den Tod ihres Bruders verantwortlich macht. Für ihre Familien ist die Hochzeit ein Friedensangebot, das einen blutigen Krieg zwischen den beiden Mafiafamilien beenden soll. Für Elena ist sie jedoch nur der perfekte Ort für ihre Rache. In ihrer Hochzeitsnacht versteckt sie ein Messer unter ihrem Kissen. Sie wartet, bis Caelen DeLuca schläft, und plant, den Mann zu töten, den sie hasst. Doch bevor sie zuschlagen kann, erwischt er sie. Caelen könnte sie verraten. Stattdessen macht er ihr ein Angebot. Sechs Monate. Elena muss vor ihren Feinden seine liebevolle Ehefrau spielen und ihm helfen, die Verräter in seiner eigenen Familie aufzuspüren. Im Gegenzug verspricht er ihr Geld, Freiheit und eine sichere Flucht aus der Stadt. Elena stimmt widerwillig zu. Doch Caelen ist nicht der herzlose Killer, für den sie ihn gehalten hat. Immer wieder setzt er sein eigenes Leben aufs Spiel, um sie zu beschützen. Je länger sie an seiner Seite bleibt, desto schwieriger wird es, ihren Hass aufrechtzuerhalten. Dann entdeckt Elena die Wahrheit. Caelen hat ihren Bruder nicht getötet. Ihr eigener Vater gab den Mord in Auftrag, nachdem er herausgefunden hatte, dass ihr Bruder heimlich mit der Polizei zusammenarbeitete. Und jetzt ist Elena das nächste Ziel. Der Mann, den sie heiratete, um Rache zu nehmen, könnte der Einzige sein, der sie retten kann. Doch kann sie Caelen wirklich vertrauen? Denn während der Krieg zwischen den Mafiafamilien eskaliert, muss Elena sich entscheiden: Flieht sie vor dem Mann, der ihr Herz gestohlen hat, oder bleibt sie an seiner Seite und zerstört die Familie, die sie einst ihr Zuhause nannte?
더 보기Nur noch ein paar Stunden, sagte ich mir und starrte ausdruckslos auf die Mosaikfliesen unter meinen Füßen. Die Gelübde durchstehen. Das Abendessen über mich ergehen lassen. Warten, bis er seine Wachsamkeit sinken lässt.
„Du siehst aus wie eine Leiche, Elena.“
Ich zuckte nicht zusammen, als mein Vater, Victor Rossi, aus dem Schatten trat. Er sah makellos aus in einem maßgeschneiderten Smoking, doch keine noch so feine italienische Wolle konnte die pure Rücksichtslosigkeit verbergen, die von ihm ausging.
„Passend, nicht wahr, Vater?“, erwiderte ich und hielt meine Stimme absichtlich hohl, während ich geradeaus starrte. „Immerhin gehe ich den Gang hinunter zu dem Mann, der meinen Bruder ermordet hat.“
Victor verkürzte den Abstand zwischen uns. Seine Lederschuhe machten keinen Laut auf dem Steinfußboden. Er bot kein Wort des Trostes. Er schaute mir nicht einmal ins Gesicht. Stattdessen griffen seine rauen Hände nach dem kunstvollen Spitzenschleier und richteten ihn scharf zurecht – als wäre ich weniger seine Tochter und mehr ein Produkt, das zur Schau gestellt wurde, nur um ihn selbst zu schützen. Er gab mich dem Mann, der seinen Sohn getötet hatte.
„Tränen sind ein Luxus, den wir uns nicht mehr leisten können. Und Julian ist tot, weil er weich war“, sagte Victor. „Er hat vergessen, dass man in dieser Welt entweder der Schlächter oder das Fleisch ist. Er hat Entscheidungen getroffen, die ihn das Leben gekostet haben. Heute wirst du Entscheidungen treffen, die diese Familie am Leben halten.“
Mein großer Bruder. Mein sicherer Ort. Er hatte versprochen, mich vor der Dunkelheit in dem Imperium unseres Vaters zu beschützen. Vor achtzehn Monaten hatte man Julian tot in einer regennassen Gasse gefunden mit zwei Kugeln in der Brust. Jedes Flüstern in der Unterwelt deutete auf den Mann, der hinter diesen Türen auf mich wartete.
Victors Hand schloss sich plötzlich um meinen linken Arm.
„Hör mir sehr genau zu, meine schöne Tochter. Die ganze Stadt schaut zu. Die Hälfte der Männer in diesen Bänken wartet nur darauf, dass wir Schwäche zeigen, damit sie unser Gebiet unter sich aufteilen können. Du wirst lächeln. Du wirst die ergebene, schöne Braut spielen, die die Kluft zwischen unseren Familien überbrückt. Steh aufrecht, Elena oder ich schleppe dich an den Haaren diese Marmorstufen hinauf.“
Ich blickte in die Augen des Mannes, der mein Leben für einen vorübergehenden Waffenstillstand eingetauscht hatte. Er glaubte, eine gebrochene, trauernde junge Frau vor sich zu haben. Er glaubte, ich sei nichts weiter als eine Schachfigur in seinem brutalen Spiel.
Er hatte keine Ahnung, dass ich diejenige war, die die Figuren heimlich bewegte.
Er wusste nichts von dem verschlüsselten Terminal in meinem Schlafzimmer. Er wusste nicht, dass der Schattenmakler, der seit drei Jahren als „The Wraith“ bekannt war der Geist, der systematisch seine Lieferketten zerriss und sein Imperium ausblutete , seine eigene Tochter war. Ich schluckte das bittere Gift in meiner Kehle hinunter und gab ihm genau das, was er sehen wollte.
„Ich verstehe, Vater“, flüsterte ich und senkte den Kopf in gespielter Unterwerfung.
Links saßen die Capos der Rossi-Familie, ihre dunklen Anzüge versteckten Waffen, ihre Blicke hart. Rechts saßen die DeLuca-Eliten und musterten mich wie eine erbeutete Kriegsbeute.
Und dann sah ich ihn.
Caelen DeLuca stand auf dem erhöhten Altar unter dem großen Buntglasfenster der Jungfrau Maria. Mit achtundzwanzig war er der neue Don des DeLuca-Syndikats. Er wirkte weniger wie ein Bräutigam und mehr wie ein Mann, der direkt aus einem Alptraum gekommen war.
Sein schwarzer Anzug saß perfekt auf seinen breiten Schultern und seinem tödlichen Körperbau. Er schaute nicht auf mein Kleid. Er bewunderte mein Gesicht durch den Schleier nicht höflich. Stattdessen fixierten seine Augen mich mit erschreckender Intensität und verfolgten jede meiner Bewegungen wie ein Raubtier, das seine Beute analysiert.
Als wir endlich oben ankamen, nahm Victor meine Hand und legte sie in Caelens.
„Deine Hand ist kalt, kleine Rossi“, murmelte Caelen.
Ich hielt den Atem an, starrte durch den Seidentüll zu ihm hinauf, und meine Stimme sank zu einem gefährlichen Flüstern, das nur für ihn bestimmt war.
„Sie wird noch kälter sein, bevor die Nacht vorbei ist.“
Der Mundwinkel von Caelen zuckte. Es war kein Lächeln. Es war der Blick eines Mannes, der gerade die Falle im Gebüsch erkannt hatte und trotzdem keine Angst hatte, hineinzusteppen. Ohne meine Hand loszulassen, drehte er sich zum Erzbischof.
Zwei Kugeln in die Brust. Ein blutiges Taschentuch, das man meiner Mutter in einem Karton geschickt hatte. Ein leerer Sarg, weil die Polizei Julians Körper als Beweismittel behalten hatte.
„Nimmst du, Caelen DeLuca, diese Frau zu deiner rechtmäßigen Ehefrau…“
„Ja“, sagte Caelen.
Der Erzbischof wandte sich zu mir.
„Und nimmst du, Elena Rossi…“
Ich blickte in Caelens undurchdringliche, stürmische Augen. Den Mann, den ich heute Nacht töten würde.
„Ja“, sagte ich.
Caelen trat näher und hob seine großen, schwieligen Hände, um meinen Schleier zu lüften. Als die dünne Seide über meinen Kopf zurückgeschlagen wurde, lag mein Gesicht im harten Licht der Kathedrale. Er küsste mich sanft auf die Wange eine kurze, besitzergreifende Geste für das Publikum.
Doch als seine Hand sich auf meine Hüfte legte und mich an seine Brust zog, glitten seine langen Finger an meiner Seite hinunter und strichen absichtlich über die Kontur der versteckten Samtscheide, die perfekt in meinem rechten Ärmel verborgen lag.
Ich erstarrte vor Schock.
Caelen zog sich nicht zurück. Er hielt den Arm fest um meine Taille und drückte mich an sich, während er sich vorbeugte, bis sein Mund das Ohrläppchen streifte.
„Ein Rat vor unserer Hochzeitsnacht, Elena“, flüsterte Caelen ruhig.
„Wenn du einen Dolch im Ärmel versteckst, dann sorge wenigstens dafür, dass der Griff nicht das Licht fängt, wenn du die Gelübde ablegst.“
Kleine Schwester.Die beiden Worte hingen zwischen uns, unsichtbar und doch erdrückend, schwer genug, um meine Brust zusammen zu schnüren. Ich zog meine Hand nicht zurück. Ich hielt meine Finger ruhig unter dem kühlen, widerlichen Gewicht von Mateos Lippen auf meiner Haut.Gegenüber am Tisch verengten sich Caelebs sturmgraue Augen und glitten zu Mateos Hand, die meine umschloss.„Das reicht, Mateo“, sagte Caelen.Mateo löste meine Hand mit quälender Langsamkeit.„Verzeih mir, Caelen. Ich bin einfach begeistert von unserer neuen Familiendynamik. Ich lasse euch beide das Frühstück in Ruhe beenden. "Die Dockmanager warten auf meinen Anruf.“Er warf mir einen letzten, langen Blick zu ein stilles, messerscharfes Versprechen bevor er sich umdrehte und aus dem Glas-Wintergarten hinaus schlenderte.Ich saß wie erstarrt da. Der Handrücken brannte, wo seine Lippen mich berührt hatten.Kleine Schwester.Wusste er es? Hatte Victor ihm von mir erzählt? Oder hänselte Mateo mich nur und spielte ei
Nach der Anspannung der letzten Nacht war Schlaf kaum mehr als ein fiebriger Traum gewesen. Die frühen Morgenstunden verbrachte ich am großen Bogenfenster meiner Suite. Ein leises Klopfen an der Tür unterbrach die Stille.Ich hatte bereits meine Rüstung für den Tag angelegt ein scharf geschnittenes, elfenbeinfarbenes Maßkleid mit langen Ärmeln, das die leichten blauen Flecken an meinen Handgelenken und den Mikroempfänger in meiner Uhr verdeckte. Ich prüfte mein Spiegelbild im vergoldeten Spiegel, um sicherzustellen, dass kein Hauch von Angst durch meine Maske drang, und öffnete die Tür.Caelen stand im Flur und wirkte imposant in einem dunklen, maßgeschneiderten Anthrazitanzug.„Guten Morgen, Elena“, sagte er leise. „Das Frühstück wird im Glas-Wintergarten serviert. Wir haben einen Gast.“„Einen Gast?“ Ich hielt den Ton leicht. „Oder ein Publikum?“„Beides“, erwiderte er.An einem schmiedeeisernen Tisch, bedeckt mit Porzellantellern und frischem Obst, saß ein Mann, der Caelen bemerke
Mitternacht in der DeLuca-Festung brachte keine Stille, nur eine schwere, wachsame Ruhe.Der Regen hatte sich zu einem leichten Nieselregen abgekühlt, und Wassertropfen glitten die Glasscheiben meines Zimmers hinunter. Draußen bewegten sich Suchscheinwerfer jede Minute über den Rasen und warfen lange Schatten an meine Zimmerdecke.Ich saß in einem smaragdgrünen Samtsessel, immer noch vollständig angezogen in dunklen Seidenhosen und einem enganliegenden Rollkragen. Ich zog die Knie an die Brust und hielt die Augen auf die doppelten Eichentüren zum Wohnzimmer gerichtet.Mehrere Stunden waren vergangen, seit Caelen in seinen Teil der Villa gegangen war. Diese Seite des Stocks war dunkel und still, aber ich wusste besser, als der Stille zu vertrauen. Männer wie Caelen waren gefährlich, selbst wenn sie ruhig wirkten.Er schläft. Oder er wartet darauf, dass du einen Fehler machst.Ich zwang meinen Atem in einen langsamen, gleichmäßigen Rhythmus und ließ die Anspannung in den Schultern sinke
Ich saß steif im ledernen Beifahrersitz, die Wirbelsäule schmerzte von der Anspannung der letzten vierundzwanzig Stunden. Neben mir fuhr Caelen in absoluter Stille, seine großen Hände leicht am Lenkrad, sein Gesicht eine undurchdringliche Maske im schwachen Schein des Armaturenbretts. Seit er die schwarze Mappe letzte Nacht auf das Bett geworfen hatte, hatten wir kein Wort gesprochen. Der Sechs-Monats-Blutvertrag lag jetzt in meiner Ledertasche und ruhte an meinem Oberschenkel wie eine scharfe Granate.Caelen brachte den Wagen fließend auf der geschwungenen Marmoreinfahrt zum Stehen. Bevor ich den Türgriff erreichen konnte, trat ein Mann im Anzug vor und öffnete mir die Tür mit einer knappen, geübten Verbeugung.„Willkommen auf dem Anwesen, Mrs. DeLuca“, sagte der Wächter mit flacher Stimme, die Augen sorgfältig von mir abgewandt.Mrs. DeLuca. Der Titel schmeckte wie Asche auf meiner Zunge.Ich trat in die kalte Morgenluft und zog meinen Kaschmirmantel fester um mich.Caelen trat nebe