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Kapitel 347

Author: Ein Glücksfischchen
Natürlich hatte jemand dafür bezahlt, dass reichweitenstarke Accounts das Video verbreiteten. Sonst benutzten sie nicht plötzlich alle dieselben Formulierungen. Auch der rasante Aufstieg in die Trends war mit Sicherheit gekauft. Schließlich waren weder Klara noch Julian Prominente aus der Unterhaltungsbranche. Selbst ein empörendes Video verbreitete sich normalerweise nicht so schnell.

Mit den Schlagworten „reiche Erbin“ und „einfache Angestellte“ war die Rollenverteilung vorgegeben. Die Mensche
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  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 365

    Unter Fionas Beitrag schrieb Klara einen Kommentar: „Ein wunderschöner Abend.“Dann ging sie nach unten, um Julian zu suchen.Sie wollte wissen, was Benjamin ihm erzählt hatte.Julian kam gerade herein. Klara fing ihn im Wohnzimmer ab.Er lächelte. „Ich wusste, dass du nachfragst. Setz dich.“Klara nahm auf dem Sofa Platz.Sie trug weiche Hausschuhe. Als sie sich setzte, fiel Julians Blick auf ihren Knöchel.„Was ist, Julian?“ Dort saß ihre Verletzung. In den vergangenen 5 Jahren hatte sie sich angewöhnt, sie zu verbergen. Sie mochte es nicht, wenn jemand darauf starrte. Inzwischen hatte sie die dunkle Zeit zwar hinter sich gelassen, doch aus alter Gewohnheit zog sie den Fuß ein wenig zurück.Julian trat vor sie, ging in die Hocke und hob ihr verletztes Bein behutsam an.„Julian ...“ Klara wusste nicht, was er vorhatte.„Ist es hier?“ Er drückte vorsichtig auf die Stelle, die dauerhaft geschädigt war. Genau diese Verletzung hatte ihr das Tanzen unmöglich gemacht.Klara nickte.Julian z

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 364

    Als Klara hereinkam, schoben ihre Freunde die Torte zu fröhlicher Musik auf sie zu. Alle strahlten.Sie musste lachen. „Ich habe schon damit gerechnet, dass du gleich ein Geburtstagslied anstimmst.“„Warum eigentlich nicht?“ Julian kam gerade mit ihrer Oma die Treppe herunter und stützte sie behutsam.Das Gesicht ihrer Großmutter war inzwischen etwas voller als noch vor ein paar Tagen. Doch was sie durchgemacht hatte, war zu schlimm gewesen, um sich rasch davon zu erholen. Sie war noch immer sehr schwach. Trotzdem ruhte ihr Blick voller Wärme und Zärtlichkeit auf Klara.Es wurde ein wunderschöner Abend.Es war nur eine kleine Feier zu Hause, doch hier ging es so viel herzlicher zu als bei einem förmlichen Geschäftsessen.Julian hatte allerlei Köstlichkeiten für sie vorbereiten lassen. Nach dem Essen setzte sich Klara neben ihre Oma aufs Sofa. Ihre Freunde machten es sich um die beiden herum gemütlich.Sie plauderten über alles Mögliche.Die 4 hatten sich vorher zwar nicht gekannt, doch

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 363

    Wie erwartet kam das bei ihr noch schlechter an. Sie trat sofort wieder aus dem Aufzug. „Gut. Dann nimm du ihn. Ich nehme einen anderen.“„Klara!“ Ratlos fasste er sie an den Schultern und schob sie zurück in die Kabine. „Ich wollte dich doch nur nach unten begleiten.“„Nicht nötig.“ Sie drückte auf die Taste zum Schließen der Türen.Mit dieser Antwort hatte er gerechnet. Hastig hielt er die Tür auf. „Dann heb wenigstens meine Blockierung auf, damit ich dir die Unterlagen schicken kann.“Klara holte ihr Handy heraus und entsperrte seinen Kontakt vor seinen Augen. „Zufrieden? Schreib mir nur, wenn es etwas zu erledigen gibt.“Ihm blieb nichts anderes übrig. Wenn er sie jetzt weiter bedrängte, machte er sich nur noch unbeliebter. Hilflos sah er zu, wie sich die Türen schlossen. Dann verfolgte er die immer kleiner werdenden Zahlen auf der Anzeige.Im Aufzug legte Klara eine Hand auf die Brust.In den vergangenen 5 Jahren hatten sich dort unzählige Dornen festgesetzt. Einer nach dem andere

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 362

    Scheidung? Übertragung der Anteile?Na wunderbar. Frau Wolf hatte insgesamt an genau 2 Sitzungen teilgenommen. Bei der ersten waren wegen ihrer Heirat Anteile übertragen worden, bei der zweiten wegen ihrer Scheidung.Trotzdem löste das Wort „Scheidung“ unter den Anteilseignern Bestürzung aus.Natürlich hatten sie den rasanten Kursverfall verfolgt. Auch der Wirbel im Netz war ihnen nicht entgangen.Einer der Anteilseigner konnte sich eine Bemerkung nicht verkneifen. „Herr Wolf, eine Scheidung ausgerechnet jetzt? Bitte überdenken Sie das noch einmal.“„Diese Entscheidung ist das Ergebnis reiflicher Überlegung“, erwiderte Klara ernst.„Herr Wolf“, setzte der Mann erneut an. „Die starken Kursschwankungen hängen zweifellos auch mit der öffentlichen Berichterstattung der letzten Zeit zusammen. Vielleicht ziehen Sie beide Folgendes in Betracht: Selbst wenn Sie sich scheiden lassen, können Sie doch gemeinsam eine Erklärung abgeben. Zeigen Sie den Anlegern, dass zwischen Ihnen alles in Ordnung

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 361

    Justin nahm an, dass Nora mit dem Kind ihre kranke Mutter zurück in die Heimatstadt gebracht hatte. Er dachte nicht weiter darüber nach, zog sich um und fuhr zur Firma.Dort entdeckte er Sebastian am Empfang.„Sebastian, was machst du denn hier?“ Übernahm der Chef jetzt persönlich die Begrüßung der Besucher? „Was ist heute bei der Sitzung so wichtig?“„Geh schon mal hoch.“ Während Sebastian das sagte, sah er Klara aus einem Wagen steigen.Sofort ging er ihr entgegen.Justin blickte zurück. Tatsächlich. Er wartete auf einen Gast ...Auch Klara war überrascht, Sebastian zu sehen. „Was verschafft mir denn die Ehre, vom großen Firmenchef persönlich empfangen zu werden?“Sebastian wirkte verlegen. „Klara ...“Sie lächelte leicht. „Hast du Angst, dass mich unterwegs wieder jemand bei lebendigem Leib verbrennt?“Sein Gesicht wurde erst rot, dann weiß.Klara schenkte ihm keinen weiteren Blick und ging direkt ins Gebäude.Am Empfang saß inzwischen jemand anderes. Auch diese Mitarbeiterin kannte

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 360

    Sebastian und Justin waren plötzlich beide nicht mehr in der Firma aufgetaucht. Alex musste allein die Stellung halten und beklagte sich unentwegt. Nach drei Tagen hielt er es nicht mehr aus. Er rief die beiden erneut an und drängte sie, endlich ins Büro zu kommen. Die neue Woche hatte begonnen, und gleich nach Börsenöffnung war der Aktienkurs wieder eingebrochen. War ihnen die Firma inzwischen völlig egal?Bei dem Wort „Aktien“ wurde Sebastian hellhörig.Natürlich. Die Aktien!Er rief Klara sofort an.Diesmal kam er durch. Und sie nahm sogar ab.„Was gibt es?“, fragte sie kühl. Selbst einem Fremden gegenüber klang sie freundlicher.„Klara ...“Seine Kehle schnürte sich zu.Früher hatte sie sich ganz anders gemeldet, wenn er anrief. Er hatte sie nicht einmal sehen müssen. Ihr Lächeln war schon in ihrer Stimme zu hören gewesen.„Was ist?“„Ich ...“ Seine Stimme klang rau. „Ich bin zu Hause. Es ist etwas ... ungewohnt. Alles ist so leer.“„Ach so.“ Ihre Stimme wurde noch kühler. „Dann ka

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