Mag-log inWie fühlt sich die heimliche Liebe in der Jugend an?Wenn er nicht zum Unterricht kam, war zwar nur ein einziger Platz im Klassenzimmer leer, doch in ihrem Herzen fühlte sich alles plötzlich leer an, als war die ganze Welt hohl;Wenn er das Klassenzimmer betritt, wird die Welt plötzlich hell, das Sonnenlicht draußen erstrahlt wie Gold, reicht aber nicht an den Glanz heran, der ihn in diesem Moment umgibt;Wenn er lächelt, schmilzt das eigene Herz vor Wärme dahin, und wenn er die Stirn runzelt, zieht es sich schmerzhaft zusammen;Wenn die Zeit still dahinfloss, genügte es ihr, ihn aus der Ferne zu betrachten. Und wenn die Jahre des Erwachsenwerdens ihre Höhen und Tiefen durchliefen, wollte sie ihm alles geben, ohne dass er jemals davon erfahren sollte …In jenem Jahr erfuhr Klara endlich, dass seine kaum zu verbergende Erschöpfung und sein Schmerz daher rührten, dass seine Großmutter schwer krank im Krankenhaus lag. Sie setzte eine Maske auf, stand jeden Morgen noch vor Sonnenaufgang au
Sebastians Gesichtsausdruck veränderte sich schlagartig. „Was meinst du damit?“„Ich muss das desinfizieren. Ich habe doch gesagt, dass deine Hand schmutzig ist.“ Nachdem Klara ihn eingesprüht hatte, stellte sie die Alkoholflasche ruhig auf den Nachttisch.„Du …“ Sebastian fühlte sich erneut von ihr provoziert.Nachdem Klara die Alkoholflasche abgestellt hatte, drehte sie sich um, legte sich hin und schlief.Die frisch gewechselte Bettwäsche roch dezent und war sehr bequem. Was mit Sebastian war, war ihr nun egal.Nach einer Weile ertönte Sebastians Stimme von hinten: „Klara, ich habe ein paar Fragen an dich.“Sie hielt die Augen geschlossen und schwieg.„Wie bist du an das Überwachungsvideo gekommen?“Ha, sie wusste es doch: Wenn er um diese Zeit nach Hause kam, bedeutete das nichts Gutes. Natürlich erzählte sie es ihm nicht und antwortete weiterhin mit Schweigen.„Klara, ich wusste gar nicht, dass du so fähig bist. Wer hat es dir beigebracht? War es Benjamin?“ Als er den Namen ausspr
Sebastian lächelte bitter: „Hast du mich denn jetzt nicht schon genug gehasst?“Klara schwieg.Ihre Beziehung zu Sebastian war in der Tat an einem Punkt angekommen, an dem sie wie Feuer und Wasser unvereinbar waren.Sebastian schnaubte kalt, wickelte sie in ein Badetuch, hob sie hoch und trug sie aus dem Badezimmer zurück ins Schlafzimmer, wo er sie auf das Bett legte.Er setzte sie auf die Bettkante und ging selbst zurück ins Badezimmer.Frau Krügel hatte die Bettwäsche gerade erst gewechselt, doch ihr Haar war noch nass und tropfte bereits auf das Laken.Sie musste zuerst ihre Haare trocken föhnen!„Frau Krügel!“ Sie wollte sich die Haare föhnen, aber der Föhn war im Badezimmer, und da er dort drinnen war, wollte sie nicht hineingehen, um ihm nicht erneut zu begegnen, also wollte sie Frau Krügel rufen, damit sie ihr den Föhn holte.Aber kaum hatte sie gerufen, tauchte Sebastian mit dem Föhn in der Hand schon auf. „Ich habe doch gesagt, dass Frau Krügel heute Abend nicht mehr hereinko
Dann stieß sie auf den Feed von Vivian und ihrem Freund.Zwei junge Leute, die hart für ihre Zukunft arbeiteten – zwischen den Zeilen spürte man eine Leidenschaft und Jugend, die sie und Sebastian nie gehabt hatten.Zufälligerweise war Vivians Freund IT-Fachmann.Also kontaktierte Klara Vivian und bat sie zu fragen, ob ihr Freund ihr einen Gefallen zu tun konnte – selbstverständlich gegen eine großzügige Belohnung.Vivian stimmte ohne Zögern zu, schon allein deshalb, weil sie die Szene mit Sebastian und Charlotte in dem Laden an jenem Tag nicht ertragen konnte.Klara tat es eigentlich sehr leid, denn wegen ihrer eingeschränkten Mobilität hatte sie niemanden sonst, auf den sie zurückgreifen konnte. Die Sache war mit Risiken verbunden, aber sie dachte wie Sebastian: Falls wirklich etwas schiefging, war sie bereit, alles zu tun, um Vivians Freund zu schützen, und die Verantwortung allein zu tragen.Sie hatte sich auch eine Möglichkeit überlegt, um Vivians Freund von der Haftung freizustel
„Hey! Alles in Ordnung mit Ihnen?“ Sie hörte jemanden hinter sich rufen und spürte, wie sie jemand auffing. Vage erkannte sie die Stimme der Polizistin von vorhin.Aber bevor sie noch etwas sagen konnte, sank sie bereits in die Arme der Polizistin und verlor das Bewusstsein.Klara fühlte sich unendlich müde. So erschöpft, dass sie sehr lange schlief.Als sie wieder aufwachte, war sie noch benommen. Die Umgebung kam ihr irgendwie bekannt vor. Erst als sie genauer hinsah, erkannte sie, dass sie nicht in Omas Haus lag, sondern wieder in ihrem und Sebastians Zuhause. Sie lag in diesem Moment auf dem Bett im Schlafzimmer.Ihr Hals fühlte sich unangenehm an. Sie hustete leise.„Frau Wolf!“ Als Frau Krügel sie husten hörte, eilte sie sofort zur Tür.„Sie sind wach? Möchten Sie etwas Wasser trinken? Soll ich Ihnen welches bringen?“„Komm herein.“ Klara hörte selbst, wie heiser ihre Stimme klang.Frau Krügel öffnete die Tür und kam mit einem Glas warmem Wasser herein. Sie half Klara, sich halb
„Nein …“Charlotte brach als Erste in Tränen aus und stürzte auf Sebastian zu.„Sebastian, du bist es nicht. Wie kann es nur so sein? Es ist alles meine Schuld …“Nachdem sie das gesagt hatte, wandte sie sich unter Tränen an die Polizei: „Nein, das stimmt nicht, es ist nicht Sebastians Schuld, er weiß von nichts, ich war es! Was auf der Aufnahme zu hören ist, sind meine Worte! Ich konnte nicht ertragen, wie diese Frau Sebastian behandelt hat. Sie hat sich auch uns allen gegenüber schlecht verhalten. Deshalb wollte ich ihr einen Streich spielen und ihr eine Lektion erteilen. Als sie in die Firma kam, habe ich den Empfang angewiesen, sie nicht nach oben zu lassen. Erst als ich sah, dass sie die Polizei rufen wollte, habe ich Frau Lehmann nach unten geschickt, um sie abzuholen. Dann habe ich Frau Lehmann angewiesen, sie im Konferenzraum einzuschließen und ihr ein Glas Zitronensaft mit Mangosaft zu geben. Ich wollte, dass sie sich vor allen blamiert …“Charlotte hatte noch nicht einmal zu







