FAZER LOGINSie unterschrieb den Vertrag, weil sie nichts mehr zu verlieren hatte. Die neunzehnjährige Lily steht kurz davor, auf die Straße gesetzt zu werden, als ihr ein Fremder einen Flyer in die Hand drückt, der ihr einen Ausweg verspricht. Der Mann dahinter ist Theo Blackwood, ein reicher, herrschsüchtiger Geschäftsführer, der ihr keinen Job anbietet. Er bietet ihr Eigentum an. Sechs Monate. Vollständige Unterwerfung. Ein Halsband. Eine Reihe von Regeln, die sie nicht brechen darf. Im Gegenzug erhält sie Sicherheit, Essen und einen Platz zum Schlafen. Lily rechnet mit Schmerz und Demütigung. Was sie nicht erwartet, ist die Art und Weise, wie ihr Körper auf ihn zu reagieren beginnt, oder der stille, gefährliche Trost, den sie in seiner Kontrolle findet. Je länger sie bleibt, desto schwieriger wird es zu sagen, ob sie überlebt … oder untergeht. Theo kennt keine Sanftheit. Er kennt keine Gleichberechtigung. Doch etwas an diesem gebrochenen Mädchen geht ihm unter die Haut, und zum ersten Mal ist er sich nicht sicher, ob er sie gehen lassen kann, wenn der Vertrag ausläuft. Eine düstere, intensive Liebesgeschichte über Macht, Verzweiflung und die Art von Liebe, die in Gefangenschaft wächst.
Ver maisLilys PerspektiveIch duschte länger als nötig.Heißes Wasser lief über die blassen Spuren an meinen Handgelenken und den tieferen Schmerz zwischen meinen Beinen. Ich wusch mich sorgfältig, trocknete mich ab und zog das schwarze Kleid an, das gefaltet auf dem Waschtisch lag. Als ich ins Wohnzimmer kam, saß Theo bereits am Schreibtisch, vor sich eine geöffnete Mappe.Er blickte einmal auf.„Setz dich.“Ich setzte mich auf die Couch. Er schloss die Mappe und drehte den Stuhl zu mir hin.„Die letzte Nacht hat die Ausgangslage verändert“, sagte er. „Dein Körper hat die Intensität verkraftet, ohne zusammenzubrechen. Dein Geist ist noch dabei, das nachzuholen. Das ist zu erwarten. Von nun an werden die Szenen in kürzeren Abständen stattfinden. Nicht jeden Tag, aber oft genug, dass du keine Zeit hast, die Mauern zwischen ihnen wieder vollständig aufzubauen.“Ich ließ meine Hände ruhig in meinem Schoß liegen.„Ich muss wissen, ob dich das mehr erschreckt als anzieht.“„Beides“, antwortete ich
Lilys PerspektiveIch erwachte, als ich spürte, wie Finger meinen Kragen überprüften.Im Zimmer war es noch dunkel. Mein Körper fühlte sich schwer und erschöpft an. Die Innenseiten meiner Oberschenkel waren klebrig. An meinen Handgelenken waren schwache rote Spuren von den Handschellen zu sehen. Zwischen meinen Beinen verspürte ich einen tiefen, pochenden Schmerz, der mich dazu brachte, mich vorsichtig auf dem Laken zu bewegen.Theo saß auf der Bettkante, bereits in ein schwarzes Hemd gekleidet. In der einen Hand hielt er ein Glas Wasser, in der anderen ein warmes Tuch.„Trink“, sagte er.Ich stützte mich langsam ab. Jeder Muskel protestierte. Ich nahm das Glas und trank. Das Wasser war kühl und rein. Als ich fertig war, stellte er es beiseite und drückte mir das warme Tuch zwischen die Beine, wobei er mich mit derselben ruhigen Sorgfalt reinigte, die er auch bei allem anderen an den Tag legte. Einmal zuckte ich vor der Empfindlichkeit zusammen. Er ließ sich Zeit.„Irgendwelche steche
Lilys PerspektiveTheo klappte den Laptop zu und sah mich lange an.Das Licht im Penthouse war gedämpft und hatte einen goldenen Schimmer angenommen. Ich saß immer noch auf dem Stuhl am Fenster, wo er mich zurückgelassen hatte. Das Halsband lag warm an meinem Hals. Mein Puls schlug mir viel zu laut.„Komm her.“Ich stand auf und ging zu ihm hin. Diesmal zwang er mich nicht, mich hinzuknien. Er sah mir einfach zu, wie ich näherkam, bis ich vor seinem Sessel stehen blieb.„Letzte Nacht hast du auf dem Boden geschlafen, weil du eine Grenze ausgetestet hast“, sagte er. „Heute hast du zugehört. Du warst ganz bei der Sache. Heute Nacht werde ich dich benutzen.“Mein Magen zog sich zusammen.„Die Safewords gelten weiterhin“, fuhr er fort. „Rot stoppt alles. Gelb verlangsamt es. Du wirst sie benutzen, wenn du sie brauchst. Hast du verstanden?“„Ja, Sir.“„Gut. Zieh dich aus. Alles außer dem Halsband.“Meine Hände zitterten, als ich mir das schwarze Kleid über de
Lilys PerspektiveIch wachte auf dem Bodenkissen im Wohnzimmer auf, noch bevor er an die Tür kam.Blasses Licht drang durch die getönten Fenster. Ich lag regungslos da und machte eine Bestandsaufnahme, so wie ich früher die Schlösser in meiner alten Wohnung überprüft hatte. Das Halsband saß. Meine Kehle war unversehrt. Mein Rücken war steif vom harten Boden. Die Decke roch sauber. Irgendwo tiefer im Penthouse summte eine Kaffeemaschine.Mein erster klarer Gedanke war keine Angst. Es war der leise Drang, alles in Ordnung zu bringen, bevor er auftauchte.Dieser Drang kam mir bekannt vor. Wenn die Laune meiner Mutter umschlug, putzte ich die Küche, bis die Arbeitsflächen glänzten, in der Hoffnung, die Ordnung würde das Geschrei fernhalten. Wenn das Geld knapp wurde, schrieb ich Listen, die ich niemandem zeigte – kleine, präzise Listen mit den Dingen, die ich kontrollieren konnte. Bewältigung hatte für mich immer mit Nützlichkeit zu tun. Still sein. Ordentlich sein. Dem Ch

















