หน้าหลัก / MM Romance / Das verborgene Erbe des Milliardärs / KAPITEL FÜNF — Der Beginn des Untergangs

แชร์

KAPITEL FÜNF — Der Beginn des Untergangs

ผู้เขียน: Tee.oginnni
last update วันที่เผยแพร่: 2026-06-24 21:13:23

Ethan versuchte sich selbst davon zu überzeugen, dass sich nichts veränderte, doch die Lüge wurde immer schwerer aufrechtzuerhalten. Äußerlich sah alles noch gleich aus, derselbe Campus, dieselben Vorlesungen, dasselbe strukturierte Leben, durch das er sich immer bewegt hatte, und doch hatte sich darunter etwas zu verschieben begonnen, auf eine Weise, die er nicht vollständig kontrollieren konnte.

Er bemerkte Luca mehr, als ihm lieb war.

Nicht, weil Luca Aufmerksamkeit verlangte, sondern weil er nie versuchte, ihr auszuweichen. Er sprach, wenn er sprechen wollte, schwieg, wenn ihm danach war, und bewegte sich durch Räume, als bräuchte er keine Erlaubnis. Es war das genaue Gegenteil von allem, was Ethan beigebracht worden war.

Allein das hätte ihn irrelevant machen sollen.

Doch das tat es nicht.

Der Wendepunkt kam an einem späten Nachmittag, als sie sich erneut für ihr Projekt trafen. Der Raum war ruhiger als sonst, eine Art Stille, die jedes kleine Geräusch schärfer wirken ließ. Ethan kam zuerst, legte seine Sachen ordentlich hin und setzte sich, so wie er es immer tat. Er sagte sich, dass das Routine war, etwas Vorhersehbares, etwas Sicheres.

Luca kam ein paar Minuten später und zerstörte diese Illusion, ohne es überhaupt zu versuchen.

Er setzte sich und betrachtete Ethan einen Moment, bevor er sprach. „Du bist immer früh dran.“

Ethan blickte nicht von seinen Notizen auf. „Und du bist immer aufmerksam.“

„Ich nehme Dinge wahr“, erwiderte Luca. „Das ist ein Unterschied.“

Ethan sah ihn schließlich an. „Dann hör auf, unnötige Dinge wahrzunehmen.“

Luca lehnte sich leicht zurück. „Ich halte dich nicht für unnötig.“

Diese Antwort hatte Ethan nicht erwartet.

Er hielt für einen kurzen Moment inne, bevor er wieder sprach. „Konzentrier dich auf die Arbeit.“

Luca lächelte schwach, nicht spöttisch, sondern mit ruhigem Verständnis. „Das sagst du oft, wenn du etwas nicht beantworten willst.“

Ethan antwortete nicht.

Sie arbeiteten eine Weile schweigend, doch es war nicht mehr dieselbe Art von Stille wie zuvor. Es fühlte sich an, als würde sich etwas zwischen ihnen aufbauen, etwas, das keiner von ihnen bewusst anerkennen wollte.

Irgendwann klappte Luca seinen Laptop zu und sah ihn direkt an. „Weißt du, ich glaube nicht, dass dir klar ist, wie sehr du dich zurückhältst.“

Ethans Stift hielt inne. „Das geht dich nichts an.“

„Tut es nicht“, stimmte Luca zu. „Aber es ist trotzdem wahr.“

Ethans Stimme blieb kontrolliert. „Du triffst wieder Annahmen.“

Luca schüttelte leicht den Kopf. „Nein. Ich beobachte.“

Das Wort beobachten blieb länger im Raum stehen, als es sollte.

Ethan lehnte sich ein Stück zurück. „Was genau versuchst du hier zu tun?“

Luca sah ihn einen Moment an, bevor er antwortete. „Nichts.“

Dieses eine Wort machte Ethan unruhiger als alles andere, was er gesagt hatte.

Denn nichts war nicht die Art, wie Luca handelte.

Nichts war nicht die Art, wie Menschen wie er sich durch die Welt bewegten.

Ethan stand zuerst auf. „Wir sind für heute fertig.“

Luca widersprach nicht. Er schloss einfach seinen Laptop und folgte ihm.

Doch als Ethan die Tür erreichte, sprach Luca erneut.

„Du musst nicht ständig so tun, als wäre alles in Ordnung.“

Ethan blieb stehen.

Diesmal ging er nicht sofort weiter.

Er drehte sich leicht, gerade genug, um Lucas Blick zu begegnen. „Und du musst nicht so tun, als würdest du Dinge verstehen, die du nicht verstehst.“

Luca machte einen kleinen Schritt näher, nicht genug, um den Abstand zu überschreiten, aber genug, um die Luft zwischen ihnen zu verändern. „Ich muss nicht alles über dich verstehen, um zu sehen, dass es dir nicht gut geht.“

Dieser Satz traf anders.

Nicht laut.

Nicht dramatisch.

Einfach klar genug, dass Ethan ihn spürte.

Für einen Moment bewegte sich keiner von ihnen.

Dann trat Ethan zurück, als könnte Distanz das Gesagte ungeschehen machen. „Dieses Gespräch ist beendet.“

Luca folgte ihm nicht.

Doch seine Stimme blieb ruhig, als er erneut sprach. „Du kannst nicht für immer alles kontrollieren, Ethan.“

Ethan ging, ohne zu antworten.

Draußen fühlte sich die Luft schwerer an als sonst. Der Campus sah gleich aus, doch in ihm fühlte es sich nicht mehr gleich an. Er ging weiter, ohne stehen zu bleiben, ohne zurückzusehen, doch die Worte folgten ihm trotzdem.

Du musst nicht ständig so tun, als wäre alles in Ordnung.

Er sagte sich, es bedeute nichts.

Nur ein Projektpartner. Nur ein Gespräch. Nur Lärm.

Doch selbst während er versuchte, es abzutun, begann sich bereits etwas Tieferes zu formen.

Denn zum ersten Mal wurde Ethan klar, dass die Gefahr nicht darin lag, dass Luca ihm näherkam.

Sondern darin, dass ein Teil von ihm nicht wollte, dass er damit aufhörte.

อ่านหนังสือเล่มนี้ต่อได้ฟรี
สแกนรหัสเพื่อดาวน์โหลดแอป

บทล่าสุด

  • Das verborgene Erbe des Milliardärs   KAPITEL SECHZIG

    Die Wahrheit, die bliebLilian starrte auf den Namen, als würde sie darauf warten, dass die Buchstaben sich vor ihren Augen veränderten.CHARLOTTE HART.Ihre Hände zitterten.Ethan stand neben ihr und hielt den Ordner geöffnet, doch auch er schien nicht zu wissen, wie er mit dem umgehen sollte, was sie gerade entdeckt hatten.Charlotte.Die Frau, die Lilian ihr ganzes Leben lang für ihre Schwester gehalten hatte.Die Frau, die sie geliebt hatte.Die Frau, die sie gleichzeitig belogen hatte.Ihre Mutter.Lilian schloss für einen Moment die Augen.All die Erinnerungen ihres Lebens begannen sich neu zu ordnen.Die Art, wie Charlotte sie angesehen hatte.Die Art, wie sie sie beschützt hatte.Die seltsame Distanz, die Lilian als Kind nie verstanden hatte.Die Geheimnisse.Die Angst.Die ständigen Warnungen.Alles bekam plötzlich eine andere Bedeutung.„Sie wusste es“, flüsterte Lilian.Ethan sah sie an.„Ja.“„Sie wusste, dass sie meine Mutter ist.“„Wahrscheinlich.“Lilian blätterte weite

  • Das verborgene Erbe des Milliardärs   KAPITEL NEUNUND5ZWANZIG

    Die Wahrheit zwischen unsLilian konnte nicht aufhören, Ethan anzusehen.Die letzten Worte, die aus dem Anhänger gekommen waren, hallten noch immer in ihrem Kopf wider, obwohl der schwarze Stein längst aufgehört hatte zu leuchten.Nicht Harrison. Nicht Richard. Und vor allem nicht den Mann, der neben dir steht.Ethan.Der Mann, dem sie in den vergangenen Wochen vertraut hatte.Der Mann, der sie beschützt hatte, obwohl er selbst nicht verstanden hatte, warum er so stark an ihrer Seite bleiben wollte.Der Mann, dessen Vater sich als ihr biologischer Vater herausgestellt hatte.Der Mann, mit dem sie inzwischen eine Verbindung aufgebaut hatte, die weit über Vertrauen hinausging.Und jetzt sollte ausgerechnet er derjenige sein, dem sie nicht vertrauen durfte.Lilian spürte, wie ihr Herz schwer wurde.„Ethan.“Er antwortete nicht sofort.Sein Blick lag auf dem Anhänger.„Ich weiß nicht, was ich sagen soll.“„Dann sag mir die Wahrheit.“Er sah sie an.„Welche Wahrheit?“„Was weißt du?“„Nich

  • Das verborgene Erbe des Milliardärs   KAPITEL ACHTUNDFÜNFZIG

    Der Mann, der niemals verschwunden warDer Schuss hallte durch das unterirdische Archiv und ließ die Luft für einen kurzen Moment erstarren, bevor ein zweiter Knall durch den langen Korridor drang und irgendwo hinter der verschlossenen Tür ein metallisches Geräusch ertönte. Lilian hatte nicht einmal Zeit gehabt, vollständig zu begreifen, was geschehen war, denn Ethan hatte sie bereits an sich gezogen und mit seinem Körper geschützt, während Luca sie gleichzeitig zur Seite drängte und nach einer Möglichkeit suchte, die Tür wieder zu öffnen.„Ethan!“Lilians Stimme zitterte.„Ich bin hier“, antwortete er sofort, obwohl seine eigene Stimme angespannter klang als gewöhnlich.Er hielt sie weiterhin fest, während sein Blick auf die Tür gerichtet blieb.„Bist du verletzt?“„Nein.“„Bist du sicher?“„Ja.“Er ließ sie langsam los und sah sie von oben bis unten an, als müsste er sich selbst davon überzeugen, dass sie tatsächlich unverletzt war.Luca kniete bereits vor dem Türmechanismus.„Sie w

  • Das verborgene Erbe des Milliardärs   KAPITEL SIEBENUNDFÜNFZIG

    Das Archiv unter der StadtDer Morgen hatte die Stadt noch nicht vollständig erreicht, als Ethan den Blick von seinem Telefon hob und aus dem Fenster sah. London lag unter einem grauen Himmel, der von schweren Wolken bedeckt war, während die ersten Sonnenstrahlen vergeblich versuchten, durch die dichte Wolkendecke zu dringen. Auf den Straßen begann bereits der gewöhnliche Alltag, Menschen eilten zu ihren Arbeitsplätzen, Taxis fuhren durch die noch nicht vollständig gefüllten Straßen, und in den Cafés wurden die ersten Tassen Kaffee serviert, während niemand ahnte, dass unter ihren Füßen eine Geschichte verborgen lag, die seit Jahrzehnten ganze Familien zerstört hatte.Ethan steckte sein Telefon ein.Die Nachricht von Harrison beschäftigte ihn noch immer.Wenn du das Archiv findest, wirst du deinen Vater finden.Er hatte die Worte immer wieder gelesen, obwohl er genau wusste, dass er dadurch keine neue Antwort bekommen würde.Dann war die zweite Nachricht gekommen.Aber wenn du Lilian

  • Das verborgene Erbe des Milliardärs   KAPITEL SECHSUNDFÜNFZIG

    Der Mann auf dem BildschirmFür einige Sekunden konnte niemand sprechen.Das Bild auf dem Laptop blieb unverändert, während der Name unter dem alten Foto wie eine Anklage im dunklen Raum stand.RICHARD STERLING.BIOLOGISCHER VATER VON LILIAN HART.Lilian starrte auf den Bildschirm, ohne zu blinzeln. Ihr Verstand weigerte sich, die Worte miteinander zu verbinden, weil die Wahrheit, die sie andeuteten, viel zu groß war, um sie innerhalb weniger Sekunden zu akzeptieren.Richard Sterling.Ethans Vater.Der Mann, dessen Namen Lilian seit Wochen ständig hörte.Der Mann, dessen Familie mit ihrer eigenen verbunden war.Der Mann, von dem sie geglaubt hatte, dass er lediglich Ethans Vater gewesen war.Ihr biologischer Vater.Lilian schüttelte langsam den Kopf.„Nein.“Ihre Mutter stand hinter ihr und weinte lautlos.„Lilian …“„Nein.“Diesmal war ihre Stimme stärker.„Das ist nicht möglich.“Ethan bewegte sich nicht.Er stand wenige Schritte vom Laptop entfernt und blickte auf den Bildschirm, w

  • Das verborgene Erbe des Milliardärs   KAPITEL FÜNFUNDFÜNFZIG

    Die Wahrheit, die alles zerstören konnteHarrison Vale blieb vor dem alten Haus stehen, während der kalte Wind durch die Bäume strich und die Äste über seinem Kopf bewegte, als würden selbst sie spüren, dass in dieser Nacht etwas geschehen würde, das nicht mehr rückgängig gemacht werden konnte. Hinter den Fenstern des Hauses standen Ethan, Lilian, ihre Mutter und Luca, und obwohl zwischen ihnen und Harrison mehrere Meter lagen, fühlte es sich für Lilian an, als würde der Mann direkt vor ihr stehen.Sie konnte sein Gesicht erkennen.Ruhig.Selbstsicher.Fast amüsiert.Als wäre er nicht in ein altes Haus gekommen, um Menschen zu konfrontieren, die gerade begonnen hatten, seine sorgfältig verborgene Vergangenheit aufzudecken, sondern als hätte er genau diesen Moment seit Jahren erwartet.Lilian spürte Ethans Hand an ihrer.Seine Finger waren fest um ihre geschlossen, und obwohl er äußerlich ruhig wirkte, wusste sie, dass in seinem Inneren unzählige Gedanken gleichzeitig miteinander kämpf

บทอื่นๆ
สำรวจและอ่านนวนิยายดีๆ ได้ฟรี
เข้าถึงนวนิยายดีๆ จำนวนมากได้ฟรีบนแอป GoodNovel ดาวน์โหลดหนังสือที่คุณชอบและอ่านได้ทุกที่ทุกเวลา
อ่านหนังสือฟรีบนแอป
สแกนรหัสเพื่ออ่านบนแอป
DMCA.com Protection Status