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Kapitel 61

Author: J. C. Veyra
last update Last Updated: 2026-02-15 06:06:43

Kapitel 61 – Die Jagd nach Elara

Aero

Die Minuten dehnten sich wie Stunden. Jeder Atemzug fühlte sich an wie ein Gewicht auf meiner Brust, mein Herz raste, mein Wolf war vollständig entfesselt. Elara war verschwunden. Verschwunden! Und ich konnte spüren, wie die Gefahr in der Luft hing, unsichtbar, aber deutlich – bedrohlich.

„Kaelen! Beta! Ich brauche jede Information, jeden Hinweis, sofort!“ Ich rannte die Straße entlang, die Hände um das Telefon geklemmt, die Augen wie ein Falkenblick über die Umgebung. Jede Ecke, jede Gasse, jede Abweichung im Boden, jeder Schatten konnte ein Hinweis sein. Mein Wolf war in Alarmbereitschaft, spürte jede Bewegung, jede Veränderung, jede noch so kleine Unregelmäßigkeit in der Umgebung.

Kaelen antwortete hektisch. „Alpha… wir scannen alles, jede Kamera, jeden Zugang. Keine Hinweise, außer dass sie von der Insel verschwunden ist. Aber…“ Seine Stimme stockte, und ich konnte die Anspannung spüren, die er kaum verbergen konnte. „…irgendetwas stimmt nicht. Ihre Präsenz ist noch nah, aber wir können sie nicht lokalisieren.“

„Was? Nah? Aber nicht sichtbar?“ Mein Wolf knurrte, wild, ungeduldig. Jeder Instinkt schrie: Gefahr! Wir waren in Bewegung, aber etwas blockierte uns, verschleierte die Spur. „Kaelen, alle Kräfte mobilisieren! Kein Weg ungesichert, keine Straße unbeobachtet. Ich will sie finden, bevor jemand anderes es tut!“

Ich rannte weiter, die Straßen wie ein Labyrinth, meine Augen scannten jeden Winkel, jede Bewegung. Mein Wolf brüllte nach Aktion, jagte die Präsenz, jagte den Herzschlag, das kleine pulsierende Leben, das Elara war. Ich spürte ihre Energie, schwach, aber konstant. Sie war da draußen, irgendwo. Ich musste sie finden.

Mein Blick flog über die Dächer, die Hinterhöfe, die kleinen Wege, die niemand beachten würde. Selina. Nicht jetzt. Nicht in diesem Moment. Mein Wolf brüllte, warnend. Die Bedrohung war anders. Effizienter. Profilerisch. Ich konnte spüren, dass sie nicht beteiligt war. Dies war… jemand anderes. Jemand, der wusste, wie man Spuren verwischt. Jemand, der die Gefahr verstand.

Mein Herz raste. Adrenalin schoss durch meine Adern. „Kaelen, Beta, spürt ihr ihre Präsenz? Ich brauche jeden Hinweis!“ Ich spürte, wie das Rudel reagierte, die Beta, die Kaelen, ihre Kräfte bündelten, wie wir verbunden waren. Rudelinstinkt, Synchronisation. Wir waren eins, ein lebendes Netz, jede Bewegung koordiniert, jede Entscheidung kalkuliert.

Und dann – ein kleines Signal. Mein Wolf reagierte sofort. Eine flüchtige Spur in der Luft, ein kaum wahrnehmbares Pulsieren, das nur meine Sinne registrieren konnten. „Hier! Ich spüre sie!“ Ich rannte los, die Beine brannten, Adrenalin schoss durch meinen Körper, jeder Schritt präzise, kontrolliert, jagdlich.

Kaelen und Beta reagierten sofort. „Alpha, wir decken die Seitenwege. Nichts entkommt uns!“ Ich nickte kurz, während ich voranstürmte, den Impuls des Rudels spürend, ihre Energie wie eine unsichtbare Hand, die mich führte.

„Elara!“ rief ich, die Stimme laut, fordernd, Alpha pur. Mein Wolf war wie entfesselt, jede Zelle meines Körpers angespannt, bereit, jede Gefahr zu eliminieren. Aber das Schlimme war: keine Antwort. Nur die Leere, nur das Rauschen des Windes, das entfernte Hupen der Stadt, das ferne Klingeln von Telefonen.

Und dann, endlich, ein Hinweis. Ein kleiner, flüchtiger Schatten. Ein Geräusch, das ich nur instinktiv wahrnahm. Mein Wolf knurrte, wild, explosiv. „Da! Bewegung! Nah!“

Ich raste los, Adrenalin und Angst mischten sich zu einem Feuer in meinen Adern. Kaelen deckte die linke Straße, Beta die rechte, ich selbst jagte die zentrale Spur. Jede Minute zählte, jede Entscheidung war entscheidend. Ich konnte spüren, dass Elara lebte, dass sie in der Nähe war, aber jemand versuchte, uns abzulenken, uns zu blockieren, sie zu verstecken.

„Haltet die Augen offen! Kein Fehler!“ Ich spürte die Gefahr in der Luft, spürte die Präsenz eines anderen Rudels, eines anderen Alphawesens? Vielleicht ein Abtrünniger. Oder jemand, der wusste, dass wir kommen würden. Mein Wolf war bereit, jeden Angriff abzuwehren, jede Bedrohung zu eliminieren.

Die Spur führte in einen abgelegenen Bereich, enge Gassen, kaum ein Durchkommen. Ich rannte, sprang über Hindernisse, spürte das Rudel um mich, jede Bewegung koordiniert, jede Entscheidung taktisch. Und dann – Stille. Zu still.

Mein Herz setzte aus. Mein Wolf knurrte, warnend. Etwas stimmte nicht. Elara. Wo war sie? Ich spürte noch ihre Energie, schwach, flüchtig, aber sie war hier. Irgendwo. Ich musste sie finden. Sofort.

„Alpha… wir spüren sie direkt vor uns. Aber…“ Kaelen zögerte. „…es ist blockiert. Etwas oder jemand schützt sie. Stark. Professionell.“

Mein Herz raste, mein Wolf brüllte innerlich, aggressiv, wild. Wer wagte es, Elara von mir fernzuhalten? Wer wusste von ihrer Schwangerschaft, von ihrer Verletzlichkeit, und handelte so effizient?

Ich schloss die Augen, konzentrierte mich, bündelte alle Sinne. Spürte die Richtung. Spürte die Präsenz. Spürte die Notwendigkeit, schneller, intelligenter, stärker zu sein.

„Wir brechen alle Blockaden. Wir kommen zu ihr. Lebendig. Wir finden sie. Niemand, niemand wird sie berühren, außer mir!“ Meine Stimme war tief, ein Befehl, ein Versprechen, Alpha pur. Mein Wolf reagierte sofort, jede Faser wach, jede Bewegung vorbereitet.

Wir stürmten vorwärts. Die Jagd hatte begonnen. Jeder Atemzug, jede Sekunde, jeder Herzschlag zählte. Ich wusste, dass wir sie finden würden. Und derjenige, der es wagte, sich mit meinem Rudel anzulegen… würde den Preis zahlen.

Aber in diesem Moment, während wir uns dem versteckten Bereich näherten, spürte ich etwas, das mich innehalten ließ: eine Vertrautheit in der Präsenz, die mich irritierte. Etwas war anders. Nicht feindlich. Nicht Selina. Etwas vertraut.

Mein Herz stolperte. Mein Wolf knurrte leise, vorsichtig. Ich spürte: Elara war sicher – zumindest teilweise. Und irgendwo, tief in meinem Inneren, wusste ich, dass dies komplizierter war, als es aussah.

Und während wir weiter jagten, die Straßen, Gassen, Schatten durchkämmten, schwor ich mir eins: Ich würde sie finden. Lebendig. Beschützt. Und ich würde verstehen, warum sie plötzlich verschwunden war.

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