LOGINOlivia wurde durch das Knurren ihres Magens geweckt. Ihr war aufgefallen, dass sie in letzter Zeit mehr gegessen hatte als sonst.
Olivia war gerade auf dem Weg in die Küche, um das Frühstück zuzubereiten, als sie hörte, wie sich die Haustür öffnete.
Sie drehte sich um und sah ihre Schwiegermutter, Mrs. Sharon, zusammen mit ihrer Tochter Cleopatra hereinkommen.
Olivia lächelte sofort.
„Guten Morgen, Mama. "Guten Morgen, Cleo.“
Keine der beiden Frauen antwortete.
Mrs. Sharon ging direkt an ihr vorbei, als hätte Olivia gar nichts gesagt.
Cleopatra folgte ihr und musterte Olivia dabei demonstrativ von Kopf bis Fuß.
Olivia zwang sich dennoch zu einem Lächeln und folgte den beiden.
„Mama, Cleo, ihr habt mir gar nicht gesagt, dass ihr kommt“, sagte sie herzlich.
„Soll ich etwa einen Brief schreiben, bevor ich komme?“, fragte Mrs. Sharon und bewahrte dabei ihre elegante Gelassenheit.
„Wie oft habe ich dir gesagt, dass du mich nicht ‚Mama‘ nennen sollst? "Für dich bin ich Mrs. Sharon.“
„Und für dich bin ich Cleopatra. "Wir sind keine Freundinnen“, fuhren sie beide an.
„Ich frage mich immer noch, was mein Sohn an dir gefunden hat“, sagte sie, während sie Platz nahm. Sie hatte ihn mit verschiedenen Mädchen aus angesehenen Familien verkuppelt. Doch er hatte sich für jemanden entschieden, dessen Familienname keinerlei Gewicht hatte – was sie selbst zum Gespött ihrer Freundinnen machte.
Olivia senkte den Blick.
„Mein Sohn hätte eine Frau mit Klasse, familiären Verbindungen und Status heiraten können. "Stattdessen hat er eine Frau ohne all das mit nach Hause gebracht.“
Cleopatra lachte.
„Ehrlich, Mama, selbst ihr Familienname bedeutet gar nichts“, sagte Cleopatra.
Olivia schluckte die Demütigung hinunter.
„Ich habe deinen Sohn nie um irgendetwas gebeten.
Mrs. Sharon spotted.
„Natürlich nicht. Frauen wie du bitten nie darum. "Ihr findet einfach Wege, Männer auszunehmen.“
Cleopatra verschränkte die Arme.
„Sieh dir die Villa an, in der du wohnst. Die Designerkleidung. Die Autos. "Das alles könntest du dir in deinem ganzen erbärmlichen Leben niemals leisten“, sagte Cleopatra.
Olivias Augen füllten sich mit Tränen. Sie ertrug das schon seit sehr langer Zeit. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit verspotteten sie sie.
Mrs. Sharon lachte; Olivias Miene ließ sie völlig kalt. „Kann ich euch beiden etwas zu trinken bringen?“ Olivia fasste sich wieder. Sie wollte ihnen nicht die Genugtuung geben, sie zusammenbrechen zu sehen.
Sie deutete in Richtung Küche.
„Da du so sehr darauf bestehst, die perfekte Ehefrau zu spielen, geh und mach Frühstück“, spottete Mrs. Sharon.
Olivia ging ruhig in die Küche und versuchte, sich zu beruhigen.
„Mach Haferbrei“, befahl Mrs. Sharon.
„Ja, Mrs. Sharon“, sagte Olivia.
Olivia bereitete den Haferbrei sorgfältig zu.
Als sie fertig war, trug sie ihn zum Esstisch.
Mrs. Sharon warf nur einen Blick darauf. Ihr Gesichtsausdruck verändert sich.
„Was ist das?“, fragte sie und schob den Teller weg.
Olivia runzelte die Stirn.
Sie nahm einen Löffel voll Haferbrei und spuckte ihn sofort wieder aus. „Was um Himmels willen ist das? "Willst du mich vergiften?“, schrie sie.
„Was stimmt damit nicht?“, fragte Olivia.
„Was damit nicht stimmt? Du fragst ernsthaft, was damit nicht stimmt? "Probier es selbst“, sagte Mrs. Sharon.
Gerade als Olivia nach dem Löffel greifen wollte, packte Mrs. Sharon plötzlich die dampfende Schüssel und goss den heißen Haferbrei über Olivias Hand. Olivia schrie vor Schmerz auf.
Sie zog ihre Hand sofort zurück.
„Das Einzige, was du kannst, ist essen und das Geld der Familie Norris verschwenden.“
„Und nach all diesen Jahren hast du uns immer noch keinen Erben geschenkt.
Olivias Gesichtsausdruck fiel in sich zusammen.
„Du bist unfruchtbar“, sagte Cleopatra mit einem grausamen Lächeln.
Olivias Wut brach sich endlich Bahn. Es reichte ihr. Sie konnte es nicht mehr ertragen. Dass sie sie als unfruchtbar bezeichnet hatten, war eine Grenzüberschreitung gewesen.
„Du hast nicht das Recht, mich so zu behandeln!“, schrie sie.
Plötzlich trat Cleopatra vor.
„Wage es ja nicht, meine Mutter anzuschreien!“ Sie schlug Olivia ins Gesicht.
Stille breitete sich im Raum aus.
Langsam berührte Olivia ihre Wange.
Dann, ohne nachzudenken, schlug sie Cleopatra so heftig zurück, dass sie rückwärts taumelte.
Cleopatras Augen weiteten sich.
„Du hast mich geschlagen?“, sagte Cleopatra, noch immer ungläubig. Olivia hatte trotz der ständigen Schikanen stets geschwiegen. Wann war sie plötzlich so wehrhaft geworden?
„Du hast zuerst zugeschlagen!“, konzerte Olivia.
Cleopatra stürzte auf Olivia zu.
Doch bevor es zu einer handfesten Auseinandersetzung kommen konnte, ertönte eine tiefe Stimme hinter ihnen.
George, der wegen des Anrufs seiner Mutter nach Hause zurückgekehrt war, stand im Eingang und beobachtete das Geschehen.
„Was zum Teufel ist hier los?“ Alle drehten sich um.
Cleopatras Haltung änderte sich schlagartig. Sie begann zu weinen. Mrs. Sharon sah zu.
„George!“, rief sie und eilte auf ihn zu.
Olivia begriff sofort, was vor sich ging.
Cleopatra zeigte auf sie.
„Sie hat Mama beleidigt, und als ich sie darauf ansprach, hat sie mich geschlagen.“
Ungläubig starrte Olivia sie an.
„Was? Das ist eine Lüge! "Sie hat zuerst zugeschlagen!“
Cleopatra schüttelte den Kopf, während ihr Tränen über das Gesicht liefen.
„Ich habe sie nur gebeten, Mama nicht respektlos zu behandeln. "Plötzlich hat sie mich angegriffen.“
Mrs. Sharon mischte sich sofort ein.
„Deine Frau hat völlig die Beherrschung verloren. "Sie hat mich angeschrien und dann deine Schwester angegriffen.“ Mrs. Sharon sprach mit ernster Miene, doch ihre Haltung blieb unverändert.
Georges Miene verfinsterte sich.
„George, bitte hör mir zu. "Sie lügen“, flehte Olivia.
George spannte den Kiefer an. Sein Blick wanderte von Cleopatra zu Olivia.
„Willst du mir etwa sagen, dass meine Schwester lügt?“
Olivia schüttelte den Kopf. „Nein. "Ich sage dir nur, was passiert ist.“ Tief im Inneren hoffte sie, dass ihr Mann ihr glauben und sie verteidigen würde.
Sein Gesichtsausdruck wurde hart.
Er sah sie kalt an.
„Du erwartest, dass ich dir mehr glaube als ihnen?“ Olivias Augen weiteten sich.
„George …“
Er ging auf sie zu.
„Ich habe dich gewarnt, meine Familie nicht respektlos zu behandeln.“
„Ich habe nicht …“
Seine Hand traf sie im Gesicht. Olivia taumelte rückwärts.
Olivia war nicht wegen des Schlags am Boden zerstört, sondern weil ihr Mann ihr nicht einmal den Vorteil des Zweifels zugesandt.
Cleopatra lächelte zufrieden. Genau diese Reaktion hatte sie gewollt.
Sie versuchte wegzulaufen, doch George packte sie am Arm und zog sie zurück.
„Ich bin deine Frau, George. "Warum kannst du mir nicht glauben?“
Er schlug erneut zu. Diesmal verlor Olivia das Gleichgewicht.
Ihr Körper prallte gegen die Kante des Esstisches; der Aufprall traf ihren Bauch.
Einen Moment lang wurde es totenstill.
Olivias Gesichtsausdruck verändert sich.
Ein stechender Schmerz durchfuhr ihren Unterleib.
„Oh, hör mit der Schauspielerei auf“, sagte Cleopatra und verdrehte die Augen.
„George …“
Olivia legte die Hand auf ihren Bauch.
Etwas stimmte nicht.
Der Schmerz war anders als alles, was sie bisher gespürt hatte.
Dann spürte sie, wie etwas Warmes an ihrem Bein herunterlief.
Dann brach sie zusammen.
Georges Wut verflog augenblicklich.
„Olivia?“
Sie reagierte nicht.
Mrs. Sharon und Cleopatra sahen sich an.
George eilte zu ihr.
„Olivia, öffne die Augen! "Öffne die Augen!“, sagte er und klopfte ihr leicht ins Gesicht.
Er hob sie in seine Arme.
Erst da bemerkte er das Blut.
Sein Gesicht wurde bleich.
„Ruf einen Krankenwagen!“, schrie er.
Cleopatra zögerte. „Tu es sofort, ich kann hier keine Leiche gebrauchen“, sagte Mrs. Sharon. Auch wenn sie Olivia nicht mochte, war ihr der Ruf der Familie Norris sehr wichtig.
Stunden später saß George vor der Notaufnahme; seine Hände zitterten.
Schließlich trat ein Arzt auf ihn zu.
„Mr. George?“ George stand sofort auf.
„Wie geht es meiner Frau?“, fragte er.
Der Arzt zögerte.
„Sie lebt, aber …“, setzte der Arzt an, verstummte jedoch.
„Aber was?“, fragte George. Seine Geduld war am Ende.
Der Arzt sah ihn an.
„Ihre Frau war schwanger.“
George estate.
„Was?“ „Ihre Frau war in der sechsten Woche schwanger. Leider hat sie eine Fehlgeburt erlitten“, sagte der Arzt und ging dann.
George brachte kein Wort heraus.
Schwanger?
Olivia hatte es ihm nie gesagt. Warum hatte sie ihm eine so wichtige Information vorenthalten?
Langsam blickte er zu den Türen der Notaufnahme hinüber.
Mrs. Sharon schwieg einen Moment, bevor sie das Wort ergriff. „Es ist nicht deine Schuld, George. "Mach dir keine Vorwürfe“, tröstete sie ihn. Tief im Inneren war sie froh darüber, was geschehen war. Sie wollte nichts, was Olivias Stellung in der Familie hätte festigen können.
Schließlich kam eine Krankenschwester heraus und teilte George mit, dass Olivia auf eine Privatstation verlegt worden war.
George ging zu der Station, auf die Olivia verlegt worden war. Ihr Körper lag regungslos
und blass da.
Sie hatte sein Kind unterm Herzen getragen. Etwas, das er sich immer gewünscht hatte. Ein stechender Schmerz durchfuhr sein Herz.
Und er hat sie geschlagen. „Oh, Olivia, sieh nur, wozu du mich gebracht hast“, flüsterte er.
Im Herrenhaus herrschte geschäftiges Treiben. George empfing heute einige seiner Geschäftspartner. Er gab den Hausmädchen und auch Olivia Anweisungen.„Meine Gäste treffen gegen 12 Uhr mittags ein. Sei bereit und sorge dafür, dass alles perfekt vorbereitet ist. "Kein Fehler“, sagte George.„Okay!", antwortete Olivia mit einem warmen Lächeln, das George ein wenig verunsicherte. Seit dem Vorfall war Olivia unterwürfig und gehorsam gewesen. Vielleicht hatte sie ihre Lektion gelernt, dachte er sich.George gab ihr einen liebevollen Kuss, bevor er den Raum verließ.Doch tief in ihrem Inneren, hinter diesem Lächeln, hegte Olivias verhärtetes Herz Fluchtgedanken. Und heute war der Tag dafür gekommen. Sie betrachtete die Liste, die Ella ihr gegeben hatte. Sie war ihre Eintrittskarte in die Freiheit.Das Geräusch der sich öffnenden Tür ließ Olivias Herz einen Sprung machen. Sie schob den Zettel hastig unter ihren Oberschenkel, als sie sah, wie George den Raum betrat.George bemerkte die leicht
Olivia öffnete langsam die Augen.Einen Moment lang wusste sie nicht, wo sie war. Der Raum war ihr fremd, und ihr Körper fühlte sich schwach und schwer an.Sie drehte den Kopf und sah George und Mrs. Sharon in der Nähe stehen.George bemerkte sofort, dass sie wach war.Er drehte sich um und rief nach dem Arzt.Der Arzt kam kurz darauf herein und untersuchte Olivia. Nachdem er ihren Zustand überprüft hatte, wandte er sich an eine Krankenschwester.„Bitte versorgen Sie die Verbrennung an Ihrer Hand.“Die Schwester nickte und begann, sich um Olivias verletzte Hand zu kümmern.George starrte auf den Verband.„Wie hast du dich verbrannt?“, fragte er.„Deine gnädige Mutter hat mir heißen Brei über die Hand geschüttet“, sagte Olivia mit schwacher, emotionsloser Stimme.Mrs. Sharons Gesichtsausdruck verhärtete sich augenblicklich.„Du kleine …“ Sie hielt inne, gekränkt von Olivias Tonfall.George wandte sich seiner Mutter zu.„Warum hast du das getan?“ Seine Frage kam für alle überraschend. O
Olivia wurde durch das Knurren ihres Magens geweckt. Ihr war aufgefallen, dass sie in letzter Zeit mehr gegessen hatte als sonst.Olivia war gerade auf dem Weg in die Küche, um das Frühstück zuzubereiten, als sie hörte, wie sich die Haustür öffnete.Sie drehte sich um und sah ihre Schwiegermutter, Mrs. Sharon, zusammen mit ihrer Tochter Cleopatra hereinkommen.Olivia lächelte sofort.„Guten Morgen, Mama. "Guten Morgen, Cleo.“Keine der beiden Frauen antwortete.Mrs. Sharon ging direkt an ihr vorbei, als hätte Olivia gar nichts gesagt.Cleopatra folgte ihr und musterte Olivia dabei demonstrativ von Kopf bis Fuß.Olivia zwang sich dennoch zu einem Lächeln und folgte den beiden.„Mama, Cleo, ihr habt mir gar nicht gesagt, dass ihr kommt“, sagte sie herzlich.„Soll ich etwa einen Brief schreiben, bevor ich komme?“, fragte Mrs. Sharon und bewahrte dabei ihre elegante Gelassenheit.„Wie oft habe ich dir gesagt, dass du mich nicht ‚Mama‘ nennen sollst? "Für dich bin ich Mrs. Sharon.“„Und fü
George sah sie mit spöttischem Blick an.„Sie ist Hausfrau“, sagte George beiläufig.„Ich bin Technikexpertin“, entgegnete Olivia sofort. Am Tisch stand es still. Georges Miene verändert sich.„Wirklich? "Was halten Sie von dem selbstfahrenden Auto, das Fintech kürzlich auf den Markt gebracht hat?“, fragte Mr. Joshua. Diese Frage weckte das Interesse des ebenfalls am Tisch sitzenden CEO von Fintech.Olivia erläuterte die Schwachstellen des Systems und schlug eine effizientere Methode zur Integration der Technologie vor. Ihre detaillierten Ausführungen ließen alle sprachlos zurück – besonders die beiden Damen, die sie zuvor herablassend behandelt hatten.„Brillant“, sagte der CEO von Fintech und klatschte Beifall.„Mr. George, Ihre Frau ist großartig. "Die Details sind absolut präzise“, lobte Mr. Joshua.„Falls Sie sich jemals entscheiden sollten zu arbeiten, würde meine Firma Sie gerne einstellen.“ Der CEO von Fintech reichte ihr seine Visitenkarte.„Dazu besteht kein Anlass“, lehnte
Sie rang nach Luft, während der Mann, den sie geheiratet hatte, seine Hand an ihrem Hals fester hielt. Panik überrollte sie.„George … du tust mir weh“, brachte sie mühsam hervor. Ihr Körper zitterte vor Anspannung. Sie hatte das Gefühl, jeden Moment zusammenbrechen zu müssen.„Wie kannst du es wagen, mich infrage zu stellen? Wer hat dir das Recht dazu gegeben?“, sagte George.Olivia brachte jedoch kein Wort heraus. Sie versuchte verzweifelt, Georges Hand von sich zu lösen, doch er war zu stark. Gerade als sie glaubte, es nicht mehr aushalten zu können, klingelte sein Telefon.Der Blick auf das Display veranlasste ihn, sie loszulassen. Er nahm das Gespräch entgegen. Olivia sank zu Boden und versuchte, wieder ruhig zu atmen. Ihr Gesicht war gerötet, und Tränen liefen ihr über die Wangen.„Bring dich in Ordnung. Wir haben eine Einladung zum Abendessen. Sei in dreißig Minuten fertig“, sagte er. „Es macht mir keinen Spaß, dich so zu sehen. Ich bringe dir nur bei, wie man eine anständige E







