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Kapitel 2 : Ich will die Scheidung.

Author: Ivy magic
last update publish date: 2026-09-19 21:30:16

George sah sie mit spöttischem Blick an.

„Sie ist Hausfrau“, sagte George beiläufig.

„Ich bin Technikexpertin“, entgegnete Olivia sofort. Am Tisch stand es still. Georges Miene verändert sich.

„Wirklich? "Was halten Sie von dem selbstfahrenden Auto, das Fintech kürzlich auf den Markt gebracht hat?“, fragte Mr. Joshua. Diese Frage weckte das Interesse des ebenfalls am Tisch sitzenden CEO von Fintech.

Olivia erläuterte die Schwachstellen des Systems und schlug eine effizientere Methode zur Integration der Technologie vor. Ihre detaillierten Ausführungen ließen alle sprachlos zurück – besonders die beiden Damen, die sie zuvor herablassend behandelt hatten.

„Brillant“, sagte der CEO von Fintech und klatschte Beifall.

„Mr. George, Ihre Frau ist großartig. "Die Details sind absolut präzise“, lobte Mr. Joshua.

„Falls Sie sich jemals entscheiden sollten zu arbeiten, würde meine Firma Sie gerne einstellen.“ Der CEO von Fintech reichte ihr seine Visitenkarte.

„Dazu besteht kein Anlass“, lehnte George ab. Doch Olivia griff zu und nahm die Karte an. Georges Gesichtsausdruck verfinsterte sich; er umklammerte sein Glas fester.

Der restliche Abend verging schnell, und sie kehrten nach Hause zurück. Während der Fahrt verlor George kein Wort. Olivia hingegen war zufrieden mit dem Ausgang des Abends. Es war lange her, dass sie über die Arbeit gesprochen hatte, die sie liebte. Sie hatte sich wieder wie sie selbst gefühlt. Doch die Freude währte nur kurz.

„Gib mir die Karte“, befahl George. Olivia zuckte zunächst zusammen.

„Welche Karte?“, fragte sie.

George wiederholte sich nicht, sondern handelte sofort. Er schnappte sich ihre Handtasche und leerte sie aus.

Er nahm die Karte an sich. „Deswegen hast du dich mir widersetzt?“, sagte George wütend und zerriss die Karte in Stücke. „Du hast mich vor meinen Geschäftspartnern bloßgestellt.“ Er schlug ihr ins Gesicht.

„Ich war nur höflich. Und außerdem: Was ist falsch daran, wenn ich arbeite? "Ich kann hier nicht herumsitzen und nichts tun, außer deine Sklavin zu sein“, schrie Olivia. „Du hast mich nicht verteidigt, als deine sogenannten Geschäftspartner sich über mich lustig gemacht haben. Aber jetzt, wo ich mich wehre, nennst du das Ungehorsam. "Du bist erbärmlich, George“, sagte Olivia voller Wut. Tränen liefen ihr bereits über die Wangen. Doch das bewirkte nichts; im Gegenteil, es machte George nur noch wütender. Er zog sich aus, bis er nur noch sein weißes Langarmshirt und die Hose trug. Er wickelte seinen Gürtel fest um seine Hände.

Olivia wusste, dass sie das Biest geweckt hatte. Sie flehte inständig, doch ihre Bitten stießen auf taube Ohren.

„Du hast in meiner Gegenwart einen Mann umarmt.“ Er ließ den ersten Hieb mit dem Gürtel niederfahren, und Olivia schrie auf. „Er hat *mich* "Umarmt, nicht umgekehrt.“ George schlug weiter auf sie ein und zählte jedes Vergehen auf, das sie angeblich begangen hatte, bis er schließlich erschöpft war.

Schmerz durchströmte Olivias ganzen Körper. Rote Striemen zeichneten sich auf ihrer hellen Haut ab. Man hatte sie wie eine Diebin geschlagen.

„Ich will die Scheidung“, sagte Olivia unter Tränen. Er sah sie mit durchdringendem Blick an. Es war offensichtlich, dass ihre Worte etwas entfacht hatten, das besser unberührt geblieben wäre. Einen Moment lang bereute Olivia, diese Worte ausgesprochen zu haben.

„Erst an dem Tag, an dem du die Schuld begleichst, die du bei mir hast, darfst du das Wort ergreifen. "Wir wissen beide, dass nicht einmal deine ganze Familie dafür aufkommen könnte“, sagte George voller Grobheit und Arroganz.

„Welche Schuld?“, fragte Olivia verwirrt. Sie hatte sich niemals Geld von George geliehen.

Er ging zu seinem Safe und holte eine Akte hervor.

Er warf ihr ein Blatt Papier hin.

„Ließ es.“ Seine tiefe, männliche Stimme klang gebieterisch.

Olivia hob das Papier auf. Es war eine Kopie ihrer Heiratsurkunde. Sie blätterte darin und fragte sich, warum er ihr die Unterlagen gegeben hatte. Dann bemerkte sie eine Klausel auf der letzten Seite. An jenem Tag war sie ihr nicht aufgefallen. Sie hatte geglaubt, es handele sich um einen gewöhnlichen Ehevertrag. Sie war viel zu verliebt gewesen, um auch nur in Erwägung zu ziehen, dass etwas schiefgehen könnte.

Die Klausel besagte, dass Partei B – also Olivia – die Scheidung erst beantragen durfte, nachdem sie eine Summe von 150.000.000 Dollar zurückgezahlt hatte.

Zweitens durfte Partei B die Ehe nicht verlassen, ohne ein Kind zur Welt gebracht zu haben. Sollte dies jedoch geschehen, war es ihr untersagt, das Kind mitzunehmen; sie würde sämtliche elterlichen Rechte verlieren.

Drittens musste Partei B triftige Gründe für den Wunsch, die Ehe zu beenden, vorbringen und belegen.

Fassungslos starrte Olivia auf das Papier. Ihre Finger zitterten, während Wut in ihr aufstieg.

„Einhundertfünfzig Millionen Dollar? "Wie soll das gehen?“, fragte Olivia mit zitternder Stimme. Sie blätterte immer wieder durch die Unterlagen in der Hoffnung, eine Erklärung zu finden, doch es gab keine.

„Denk mal schärfer nach“, sagte George mit einem süffisanten Lächeln.

„Ich schulde dir nichts“, entgegnete Olivia.

„Bist du sicher?“, fragte George und lachte leise. Olivia war hin- und hergerissen. Seine Reaktion machte sie wahnsinnig. Er ging zu seiner Minibar und goss ein Glas Whiskey ein. Er sah sie einen Moment lang an, bevor er sprach.

„Die Spielschulden deines Vaters. "Das Haus deiner Familie, das ich übernommen habe“, sagte George.

Olivias Gedanken wanderten zurück zu jenem Tag, als das Unglück geschah. Ihr Vater war spielsüchtig, und diesmal war er zu weit gegangen.

Er hatte die gesamten Ersparnisse der Familie und die Eigentumsurkunde des Hauses verspielt und alles verloren. Um das Verlorene zurückzugewinnen, hatte er sich vierzig Millionen Dollar von Kredithaien geliehen – und auch dieses Geld verloren. Da er nichts zurückzahlen konnte, floh er aus der Stadt. Die Gang kam, um das Haus zu holen, und die Gläubiger forderten ihr Geld.

Sie hatten keinen Cent, um zu bezahlen, und niemand war da, der ihnen helfen konnte. Eines Tages kamen Männer, um Olivia und ihre Mutter aus dem Haus zu werfen. Zum Glück war George in der Nähe und schritt wie ein Ritter in glänzender Rüstung ein. Die Gang verlangte das Doppelte des ursprünglichen Hauswerts – damals 110 Millionen Dollar. George zahlte die Summe und beglich zudem die 40-Millionen-Dollar-Schuld bei den Kredithaien.

„Hast du etwa geglaubt, ich sei ein Philanthrop oder eine Wohltätigkeitsorganisation?“, fragte er. Seine Stimme war ruhig, aber kalt und schwang vor Spott.

„Aber ich habe dich nie darum gebettelt. "Ich habe nie um einen Kredit gebeten“, sagte Olivia mit zitternder Stimme.

Sie erinnerte sich daran, wie George ihr einst gesagt hatte, er habe ihrer Familie geholfen, weil er sie liebte.

„Du hast gesagt, du hättest das alles getan, weil du mich liebst!“, rief Olivia.

„Liebe?“, lachte er leise.

„Du hast mich wegen meines Geldes geheiratet, um deinen armseligen Arsch zu retten – nicht aus Liebe“, sagte George kalt.

„Das stimmt nicht.“

Olivias Herz zerbrach.

Sie hat ihn geliebt. Nicht ein einziges Mal hatte sie ihn als Ausweg aus der Armut gesehen.

„Ich bin Geschäftsmann. Ich handle nicht nach Emotionen. "Ich mache nie Geschäfte ohne Gewinn.“ George verließ den Raum.

Olivia betrachtete das Papier erneut. Dann dämmer

te ihr, dass dies keine Ehe war, sondern ein Geschäft. Sie hat sich selbst verkauft.

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