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Kapitel 7

Author: Rui Rui
Ich verließ leise das Zimmer und ließ die beiden allein.

Eric lehnte an der Wand im Flur und sonnte sich. Ich ging hinüber und rief seinen Namen.

Er drehte sich um, ein leichtes Lächeln im Gesicht. „Weint der Don ziemlich hässlich?“

Ich schüttelte den Kopf. „Er liebt sie einfach so sehr.“

„Ihre Liebe macht einen echt neidisch, ehrlich.“

Ich nickte zustimmend.

Dann zögerte ich. Ich biss mir auf die Lippe. Schließlich fragte ich:

„Eric ... kannst du mir sagen – was ist mit der Henderson-Familie ge
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  • Der Tag, an dem ich sie nicht mehr rettete   Kapitel 7

    Ich verließ leise das Zimmer und ließ die beiden allein.Eric lehnte an der Wand im Flur und sonnte sich. Ich ging hinüber und rief seinen Namen.Er drehte sich um, ein leichtes Lächeln im Gesicht. „Weint der Don ziemlich hässlich?“Ich schüttelte den Kopf. „Er liebt sie einfach so sehr.“„Ihre Liebe macht einen echt neidisch, ehrlich.“Ich nickte zustimmend.Dann zögerte ich. Ich biss mir auf die Lippe. Schließlich fragte ich:„Eric ... kannst du mir sagen – was ist mit der Henderson-Familie geschehen?“„Ins Gefängnis geschickt.“„Moment ... wirklich?“Er las die Überraschung in meinem Gesicht und lachte leise. „Du überlegst, warum wir sie nicht einfach unter die Erde gebracht haben?“Ich errötete. „Das habe ich nicht gemeint.“„Na gut.“ Sein Lächeln verblasste ein wenig. „Aber das sage ich dir: Wenn unsere Donna nicht durchgekommen wäre? Dann sähen die drei nicht die Innenseite einer Zelle. Sie sähen die Innenseite eines Sarges.“Ein Schatten flackerte in Erics Augen auf – dunkel, un

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    Eric forderte mich mit einer Geste auf, wieder in die Luxuslimousine zu steigen.Auf dem Weg zu unserem Ziel wälzte ich es immer wieder im Kopf. Joseph wusste, dass ich nicht beteiligt war. Warum wollte er mich dann trotzdem sehen?Eric fuhr vor einem Privatkrankenhaus vor und führte mich hinein.Und da war er – Joseph.Hinter ihm, durch die Glastür, lag in einem Krankenhausbett, mit Infusion am Arm ...Maria.Lebendig.Ich öffnete den Mund, um hundert Fragen zu stellen, aber Joseph legte den Finger auf die Lippen.Ich schwieg.Er trat heraus und reichte mir einen Ordner. „Ich weiß, was du denkst. Das ist deine Antwort.“Ich öffnete ihn.Darin lagen zwei DNA-Gutachten.Das erste – zwischen mir und Brendas Eltern. Das Ergebnis: keine Übereinstimmung.Ich war nicht ihr Kind.Meine Augen brannten. Ich hatte mir das tausendmal vorgestellt – wenn sie Brenda mit Liebe überschütteten und sich dann umdrehten, um mich zu schlagen, wenn sie mir das Gefühl gaben, nicht dazuzugehören.Aber jedes M

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    Die Farbe wich aus allen drei Gesichtern.Brendas Stimme zitterte. „Wenn ihr das alles wusstet ... warum habt ihr dann nicht die Polizei gerufen?“Eric legte den Kopf schief, seine grünen Augen bohrten sich in ihre. „Was glaubst du wohl?“Selbst Brenda – so dumm sie auch war – begriff es endlich.Sie hatten die Polizei nicht gerufen, weil Polizei ein Verfahren bedeutet hätte. Haft. Vielleicht lebenslänglich.Für Joseph?Eric lachte kalt. „Viel zu mild. Und ehrlich gesagt, ich weiß nicht, wer dir den Nerv gegeben hat, die Donna anzufassen. Sie war der einzige Mensch, der ihm wirklich am Herzen lag. Weißt du, was passiert ist, wenn sie sich nur das Knie aufgeschrammt hat? Der Tisch, der es verursacht hatte, endete in Scherben.“Brendas Verstand machte einen Kurzschluss. Regungslos saß sie da, und starrte ins Leere.Aber meine Eltern begriffen es immer noch nicht. „Ihr dürft uns nichts Illegales antun! Wenn ihr es tut, geht ihr auch unter!“Ich konnte nicht anders. Ich lachte laut los.„P

  • Der Tag, an dem ich sie nicht mehr rettete   Kapitel 4

    Der Lärm von draußen drang nur noch verschwommen zu mir, aber ich wurde schnell schwächer.Der Keller war dunkel, die Luft war dünn. Meine Sicht wurde verschwommen, dann schwarz.Wohl nur ein Traum.Eine Frau, die ich nie zuvor gesehen hatte, hielt mich in den Armen, und zum ersten Mal in meinem Leben spürte ich Wärme – echte Wärme.Die Art von Wärme, die ohne Bedingungen und Vorbehalte einherging.Als ich wieder die Augen öffnete, saß ich auf dem Rücksitz einer Luxuslimousine. Meine Wunden waren gesäubert und sorgfältig verbunden worden.„Sie sind wach, Fräulein.“Ich sah auf. Eric lächelte mich an.„Don möchte Sie sprechen.“Mein Herz fing an zu hämmern.Waren Brenda und meine Eltern nicht längst zu ihm gefahren? Warum kam Joseph jetzt zu mir? War ihnen schon etwas zugestoßen?„Was ist mit meiner Familie?“, brachte ich mühsam hervor. „Ist etwas passiert?“Eric antwortete nicht direkt. „Gleich werden Sie es wissen.“Die Luxuslimousine hielt vor einer verlassenen Fabrik. Und dort – auf

  • Der Tag, an dem ich sie nicht mehr rettete   Kapitel 3

    In den nächsten Tagen wurde ich in meinem Zimmer eingesperrt wie eine Gefangene.Die Nachricht, dass die Frau des Dons bei einem Anschlag mit Fahrerflucht gestorben war, verbreitete sich im Netz wie ein Lauffeuer. Joseph hatte eine Belohnung von zehn Millionen Dollar für Hinweise auf den Fahrer ausgesetzt.Die Kommentare fluteten herein: „Der Fahrer hat wirklich Mumm. Jemanden mit so vielen Verbindungen zu überfahren und zu glauben, man käme damit durch? Reiche Leute wie der finden dich im Handumdrehen.“Ich summte nur leise vor mich hin.„Man sagt, dieser Joseph war früher ein regelrechter Schlächter. Nachdem er seine Frau kennengelernt hatte, wurde es ruhig um ihn. Und jetzt ist sie tot? Da werden eine Menge Leute gleich eine sehr ungemütliche Zeit erleben.“Schade nur, dass die Person, die es am meisten treffen würde, nichts kommen sah.Das Internet war in zwei Lager gespalten. Die eine Hälfte trauerte mit Joseph, der die Belohnung von zehn Millionen Dollar ausgelobt hatte. Die ande

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    Brenda lachte verächtlich. „Ach bitte. Du bist nur neidisch, weil du keine Chance hast wie ich.“In diesem Moment hallte Josephs Stimme von draußen herein.Brendas Augen leuchteten wie am Weihnachtsmorgen. Sie sprang auf, strich mit der Hand schon über das Kleid, und war bereit, hinauszugehen und sicherzustellen, dass er sie sah.Sie drehte sich zu mir um und zeigte mit dem Finger auf mich. „Du – versteck dich. Wage es ja nicht, mir das zu vermasseln.“Wir waren Zwillinge. Dasselbe Gesicht. Sie hatte schreckliche Angst, dass ich hinausgehen und seine Aufmerksamkeit von ihr ablenken würde.Aber ihre Sorge war unnötig. Der Don interessierte mich kein bisschen. Ehrlich gesagt wollte ich so weit wie möglich von ihm weg sein.Sie wippte mit den Hüften aus der Tür, und eine Minute später hörte ich, wie sie es bei Joseph dick auftrug. Diese gekünstelte, zuckersüße Stimme, die vor Sorge nur so überlief – so ekelhaft süßlich, dass sie einem die Zähne weh tat.Ich hatte gerade Blut gespendet und

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