LOGINDrei Jahre späterOlívia BennettLucy - Eine Geliebte? Sagst du mir gerade, dass du glaubst, Alex habe eine andere Frau?Olívia - Ja, Lucy. Es ist die einzige Erklärung, die ich für sein Verhalten finde.Lucy - Ich glaube nicht, dass Alex dich betrügt. Dieser Mann ist völlig in dich verliebt.Olívia - Dann erkläre mir sein Verhalten! Er verbringt die Nächte im Zimmer der Kinder, kommt jeden Tag sehr spät und geht schon früh aus. Seit einem Monat schlafen wir nicht mehr miteinander. Ist das für dich normal?Lucy - Er hat bestimmt Probleme in der Firma und arbeitet deshalb bis spät. Und weil du tagsüber viel zu tun hast, lässt er dich lieber ausruhen. Das ist alles.Olívia - Ist Lian etwa auch Vizepräsident der Firma? Ist er etwa später nach Hause gekommen?Lucy - Na, nein... aber Alex ist der Besitzer, da ist es normal, dass er sich mehr einbringt.Olívia - Ach komm, Lucy! Wenn dort etwas nicht in Ordnung wäre, würde Lian Alex bestimmt unterstützen. Weißt du, ich habe sogar schon darüb
Alex FletcherAls Wildest Dreams von Taylor Swift nur noch von einer Geige begleitet zu spielen beginnt, weiß ich: Jetzt ist der Moment gekommen, in dem meine Butterfly hereinkommt.Von dem Altar aus richten sich meine Augen auf den Eingang der Kirche, und mir stockt der Atem, als sie erscheint – am Arm von Marcos und Robert. Doch ich nehme kaum Notiz von den beiden. Tatsächlich vergesse ich alles um mich herum; es ist, als gäbe es in dem ganzen Universum nur sie und mich. Bilder all unserer gemeinsamen Momente ziehen mir durch den Kopf: das erste Mal, als ich sie sah, jene Nacht im Nachtclub, als sie jenes wunderschöne rote Kleid trug, unser erster Kuss im Schmetterlingshaus, der Tag im Park… und so viele weitere Augenblicke, die uns zu dem geführt haben, was wir heute sind – dem Tag, an dem ich vor Gott meine Liebe zu ihr schwöre, dem glücklichsten Tag unseres Lebens als Paar.Ihre wunderschönen grünen Augen, die mich so sehr faszinieren, treffen auf meine, und es ist, als wäre ich
Sechs Monate späterOlívia BennettOlívia — Alex, wach auf. Es ist Zeit, dass du gehst.Alex — Wohin denn?Olívia — In dein Zimmer.Alex — Ich bin in meinem Zimmer.Olívia — Erzähl das mal Lucy.Alex — Ich habe dieser Sache mit den getrennten Zimmern niemals zugestimmt.Olívia — Sei nicht so mürrisch, mein Liebster. Es sollte nur diese eine Nacht sein – und nicht einmal die haben wir eingehalten. Ein paar Stunden getrennt zu sein, wird uns nicht gleich zerbrechen.Er reibt seinen nackten Körper an meinem Gesäß, und ich spüre seine Erregung, die mich sogleich in Brand steckt – obwohl wir die ganze Nacht bereits einander gehörten.Alex — Ich gehe. Aber erst, wenn ich für dieses Opfer entschädigt worden bin.Olívia — Und welche Entschädigung wünschst du dir, mein Liebster?Frage ich mit unschuldigem Lächeln, drehe mich zu ihm um und schmiege mich mit meiner Brust an seine wunderschöne, muskulöse Brust. Ich höre ein Stöhnen der Befriedigung von ihm.Alex — Ich will dich jetzt auf mir reit
Olívia BennettNie war eine Nacht in meinem Leben so lang. Ich lag stundenlang wach und vermisste Alex. Als unsere Kinder aufwachten, um gestillt zu werden, nahm ich sie zu mir ins Bett – erst dann fand ich ein wenig Schlaf.Bereits um sechs Uhr stand ich auf, frisch geduscht, und ging im Zimmer auf und ab, vor Aufregung jede Minute auf die Uhr blickend.Um sieben Uhr erwachten die Kleinen. Ich badete sie und zog jedem ein hübsches Kleidchen an. Nach dem Stillen gingen wir in den Garten, damit sie die Morgensonne genießen konnten.Bald gesellten sich Nicole und Philip zu uns. Kurz darauf erschienen auch meine Onkel, zusammen mit Hope und Justin – die beiden liefen eilig herbei, um zu sehen, wer zuerst bei den kleinen Vettern ankam.Als die Uhr endlich genau neun Uhr schlug, traf Alex ein, begleitet von Teresa. Ohne nachzudenken, lief ich ihm entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn voller Liebe.Alex — Ich glaube, ich muss noch ein paar Schüsse einstecken, um wieder so empfangen
Olívia BennettWir sind seit dreißig Minuten im Krankenhaus, und es kommt mir vor, als wären wir bereits seit Stunden hier. Immer wieder blicke ich auf die Uhr an der Wand des Wartezimmers und warte voller Angst auf Nachrichten von Alex. Zumindest sind unsere Kinder hier bei mir, schlafen friedvoll und in Sicherheit – sie ahnen nichts davon, dass ihr Vater angeschossen wurde und gerade von den Ärzten versorgt wird.Allein dieser Gedanke lässt die Tränen, die ich gerade zurückgehalten hatte, wieder über mein Gesicht strömen. Jessés Vorwürfe, ich sei schuld an allem, hallen mir immer wieder im Kopf wider. Alex hat sich vor mich geworfen, die Kugel traf ihn an meiner Stelle. Hätte ich mich nicht von meiner Wut beherrschen lassen, wäre das niemals geschehen – und Alex wäre wohlauf.Ich kann ihn nicht verlieren. Das wäre, als würde ich mich selbst verlieren. Unsere Kinder brauchen ihren Vater, und ich brauche meinen Ehemann, meinen Gefährten, meine andere Hälfte.Philip — Beruhige dich, Ol
Alex FletcherOlívia blickt mich verzweifelt an, Tränen strömen ihr über das Gesicht.Olívia — Meine Kinder!! Sie haben meine Kinder entführt!!Alex — Beruhige dich, meine Liebe. Wir werden sie finden. Und wer auch immer sie bei sich hat, wird dafür teuer bezahlen.Lian eilt ins Badezimmer, voller Sorge um Lucy. Marcos telefoniert bereits mit der Polizei, während Robert den Notarzt ruft.Alex — Philip, draußen wimmelt es nur so von Paparazzi. Einer von ihnen muss gesehen haben, wer unsere Kinder fortgebracht hat – vielleicht hat sogar jemand ein Foto gemacht.Philip versteht, was ich meine, und eilt nach draußen, um sie alle einzeln zu befragen. Olívia ist untröstlich. Mein Herz schmerzt – sowohl bei ihrem Anblick als auch vor Sorge um unsere Kleinen. Doch tief in mir ahne ich, wer sie genommen hat. Und wenn ich recht habe, wird Philip jeden Augenblick mit der Bestätigung zurück sein. Zumindest dafür werden diese Paparazzi nun einmal nützlich sein.Zu diesem Zeitpunkt haben alle Umste







