INICIAR SESIÓNHallo zusammen!Eure Lieblingsautorin hier.Vielen Dank, dass ihr mein Buch gelesen habt!Ich würde mich sehr über euer Feedback freuen.Hinterlasst gerne einen Kommentar und bewertet das Buch!Ganz liebe Grüße!
Elaras SichtIch stand wie gelähmt da, meine Finger zitterten am kalten Holz der Tür. Meine Augen waren weit aufgerissen, ich musterte das Profil des Mannes. Er war breiter gebaut, sein Haar ein wirres Gewirr dunkler Locken, seine Haut gebräunt und wettergegerbt, ganz anders als die des Alphas. Das war nicht Nathan. Ich beobachtete, wie seine Hände über Isabellas Haut glitten, seine Berührung vertraut und besitzergreifend. Sie stöhnte auf, ein Laut echten, urtümlichen Verlangens, den sie noch nie öffentlich gezeigt hatte.Ich beugte mich näher, mein Ohr an den schmalen Spalt gepresst, verzweifelt darauf bedacht, einen Namen zu hören, eine Bestätigung. Die Luft im Flur fühlte sich dünn an.„Du gehst ein Risiko ein, wenn du hierher kommst“, flüsterte Isabella, ihre Stimme belegt vor Erregung.„Der Alpha ist mit seinen Grenzen beschäftigt“, knurrte der Mann, seine Lippen streiften ihre Wange. „Er hat keine Ahnung, was ihm entgeht.“„Er hat von vielem keine Ahnung“, erwiderte sie mit eine
Elaras SichtDas Zimmer war noch dunkel, nur die glimmenden Kohlen im Kamin spendeten Licht. Elias hatte sich nicht von mir gelöst, nachdem wir wieder zu Atem gekommen waren. Er lag weiterhin über mir, sein Gewicht eine wohltuende Wärme in der kühlen Raumluft. Ich spürte, wie der Schweiß auf meiner Haut trocknete, das Nachklingen unserer Verbindung vibrierte noch immer in meinen Nerven.„Du zitterst“, flüsterte er, seine Stimme vibrierte an meinem Schlüsselbein.„Mir geht’s gut“, log ich, meine Finger fuhren über die harte Linie seiner Schulter. „Ich … ich hatte einfach nicht erwartet, so viel zu fühlen.“Er stützte sich auf die Ellbogen und sah zu mir herunter. Seine Augen waren dunkel und suchten meine. „Ich will nicht anhalten. Aber Elara, wir müssen vorsichtig sein. Der Rat … sie beobachten dich bereits, um jede Schwäche auszunutzen. Wenn du jetzt schwanger würdest, würden sie dich niemals in dieses Dorf lassen. Sie würden dich in einem Turm einsperren, bis das Kind geboren ist.“
Elaras SichtDer Raum explodierte.Die Ratsmitglieder schrien durcheinander, ihre Stimmen ein Kakophonie aus Erleichterung und neuem Misstrauen, doch ich konnte sie nicht hören. Ich spürte Nathans Blick wie ein Brandmal auf meiner Haut, das sich durch meine Kleidung brannte. Ich hatte es gesagt. Ich hatte die Lüge ausgesprochen, die Isabella mir abgerungen hatte, und nun war der Erbe offiziell.Ich wich wankend zurück, mein Herz hämmerte gegen meine Rippen. Ich musste hier raus. Ich musste Luft atmen, die nicht nach Isabellas aufdringlichem Parfüm und Nathans stillem, vernichtendem Verrat roch.„Die Bestätigung ist endgültig“, verkündete Lord Harlen, seine Stimme dröhnte über das Stimmengewirr. „Die Blutlinie ist gesichert.“Ich drehte mich um, um mich davonzuschleichen, doch Isabellas Hand schnellte vor und packte mein Handgelenk mit überraschender Kraft. Sie wandte sich dem Rat zu, ein strahlendes, triumphierendes Lächeln auf dem Gesicht. „Nun, da der Thronfolger feststeht, brauche
Isabellas SichtDer Kupfergeruch hing noch schwer in der Luft, ein metallischer Beigeschmack, der meine Haut mit einer dunklen, befriedigenden Hitze kribbeln ließ. Ich sah Nathans entsetztes Gesicht und verspürte einen Anflug von Triumph. Er hatte keine Ahnung. Er war ein Wolf, ein König, und doch war er völlig blind für das Monster, das in seinem Bett schlief.Ich ließ meine Gedanken zurückschweifen zu den Stunden zuvor, zurück zur Stille der Nacht, als Nathan in seinem alkoholbedingten Dämmerzustand völlig weggetreten war. Ich hatte die Wache, ein junges, hungriges Wesen namens Kael, in die Schatten der Umkleidekabine gelockt.„Meine Luna“, hatte er geflüstert, sein Atem stockte, als ich den Seidenmantel von meinen Schultern gleiten ließ. „Wenn der König erwacht …“„Der König träumt von jemand anderem, Kael“, hatte ich geschnurrt und mich an seine Rüstung gepresst, den kalten Stahl auf meiner warmen Haut gespürt. „Aber ich bin wach. Und ich bin einsam.“Ich hatte ihn zum Teppich gef
Nathans PerspektiveIch strich meine Tunika glatt und spürte, wie eine Last von meinen Schultern fiel, als ich den Ratssaal betrat. Die Ältesten waren bereits versammelt, ihre Gesichter gezeichnet von den gleichen urteilenden Falten, die sie schon seit Wochen trugen.„Ah, Alpha, wir haben gerade über Lunas Zustand gesprochen“, sagte Ältester Harlen und beugte sich vor. „Ihr Fehlen beim Abendessen ist uns aufgefallen. Schon wieder.“Ich schenkte ihm ein schmales, triumphierendes Lächeln. „Isabella ist für die Nacht krank. Der Arzt hat absolute Bettruhe verordnet. Sie ist ziemlich erschöpft, was, wie ihr sicher alle wisst, in einer Ehe vorkommen kann.“„Krank?“, entgegnete Ältester Silas mit zusammengekniffenen Augen. „Oder meidet sie die Öffentlichkeit, weil die Gerüchte über eure Entfremdung stimmen?“„Die Gerüchte sind Unsinn“, schnauzte ich und legte die Hände flach auf den Eichentisch. „Meine Ehe zerbricht nicht, trotz all dem Geiergeflüster. Isabella ist da, wo sie hingehört – in







