LOGINKapitel 66Die Milchglastür des Badezimmers öffnete sich langsam und entließ eine Welle warmen Dampfes, die den beruhigenden Duft von Lilienblütenseife mit sich führte.Aurora trat heraus. Ein kleines Handtuch lag über ihren Schultern, während sie versuchte, die Spitzen ihres noch tropfnassen Haares zu trocknen. Wassertropfen glitten über ihren schlanken Hals und benetzten den Kragen des Satinhemdes, das Claire ihr gegeben hatte und das nun eng an ihrem Körper anlag.Ihr Gesicht, das zuvor blass gewesen war, wirkte nun frischer. Eine natürliche Röte lag auf ihren Wangen, hervorgerufen durch den heißen Wasserdampf, und verlieh ihr eine Lebendigkeit, die ihr die ganze Nacht gefehlt hatte.Richard, der sich an einen Stapel Kissen gelehnt hatte, richtete sofort den Oberkörper auf. Seine scharfen Augen folgten jeder Bewegung der Frau, ohne auch nur einmal zu blinzeln.„Das hast du doch absichtlich gemacht, oder?“, neckte Richard sie mit seiner gewohnt heiseren Stimme. Ein schmales, bedeutu
Kapitel 65Ethan schritt mit arroganten Schritten über den Marmorboden der Eingangshalle der Calloway-Villa. Die Atmosphäre in dem prächtigen Anwesen war weitaus stiller und angespannter als gewöhnlich, als würden selbst die Wände den Atem anhalten. Er war gerade zurückgekehrt. Sein Kiefer war noch immer angespannt, und der ungelöste Zorn aus seiner Wohnung lastete ihm noch immer auf der Seele. Sein geröteter Blick glitt durch die große Halle, bis er eine Dienstmagd entdeckte, die in einer Ecke eine Blumenvase ordnete. Ihre Hände zitterten.„Wo ist Dad?“, fragte Ethan ohne Umschweife. Seine Stimme war tief, doch der darin liegende Druck ließ die Magd erschrocken zusammenzucken. Beinahe wäre ihr die Porzellanvase aus den Händen gefallen.Die Magd senkte tief den Kopf und wagte es nicht, dem jungen Herrn in die Augen zu sehen, der von einer dunklen Aura umgeben war. „Der alte Herr ... der alte Herr ist im Krankenhaus, junger Herr. Er wurde heute früh stationär aufgenommen.“Ethan runzel
Kapitel 64Aurora schrak augenblicklich hoch und schüttelte rasch den Kopf, als wollte sie die bösen Gedanken vertreiben, die ihr kurz durch den Kopf gegangen waren. „Nein, natürlich nicht.“„Wenn du Reue empfindest oder dich unter Druck gesetzt fühlst, sag es jetzt, bevor alles noch weiter geht“, drängte Richard; er wollte Aurora nicht haben, wenn die Seele des Mädchens noch gefangen war.Aurora sah Richard an und zwang sich dann zu dem kleinsten, süßesten Lächeln, das sie geben konnte. „Ich habe nur gedacht... es stellt sich heraus, dass ein so kleiner Ring sehr schwer wiegt, nicht wahr, Richard?“Richard lachte leise, ein Lachen, das aufrichtig klang. „Natürlich ist er schwer, denn in ihm stecken Verantwortungen und Versprechen, die auch für uns schwer zusammen zu tragen sind.“Aurora stimmte mit einem verhaltenen Lachen ein, doch hinter diesem Lachen verbarg sich etwas, das sich tief in ihrem Herzen sehr schmerzhaft und stechend anfühlte. Versprechen. Verantwortung. Zwei Worte, di
Kapitel 63Aurora zuckte augenblicklich zusammen und schüttelte rasch den Kopf, als versuchte sie, die düsteren Gedanken zu vertreiben, die ihr kurz durch den Kopf gegangen waren. „Nein, natürlich nicht.“„Wenn du Reue empfindest oder dich unter Druck gesetzt fühlst, sag es jetzt, bevor alles noch weiter geht“, drängte Richard. Er wollte Aurora nicht besitzen, solange ihre Seele noch gefangen war.Aurora sah Richard an und zwang sich dann zu dem süßesten kleinen Lächeln, das sie aufbringen konnte. „Ich habe nur gedacht... es stellt sich heraus, dass ein so kleiner Ring sehr schwer wiegt, Richard.“Richard lachte leise, ein Lachen, das aufrichtig klang. „Natürlich ist er schwer, denn in ihm stecken Verantwortungen und Versprechen, die auch für uns schwer zusammen zu tragen sind.“Aurora stimmte mit einem verhaltenen Lachen ein, doch hinter diesem Lachen verbarg sich etwas, das sich tief in ihrem Herzen unglaublich schmerzhaft und stechend anfühlte. Versprechen. Verantwortung. Zwei Wort
Kapitel 62Aurora lachte leise, obwohl ihre Augen müde wirkten und voller Geheimnisse waren: »Weil du viel zu gut zu jemandem wie mir bist.«Richard stieß einen ruhigen Seufzer aus, bevor er nach Auroras Wange griff und sie liebevoll kniff – eine kleine Geste, die die Spannung zwischen ihnen löste: »Ich bin dein Verlobter, Rory. Es ist völlig normal, dass ich mich so um dich sorge und mich um dich kümmere.«Dieses Wort – Verlobter – traf Auroras Bewusstsein wie ein Schlag. Ihr Lächeln schwand für einen Moment und wurde durch eine schwere Last ersetzt, die auf ihr Herz drückte. Sie war in dieser Komödie bereits viel zu weit gegangen, und nun war sie an Bedingungen geknüpft, von denen sie nicht mehr zurücktreten konnte.Bevor Aurora antworten konnte, brach ein Klopfen an der Tür die Stille zwischen ihnen.»Herein«, sagte Richard in seinem gewohnt gebieterischen Ton.Die Tür öffnete sich langsam und Sean trat ein. In der Hand hielt er eine schwarze Papiertüte einer bekannten Luxusmarke s
Kapitel 61Aurora saß noch immer am Bett. Ihr Haar fiel locker herab und einige schwarze Strähnen verdeckten einen Teil ihres Gesichts, das noch immer erschöpft wirkte. Obwohl noch immer Schatten unter ihren Augen lagen, verweilte diesmal ein zartes Lächeln auf ihren Lippen, wann immer Richard sie ansah.Angelehnt an das Kopfteil des Bettes beobachtete Richard sie eine Zeit lang, als versuche er, jede Veränderung in ihren Gesichtszügen zu lesen.Aurora wirkte anders an diesem Morgen. Da waren keine stummen Tränen mehr wie die, die ihm in der vergangenen Nacht das Herz gebrochen hatten, und kein abwesender Blick mehr aus dem Fenster wie bei jemandem, der den Orientierungssinn im Leben verloren hatte. Obwohl die Farbe noch nicht vollständig auf ihre Wangen zurückgekehrt war, lag zumindest wieder ein Lebensfunke in ihren Augen.»Hast du wieder die ganze Nacht nicht geschlafen?«, fragte Richard sanft. Seine raue, liebevolle Stimme brach die Stille, während sein Daumen behutsam über ihren







