LOGINDer Verrat„Ist alles, was sie gerade gesagt hat, wahr?“Aria starrte Deucalion an. Ihre Lippen öffneten sich, aber kein Wort kam heraus. „Nein“, sagte sie schließlich. „Sie hat mich missverstanden.“Elena senkte den Blick. „Ich habe nichts missverstanden.“Aria drehte sich zu ihr um. „Du lügst!“„Genug“, sagte die Blackridge-Luna.Ihre Stimme brachte den Raum zum Schweigen. Sie sah Aria mit kaltem Gesichtsausdruck an. „Du wirst dich erklären, und du wirst mich nicht anlügen.“Aria schluckte. „Ich habe Elena nur gebeten, Deucalion Wein zu bringen.“„Warum?“„Ich wollte mit ihm sprechen.“„Das habe ich nicht gefragt.“Aria wandte den Blick ab. Die Luna trat näher. „Warum hast du etwas in diesen Wein getan?“Arias Gesicht wurde blass.Deucalions Augen verhärteten sich. „Du hast tatsächlich etwas hineingetan.“Aria sagte nichts.„Antworte ihm“, befahl die Luna.„Ja“, flüsterte Aria.Der Raum verstummte. Deucalion starrte sie an. „Was hast du in meinen Wein getan?“„Es war nur etwas, das
Die ErklärungDer Raum blieb nach Deucalions Frage wie erstarrt.„Bist du wirklich schwanger und ist das Kind von mir?“Elena stand nahe der Tür, den Blick gesenkt und die Hände fest vor sich zusammengeballt. Aria hielt das Laken noch immer an ihre Brust gedrückt. Die Luna von Blackridge stand zwischen ihnen und wartete schweigend.Deucalions Stimme war leise und beherrscht, als er erneut sprach. „Ich will eine vollständige Erklärung. Jetzt. Von Anfang an.“Elenas Lippen zitterten. Ihre Augen waren bereits voller Tränen. „Alpha … bitte … ich habe nur Befehle befolgt.“„Befehle? Von wem? Sprich“, befahl er.Sie holte zitternd Luft und begann.„An jenem Abend rief Luna Aria mich in ihr Zimmer. Ich dachte, sie bräuchte nur Hilfe bei etwas Einfachem. Als ich eintrat, stand sie am Tisch. Sie nahm eine Flasche Wein und reichte sie mir. Sie sagte mir, ich solle sie zu Ihnen in Ihr Arbeitszimmer bringen.“Arias Kopf schnellte nach oben.„So ist es nicht passiert. Sie verdreht alles—“„Sei sti
Die unterbrochene ZeremonieDer Raum war still, abgesehen von ihrem Atem und dem leisen Geräusch von Stoff, der über Haut glitt.Deucalion hatte Aria gegen das große Bett gedrückt, das für die Zeremonie vorbereitet worden war. Ihr festliches Kleid war bereits bis zu ihrer Taille heruntergeschoben, während die obere Hälfte offen herunterhing. Sein Mund bedeckte ihren in einem tiefen, hungrigen Kuss, während eine seiner großen Hände zwischen ihre Schenkel glitt.Aria stöhnte leise in seinen Mund, als seine Finger sie fanden.Zunächst streichelte er sie langsam und umkreiste mit seinem Daumen die empfindliche Stelle, bevor er zwei dicke Finger in sie schob. Er krümmte sie gegen die Stelle, die ihre Hüften dazu brachte, sich ihm entgegenzuheben und nach mehr zu verlangen.„Deucalion …“, flüsterte sie gegen seine Lippen, ihre Stimme bereits unsicher.Er küsste sie heftiger und bewegte seinen Mund an der Seite ihres Halses hinunter, wobei er sie unterwegs leicht biss. Mit seiner anderen Han
Das AngebotDie Tage in der Hütte fühlten sich langsam fast normal an.Ich wachte inzwischen jeden Morgen mit derselben Routine auf. Die Übelkeit war immer noch da, aber sie ließ sich bewältigen, wenn ich kleine Portionen der Ingwerkekse aß, die Emma auf dem Nachttisch aufbewahrte. Ich saß am Fenster mit einer Tasse schwachem Tee, meine Hand auf meinem wachsenden Bauch gelegt, und sprach leise mit den Zwillingen. Sie wurden größer. Manchmal spürte ich kleine Bewegungen, wie winzige Schmetterlinge in meinem Inneren. Dadurch fühlte sich alles noch realer an.Emma war immer für mich da. Sie sorgte dafür, dass ich mich ausruhte, aß und mich nicht überanstrengte. Abends verbrachten wir unsere Zeit damit, mein Luxus-Branding-Unternehmen zu planen. Ich hatte einen Namen ausgewählt: „Lumina“. Er bedeutete Licht. Etwas, das die Frau widerspiegelte, zu der ich wurde, nachdem ich der Dunkelheit des Laurent-Anwesens entkommen war.Doch die Angst verschwand nie ganz.Jedes Mal, wenn das Telefon kl
Das erste TrimesterDie Übelkeit traf mich jeden Morgen wie eine Welle.Ich wachte auf, noch bevor die Sonne aufging, und mein Magen rebellierte bereits. Ich schaffte es kaum bis ins Badezimmer, bevor ich auf die Knie sank und mich in die Toilette übergab. Der Geschmack war bitter. Mein Körper zitterte bei jedem Würgen. Als es endlich vorbei war, legte ich meine Stirn gegen das kühle Porzellan und atmete schwer.Emma war wieder direkt hinter mir und rieb mir sanft den Rücken, so wie sie es mittlerweile jeden Tag tat.„Genauso wie gestern?“, fragte sie leise.Ich nickte und spülte meinen Mund mit Wasser aus. „Schlimmer. Ich kann nichts bei mir behalten. Selbst Wasser macht mich krank.“Sie half mir zurück zur Couch und brachte mir eine kleine Tasse Ingwertee. Ich trank langsam daran und hoffte, dass ich mich dieses Mal nicht wieder übergeben würde. Das erste Trimester sollte das schwierigste sein, aber ich war nicht darauf vorbereitet gewesen, wie sehr es mich erschöpfen würde. In eine
Ein neues Leben aufbauen Ich sah Lydia lange an. Ihre Worte hallten immer wieder in meinem Kopf wider. „Du hast noch Zeit.“ Ich wusste, was sie von mir wollte. Sie wollte, dass ich das Einzige auslösche, was mich noch mit Deucalion verband, bevor diese Verbindung gefährlich werden konnte. Aber dieses Kind hatte nichts falsch gemacht. Ich legte eine Hand auf meinen Bauch. „Es tut mir leid, Lydia, aber ich werde das Baby behalten.“ Lydias Gesichtsausdruck verfinsterte sich. „Malia …“ „Nein.“ Ich schüttelte den Kopf. „Ich habe meine Entscheidung getroffen.“ „Du verstehst nicht, was du damit aufs Spiel setzt.“ „Ich verstehe genug.“ „Was, wenn Blackridge es herausfindet?“ „Dann werde ich damit umgehen.“ „Was, wenn Deucalion das Kind holen kommt?“ Ich sah ihr direkt in die Augen. „Dann werde ich dafür sorgen, dass er uns niemals findet.“ Lydia seufzte und setzte sich neben mich. „Du wirst deine Meinung wirklich nicht ändern?“ „Nein.“ Sie musterte mein Gesicht, bevor sie schl







