INICIAR SESIÓNChanel hat nichts. Keine Familie, kein Zuhause, keine Vergangenheit die es wert ist sich zu erinnern. Als sie auf Cassians Territorium stolpert, ist sie schockiert herauszufinden dass sie seine fatenlose Gefährtin ist. Das Problem: Sie ist menschlich, er ist ein Werwolf Alpha und solche Bindungen sollten nicht existieren. Dann taucht ihr Wolf auf. Ihre Kräfte erwachen. Und eine Hexe offenbart die unmögliche Wahrheit: Chanel ist die Reinkarnation von Prinzessin Seraphine, dem letzten Moonveil Wolf, und sie ist für ein Schicksal bestimmt das sie sich nie gewünscht hat. Als Veyron Dacre, der Zauberer den sie vor tausend Jahren besiegt hat, sein Siegel durchbricht, zerbricht alles. Er wird ihre Gedanken kontrollieren, ihren Sohn entführen und nichts wird ihn aufhalten ihre Blutlinie zu beanspruchen. Gefangen zwischen dem Mann den sie liebt und einem Schicksal das alles verlangt, muss Chanel wählen: Sich dem Schicksal ergeben oder für das Leben kämpfen das sie sich immer gewünscht hat selbst wenn es ihr alles kostet.
Ver másKapitel 7ChanelNach der Stimme am Fenster habe ich nicht viel geschlafen. Als der Himmel hell wurde, waren die Läden still geworden, und das Gold unter meiner Haut hatte sich wieder auf blasse Linien gelegt. Jemand hatte die Schlösser in der Nacht zweimal geprüft. Ich hörte die Schritte, öffnete die Tür aber nie.Der Morgen kam mit einem Klopfen, das nicht leise war. Cassian. Er stand im Flur und sah aus, als hätte er weniger geschlafen als ich.„Runter“, sagte er. „Das Rudel muss dich sehen. Besser, sie hören es von mir als von Gerüchten.“Ich folgte. Der Hauptraum des Rudelhauses war schon voll. Leute jeden Alters. Manche in normaler Kleidung. Manche rochen noch nach Wald. Tristan stand vorn bei Amara. Evelina beobachtete aus einer Ecke, die Arme verschränkt.Cassian hob die Stimme nicht. Musste er nicht. Der Raum wurde still, sobald er in die offene Fläche trat.„Das ist Chanel“, sagte er. „Sie steht unter Rudelschutz, solange sie ihn braucht. Niemand hinterfragt sie. Niemand geh
ChanelIch erinnerte mich nicht daran, gefallen zu sein.Eine Sekunde lang brannte das Gold unter meiner Haut, als wolle es raus. Als Nächstes wusste ich, dass der Boden unter meiner Wange war und jemand meinen Namen schrie. Amara. Dann Cassians Stimme, die sich hindurchschnitt, scharf und nah.Hände rollten mich auf den Rücken. Evelinas Gesicht schwamm über mir. Ihr Mund bewegte sich, aber die Worte kamen in Stücken. Irgendwas damit, dass der Schild zurückkämpfte. Irgendwas damit, dass mein eigenes Blut den Zauber nach innen drehte.Schmerz traf eine Sekunde später. Nicht die warme Art von zuvor. Das hier war tief. Als hätte jemand in meinen Kopf gegriffen und an Fäden gezogen, die nicht lockerkommen wollten. Ich versuchte zu sprechen. Es kam nur ein Laut. Klein. Gebrochen.„Halt sie fest“, schnappte Evelina. „Wenn sich die Magie falsch setzt, reißt sie komplett durch die Erinnerungszentren.“Cassians Hände schlossen sich um meine Schultern. Stetig. Warm. Der Zug in meiner Brust flam
Kapitel 5ChanelDas Glas war bis zum Morgen weg. Jemand hatte das Fenster verbrettert und den Boden gereinigt, während ich schlief. Ich fragte nicht, wer. Wollte nicht wissen, wie nah dieser schwarze Wolf gekommen war, bevor sie ihn aufgehalten hatten.Amara kam früh mit frischer Kleidung und einem stillen Blick. „Cassian will, dass das Gelände abgelaufen wird. Nur die sicheren Teile. Bevor…“ Sie beendete es nicht. Wir wussten beide, was bevor bedeutete.Ich folgte ihr hinaus. Die Luft roch nach nassen Blättern und Holzrauch. Das Silbermond-Gebiet erstreckte sich weiter, als ich erwartet hatte. Das Rudelhaus saß auf einer flachen Anhöhe, groß und fest, Fenster, die die Bäume beobachteten. Menschen bewegten sich darum herum, als gehörten sie dorthin. Manche nickten Amara zu. Ein paar starrten mich eine Sekunde zu lang an und sahen dann weg.Wir gingen nicht hinein. Kreisten nur den Trainingsplatz und den Pfad, der am Rand des dichteren Waldes entlanglief. Amara zeigte Dinge auf diese
Kapitel 4ChanelIch war seit drei Tagen in der Klinik. Oder vielleicht vier. Die Zeit wurde weich, wenn man viel schlief und jemand einem Essen brachte, ohne Fragen zu stellen.Amara machte es leicht. Sie drängte nie. Tauchte einfach mit Tee oder einem Buch auf oder saß auf dem Stuhl und redete über nichts Wichtiges. Wetter. Wie die Bäume nach Regen aussahen. Wie ihr Gefährte Tristan schnarchte, wenn er wirklich müde war. Kleine Dinge, die das Zimmer weniger wie einen Ort fühlten, an dem ich festsaß, und mehr wie irgendwo, wo ich atmen konnte.Ich fing an, ein bisschen zu helfen. Decken falten. Die Theke abwischen, wenn sie mit anderen Patienten beschäftigt war. Nichts Großes. Aber es fühlte sich gut an, etwas mit den Händen zu tun, das nicht Rennen oder Verstecken war.„Du kommst an“, sagte sie eines Nachmittags, während wir saubere Handtücher stapelten. „Das ist erlaubt, weißt du.“Ich zuckte mit den Schultern. „Ich bin nie lange genug irgendwo geblieben, um anzukommen. Fühlt sich











