Home / Romantik / Die Füchsin und der Jäger / Kapitel 3: Der Name den sie nie sagte

Share

Kapitel 3: Der Name den sie nie sagte

Author: Viv Rex
last update publish date: 2026-05-08 03:57:15

Ich gehe wieder in die Stadt.

Nicht weil ich es geplant hatte. Ich plante nichts. Aber der Abend kam und die Stille in meinem kleinen Haus war lauter als sonst. Die Wände schienen näher zu rücken. Der Spiegel in der Ecke, den ich nie benutze, schien mich anzusehen. Also zog ich meinen Mantel an und ging den Hügel hinab und jetzt stehe ich hier, mitten in Seoul, und tue so als ob ich einen Grund hätte.

Es ist später als beim letzten Mal. Die Straßen sind leerer. Der Regen hat aufgehört, aber die Luft ist noch feucht und schwer und riecht nach nassem Asphalt und den Resten von Essen aus den Garküchen die jetzt schließen. Ich mag diesen Geruch. Er ist ehrlich. Er verspricht nichts.

Ich gehe langsam. Ich habe keine Eile. Ich habe nie Eile.

Meine Schritte tragen mich durch Gassen die ich kenne und durch Straßen die neu sind. Neue Gebäude wo früher Felder waren. Neue Lichter wo früher Dunkelheit war. Die Stadt verändert sich alle zehn Jahre und ich verändere mich nicht und das ist der Unterschied zwischen uns. Die Stadt lebt. Ich existiere nur.

Ich biege in eine schmale Straße ein. Apotheke links. Kleine Bäckerei rechts. Ein paar Tische vor einem Café das geschlossen ist. Niemand sonst.

Niemand außer mir.

Und dann spüre ich es.

Es ist kein Geräusch. Es ist kein Geruch. Es ist ein Ziehen irgendwo tief in mir, etwas Altes, etwas das lange geschlafen hat und jetzt die Augen öffnet. Ein Jäger ist in der Nähe. Nicht irgendein Jäger. Einer der weiß was er tut. Einer der Dinge getötet hat die schwer zu töten sind. Ich rieche das Blut an ihm ohne ihn zu sehen. Altes Blut. Getrocknet und tief in den Stoff seiner Kleidung eingewebt und trotzdem noch da, noch warm, noch voller Geschichten die nicht gut endeten.

Ich bleibe stehen.

Mein Herz schlägt schneller und ich weiß sofort warum.

Es ist derselbe Jäger. Der von der anderen Nacht. Der mit dem dunklen Mantel und den scharfen Augen und dem Schwert das mich erkannt hat bevor er es tat.

Ich sollte weitergehen. Ich sollte nach Hause gehen. Ich sollte mich unsichtbar machen auf die Art wie nur mein Volk es kann und verschwinden bevor er mich sieht. Das wäre klug. Das wäre sicher. Ich habe dreihundert Jahre überlebt weil ich klug und sicher war.

Ich gehe nicht weiter.

Ich bleibe stehen und warte.

Warum warte ich?

Die Frage hat keine Antwort die mir gefällt. Also stelle ich sie nicht noch einmal.

Er kommt um die Ecke und sieht mich.

Er trägt das Schwert auf dem Rücken. Es ist in Stoff gewickelt aber ich weiß was darunter ist. Ich spüre es summen, ein leises Lied aus Metall und Magie das nur Wesen wie ich hören können. Seine Augen sind dunkel und müde. Er hat nicht geschlafen. Er schläft nie genug. Ich sehe es an der Art wie er blinzelt, an der leichten Verzögerung bevor seine Augen mich fokussieren. Schlafmangel macht Menschen langsam. Ihn macht er vorsichtig. Das ist interessant.

Wir stehen einander gegenüber. Fünf oder sechs Schritte Abstand. Die Straße zwischen uns ist nass und leer.

Er spricht zuerst.

"Sie sind die Frau von der Brücke."

Keine Frage. Eine Feststellung. Seine Stimme ist tiefer als ich erwartet hatte. Ruhig. Kontrolliert. Nichts darin was er nicht zeigen will.

Ich neige den Kopf. "Sie haben ein gutes Gedächtnis."

"Es war vorgestern. Kein gutes Gedächtnis nötig."

"Die meisten Menschen erinnern sich nicht an Fremde nach zwei Tagen."

"Ich bin nicht die meisten Menschen."

Das glaube ich ihm sofort.

Er mustert mich und ich lasse ihn. Ich habe nichts zu verbergen was er mit bloßen Augen sehen kann. Meine Schweife sind unsichtbar. Meine Energie ist gedämpft, gefaltet und tief innen verstaut wie ein Kleid das man nicht mehr trägt aber nicht wegwerfen kann. Ich sehe aus wie eine Frau. Nur eine Frau. Ein bisschen müde vielleicht. Ein bisschen zu dünn. Ein bisschen zu ruhig für jemanden der mitten in der Nacht allein auf einer leeren Straße steht.

Er sieht es trotzdem. Vielleicht nicht was ich bin. Aber dass ich etwas bin.

"Warum sind Sie nachts allein hier unterwegs?" fragt er.

"Ich könnte Sie dasselbe fragen."

"Sie haben es gerade getan."

Ich lächle ungewollt. Es ist winzig, nur ein Zucken an den Mundwinkeln, aber es ist da. Ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte Mal gelächelt habe.

"Spazieren", sage ich. "Ich gehe gern spazieren wenn die Stadt ruhig ist."

"Jede Nacht?"

"Nicht jede Nacht. Aber oft."

"Wo wohnen Sie?"

"Außerhalb."

"Außerhalb ist nicht sehr genau."

"Es ist so genau wie ich sein möchte."

Er starrt mich an. Ich starre zurück. Es ist kein Wettbewerb aber irgendwie fühlt es sich wie einer an. Zwei Menschen die beide zu viel verbergen und zu gut darin sind.

Dann tut er etwas das ich nicht erwarte.

Er entspannt die Schultern. Nur ein bisschen. Nur genug dass ich es sehe. Es ist ein Zugeständnis. Kein Rückzug aber ein Waffenstillstand.

"Es ist nicht sicher nachts allein", sagt er. "Es gibt Dinge in dieser Stadt die Sie nicht sehen wollen."

Ich sehe ihn an und sage nichts. Ich weiß genau welche Dinge er meint. Ich bin eines davon.

"Sie müssen sich keine Sorgen um mich machen", sage ich.

"Das war keine Sorge. Das war eine Warnung."

"Vor was?"

Er zögert. Einen Moment lang sieht er aus als ob er mehr sagen will. Als ob etwas hinter seinen Lippen darauf wartet ausgesprochen zu werden und es seit Jahren nicht durfte. Dann schüttelt er den Kopf und der Moment ist vorbei.

"Vergessen Sie es", sagt er. "Gehen Sie nach Hause."

Er will an mir vorbei gehen. Ich könnte ihn lassen. Sollte ihn lassen. Aber mein Mund öffnet sich bevor mein Verstand ihn aufhalten kann.

"Warten Sie."

Er bleibt stehen.

Ich weiß nicht was ich sagen will. Ich weiß nur dass er nicht gehen soll. Nicht noch nicht. Nicht bevor ich verstehe warum mein Herz immer noch zu schnell schlägt und warum die Luft um ihn herum wärmer ist als die Luft um mich.

"Wie heißen Sie?" frage ich.

Er dreht sich halb um. Sein Profil ist scharf gegen das schwache Licht der Straßenlaterne.

"Seojun. Ryu Seojun."

"Seojun", wiederhole ich. Der Name fühlt sich fremd an in meinem Mund und gleichzeitig vertraut. Als ob ich ihn schon einmal gesagt hätte. Vor langer Zeit. In einem anderen Leben.

"Und Sie?" fragt er.

"Miho."

"Nur Miho?"

"Nur Miho."

Er nickt langsam als ob er versteht was ich nicht sage. Vielleicht versteht er es wirklich. Vielleicht hat er auch einen Nachnamen den er nicht benutzt und eine Vergangenheit die er nicht teilt. Vielleicht sind wir beide Flüchtlinge vor Dingen die wir nicht laut sagen.

"Gute Nacht, Miho", sagt er.

"Gute Nacht, Seojun."

Er geht. Seine Schritte sind gleichmäßig und leise und verschwinden in der Dunkelheit zwischen zwei Laternen.

Ich stehe noch lange da nachdem er fort ist.

Der Regen kommt zurück. Ein feiner Sprühregen der alles weicher macht. Ich halte mein Gesicht in den Himmel und schließe die Augen.

Ich habe heute Abend mehr gesagt als in den letzten zwanzig Jahren. Ich habe meinen Namen gesagt. Meinen echten Namen. An einen Jäger. Einen Jäger der Kreaturen wie mich tötet ohne zu zögern.

Ich sollte Angst haben. Ich sollte die Hügel nie wieder verlassen. Ich sollte mich verstecken bis er mich vergisst.

Aber ich habe keine Angst.

Ich will ihn wiedersehen.

Das ist das Erste was ich fühle. Nicht das Zweite oder das Dritte. Das Erste. Ich will ihn wiedersehen. Ich will wissen warum seine Schultern so schwer sind. Ich will wissen was er jagt und warum er nicht schläft und warum seine Stimme so klingt als ob sie einmal fröhlich war und es vergessen hat.

Ich öffne die Augen.

Der Himmel über Seoul ist orange von all den Lichtern die sich darin spiegeln. Es ist keine echte Farbe. Es ist nur die Stadt die sich selbst beleuchtet. Aber es ist schön. Es war immer schön.

Zum ersten Mal seit langer Zeit fühle ich mich weniger allein ohne zu wissen warum.

Ich gehe zurück zu den Hügeln. Meine Schritte sind leicht. Mein Herz ist ruhig jetzt aber es ist eine andere Ruhe als vorher. Keine leere Ruhe. Eine volle Ruhe. Eine Ruhe die auf etwas wartet.

Zu Hause lege ich mich auf meine Matte und sehe an die Decke. Ich denke an seinen Namen. Seojun. Ich forme ihn lautlos mit den Lippen.

Ich schlafe und zum ersten Mal seit Monaten träume ich.

Ich träume von einem Mann mit einem Schwert der mich ansieht als ob ich kein Monster bin. Ich träume von einer Straße im Regen und einer Stimme die meinen Namen sagt. Ich träume von Wärme. Nur Wärme. Keine Handlung. Kein Gesicht am Ende. Nur Wärme die bleibt wenn ich aufwache und die Decke ansehe und mich frage was mit mir geschieht.

Draußen fängt ein Vogel an zu singen obwohl es noch dunkel ist.

Ich stehe auf und mache Wasser heiß für Tee den ich nicht trinken werde und setze mich ans Fenster und sehe zu wie die Stadt langsam hell wird.

Heute Nacht gehe ich wieder.

Ich weiß es mit einer Sicherheit die ich nicht erklären kann.

Heute Nacht werde ich ihn wiederfinden.

Continue to read this book for free
Scan code to download App

Latest chapter

  • Die Füchsin und der Jäger   Kapitel 45: Das Wiedersehen mit Minjae

    Seojun kommt später nach Hause als sonst.Ich sitze am Fenster und warte, wie ich immer warte. Der Jasmin duftet, die Stadt glitzert, und ich habe zwei Tassen Kaffee gemacht. Eine für ihn, schwarz. Eine für mich, mit Milch. Seine wird kalt, während die Minuten vergehen.Ich mache mir keine Sorgen. Nicht wirklich. Er ist ein erwachsener Mann, und die Jagd ist vorbei, und es gibt nichts mehr, das ihm in den dunklen Gassen auflauert. Aber ich bin es gewohnt, dass er pünktlich ist. Er ist immer pünktlich.Als die Tür aufgeht, steht er da mit einem Lächeln, das sein ganzes Gesicht erhellt."Entschuldige", sagt er. "Minjae hat mich aufgehalten.""Minjae?""Er wollte mir alles erzählen. Über die Vorlesungen, die Studenten, die Prüfungen. Und dann wollte er mir noch etwas anderes erzählen.""Was?"Seojun kommt zu mir und nimmt meine Hände. "Jiyoung ist schwanger. Wieder."Ich starre ihn an. "Ein zweites Kind?""Ein zweites Kind. Minjae ist so aufgeregt, dass er fast geweint hat.""Minjae wein

  • Die Füchsin und der Jäger   Kapitel 44: Die Rückkehr

    Der Zug hält am Hauptbahnhof von Seoul, und die Stadt empfängt uns mit Lärm und Lichtern und dem Geruch von gebratenem Reis und Abgasen. Ich habe das Meer noch in der Nase, das Salz auf der Haut, den Wind in den Haaren. Aber Seoul ist auch gut. Seoul ist Zuhause. Seojun trägt unsere Tasche, und ich halte seinen Arm. Wir gehen durch die Menge, und ich sehe, wie die Menschen ihn ansehen. Ein älterer Mann mit grauen Haaren, aufrecht, würdevoll, die Spuren eines Lebens im Gesicht. Und neben ihm eine Frau, die aussieht wie dreißig, die seine Tochter sein könnte. Ich sehe die Fragen in ihren Blicken. Ich ignoriere sie. "Woran denkst du?" fragt er. "Dass die Menschen sich fragen, was du mit einer so jungen Frau machst." "Sie sollen sich fragen. Die Antwort würde ihnen sowieso nicht gefallen." "Welche Antwort?" "Dass die junge Frau in Wirklichkeit dreihundertfünfzig Jahre alt ist und ich der Glückliche bin, den sie auserwählt hat." Ich lächle und drücke seinen Arm. "Du bist immer noch d

  • Die Füchsin und der Jäger   Kapitel 43: Der letzte Abend am Meer

    Am letzten Abend der Woche sitzen wir am Strand. Der Himmel ist klar, und die Sterne spiegeln sich im Wasser, als ob das Meer den Himmel verschluckt hätte und nicht mehr hergeben will. Wir haben eine Decke mitgebracht, und wir sitzen darauf, seine Jacke um meine Schultern, sein Arm um meine Taille. "Ich will nicht zurück", sage ich. "Ich auch nicht." "Warum können wir nicht einfach hierbleiben? Für immer?" "Weil zu Hause der Jasmin wartet. Und die Minze. Und der Kirschbaum." "Die können warten." Er lacht leise. "Du hast recht. Aber ich habe auch noch eine Vorlesung nächste Woche. Minjae kann nicht alles übernehmen." "Minjae ist ein guter Professor." "Ja. Das ist er." Ich lehne mich an ihn. "Was machen wir, wenn wir zurück sind?" "Das Gleiche wie immer. Kaffee trinken. Am Fenster sitzen. Dem Jasmin beim Wachsen zusehen." "Und nachts?" "Nachts..." Er dreht sich zu mir um, und seine Augen funkeln im Sternenlicht. "Nachts werde ich dich lieben. Wie jeden Abend. Wie jeden Morge

  • Die Füchsin und der Jäger   Kapitel 42: Die Woche am Meer

    Der zweite Tag beginnt mit Regen. Nicht dem wilden Sturm der ersten Nacht. Ein sanfter Regen, der gegen das Fenster trommelt und die Welt draußen grau und still macht. Ich wache auf, weil das Bett neben mir leer ist. Seojun steht am Fenster, nur mit einer Decke um die Schultern, und sieht auf das Meer hinaus. Ich bleibe liegen und beobachte ihn. Nach all den Jahren tut er mir das immer noch an. Dieser Drang, ihn einfach nur anzusehen. Die Art, wie er dasteht, den Kopf leicht geneigt, die Schultern entspannt. Die grauen Strähnen in seinem Haar, die im trüben Licht silbern schimmern. Er ist zweiundsechzig, und er ist immer noch der schönste Mann, den ich je gesehen habe. "Du starrst", sagt er, ohne sich umzudrehen. "Ich bewundere." "Das ist dasselbe." "Ist es nicht." Er dreht sich um und lächelt. "Komm her." Ich stehe auf, nackt, und gehe zu ihm. Er öffnet die Decke und wickelt mich mit ein, sodass wir beide eingehüllt sind, Haut an Haut, während der Regen gegen das Fenster schlä

  • Die Füchsin und der Jäger   Kapitel 41: Der Morgen danach

    Ich wache auf, weil seine Lippen auf meinem Nacken sind. Nicht sanft. Nicht zögernd. Bestimmt. Als ob er die ganze Nacht wach gelegen und darauf gewartet hätte, dass ich die Augen öffne. Seine Hand liegt auf meiner Hüfte, warm und schwer, und sein Atem ist heiß an meiner Haut. "Seojun", flüstere ich. "Endlich wach." Seine Stimme ist rau, dunkel, voll von etwas, das mich sofort elektrisiert. Ich drehe mich zu ihm um. Seine Augen sind schwarz vor Verlangen, und seine Haare sind zerzaust, und er sieht mich an, als ob ich das Einzige auf der Welt wäre, das er jemals wieder ansehen will. "Ich habe von dir geträumt", sagt er. "Was hast du geträumt?" Er antwortet nicht mit Worten. Er küsst mich, und der Kuss ist nichts von dem, was wir in den letzten Jahren geteilt haben. Er ist nicht sanft, nicht vertraut, nicht bequem. Er ist hungrig. Er ist fordernd. Er ist der Kuss eines Mannes, der nach fünfundzwanzig Jahren immer noch nicht genug hat. Seine Hände wandern über meinen Körper, als

  • Die Füchsin und der Jäger   Kapitel 40: Das fünfundzwanzigste Jahr

    ---Der Herbst kommt leise in diesem Jahr.Kein Sturm, kein plötzlicher Kälteeinbruch. Nur die Blätter, die sich langsam golden färben, und die Luft, die klarer wird, und die Abende, die früher dunkel werden. Ich sitze am Fenster und sehe zu, wie die Stadt unter mir ihre Lichter anzündet, eines nach dem anderen, wie jeden Abend.Seojun liegt im Bett.Er hat in den letzten Jahren viel geschlafen. Der Körper, der so stark war, so unermüdlich, wird müde. Die Knie, die früher den Berg hinaufliefen, tragen ihn kaum noch die Treppe hinauf. Die Hände, die ein Schwert hielten und einen Baum pflanzten und meine hielten, zittern jetzt manchmal.Aber seine Augen sind immer noch klar."Miho", sagt er leise.Ich stehe auf und gehe zu ihm. Er hat die Decke bis zur Brust hochgezogen, und sein weißes Haar breitet sich auf dem Kissen aus. Ich setze mich auf die Bettkante und nehme seine Hand. Sie ist kühl, aber er drückt meine Finger, leicht, aber fest."Ich bin hier.""Ich weiß."Er lächelt, dieses L

  • Die Füchsin und der Jäger   Kapitel 6: Die Wärme ihrer Hand

    Das Café ist fast leer als ich ankomme.Nur die müde Bedienung hinter der Theke und der alte Mann mit seiner Zeitung in der Ecke. Alles wie beim letzten Mal. Nur dass ich diesmal vor ihr da bin. Ich setze mich an denselben Tisch am Fenster und warte.Ich bin nicht gut im Warten. Warten bedeutet sti

  • Die Füchsin und der Jäger   Kapitel 5: Die Füchsin bei Tageslicht

    Ich sollte nicht hier sein.Die Sonne ist hell und warm auf meinem Gesicht und überall um mich herum sind Studenten. Sie lachen und reden und stoßen einander mit den Ellbogen an. Sie tragen Rucksäcke und halten Kaffeebecher und sehen aus wie Menschen die noch nicht genug gelebt haben um müde zu sei

  • Die Füchsin und der Jäger   Kapitel 4: Das Schwert vergisst nicht

    Ich sehe sie wieder.Nicht zufällig. Ich sage mir dass es Zufall ist aber ich lüge. Ich bin durch Mapo gelaufen seit es dunkel wurde. Ich bin an der Apotheke vorbei gegangen. An der Bäckerei. An dem Café mit den geschlossenen Tischen. Immer dieselbe Route. Immer zur selben Zeit. Ich habe sie gesuch

  • Die Füchsin und der Jäger   Kapitel 2: Der Jäger der nicht schlief

    Ich kann nicht schlafen. Das ist nichts Neues. Ich schlafe selten. Zwei oder drei Stunden wenn ich Glück habe. Vier wenn der Körper stärker ist als der Kopf. Heute Nacht ist der Kopf stärker. Ich sitze auf dem Boden meiner Wohnung und reinige das Schwert. Es braucht keine Reinigung. Ich habe es

More Chapters
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status