หน้าหลัก / Romantik / Die Füchsin und der Jäger / Kapitel 5: Die Füchsin bei Tageslicht

แชร์

Kapitel 5: Die Füchsin bei Tageslicht

ผู้เขียน: Viv Rex
last update วันที่เผยแพร่: 2026-05-08 04:06:49

Ich sollte nicht hier sein.

Die Sonne ist hell und warm auf meinem Gesicht und überall um mich herum sind Studenten. Sie lachen und reden und stoßen einander mit den Ellbogen an. Sie tragen Rucksäcke und halten Kaffeebecher und sehen aus wie Menschen die noch nicht genug gelebt haben um müde zu sein. Ich gehe zwischen ihnen hindurch und niemand sieht mich zweimal an.

Ich sollte nicht hier sein.

Aber ich bin hier.

Die Universität ist groß. Moderne Glasgebäude neben alten Backsteinbauten. Bäume mit Bänken darunter. Ein Brunnen der leise plätschert. Ich habe diesen Ort noch nie betreten und trotzdem fühlt er sich vertraut an. Nicht wegen der Gebäude. Wegen ihm.

Ich weiß dass er hier arbeitet. Ich habe es nicht gegoogelt. Ich besitze kein Telefon das googeln kann. Aber ich habe ihn beobachtet ohne es zu wollen. Seine Kleidung. Seine Haltung. Die Art wie er spricht. Er trägt die Autorität eines Menschen der es gewohnt ist dass andere zuhören. Lehrer. Professor. Irgendetwas mit Wissen das weitergegeben wird.

Also bin ich heute Morgen aufgestanden bevor die Sonne ganz da war und habe den Weg in die Stadt genommen. Nicht in die nächtlichen Straßen von Mapo. Sondern hierher. An einen Ort voller Licht und junger Stimmen und Leben das nichts mit der Dunkelheit zu tun hat die er jagt.

Ich möchte sehen wer er ist wenn er nicht jagt.

Ein Mädchen mit einem roten Rucksack rennt fast in mich hinein und entschuldigt sich mit einer Verbeugung die zu schnell ist um sie zu erwidern. Ich sehe ihr nach. Sie ist vielleicht zwanzig. Ihr ganzes Leben liegt vor ihr wie ein leeres Blatt. Sie weiß noch nicht dass manche Tinte unsichtbar ist und erst sichtbar wird wenn es zu spät ist.

Ich wende mich ab und suche weiter.

Das Geschichtsgebäude ist ein alter Bau mit roten Ziegeln und Efeu an der Südwand. Es riecht nach Papier und Staub und dem langsamen Vergehen von Zeit. Ich mag es sofort. Die Stille hier ist eine andere Stille als die der Hügel. Es ist die Stille von Dingen die erinnert werden wollen.

Ich finde seinen Hörsaal im zweiten Stock.

Die Tür ist geschlossen aber das kleine Fenster daneben erlaubt einen Blick hinein. Er steht am Pult. Er spricht. Seine Stimme ist ruhig und gleichmäßig und füllt den Raum ohne sich anzustrengen. Er trägt eine Brille die ich noch nie an ihm gesehen habe. Sie macht ihn jünger. Oder vielleicht nur menschlicher.

Ich lehne mich an die Wand neben der Tür und höre zu.

"...die Joseon Dynastie dauerte über fünfhundert Jahre. Sie überlebte Invasionen und Hungersnöte und innere Konflikte. Aber was sie am Ende zerstörte war nicht die äußere Bedrohung. Es war die Unfähigkeit sich zu verändern."

Eine Pause. Das Rascheln von Papier.

"Geschichte wiederholt sich nicht. Aber Menschen wiederholen sich. Immer wieder. Derselbe Stolz. Dieselbe Angst. Dieselbe Weigerung loszulassen was nicht mehr funktioniert. Das ist der Grund warum wir Geschichte studieren. Nicht um Daten zu lernen. Sondern um uns selbst zu erkennen wenn wir dieselben Fehler machen."

Ich schließe die Augen.

Seine Stimme ist anders hier. Heller. Lebendiger. Er spricht über die Vergangenheit als ob sie ihm etwas bedeutet. Als ob er sie nicht nur lehrt sondern versteht. Ich frage mich ob er weiß wie sehr er selbst Geschichte ist. Ein Sohn der den Vater verloren hat und weitermacht ohne zu wissen warum. Ein Jäger der jagt weil das Jagen das Einzige ist was ihm geblieben ist.

Die Tür geht auf.

Studenten strömen heraus und ich trete zur Seite. Sie beachten mich nicht. Ich bin nur eine Frau die an der Wand lehnt. Vielleicht warte ich auf jemanden. Vielleicht bin ich verloren. Es ist ihnen egal.

Dann kommt er.

Er bleibt in der Tür stehen als er mich sieht. Die Brille sitzt noch auf seiner Nase. In der Hand hält er ein Buch das er fast fallen lässt.

"Miho."

"Seojun."

"Was machen Sie hier?"

Seine Stimme ist nicht unfreundlich. Nur überrascht. Als ob ich ein Tier bin das er im Wald nicht erwartet hat. Ein Fuchs vielleicht. Ein Fuchs der nicht in sein Tageslicht gehört.

"Ich wollte sehen wo Sie arbeiten", sage ich. "Ich war neugierig."

"Neugierig."

"Ist das ein Problem?"

Er starrt mich an. Dann nimmt er die Brille ab und reibt sich die Augen mit Daumen und Zeigefinger. Eine müde Geste. Eine sehr menschliche Geste.

"Nein", sagt er. "Kein Problem. Nur unerwartet."

"Ich bin gern unerwartet."

"Das habe ich bemerkt."

Wir stehen im Flur und um uns herum werden die Stimmen der Studenten leiser während sie in andere Räume oder nach draußen verschwinden. Ein junger Mann mit Brille bleibt kurz stehen und sieht von Seojun zu mir und dann wieder zu Seojun. Seojun sagt nichts und der junge Mann geht schnell weiter.

"Sie haben keine Vorlesung mehr?" frage ich.

"Erst in zwei Stunden."

"Dann haben Sie Zeit."

"Zeit wofür?"

"Für einen Spaziergang. Ich möchte den Campus sehen. Sie können ihn mir zeigen."

Es ist keine Bitte. Es ist eine Feststellung. Ich weiß nicht woher dieser Mut kommt. Vielleicht von der Sonne. Vielleicht von seiner Stimme die ich durch die Tür gehört habe. Vielleicht von der Art wie er meinen Namen gesagt hat als ob er ihn nicht vergessen hat seit der letzten Nacht.

Er steckt die Brille in seine Tasche und das Buch unter den Arm.

"Kommen Sie", sagt er.

Wir gehen hinaus in die Sonne.

Der Campus ist schön. Alte Bäume werfen Schatten auf die Wege. Studenten sitzen im Gras und lesen oder schlafen oder reden leise miteinander. Es ist eine Welt die ich nicht kenne. Eine Welt die immer da war aber nie für mich.

"Unterrichten Sie gern?" frage ich.

Er geht ein paar Schritte bevor er antwortet. "Manchmal."

"Nur manchmal?"

"Wenn ein Student eine Frage stellt die zeigt dass er wirklich nachdenkt. Das passiert nicht oft. Aber wenn es passiert, dann ja. Dann unterrichte ich gern."

"Und die andere Zeit?"

"Die andere Zeit stehe ich da und sage Dinge die niemand hören will über eine Vergangenheit die niemand verstehen will. Aber es bezahlt die Rechnungen."

"Und es gibt Ihnen ein Leben das normal aussieht."

Er bleibt stehen. Dreht sich zu mir um. Seine Augen sind dunkel und prüfend.

"Woher wissen Sie das?"

"Weil ich dasselbe tue. Nicht mit einem Beruf. Aber mit meinem Mantel. Mit meiner Art zu gehen. Mit den Worten die ich wähle. Ich sehe normal aus. Mehr nicht."

"Was sind Sie wirklich?"

Die Frage hängt zwischen uns. Dieselbe Frage vom Café. Dieselbe Frage die ich nicht beantwortet habe.

"Heute nicht", sage ich. "Heute bin ich nur eine Frau die den Campus ansieht."

Er mustert mich lange. Dann nickt er.

"Also gut. Dann zeige ich Ihnen den Rest."

Wir gehen weiter. Er zeigt mir die Bibliothek. Den alten Glockenturm der nicht mehr läutet. Den kleinen Teich hinter dem Verwaltungsgebäude wo Enten schlafen. Er spricht leise und ich höre zu und die Sonne wandert langsam über den Himmel.

Es ist das Normalste was ich seit Jahrzehnten getan habe.

Es fühlt sich an wie ein Geschenk.

Am Teich setzen wir uns auf eine Bank. Die Enten interessieren sich nicht für uns. Das Wasser ist grün und still.

"Warum sind Sie wirklich gekommen?" fragt er.

Ich sehe auf das Wasser. "Ich wollte Sie bei Tag sehen."

"Warum?"

"Um zu wissen ob Sie anders sind."

"Bin ich es?"

Ich drehe mich zu ihm um. Die Sonne liegt auf seinen Schultern. Ohne die Dunkelheit der Nacht sieht er jünger aus. Weniger hart. Weniger wie eine Klinge die zu lange geschliffen wurde.

"Ja", sage ich. "Sie sind anders."

"Gut anders oder schlecht anders?"

"Nur anders. Heller. Als ob die Nacht eine Last ist die Sie ablegen wenn die Sonne aufgeht."

Er sagt nichts. Aber seine Hände die auf seinen Knien lagen entspannen sich.

"Sie sind auch anders", sagt er.

"Ich?"

"Bei Nacht sind Sie wie etwas das nicht ganz zu dieser Welt gehört. Etwas das jeden Moment verschwinden könnte. Bei Tag sind Sie..."

Er stockt.

"Was?"

"Real. Als ob Sie bleiben könnten. Wenn Sie wollten."

Ich atme ein. Die Luft ist warm und riecht nach Gras und Wasser und nach ihm. Nach Kaffee und Papier und dem leichten metallischen Geruch des Schwertes das er jetzt nicht trägt.

"Ich will vielleicht bleiben", sage ich leise. "Ich weiß nur nicht ob ich darf."

"Wer verbietet es Ihnen?"

Niemand. Jeder. Die Vergangenheit. Die Geister der Menschen die ich verloren habe. Die Angst die älter ist als diese Stadt. Ich selbst.

"Ich", sage ich. "Ich verbiete es mir."

Er sieht mich an und in seinen Augen ist etwas das ich nicht erwartet habe. Kein Mitleid. Kein Urteil. Nur Erkennen. Als ob er genau versteht was ich meine weil er dasselbe mit sich selbst tut.

"Vielleicht sollten wir beide aufhören uns Dinge zu verbieten", sagt er.

"Vielleicht."

Die Glocke des Glockenturms schlägt obwohl der Turm nicht mehr läutet. Ein anderer Glockenschlag von irgendwo anders. Er steht auf.

"Ich muss zurück. Die nächste Vorlesung."

"Natürlich."

Wir gehen zurück zum Geschichtsgebäude. Vor der Tür bleiben wir stehen.

"Danke für den Spaziergang", sage ich.

"Danke für die Überraschung."

"Sehen wir uns wieder?"

Es ist eine seltsame Frage. Wir haben uns dreimal getroffen und jedes Mal war es Zufall oder etwas das wie Zufall aussah. Aber jetzt frage ich direkt. Jetzt gebe ich zu dass ich ihn wiedersehen will.

"Morgen Abend", sagt er. "Das Café. Dieselbe Zeit."

"Ich werde da sein."

"Gut."

Er geht hinein und ich bleibe vor dem Gebäude stehen und sehe ihm nach durch die Glastür bis er in einem Seitenflur verschwindet.

Dann gehe ich zurück zu den Hügeln.

Die Sonne geht unter und der Himmel ist rosa und orange über Seoul. Ich gehe den vertrauten Weg hinauf zwischen den Bäumen und zum ersten Mal seit zweihundert Jahren wünsche ich mir dass der Weg kürzer wäre. Dass mein Haus näher an der Stadt läge. Näher an ihm.

Ich betrete mein kleines Haus und der Spiegel in der Ecke fängt mein Bild ein. Ich bleibe davor stehen. Ich sehe mich an. Mein Gesicht ist dasselbe wie seit dreihundert Jahren. Aber etwas in den Augen ist neu. Etwas das ich nicht gemalt habe.

Hoffnung.

Ich wende mich ab bevor ich es weiter ansehen kann.

Morgen Abend. Das Café. Ich werde da sein.

อ่านหนังสือเล่มนี้ต่อได้ฟรี
สแกนรหัสเพื่อดาวน์โหลดแอป

บทล่าสุด

  • Die Füchsin und der Jäger   Kapitel 45: Das Wiedersehen mit Minjae

    Seojun kommt später nach Hause als sonst.Ich sitze am Fenster und warte, wie ich immer warte. Der Jasmin duftet, die Stadt glitzert, und ich habe zwei Tassen Kaffee gemacht. Eine für ihn, schwarz. Eine für mich, mit Milch. Seine wird kalt, während die Minuten vergehen.Ich mache mir keine Sorgen. Nicht wirklich. Er ist ein erwachsener Mann, und die Jagd ist vorbei, und es gibt nichts mehr, das ihm in den dunklen Gassen auflauert. Aber ich bin es gewohnt, dass er pünktlich ist. Er ist immer pünktlich.Als die Tür aufgeht, steht er da mit einem Lächeln, das sein ganzes Gesicht erhellt."Entschuldige", sagt er. "Minjae hat mich aufgehalten.""Minjae?""Er wollte mir alles erzählen. Über die Vorlesungen, die Studenten, die Prüfungen. Und dann wollte er mir noch etwas anderes erzählen.""Was?"Seojun kommt zu mir und nimmt meine Hände. "Jiyoung ist schwanger. Wieder."Ich starre ihn an. "Ein zweites Kind?""Ein zweites Kind. Minjae ist so aufgeregt, dass er fast geweint hat.""Minjae wein

  • Die Füchsin und der Jäger   Kapitel 44: Die Rückkehr

    Der Zug hält am Hauptbahnhof von Seoul, und die Stadt empfängt uns mit Lärm und Lichtern und dem Geruch von gebratenem Reis und Abgasen. Ich habe das Meer noch in der Nase, das Salz auf der Haut, den Wind in den Haaren. Aber Seoul ist auch gut. Seoul ist Zuhause. Seojun trägt unsere Tasche, und ich halte seinen Arm. Wir gehen durch die Menge, und ich sehe, wie die Menschen ihn ansehen. Ein älterer Mann mit grauen Haaren, aufrecht, würdevoll, die Spuren eines Lebens im Gesicht. Und neben ihm eine Frau, die aussieht wie dreißig, die seine Tochter sein könnte. Ich sehe die Fragen in ihren Blicken. Ich ignoriere sie. "Woran denkst du?" fragt er. "Dass die Menschen sich fragen, was du mit einer so jungen Frau machst." "Sie sollen sich fragen. Die Antwort würde ihnen sowieso nicht gefallen." "Welche Antwort?" "Dass die junge Frau in Wirklichkeit dreihundertfünfzig Jahre alt ist und ich der Glückliche bin, den sie auserwählt hat." Ich lächle und drücke seinen Arm. "Du bist immer noch d

  • Die Füchsin und der Jäger   Kapitel 43: Der letzte Abend am Meer

    Am letzten Abend der Woche sitzen wir am Strand. Der Himmel ist klar, und die Sterne spiegeln sich im Wasser, als ob das Meer den Himmel verschluckt hätte und nicht mehr hergeben will. Wir haben eine Decke mitgebracht, und wir sitzen darauf, seine Jacke um meine Schultern, sein Arm um meine Taille. "Ich will nicht zurück", sage ich. "Ich auch nicht." "Warum können wir nicht einfach hierbleiben? Für immer?" "Weil zu Hause der Jasmin wartet. Und die Minze. Und der Kirschbaum." "Die können warten." Er lacht leise. "Du hast recht. Aber ich habe auch noch eine Vorlesung nächste Woche. Minjae kann nicht alles übernehmen." "Minjae ist ein guter Professor." "Ja. Das ist er." Ich lehne mich an ihn. "Was machen wir, wenn wir zurück sind?" "Das Gleiche wie immer. Kaffee trinken. Am Fenster sitzen. Dem Jasmin beim Wachsen zusehen." "Und nachts?" "Nachts..." Er dreht sich zu mir um, und seine Augen funkeln im Sternenlicht. "Nachts werde ich dich lieben. Wie jeden Abend. Wie jeden Morge

  • Die Füchsin und der Jäger   Kapitel 42: Die Woche am Meer

    Der zweite Tag beginnt mit Regen. Nicht dem wilden Sturm der ersten Nacht. Ein sanfter Regen, der gegen das Fenster trommelt und die Welt draußen grau und still macht. Ich wache auf, weil das Bett neben mir leer ist. Seojun steht am Fenster, nur mit einer Decke um die Schultern, und sieht auf das Meer hinaus. Ich bleibe liegen und beobachte ihn. Nach all den Jahren tut er mir das immer noch an. Dieser Drang, ihn einfach nur anzusehen. Die Art, wie er dasteht, den Kopf leicht geneigt, die Schultern entspannt. Die grauen Strähnen in seinem Haar, die im trüben Licht silbern schimmern. Er ist zweiundsechzig, und er ist immer noch der schönste Mann, den ich je gesehen habe. "Du starrst", sagt er, ohne sich umzudrehen. "Ich bewundere." "Das ist dasselbe." "Ist es nicht." Er dreht sich um und lächelt. "Komm her." Ich stehe auf, nackt, und gehe zu ihm. Er öffnet die Decke und wickelt mich mit ein, sodass wir beide eingehüllt sind, Haut an Haut, während der Regen gegen das Fenster schlä

  • Die Füchsin und der Jäger   Kapitel 41: Der Morgen danach

    Ich wache auf, weil seine Lippen auf meinem Nacken sind. Nicht sanft. Nicht zögernd. Bestimmt. Als ob er die ganze Nacht wach gelegen und darauf gewartet hätte, dass ich die Augen öffne. Seine Hand liegt auf meiner Hüfte, warm und schwer, und sein Atem ist heiß an meiner Haut. "Seojun", flüstere ich. "Endlich wach." Seine Stimme ist rau, dunkel, voll von etwas, das mich sofort elektrisiert. Ich drehe mich zu ihm um. Seine Augen sind schwarz vor Verlangen, und seine Haare sind zerzaust, und er sieht mich an, als ob ich das Einzige auf der Welt wäre, das er jemals wieder ansehen will. "Ich habe von dir geträumt", sagt er. "Was hast du geträumt?" Er antwortet nicht mit Worten. Er küsst mich, und der Kuss ist nichts von dem, was wir in den letzten Jahren geteilt haben. Er ist nicht sanft, nicht vertraut, nicht bequem. Er ist hungrig. Er ist fordernd. Er ist der Kuss eines Mannes, der nach fünfundzwanzig Jahren immer noch nicht genug hat. Seine Hände wandern über meinen Körper, als

  • Die Füchsin und der Jäger   Kapitel 40: Das fünfundzwanzigste Jahr

    ---Der Herbst kommt leise in diesem Jahr.Kein Sturm, kein plötzlicher Kälteeinbruch. Nur die Blätter, die sich langsam golden färben, und die Luft, die klarer wird, und die Abende, die früher dunkel werden. Ich sitze am Fenster und sehe zu, wie die Stadt unter mir ihre Lichter anzündet, eines nach dem anderen, wie jeden Abend.Seojun liegt im Bett.Er hat in den letzten Jahren viel geschlafen. Der Körper, der so stark war, so unermüdlich, wird müde. Die Knie, die früher den Berg hinaufliefen, tragen ihn kaum noch die Treppe hinauf. Die Hände, die ein Schwert hielten und einen Baum pflanzten und meine hielten, zittern jetzt manchmal.Aber seine Augen sind immer noch klar."Miho", sagt er leise.Ich stehe auf und gehe zu ihm. Er hat die Decke bis zur Brust hochgezogen, und sein weißes Haar breitet sich auf dem Kissen aus. Ich setze mich auf die Bettkante und nehme seine Hand. Sie ist kühl, aber er drückt meine Finger, leicht, aber fest."Ich bin hier.""Ich weiß."Er lächelt, dieses L

  • Die Füchsin und der Jäger   Kapitel 6: Die Wärme ihrer Hand

    Das Café ist fast leer als ich ankomme.Nur die müde Bedienung hinter der Theke und der alte Mann mit seiner Zeitung in der Ecke. Alles wie beim letzten Mal. Nur dass ich diesmal vor ihr da bin. Ich setze mich an denselben Tisch am Fenster und warte.Ich bin nicht gut im Warten. Warten bedeutet sti

  • Die Füchsin und der Jäger   Kapitel 4: Das Schwert vergisst nicht

    Ich sehe sie wieder.Nicht zufällig. Ich sage mir dass es Zufall ist aber ich lüge. Ich bin durch Mapo gelaufen seit es dunkel wurde. Ich bin an der Apotheke vorbei gegangen. An der Bäckerei. An dem Café mit den geschlossenen Tischen. Immer dieselbe Route. Immer zur selben Zeit. Ich habe sie gesuch

  • Die Füchsin und der Jäger   Kapitel 3: Der Name den sie nie sagte

    Ich gehe wieder in die Stadt. Nicht weil ich es geplant hatte. Ich plante nichts. Aber der Abend kam und die Stille in meinem kleinen Haus war lauter als sonst. Die Wände schienen näher zu rücken. Der Spiegel in der Ecke, den ich nie benutze, schien mich anzusehen. Also zog ich meinen Mantel an u

  • Die Füchsin und der Jäger   Kapitel 2: Der Jäger der nicht schlief

    Ich kann nicht schlafen. Das ist nichts Neues. Ich schlafe selten. Zwei oder drei Stunden wenn ich Glück habe. Vier wenn der Körper stärker ist als der Kopf. Heute Nacht ist der Kopf stärker. Ich sitze auf dem Boden meiner Wohnung und reinige das Schwert. Es braucht keine Reinigung. Ich habe es

บทอื่นๆ
สำรวจและอ่านนวนิยายดีๆ ได้ฟรี
เข้าถึงนวนิยายดีๆ จำนวนมากได้ฟรีบนแอป GoodNovel ดาวน์โหลดหนังสือที่คุณชอบและอ่านได้ทุกที่ทุกเวลา
อ่านหนังสือฟรีบนแอป
สแกนรหัสเพื่ออ่านบนแอป
DMCA.com Protection Status