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Kapitel 3

Author: Self-love
last update publish date: 2026-09-03 14:14:36

Vor zwei Monaten (Rückblende)

Am frühen Morgen rüttelte Isabella an Ashley, die noch tief und fest schlief, und drängte sie aufzuwachen.

„Schwesterherz, heute ist dein besonderer Tag! Wach auf und lass uns feiern!“, rief Isabella aus und täuschte Vorfreude vor.

Ashley brummte genervt, als sie sich aufrichtete, verärgert über die Störung. „Was willst du, Isabella? Hast du nichts Besseres zu tun, als meinen friedlichen Schlaf zu ruinieren? Bist du fest entschlossen, alles zu zerstören, einschließlich meiner Ruhe?“

Isabella wirkte verletzt von Ashleys Worten, schmollte und ließ ihre Augen voll Tränen laufen. „Ash, ist es so schwer für dich zu sehen, dass ich versuche, unsere Beziehung zu verbessern? Warum siehst du mich immer nur im schlechtesten Licht?“

Ashley war vor den Kopf gestoßen. Isabella war eine Meisterin des Schauspiels und spielte stets das Opfer.

„Sag mir einfach, warum du in mein Zimmer gekommen bist, Isabella“, seufzte Ashley neugierig.

Isabella lächelte und enthüllte ihren Zweck. „Heute ist dein Geburtstag, Ash. Und weißt du was? Ich schmeiße heute Abend um Punkt 19:00 Uhr eine Party für dich im Plaza Hotel“, verkündete Isabella fröhlich.

„Isabella, was für ein Spiel spielst du diesmal? Ich bin deine Tricks leid. Bitte lass mir einfach einen einzigen friedlichen Tag“, flehte Ashley frustriert.

Sie fuhr sich mit den Fingern durch ihr langes, schwarzes, lockiges Haar – eine Quelle des Neids für Isabella.

„Komm schon, Ash. Ich verspreche dir, dass ich keine Spiele oder Tricks spiele. Ich weiß, dass wir nicht die beste Beziehung hatten, und ich verstehe, wenn du mir nicht vertraust. Aber ich möchte, dass wir echte Schwestern sind. Deshalb veranstalte ich diese Party als eine Art Entschuldigung und als Neuanfang für unsere schwesterliche Beziehung“, sagte Isabella aufrichtig.

Ashley starrte Isabella an, misstrauisch gegenüber ihrer plötzlichen Freundlichkeit. Isabella hatte ihr gegenüber noch nie solche Großzügigkeit gezeigt, es sei denn, sie verfolgte Hintergedanken.

Da Ashley ihren Geburtstag in den letzten zwei Jahren jedoch nicht gefeiert hatte, zog sie in Betracht, Isabella Angebot anzunehmen.

Sie stieg aus dem Bett und umarmte Isabella, während sie versuchte, den Gedanken an eine echte schwesterliche Verbindung zuzulassen.

Ohne dass Ashley es ahnte, trug Isabella ein teuflisches Lächeln auf dem Gesicht. Alles lief nach Plan.

„Danke, Isa“, sagte Ash, obwohl sie immer noch Zweifel an der Geburtstagsparty hegte. Aber als Geburtstagskind fühlte sie sich verpflichtet, zu erscheinen.

„Gern geschehen, Schwesterherz. Jetzt mach dich bereit, heute Abend zu strahlen, denn ich habe auch deinen James eingeladen“, sagte Isa und schien sich scheinbar aufrichtig für ihre Schwester zu freuen.

„Oh, ich hätte es fast vergessen, Ash. Papa, Mama und ich haben dir ein Geburtstagskleid als Geschenk gekauft“, fügte Isabella hinzu und zeigte ihr das Kleid, das sich in der großen Schachtel befand, die sie für Ashley hielt.

Mit einem Lächeln leuchteten Ashleys Augen beim Anblick des Kleides auf. „Es ist absolut wunderschön“, murmelte sie.

Ohne dass Ashley es merkte, behielt Isabella ihr hämisches Süffisanz bei.

„Es ist noch viel Zeit bis zur Party. Warum amüsierst du dich nicht einfach noch ein bisschen, denn dein Leben wird sich nach heute Abend garantiert verändern“, sagte Isa und täuschte Freude vor.

Ashleys gefiel Isas letzte Aussage gar nicht.

„Was meinst du damit, Isa?“, fragte Ashley und runzelte die Stirn.

„Ach komm schon, Ash, ich meinte damit nur, dass unsere Leben von heute Abend an unzertrennlich sein werden“, erklärte Isa und tischte ihr eine weitere Lüge auf.

Ashley nickte einfach verständnisvoll.

„Alles klar dann, Ash, ich gehe jetzt, damit ich mich fertig machen kann, okay?“, sagte Isabella, umarmte Ashley noch einmal und verließ das Zimmer.

Als Isabella nach der Türklinke griff, schwang die Tür auf. Herr Miller trat ein, begleitet von Frau Green.

„Alles Gute zum Geburtstag, Prinzessin. Ich habe gehört, du feierst dieses Jahr mit Stil. Ich wünschte, ich könnte bei dir sein, um deinen besonderen Tag mit dir zu feiern“, sagte Herr Miller zu Ashley mit liebevoller Stimme, was ihr Tränen in die Augen trieb.

Ashley umarmte ihren Vater fest. „Danke, Papa“, sagte sie mit bewegter Stimme.

Frau Green und Isabella kochten vor Wut, als sie diesen Vater-Tochter-Moment miterlebten. „Alles Gute zum Geburtstag, Ash“, sagte Frau Green und unterbrach ihre Umarmung absichtlich. Es fühlte sich für sie wie eine Ohrfeige an, einzusehen, dass ihr Ehemann sie niemals so sehr lieben würde wie seine Tochter.

Isabella verließ als Erste Ashleys Zimmer. Sobald sie die Tür hinter sich geschlossen hatte, konnte sie sich ein Kichern nicht verkneifen. „Oh, meine arme Schwester Ashley, heute Abend beginnt dein Albtraum“, lächelte sie süffisant und machte sich auf den Weg in ihr Zimmer, um sich schnell fertig zu machen.

PLAZA HOTEL

Als die Uhr 20:29 Uhr schlug, war die Party im Plaza Hotel in vollem Gange. Ashley scannte den Raum, aber von ihrem Freund oder Isabella war keine Spur zu sehen.

Sie beschloss, den Tanzsaal zu verlassen, um nach ihnen zu suchen, geriet unterwegs jedoch ins Stolpern. Zudem konnte sie nicht verstehen, was mit ihr los war, war aber schlau genug zu begreifen, dass etwas nicht stimmte.

Ihr Getränk war höchstwahrscheinlich mit einer Droge versetzt worden.

Sie schüttelte den Kopf und versuchte, ihre verschwommene Sicht zu klären.

Sie näherte sich den Türen der Hotelzimmer und versuchte, sie eine nach der anderen zu öffnen, jedoch ohne Erfolg, da ihr die Schlüsselkarte fehlte.

Nach einer Weile versuchte sie es erneut und hörte das Geräusch von Stöhnen und gegeneinander prallenden Körpern.

Ihre Welt brach zusammen, als sie die Tür aufstieß, die überraschenderweise nicht richtig verschlossen gewesen war.

Dieses Stöhnen stammte von ihrem Freund und ihrer Stiefschwester, die vor Ashleys bloßen Augen hemmungslosen Sex hatten.

Mit gebrochenem Herzen und voller Tränen schlich Ashley lautlos davon und weigerte sich, sie auch nur einen Blick auf sich werfen zu lassen.

DIE FAMILIE WESTWOOD

Auf der gegenüberliegenden Seite desselben Hotels kam die Familie Westwood zusammen.

Diese Familie, die als die reichste des Landes galt, besaß eine Vielzahl von Unternehmen und Immobilien auf der ganzen Welt.

Zusammenkünfte im Plaza Hotel waren für die Westwoods zu einem gewohnten monatlichen Ereignis geworden.

Fest entschlossen, die Position des CEO bei DWC einzufordern, konnte Steve Westwood nicht begreifen, warum seine Großeltern das Unternehmen unerklärlicherweise an David Westwood übergeben hatten – seinen verhassten Cousin.

David besaß bemerkenswerte Fähigkeiten und erreichte dank seines scharfen Verstands und seiner Durchsetzungskraft konsequent das, was die meisten für unmöglich hielten.

Unbeirrbar konzentrierte David all seine Zeit und Energie auf das Familienunternehmen.

Als er vor fünf Jahren die Kontrolle über das Unternehmen übernahm, befand es sich aufgrund von Steves Misswirtschaft und dem unsachgemäßen Umgang mit Unternehmensgeldern in einem kritischen Zustand. Zu jener Zeit war Steve der amtierende CEO gewesen.

Angetrieben von seiner Unreife beschlossen Steves Großeltern, das Unternehmen David, seinem Cousin, zu übertragen.

David erwies sich als weitaus fähiger und kompetenter als Steve.

Er tat alles in seiner Macht Stehende, um das Unternehmen zu retten, das durch Steves Handlungen kurz vor dem Zusammenbruch gestanden hatte.

Steve ließ ihm jedoch nie den Frieden, den er verdient hatte; er schmiedete ständig Pläne gegen David, um die CEO-Position zurückzuerlangen.

Einmal mehr hatten Steves Eltern für heute ein Familientreffen einberufen, mit dem einzigen Tagesordnungspunkt, David davon zu überzeugen, das Unternehmen an Steve zu übergeben – doch ihre Bemühungen waren stets vergebens.

David hatte kein Interesse daran, an dem heutigen Treffen teilzunehmen, da er es für Zeitverschwendung hielt.

Seine Großeltern flehten ihn jedoch an, sich ihnen anzuschließen, und versprachen, dass es das letzte Mal sein würde, dass sie ihn einer solch unnötigen Zusammenkunft aussetzen würden. Da er seinen Großeltern keinen Wunsch abschlagen konnte, nahm David widerstrebend teil.

Am Hoteleingang trafen David und seine Großeltern auf Steve und dessen Eltern.

David bewahrte eine Miene der Gleichgültigkeit, was Steves Wut nur noch mehr anfeuerte.

Steve trat an David heran und legte seine rechte Hand auf die Schulter seines Cousins.

„Wage es nicht, mich anzufassen“, warnte David ihn eiskalt.

„Tsk tsk tsk, oh lieber Cousin, sei doch nicht so kleinlich. Denk daran, wir sind Familie. Oh, ich sehe deine Eltern hier gar nicht. Sind sie noch nicht von ihren Reisen zurückgekehrt? Wie konnten sie dich nur auf diese Welt bringen und dich dann einfach vergessen? Tsk tsk.“

Steve stichelte in der Hoffnung auf eine Reaktion von David. Zu seinem Bedauern feststellend, schien David Steves Spott nicht im Geringsten zu kümmern, was Steve nur noch mehr erzürnte.

Unter seinem Atem knurrte Steve David an, hob sein höheres Alter hervor und erhob Anspruch auf DWC.

In einem kalten, unerschütterlichen Ton entgegnete David und forderte Steve heraus, das zurückzufordern, was angeblich ihm gehörte.

Steves Reaktion war jedoch absolut düster, als er hämisch lächelte und David versicherte, dass er nicht nur DWC verlieren, sondern bis zum Ende ihres bevorstehenden Treffens auch völlig vergessen sein würde. Mit einer geflüsterten Drohung ließ Steve David am Eingang stehen, der verwirrt und unsicher war, was Steve geplant hatte.

Als David über das bevorstehende Familientreffen nachdachte, überkam ihn ein Gefühl der bösen Vorahnung. Obwohl er die genaue Ursache nicht benennen konnte, wusste er tief in seinem Inneren, dass etwas Unheilvolles bevorstand.

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