LOGINAls Ashley sich dem Ausgang ihres Zimmers näherte, hielt sie abrupt inne und lenkte ihre Aufmerksamkeit wieder auf Isabellas unerwartete Aussage.
„Meine liebe, erbärmliche Schwester, warum siehst du mich so an? Ja, du hast richtig gehört. James und ich verloben sich, Ash“, erklärte Isabella mit einem selbstgefälligen Süffisanz. Zuzusehen, wie Ashley die Worte fehlten, bereitete ihr Freude. Ashley hingegen fühlte sich zutiefst verraten und verletzt. Wenn Isabella und James an ihrem Geburtstag keinen Sex gehabt hätten, wäre sie nicht im Zimmer eines Fremden gelandet und hätte nicht mit ihm geschlafen. All ihr Unglück entsprang Isabella und ihrer fünfjährigen Beziehung mit James. Der Schmerz war unerträglich. Doch Ashley wollte Isabella nicht die Freude gönnen, sie leiden zu sehen. Sie stieß ein sarkastisches Lachen aus, sehr zur Überraschung von Isabella. „Na dann, herzlichen Glückwunsch an das ekelhafteste Paar, das es gibt. Meine Stiefschwester und mein Freund seit fünf Jahren, die an meinem Geburtstag miteinander geschlafen haben. Absolut abstumpfend und widerlich. Weißt du was, Isa...“, Ashley trat näher an Isabella heran und flüsterte ihr ins Ohr: „Du bist die einzige Person, die ein benutztes Stück Toilettenpapier wertschätzen wird.“ Ashley ließ eine kochende Isabella in ihrem Zimmer zurück. Isabella war sowohl schockiert als auch vor den Kopf gestoßen. Es spielte keine Rolle, ob Ashley sie und James im Bett gesehen hatte; was sie vielmehr beunruhigte, war die Frage, warum Ashley all die Zeit darüber geschwiegen hatte. Sie folgte Ashley nach unten, wohlwissend, dass James bald zu Besuch kommen würde. Isabella wollte nicht, dass James und Ashley ohne ihr Wissen ein Gespräch führten. Als Ashley das Ende der Treppe erreichte, erblickte sie ihren gefühllosen Vater, der auf seinem Stuhl in der Diele saß. Frau Green saß neben ihm. Ashley spürte einen Stich im Herzen, als sie beobachtete, wie ihr Vater sie wie eine Fremde behandelte. „Ash, meine Liebe, hast du überhaupt Geld? Wenn du finanzielle Hilfe brauchst, bin ich bereit, dir etwas zu geben“, erkundigte sich Frau Green hämisch. Frau Greens Scheinheiligkeit rief bei Ashley Übelkeit hervor. Sie war sich sicher, dass sowohl Frau Green als auch Isabella einen Oscar gewinnen könnten, wenn sie Schauspielerinnen wären. „Wage es nicht, ihr Geld zu geben. Sie soll sich gefälligst an den Vater ihres ungeborenen Kindes wenden, um Unterstützung zu bekommen“, schnauzte Herr Miller seine Frau an. Ashley war von den Bemerkungen ihres Vaters keineswegs überrascht. Sie wusste, dass er zu noch Schlimmerem fähig war, und es schmerzte. Es tat ihr weh, dass ihr leiblicher Vater sie wie Abfall behandelte. Dennoch wollte sie ihnen nicht die Genugtuung gewähren, ihren Zusammenbruch mitzuerleben. „Frau Green, falls Sie an selektiver Amnesie leiden, lassen Sie mich Sie daran erinnern, dass...“, sie hielt inne, ein stählernes Entschlossenheit lag in ihren Augen. Mit einem bösen Lächeln auf dem Gesicht rief Ashley aus: „All diese luxuriösen Dinge, das Haus, das der Firma Miller gehört, und das Geld, das Sie genießen – das stammt alles von MEINER MUTTER!“ Entschlossen, ihre Unabhängigkeit zu behaupten und jedem seinen Platz zuzuweisen, hatte Ashley beschlossen, das Haus zu verlassen, das ihre Mutter für sie und den Mann gebaut hatte, der behauptete, ihr Vater zu sein. Herr Miller, der den Drang verspürte, Ashley erneut zu schlagen, hielt abrupt inne, als er ihre Worte hörte. „Nur zu, schlag mich ruhig, das ist schließlich das Einzige, wozu du fähig bist. Warum hörst du auf? Macht es dir denn keine Freude, deine Mätresse und dein uneheliches Kind zufriedenzustellen, indem du mich schlägst?“, schrie Ashley ihren Vater aufbegehrend an, nachdem sie endlich ihre Grenze erreicht hatte. „Wie kannst du nur so mit deinem Vater sprechen, Ashley?“, schaltete sich Frau Green ein, in der Hoffnung, die Situation zu beruhigen. Mit einem sarkastischen Lachen antwortete Ashley Frau Green: „Es scheint, als hätten Sie den Bezug zur Realität verloren, Frau Green. Haben Sie vergessen, dass dieser Mann vor mir mich erst vor kurzem verstoßen hat? Ich bin nicht mehr seine Tochter, erinnern Sie sich? Und lassen Sie mich fragen: Habe ich etwas Falsches gesagt? Ist es nicht wahr, dass er meine Mutter geheiratet hat, als er nichts hatte und mittellos war?“ Eine einzelne Träne lief aus Ashleys Auge, als sie zu Ende gesprochen hatte. Herr Miller konnte seine Wut nicht mehr unter Kontrolle halten und schlug Ashley erneut ins Gesicht. Seine Frustration entsprang der schmerzhaften Erinnerung an seine Vergangenheit. Ashley begann bereits darüber nachzudenken, ihre Ohren untersuchen zu lassen, da sie an einem einzigen Tag so viele Ohrfeigen kassiert hatte. Dennoch weigerte sich Ashley, nachzugeben. „Wow, Herr Miller, die Wahrheit brennt wirklich, nicht wahr?“, entfesselte Ashley ihre brennende Wut auf ihren Vater. „Schämst du dich für deine Vergangenheit? Schämst du dich dafür, die Frau verraten zu haben, die dir geholfen hat, als du niemand warst? Ist dir überhaupt bewusst, dass du irgendwo ein uneheliches Kind hast, das hinter ihrem Rücken gezeugt wurde?“ „RAUS HIER, JETZT!“, schrie Herr Miller. „Ich bin schon unterwegs. Ich hoffe, der Geist meiner Mutter wird euch alle bis ins Grab verfolgen“, spie Ashley aus, bevor sie sich umdrehte, um das Haus zu verlassen. Als die Türklingel läutete, kümmerte sich Ashley nicht darum, wer auch immer zu Besuch war. Isabella jedoch, die erkannte, dass James an der Tür war, eilte schnell herbei, um zu öffnen. Isabella fluchte leise vor sich hin und hoffte verzweifelt, dass sich die Wege von Ashley und James nicht kreuzen würden. Unglücklicherweise war das Glück nicht auf ihrer Seite. Als Ashley hinabsah, erblickte sie unerwartet ihren Ex-Freund aus fünf Jahren Beziehung und seine Schwester, die einmal ihre engste Freundin gewesen war. Obwohl sie schockiert war, schaffte sie es, ihre Gefühle zu verbergen, und ging an ihnen vorbei, ohne ihre Anwesenheit zu würdigen. Nachdem sie genug Demütigungen von ihrer Familie erlitten hatte, wollte sie keine Zeit mehr an sie verschwenden. James erkundigte sich bei Ashley, ob sie das Haus verlasse, als er sie mit den Taschen bemerkte. Als Reaktion darauf wurde Ashley von Wut überwältigt. Wie konnte er es wagen? „Zu deiner Information: Du wirst mich gefälligst mit Ashley ansprechen. Zudem geht es dich absolut überhaupt nichts an, ob ich dieses Haus verlasse oder nicht“, entgegnete Ashley scharf. Wenn James und ihre Stiefschwester sie nicht verraten hätten, wäre keines dieser unglücklichen Ereignisse eingetreten. Sie hätte nicht mit einem Fremden intim werden müssen und wäre nicht im zarten Alter von achtzehn Jahren schwanger geworden. „Ashley, bitte hör auf, so unhöflich zu sein. James hat sich lediglich aus aufrichtiger Sorge um dein Wohlergehen erkundigt“, verteidigte Isa James, während ihre Worte von gespielter Verletztheit durchdrungen waren. „Fürchte dich nicht, Isa. Ashleys Verhalten entspringt einfach ihrer Scham über ihre eigenen Taten, weshalb sie meinem Bruder nicht einmal mehr in die Augen sehen kann“, spottete Cassandra, James' Schwester und Ashleys engste Freundin. Ashley konnte ihren Ohren kaum glauben; sie blieb wie angewurzelt stehen. Es entsprach unbestreitbar der Wahrheit, dass man seine wahren Feinde erst in Zeiten der Not erkennt. Sie drehte ihren Körper herum, um all jenen ins Gesicht zu sehen, die dafür verantwortlich waren, ihr Leben unerträglich zu machen, und prägte sich jedes einzelne ihrer Gesichter ein. Sie schwor sich, dass sie sich eines Tages an ihnen rächen und es ihnen zehnfach heimzahlen würde. „Cassandra, deine Meinung über mich könnte mir nicht gleichgültiger sein. Ich besitze wenigstens den Anstand, mich nicht auf solch schamlose Handlungen einzulassen wie dein verblödeter Bruder und meine törichte Schwester, die an meinem Geburtstag im Hotel ihren eigenen Gelüsten nachgegangen sind“, höhnte Ashley. Ashley lächelte süffisant, als sie das nach Luft Schnappen ihres Vaters und Frau Greens hörte. Schockierte Ausrufe kamen von Cassandra, als hätte Ashley ihr einen physischen Schlag ins Gesicht versetzt. „Was meint sie damit, Isabella?“, verlangte Herr Miller verärgert zu wissen. Aber das war Ashleys geringste Sorge. Als wären die Naturgewalten selbst gegen sie eingestellt, begann es in Strömen zu regnen, sobald sie das Haus verlassen hatte. Ashley fühlte sich elend und einsam, während sie über ihre Lage als Achtzehnjährige nachdachte – mit einem Kind in ihrem Leib, ohne Geld und ohne Zufluchtsort. Sie kniete draußen vor dem Haupttor ihres Hauses nieder und ergab sich den Tränen. Ihr Weinen steigerte sich bald zu einem lauten Jammern. Sie war von ihrem Vater verstoßen worden – demjenigen, der sie bedingungslos hätte lieben sollen. Ihr Herz schmerzte unerträglich. Obwohl sie vor ihrer Familie eine Fassade der Stärke aufrechterhalten hatte, verstand nur sie selbst die wahre Tiefe ihres inneren Aufruhrs. Direkt neben der Stelle, an der sie weinte, parkte ein luxuriöses Auto, in dem ein Mann saß, der das erbärmliche Mädchen im Regen diskret beobachtete, ohne dass sie es ahnte.Ashley und Kennedy shoppten, als gäbe es kein Morgen. Da Ashley rumgejammert hatte, wie langweilig David beim Anprobieren gewesen war, hatte sie beschlossen, die Runde mit Ken einfach noch einmal von vorne zu beginnen. Es dauerte fast drei Stunden, bis sie endlich fertig waren – drei Stunden, in denen David und Brian zutiefst bereuten, sie überhaupt begleitet zu haben. „Alter, ich hätte wirklich nicht protestieren sollen, als Ashley mir angeboten hat, mit Hasi shoppen zu gehen... Verdammt, mir tut der Arsch weh!“, beschwerte sich Brian leise flüsternd bei David, der genauso erschöpft war wie sein Kumpel. „Xander wäre an meiner Stelle definitiv die bessere Wahl gewesen. Wie dem auch sei – ich bin einfach nur froh, dass sie endlich fertig sind. Verdammt, die führen sich nicht nur kindisch auf, die sind im Grunde noch Kinder“, zischte David genervt, was Brian zum Kichern brachte. „Brian, warum lachst du? Heißt das etwa, dass mein Anzug doch nicht gut aussieht?“, beschwerte sich Ke
„Kennedy?“ „Brian?“ Sowohl David als auch Ashley waren zutiefst überrascht, die beiden zusammen anzutreffen. Zwischen ihnen schien sich etwas anzubahnen, doch wann immer man sie danach fragte, wiegelten sie stets ab. Auch Ken und Brian schienen die beiden nun bemerkt zu haben und kamen mit einem verlegenen Lächeln auf sie zu. „Hey Mann... Was geht?“, begrüßte Brian David mit einer kurzen Umarmung und einem Klopfen auf die Schulter. „Ashley, wie geht es dir und den drei kleinen Monstern?“, fragte Dr. Brian Ashley mit einem Lächeln. Doch Ashley antwortete nicht. Ihres Blickes wanderten argwöhnisch zwischen den beiden hin und her. „Ken, was machst du hier? Und vor allem: Warum mit Dr. Brian?“, fragte Ashley, legte die Hände in die Hüften und funkelte die beiden finster an. Alle waren überrascht von ihrer Reaktion – sie führte sich auf wie eine fürsorgliche ältere Schwester, die ihren jüngeren Bruder bei etwas Unregelmäßigem erwischt hatte. „Äh, Ash... Dr. Brian hat mich
Bei dem Wort Schulabschluss schossen Ashleys Augen blitzschnell vor Freude in die Höhe. Wenig später hielten sie vor einer riesigen, hochmodernen Mall. Das gesamte Personal begrüßte sie ehrerbietig – allen voran David, der sein Kommen bereits angekündigt hatte. Das Einzige, was die Angestellten verblüffte, war die Frage: Warum trug ihr Chef eine Maske? Und es war das allererste Mal, dass sie ihren Boss in Begleitung einer Frau sahen – noch dazu eines Teenagers! Es überraschte sie zutiefst, doch sie wussten es besser, als Fragen zu stellen. „David... ich habe Angst. Lass uns lieber in ein anderes Einkaufszentrum gehen, wo die Preise bezahlbar sind. Ich habe das Gefühl, die Kleider hier machen sich über uns lustig. Einige werfen mir sogar regelrecht Dolchblicke zu!“, flüsterte Ashley ihm voller Unbehagen zu. Zu ihrer Überraschung brach David bei dieser Logik in lautes Lachen aus. „Warum lachst du?! Das ist nicht komisch, Dave! Ich meine das ernst... Schau dir nur das rote Kleid d
Endlich war es so weit: Nur noch eine Woche trennte Ashley von ihrer Schulabschlussfeier. Sie war überglücklich und fieberte diesem Tag voll Vorfreude entgegen. David wollte sie heute zum Shoppen mitnehmen, um ein elegantes Abendkleid für den großen Tag auszusuchen. „Kätzchen... wir sind spät dran! Ich muss später noch ins Büro. Bitte beeil dich!“, rief David von unten nach oben. Es war bereits über eine Stunde vergangen, und Ashley war noch immer im Badezimmer. „BIN GLEICH SOWEIT!“, schrie Ashley aus dem Bad zurück. David schlug sich schmunzelnd an die Stirn. Manchmal fragte er sich wirklich, was das Mädchen eigentlich so lange im Badezimmer trieb. Im nächsten Moment kam Ashley die Treppe heruntergerannt – gekleidet in eine blaue Jeans und ein weißes Langarmshirt. Ihre langen, lockigen schwarzen Haare fielen ihr offen über die Schultern, kombiniert mit weißen Sneakern und einer hellgrauen Handtasche. David stockte der Atem bei ihrem Anblick. Er sah zu, wie sie die Stufen h
Verdammt, David war wirklich kurz davor, die Kontrolle zu verlieren. Warum war es nur so verdammt schwer, sie zu beruhigen? Ashleys Emotionen hatten im Grunde überhaupt nichts mit der Abreibung heute Morgen zu tun – es war einzig und allein dieser verdammte Anruf. Doch David behielt das für sich und ließ sie gewähren, damit sie all ihren Frust an ihm entladen konnte. „NATÜRLICH TUT ES DIR NICHT VERDAMMT NOCH MAL LEID!“, schrie sie ihn erneut an. „Doch, das tut es wirklich, Kätzchen“, versuchte David, seine Stimme unter Kontrolle zu halten, um nicht ebenfalls laut zu werden. „ICH HASSE DICH!“, zischte Ashley ihm entgegen. „Das stimmt doch gar nicht, Kätzchen. Du hasst es, dass ich dich bestraft habe, aber du hasst mich nicht als Mann. Ich habe dir bereits mehrfach bewiesen, dass ich mich um dich kümmern und dich beschützen werde. Ich mag vielleicht immer noch ein Fremder für dich sein, aber du kannst nicht abstreiten, wie sicher du dich bei mir fühlst. Ganz zu schweigen von der
Ashley wachte auf, nachdem sie fast fünf Stunden geschlafen hatte. Es war bereits 23:57 Uhr, als sie die Augen aufschlug. Sie stand aus dem Bett auf und ging ins Badezimmer. Nachdem sie sich das Gesicht gewaschen und sich etwas frisch gemacht hatte, schlich sie nach unten, um sich etwas zu essen zu holen. Auf der Treppe fror sie mitten in der Bewegung ein, als sie David im Wohnzimmer sah. Er trug lediglich eine Jogginghose – ohne Hemd oder T-Shirt. Ashley entkleidete ihn förmlich mit ihren Blicken und verzehrte ihn regelrecht. Ihr Blick wanderte von seinem Nacken hinab zu seiner breiten Brust und seinen rosafarbenen Brustwarzen. Von dort weiter über seinen leicht behaarten Oberkörper zu seinen perfekt geformten, steinharten Bauchmuskeln. Doch dort hielt sie nicht an, sondern folgte der ausgeprägten V-Linie, die tief in seiner Hose verschwand. David reichte hörbar seine Kehle, um ihre Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. „Bist du fertig damit, mich mit deinen Blicken zu vergewal







