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Kapitel 4

Author: Self-love
last update publish date: 2026-09-03 14:15:07

Kapitel 4

Eine Stunde vor der Entdeckung von Isabellas und James' Verrat drückte Ashley ihrer Stiefschwester gegenüber ihr Unbehagen aus. Die laute Umgebung im Hotelclub gab ihr das Gefühl, als würden ihre Trommelfelle gleich platzen. Isabella drängte Ashley jedoch dazu, sich in vollen Zügen zu amüsieren, und erinnerte sie daran, dass es ihr besonderer Tag sei. Ohne dass Isabella es ahnte, verspürte Ashley keinerlei Verlangen, ihren Geburtstag auf diese Weise zu feiern.

Auf der Suche nach ihrem Freund James befragte Ashley Isabella.

Isabella versicherte ihr, dass James wahrscheinlich gleich um die Ecke sei.

MOMENTE später traf James mit Getränken für Isabella und Ashley ein. Seine Gesten gegenüber Ashley ließen sie erröten, während Isabella genervt die Augen rollte.

Während sie still an ihren Getränken nippten, bat James Ashley um einen Tanz, was sie freudig annahm.

„Meine reizende Dame, dürfte ich um diesen Tanz bitten?“, gestikulierte James, und Ashley schmunzelte über seine Geste.

Ihre Körper wogen sich auf der Tanzfläche, beobachtet von Isabella, die Ashley mit intensivem Hass anstarrte. Isabella murmelte verärgert vor sich hin, wohlwissend, dass Ashleys Traumwelt bald ein Ende nehmen würde.

Mit der Entschuldigung, die Toilette aufzusuchen, gab Isabella James einen bedeutungsvollen Blick, bevor sie sich entfernte.

Eine schwere Benommenheit überkam Ashley, während sie mit James tanzte, was ihr Unbehagen bereitete. Verwirrt darüber, warum sie sich so fühlte, befragte Ashley James über den Inhalt ihres Getränks.

Da er jeglichen Alkohol in ihrem Getränk abstritt, bot James ihr an, sie in ein Zimmer zu bringen, damit sie sich etwas ausruhen könne, um sicherzustellen, dass sie die Feier nicht vorzeitig verließ. Ohne zu ahnen, was bevorstand, willigte Ashley ein.

Ohne Ashleys Wissen beobachtete Isabella alles aus einer nahegelegenen Ecke. Ihr teuflisches Lächeln deutete darauf hin, dass ihre Pläne genau wie vorgesehen verliefen.

Nachdem er Ashley in eines der Hotelzimmer gebracht hatte, ließ James sie auf dem Bett liegen und trat nach draußen. Beim Verlassen des Zimmers stand er Isabella von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Die beiden gaben sich leidenschaftlichen Küssen hin, bevor sie sich schließlich voneinander lösten.

„Sind die Jungs bereit?“, erkundigte sich James bei Isabella.

„Absolut. Die Kameras sind ebenfalls perfekt platziert. Ich kann es kaum erwarten, es morgen unserer Familie zu zeigen“, antwortete Isabella voller Freude.

„Indat, genauso geht es mir auch“, stimmte James zu und nahm Isabella fest in die Arme. „Komm, Schatz, lass uns gehen und etwas Spaß haben. Die Jungs werden bald hier sein, um sich um sie zu kümmern... Liebe Ashley, gib nicht mir die Schuld dafür, dass ich dir alles wegnehme. Ich hole mir lediglich zurück, was rechtmäßig mein war.“ Isa warf einen Blick auf die Tür, traf ihre Aussage und ging dann mit James davon.

Trotz ihrer Benommenheit konnte Ashley keinen Schlaf finden. Sie erhob sich vom Bett und beschloss, sich nach draußen zu wagen, um etwas frische Luft zu schnappen. Irgendetwas in ihrem Körper fühlte sich falsch an. Glücklicherweise war die Tür nicht abgeschlossen.

Sie verließ das Zimmer und stolperte auf ihrem Weg. Trotz ihres unsicheren Gangs schaffte sie es bis zum Ausgang, der nach draußen vor das Hotel führte. Unglücklicherweise geriet sie beinahe ins Stürzen, doch eine helfende Hand fing sie gerade noch rechtzeitig ab.

In ihrem benommenen Zustand blickte Ashley auf, um die Person zu sehen, die sie gerettet hatte. Die verschwommene Sicht und die Müdigkeit hinderten sie jedoch daran, das Gesicht der Person zu erkennen. Alles um sie herum wirkte verschwommen. „Geht es Ihnen gut?“, erkundigte sich die Person. Ashley konnte nur mit einem Nicken antworten.

Der Fremde lockerte seinen Griff, und sie stolperte erneut. „Ich bitte um Entschuldigung, Mein Herr. Ich fühle mich sehr benommen“, wandte sich Ashley an die Person, deren Identität ihr unbekannt blieb.

„Dann sollten Sie nicht hier draußen sein“, tadelte die Person sie.

„Ich brauche einfach nur etwas frische Luft. Ich kann mir nicht erklären, was mit mir los ist. Ich habe nicht einmal einen Tropfen Alkohol getrunken, warum fühle ich mich also so?“, sann Ashley laut nach, was der Fremde jedoch mitanhörte.

„Verzeihen Sie mir, Fräulein“, rief die Person nach jemandem.

„Ja, junger Herr“, näherte sich ihnen eine junge Frau.

„Bieten Sie ihr einen Sitzplatz in jener Nähe an und bereiten Sie ein Glas Milch mit einer Prise Salz zu. Sie fühlt sich benommen. Führen Sie sie anschließend zur Toilette und helfen Sie ihr, sich kaltes Wasser ins Gesicht zu spritzen. Das wird für etwas Stabilität sorgen“, wies die Einzelperson die Kellnerin an.

„Verstanden, junger Herr... Gnädige Frau, würden Sie mich bitte begleiten?“, sprach die Kellnerin Ashley freundlich an.

Ashley nickte, da ihr Verstand in diesem Moment nicht richtig funktionierte. Bevor sie sich entfernte, schnappte sie noch auf, wie der Fremde sagte: „Du bist viel zu jung, um an einem Ort wie diesem zu sein.“

Mitten in ihrer Benommenheit rang Ashley sich ein kleines Lächeln ab und lenkte ihre Aufmerksamkeit auf den Mann, der vor ihr stand. „Ich bin nicht alleine hierhergekommen“, enthüllte sie. „In meiner Begleitung sind meine Schwester und mein Freund. Heute ist zufällig mein Geburtstag, obwohl ich zugeben muss, dass dies nicht gerade meine bevorzugte Art von Ort ist.“

Ashley drückte ihre Dankbarkeit aus und fuhr fort: „Werter Herr, obwohl ich visuell drei Personen in Ihrer Nähe wahrnehme, weiß ich tief im Inneren, dass Sie die einzige anwesende Person sind. Bitte verzeihen Sie meine Müdigkeit. Obwohl es mir unmöglich ist, Ihr Antlitz zu erblicken, ist Ihr Duft für mich wahrnehmbar.“

Amüsiert und verwirrt erkundigte sich der Mann: „Sie können meinen Geruch wahrnehmen?“

„Definitiv“, bekräftigte Ashley mit einem Nicken und fügte hinzu: „Ich wollte damit sagen, dass ich zwar Ihr Gesicht nicht sehen kann, Ihr Duft aber angenehm ist. Somit verfügen Sie womöglich über ein gutes Aussehen. Vielen Dank, Herr Hübsch.“ Der Mann war um Worte verlegen und von dem jungen Mädchen vor ihm gefesselt.

Eine ältere Frau, die den Mann mit dem Namen David rief, unterbrach ihren Austausch und zog Ashleys Aufmerksamkeit auf sich. „David“, murmelte sie vor sich hin.

Vor seiner Abreise vertraute David die Pflege von Ashley einer Kellnerin an und erteilte seine Anweisungen mit einer gewissen Eleganz. Erstaunt und zugleich verzaubert von Ashleys Charme, fügte sich die Kellnerin und behandelte sie unter Berücksichtigung ihres jugendlichen Erscheinungsbilds mit äußerster Zärtlichkeit.

Da sie sich dank der Hilfe der Kellnerin beträchtlich besser fühlte, drückte Ashley ihre Dankbarkeit aus, bevor sie sich auf die Suche nach James und Isabella machte.

Dennoch hielt ein anhaltendes Verlangen, das Anwesen zu verlassen, in ihr an. Trotz ihres verbesserten Zustands blieb der Wunsch, nach Hause zurückzukehren, im Vordergrund.

Der Tanzsaal diente Ashley als erstes Suchgebiet nach ihren Begleitern, doch sie entzogen sich ihrem Blick.

Laut einem Schaulustigen hatten sie sich in eines der Zimmer im Obergeschoss gewagt. Anschließend stieg Ashley die Treppe hinauf, um die Verfolgung aufzunehmen, und durchsuchte akribisch jedes Zimmer. Ihre Bemühungen blieben nicht unbemerkt, da einige Personen sie dafür rügten, ihre Lustbarkeiten zu unterbrechen.

Gerade als sie kurz davor war aufzugeben, vernahm Ashley Isabellas Stimme, die aus einem der Zimmer drang. Der Tonfall von Isabellas Äußerungen vermittelte Aufregung, was Ashley zum Lächeln brachte und sie den Kopf schütteln ließ. Sie beschloss, ein Zimmer ausfindig zu machen, in dem sie sich ausruhen konnte, bis Isabella ihre Vorhaben vollendet hatte.

Die wachsende Bindung zwischen Ashley und ihrer Schwester war greifbar, und Ashley war fest entschlossen, jeglichen Rückfall in ihren früheren Zustand der Feindseligkeit zu verhindern. Schließlich waren sie Schwestern.

Das Geräusch einer männlichen Stimme grub sich jedoch tief in Ashleys Bewusstsein ein und erschreckte sie zutiefst. Langsam drehte sie sich um und näherte sich vorsichtig dem Zimmer, aus dem die Stimmen drangen.

Glücklicherweise stand die Tür einen Spalt breit offen. Als Ashley sie behutsam aufstieß, überrollte sie eine Welle der Leere. In diesem Moment bereute sie es zutiefst, die verdammte Tür jemals geöffnet zu haben.

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