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Author: Meritsky
last update publish date: 2026-08-27 18:43:42

von Aina

Ich blinzelte, fassungslos über das, was ich gerade gehört hatte. War das wirklich Osborne - der Sohn der Alpha? Meine Brust zog sich zusammen, als ich hart schluckte.

"Was meinst du damit?" fragte ich, meine Stimme kaum über ein Flüstern hinaus.

Das war das erste Mal, dass ich direkt mit ihm gesprochen habe. Ich hatte ihn immer aus der Ferne gesehen - selten. Und wann immer sich unsere Augen trafen, blickte er schnell weg. Nicht aus Ekel, nein... er hat mich nie so angeschaut. Aber er hat mich auch nie anerkannt. Wir waren Fremde.

Er hielt jetzt meinen Blick, unerschütterlich. "Ich meinte, dass ich nicht möchte, dass jemand dich hat... außer mir".

Mein Herz schlug laut in meiner Brust. Ich stand erstarrt da, unsicher, ob das echt war oder nur ein grausamer Witz.

"Bist du hier, um mich zu verspotten?" fragte ich leise.

Aber Osborne schüttelte den Kopf und stand aufrecht vor mir. Dieses charakteristische Grinsen krümmte sich auf seinen Lippen, als er auf mich herabblickte, als gehörte ich ihm.

Ich, Osborne Cliff, zukünftige Alpha des Silver Crest Packs, nehme dich, Aina Wilfred, als meinen Partner. Möge die Mondgöttin Zeugnis ablegen.

Die Worte trafen mich wie ein Blitz.

Ich trat instinktiv zurück, aber sein Duft umhüllte mich wie eine Decke - warm, dominant und unwiderstehlich. Mein Wolf, der den ganzen Tag geschwiegen und sich zurückgezogen hatte, heulte plötzlich vor neuem Leben.

"Meine!" schrie sie.

Was... was ist gerade passiert?

Bevor ich seine Erklärung verarbeiten konnte, durchströmte mich eine Welle der Schwäche. Mein Bauch prickelte, als wäre etwas tief im Inneren geweckt worden.

Dann spürte ich es. Die pulsierende Hitze in meinem Kern. Mein Körper reagierte auf ihn und schrie nach etwas, das nur er geben konnte. Und schlimmer noch - mein Duft erfüllte die Luft.

Oh Göttin... ich bin in der Hitze.

Dann hörte ich es - ein tiefes, rumpelndes Knurren - und es kam von ihm.

Ich blickte auf, traf seine Augen und erstarrte.

Oh nein.

In seinem Blick lag ein roher, ursprünglicher Hunger - als würde er sich allein durch reine Willenskraft zurückhalten. Als ob ein weiterer Atemzug von mir die Kontrolle brechen würde, die er noch hatte.

Ich öffnete meinen Mund, um zu sprechen, um etwas zu sagen - irgendetwas - aber nichts kam heraus.

Das... das konnte nicht passieren.

Aber in zwei langen Schritten war er vor mir. Er packte mich - fest, besitzergreifend - und zog mich an seine Brust, als gehörte ich dorthin.

Sein Gesicht tauchte in die Kurve meines Halses ein, und ich zitterte, als seine Nase meine Haut streichelte. Er atmete tief ein und stöhnte, als ob mein Geruch ihn wild machen würde.

Dann spürte ich es - seine Zunge, warm und nass, weidete meinen Hals.

"Bitte... warte", flüsterte ich atemlos und konnte kaum denken.

Er hielt inne - aber nur leicht - seine Stimme, ein tiefes, kiesiges Flüstern, das von Verlangen durchzogen war.

"Dein Duft... ich will dich verschlingen".

Seine Worte ließen einen Schauer direkt durch meinen Rücken schießen. Mein Körper zog sich als Reaktion zusammen, und ein sanftes Stöhnen entwich meinen Lippen, bevor ich es stoppen konnte.

Ich habe es auch gespürt. Der Sog. Das Bedürfnis, mich in ihm zu verlieren.

Sein Duft, dick und maskulin, drang in meine Sinne ein. Mir war schwindelig. Ich sehnte mich danach.

Und dann - einfach so - krachte sein Mund in meinen.

Hungrig. Possessiv. Roh.

Ein Kuss, der nicht fragte - sondern behauptete.

Seine Zunge rutschte mir in den Mund - heiß, anspruchsvoll - und ich ließ ihn herein, stöhnte leise gegen seine Lippen. Ich hatte noch nie jemanden geküsst. Habe ich es falsch gemacht? Wahrscheinlich. Aber irgendwie schien es ihm nichts auszumachen. Wenn überhaupt, je mehr wir uns küssten, desto mehr schien er sich zu entwirren.

Seine Hände umklammerten meine Taille und zogen mich fester an sich, und ich griff instinktiv nach oben, die Finger verhedderten sich in seinem dicken Haar. Er ließ ein Knurren aus, das durch meine Brust vibrierte, als er meinen Rücken knetete, als würde er sich jede Kurve merken.

"Öffne deinen Mund mehr", murmelte er, seine Stimme war voller Verlangen.

Ich gehorchte, ohne nachzudenken, und unsere Lippen bewegten sich synchron, ein Rhythmus, in den wir mit Leichtigkeit zu fallen schienen. Ich drückte näher und sehnte mich nach seiner Wärme, seinem Duft, der Besitzgier in seiner Berührung. Ich wollte mehr - mehr von ihm, mehr von diesem - Dinge, die ich noch nicht einmal nennen konnte, nur tief in meinen Knochen spüren.

Dann zerbrach der schrille Klingeln meines Telefons in dem Moment.

Er zog sich zurück, wir atmeten beide schwer, unsere Brust stieg und fiel, als wären wir gerade aus tiefem Wasser aufgetaucht. Ich schaute ihn an. Sein Haar war zerzaust - das hatte ich getan. Ein seltsamer Nervenkitzel durchströmte mich.

Ich schluckte und griff nach meinem Handy. Es war meine Mutter. Mein Magen fiel. Abendessen - ich hatte vergessen, dass ich kochen sollte. Es war schon spät.

"Ich muss gehen", flüsterte ich und die Schuld sank schnell ein.

Er antwortete nicht sofort. Seine Augen blieben auf mich gerichtet, die Pupillen weiteten sich, der Blick war dunkel und etwas Wildes. "Nicht, wenn du so riechst", murmelte er mit rauher und bedürftiger Stimme.

Ich versteifte mich. Ich wollte bleiben. Göttin, ich wollte so sehr bleiben. Aber wenn ich nicht bald nach Hause käme, würde mein Vater es verlieren.

"Ich muss wirklich", sagte ich wieder, diesmal fester, obwohl ich jedes Wort hasste.

Osborne starrte mich an, als wollte er streiten. Dann lehnte er sich langsam - fast widerwillig - wieder hinein und strich mir die Nase über den Hals, während er tief einatmete. Ich zitterte vor dem tiefen, ursprünglichen Geräusch, das von ihm kam.

"Ich bringe dich nach Hause", sagte er schließlich. "Es ist zu gefährlich für dich, so herumzulaufen und so zu riechen".

Aber ich bezweifle, dass irgendjemand es überhaupt bemerken würde, dachte ich und warf meine Augen zur Seite.

Niemand tut es jemals.

Kein molliges, brillentragendes Mädchen wie ich...

Oh. Richtig.

Osborne Cliff tut es.

Wir fuhren schweigend, die Luft dicht mit allem Unausgesprochenen. Ich saß starr auf meinem Sitz und versuchte immer noch zu verarbeiten, was gerade passiert war. Osborne hatte mich vor der Mondgöttin beansprucht - tatsächlich beansprucht. Wir hatten uns paarweise zusammengeschlossen. Wie war das überhaupt möglich?

Und dann... küsste er mich. Nicht irgendein Kuss, sondern einer, der brannte und brandmarkte.

Er hatte sich nicht geschämt oder angewidert verhalten. Nein, überhaupt nicht. Er hatte mich - besessen von mir - mit einem Hunger genommen, den ich nicht verstand, aber den ganzen Weg bis zu meiner Seele fühlte. Ich hatte tausend Fragen in meinem Kopf, die verzweifelt nach Antworten suchten, aber im Moment war keine wichtiger, als nach Hause zu kommen.

Ich hoffte nur, dass es noch nicht zu spät war.

Mein Vater nahm Ungehorsam nicht auf die leichte Schulter.

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