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Kapitel 140.

Autor: Kester
last update Fecha de publicación: 2026-09-18 01:14:16

Das Dröhnen von Hanas Wagenmotor durchbrach die sengende Hitze der Straßen, doch die Stille im Wageninneren blieb beklemmend. Die Wut, die eben noch in der Almero-Residenz übergeschäumt war, ebbte nun langsam ab und hinterließ ein überwältigendes Schuldgefühl in der Brust der alten Frau.

„Zur Derox-Residenz“, sagte Hana mit heiserer Stimme zu ihrem Fahrer.

Hana wusste, dass sie Angelinas Zustand mit eigenen Augen sehen musste. Die junge Frau, auf die sie früher so oft herabgesehen hatte, war nu
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    In seinem dämmrigen Zimmer lief Axton wie ein Löwe im Käfig auf und ab. Sein Atem ging schwer, seine Brust war zugeschnürt von dem Sturm der Gefühle, der in ihm tobte. Im Erdgeschoss lachte seine Mutter noch immer fröhlich vor dem Fernseher und erfreute sich an Angelinas Leid, ohne zu wissen, dass der Tod bereits unter ihrem Dach eingekehrt war.Axton starrte auf das Display seines Handys. Seine Finger zitterten, doch in seinen Augen lag eine Entschlossenheit, die plötzlich kristallklar geworden war. Es reichte. Er war es leid, der Sklave eines Mannes mit einem dämonischen Herzen zu sein, der seinen Hass ausgenutzt hatte, um die Familie Derox zu zerstören. Er wollte frei sein, selbst wenn der Preis dafür der größte Verrat seines Lebens war.Mit einem einzigen Tastendruck wählte er die Nummer, die er heute Nacht am meisten gefürchtet hatte. Die Nummer von Hans Derox.Beim dritten Klingeln wurde der Anruf entgegengenommen. Die Stimme am anderen Ende klang kalt, scharf und voller Drohung

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    . Ein dünner Rauchschleier vom zurückgebliebenen Schießpulver hing noch immer in der Luft des inzwischen völlig verwüsteten Ballsaals. Die hysterischen Schreie der Gäste wurden allmählich leiser, während das Sicherheitsteam der Familie Derox eine strenge Absperrung errichtete. Mr. Carlos trat in die Mitte des Raumes. Sein Gesicht war so ruhig wie die Oberfläche eines stillen Gewässers, doch in seinen Augen blitzte tödliche Entschlossenheit auf. Er wandte sich Paul zu. „Sorgt dafür, dass alle Gäste in einen sicheren Bereich evakuiert werden. Nicht einer von ihnen darf verletzt werden“, befahl Mr. Carlos mit schwerer, autoritärer Stimme. „Jawohl, großer Herr. Das medizinische Team und die Sicherheitskräfte haben die Fluchtwege bereits gesichert“, antwortete Paul prompt. Mr. Carlos griff unter sein teures Smokingjackett. Aus dem seidigen Stoff zog er eine tiefschwarze halbautomatische Pistole hervor. Eine Waffe, die er bereits vorbereitet hatte, noch bevor man ihm heute Abend die Fli

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    Frau Wilona verlor keine Zeit. Noch bevor die Morgendämmerung anbrach, hatte sie bereits ihr Handy ans Ohr gehalten und den Manager des prestigeträchtigsten Fünf-Sterne-Hotels der Hauptstadt angerufen.„Mommy, bitte hör mir erst einmal zu“, warf Angelina leise ein und berührte zögernd den Arm ihrer zukünftigen Schwiegermutter. „Wäre es nicht besser, die Feier einfach zu halten? Nur ein Familienessen, ohne eine große Party veranstalten zu müssen. Ich … ich möchte einfach nicht zu viel Aufsehen erregen.“Frau Wilona senkte für einen Moment ihr Handy und sah Angelina mit einem zugleich liebevollen und gerührten Blick an.„Einfach? Oh nein, meine Liebe, das kommt überhaupt nicht infrage“, erwiderte Frau Wilona bestimmt, aber sanft. „Du bist die einzige zukünftige Schwiegertochter der Familie Derox. Hans’ Hochzeit ist ein Moment, auf den wir unser ganzes Leben gewartet haben. Überlass alles Mommy, in Ordnung? Deine einzige Aufgabe ist es, wunderschön und glücklich auszusehen.“Noch in ders

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    Die Atmosphäre im Innenraum der luxuriösen Limousine war vollkommen still und stand in krassem Gegensatz zu dem emotionalen Sturm, der sich gerade erst im Korridor des The Glasshouse ereignet hatte. Hans umklammerte das Lenkrad fest, während sein Blick konzentriert auf die zunehmend leerer werdenden Straßen von Jakarta gerichtet war. Doch sein angespanntes Kinn konnte nicht verbergen, was in seiner Brust tobte.Neben ihm lehnte Angelina den Kopf gegen die Fensterscheibe. Der schwarze Koffer auf dem Rücksitz schien ein stummer Zeuge des Endes ihrer düsteren Vergangenheit mit Axton zu sein.„Denkst du noch an ihn?“ Hans’ tiefe Stimme durchbrach schließlich die Stille. Ein Hauch von Bitterkeit lag darin.Angelina drehte sich zu ihm um und betrachtete sein steifes Seitenprofil. Die junge Frau seufzte tief und lächelte dann leicht – ein so seltenes, zartes Lächeln nach all dem Drama, das sie durchgemacht hatte.„Nein, Hans. Ich bin nur müde“, antwortete Angelina sanft. „Warum ziehst du so

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    Das leise Plätschern des kleinen Brunnens in einer Ecke des Glasshouse war nicht im Geringsten in der Lage, die angespannte Atmosphäre an Tisch Nummer 12 abzukühlen. Axton saß mit kerzengeradem Rücken da, doch seine ineinander verschränkten Finger auf dem Tisch bewegten sich unruhig. Jedes Mal, wenn die Glastür des Cafés klingelte, drehte er reflexartig den Kopf in ihre Richtung.Eine Stunde und zehn Minuten waren vergangen.Axton glaubte schon beinahe, dass Angelina nicht kommen würde. Diese Frau hatte tausend Gründe, ihn zu ignorieren. Doch genau in dem Moment, als seine Hoffnung zu schwinden begann, erschien die Gestalt, auf die er gewartet hatte. Angelina ging elegant auf ihn zu, in einen langen cremefarbenen Mantel gehüllt. Ihr Blick war geradeaus gerichtet und leicht verengt auf den mittelgroßen schwarzen Koffer geheftet, den Axton neben seinen Stuhl gestellt hatte.Ohne ihn zu begrüßen, zog Angelina sofort den Stuhl gegenüber von Axton heran und setzte sich.„Ich habe nicht vie

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