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Die Rückkehr des Kriegsgottes
Die Rückkehr des Kriegsgottes
Author: Doctor Lollipop

1

last update publish date: 2026-09-12 06:41:33

1.

Duke massiert sich den Nasenrücken und fährt sich mit der Hand durch sein seidiges schwarzes Haar.

Soldaten stehen stramm vor ihm—ihrem General.

Während er an ihnen vorbeigeht, salutieren sie alle. Er schenkt ihnen keine Beachtung und steigt direkt in den SUV, der auf ihn wartet.

Die Tür fällt hinter ihm zu und der Konvoi setzt sich in Bewegung. Außer dem Fahrer sitzt noch jemand auf dem Beifahrersitz: Bloom, sein treuer Assistent.

„Guten Morgen, Boss", grüßt Bloom. „Das Flugzeug startet, sobald wir an Bord sind."

„Das ist gut, Bloom." Duke blickt aus dem Fenster.

Er kehrt in diese gottverlassene Stadt zurück, die so viele schlechte Erinnerungen in ihm weckt.

Dunville—die Stadt, die ihm seine Familie genommen hat. Es ist jetzt fünf Jahre her, doch es ist, als wäre es gestern gewesen.

Er war all die Jahre in der Armee, hat sich bewiesen, und jetzt ist er General—der größte, den das Land je gesehen hat, der mächtigste, der ihnen so viele Siege gebracht hat. Sein Name jagt den Feinden Angst ein.

Es ist Zeit, nach Dunville zurückzukehren und alle, die am Tod seiner Familie beteiligt waren, teuer mit ihrem Leben bezahlen zu lassen.

Fünf Jahre zuvor ...

Sie dachten, er sei im Feuer gestorben, als sie seinen Vater, seine Mutter und seine Schwester töteten—doch das war er nicht.

Ein Mädchen rettete ihn, allerdings auf Kosten ihrer selbst, denn ihr Gesicht wurde dabei verbrannt.

Er floh und trat der Armee bei, und jetzt ist er der mächtigste General und bereit für seine Rache.

Doch zuvor gibt es noch etwas anderes, das er zuerst regeln muss: dieses Mädchen, das ihm in jener Nacht das Leben gerettet hat.

„Hast du getan, worum ich dich gebeten habe?" Er wendet sich an Bloom.

„Ja, Sir." Bloom nimmt eine Akte und reicht sie ihm, doch Duke macht sich nicht die Mühe, sie zu öffnen.

„Sie heißt Melody. Melody Futterman. Sie ist vor ein paar Tagen dreiundzwanzig geworden." Bloom schaut auf sein iPad.

„Futterman?" Duke brummt. Der Name kommt ihm bekannt vor.

„Ja, Sir." Bloom nickt. „Sie ist die Enkelin von Jimmy Futterman, dem berüchtigten gerissenen Geschäftsmann, und ihr Vater ist Joseph Futterman, sein ältester Sohn."

Duke fährt sich mit der Hand über den Kiefer. Er kennt sie. Ihr Haus stand ein paar Kilometer von dem von Mister Jimmy entfernt. Sie waren Nachbarn, die im Grunde Fremde waren.

Also war sie deshalb in der Nähe seines Hauses und rettete ihn. Sie war zu Besuch bei ihrem Großvater.

„Interessant." Duke öffnet die Akte; es sind viele Fotos darin.

Er erwartet, Melodys verbranntes Gesicht zu sehen, doch sie verbirgt es hinter einer Maske—einer silbernen Maske.

„Ihre Familie sucht verzweifelt einen Ehemann für sie." Bloom informiert ihn.

„Sie ist sehr schön, die schönste von allen ihren Schwestern, aber niemand will eine Frau mit so einem Gesicht. Es wird eine Party geben, um einen Ehemann für sie auszuwählen."

Duke runzelt die Stirn. Er weiß nicht, was er mehr hasst: die Tatsache, dass niemand sie heiraten will, oder die, dass ihre Familie sie verkaufen will.

„Na dann." Er lehnt sich zurück. „Es scheint, ich werde diese Party besuchen müssen."

---

Duke hält den Blick gehoben und durchquert den Saal mit Selbstsicherheit; es scheint, als trüge er die ganze Aufmerksamkeit des Ortes auf seinen Schultern.

Es ist überraschend, denn er trägt nicht seine teuren Kleider—er ist schlicht gekleidet—während manche wie goldene Statuen gekleidet sind, und doch starren alle ihn an.

Er nimmt ein Glas Champagner und nippt daran, während er in einer Ecke des Raumes steht. Er sieht sich um, sucht das Mädchen mit der silbernen Maske, doch er kann sie nicht finden.

Seine Aufmerksamkeit wird auf den Garten gelenkt, und obwohl es Nacht ist, sieht er jemanden im Garten.

Eine Dame in einem roten Kleid, die einfach im Garten umherwandert.

Er verlässt den Saal und geht in den Garten. Außer der Dame ist niemand hier. Er geht auf sie zu, ohne ihr Gesicht bereits zu sehen.

„Was macht eine so schöne Frau an einem Ort wie diesem?" fragt er.

Sie dreht sich um; jetzt sieht er die Maske. Sie hat wunderschöne Muster und eine silberne Schnur, die sie an Ort und Stelle hält. Ihr wunderschönes rotes Haar weht im Wind; sie ist so schön.

„Schön?" Sie lacht ungläubig. „Wie können Sie das sehen und mich schön nennen?"

Duke sagt nichts. Er geht auf sie zu und steht dicht bei ihr, starrt in die Dunkelheit.

„Sie sind schön", sagt er erneut. „Sie hatten nur einen Unfall."

„Ich wünschte, ich könnte wieder ich selbst werden." Sie seufzt. „Ich wünschte, ich könnte dieses schreckliche Gesicht abnehmen."

Das ist es, worauf Duke gewartet hat, und er lächelt innerlich.

„Ich kann diesen Traum möglich machen", gesteht er.

„Wirklich?"

„Aber Sie müssen mir etwas dafür geben, etwas, das ich Ihnen jetzt nicht sagen kann."

„Alles", sagt sie. „Alles, was Sie wollen."

Duke schmuggelt sie aus dem Haus—für ihn mit seiner militärischen Erfahrung ein Leichtes.

Er hält ihre Hand fest und führt sie aus dem Haus zu seinem wartenden Auto.

Melody blickt auf das Haus ihrer Familie und seufzt.

Sie werden wahrscheinlich denken, sie sei von der Party so deprimiert gewesen, dass sie gegangen ist. Sie versucht nur, ein Heilmittel für sich selbst zu finden, also muss sie diesem Fremden folgen.

Er bringt sie zu sich nach Hause und direkt in sein Zimmer. Er schließt die Tür und wendet sich ihr zu.

„Zieh dich aus."

Ihre Augen weiten sich hinter der Maske, voller Angst und Entsetzen.

„Was?!" haucht sie.

„Komm schon." Er lacht. „Wie soll ich sonst deine Wunden versorgen?"

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