Share

Chapter 49

Author: Julie Mosco
last update publish date: 2026-10-09 15:36:52

Olivias Perspektive

Ich lächelte. "Dann machen wir weiter."

Ihr Gesicht leuchtete vor Freude. "Perfekt! Ich erstelle den Vertrag."

Williams starrte auf seinen Monitor. Die Stirn gerunzelt, er skizzierte auf seinem Tablet.

"Williams?" Ich ging zu seinem Schreibtisch. "Ist alles in Ordnung? Ich habe dir freigegeben, für heute zu gehen."

"Ja, Ms. Morgan. Das wird nicht möglich sein. Ich finalisiere gerade den Beleuchtungsplan für Lesley. Ich möchte sicherstellen, dass die Platzierung perfekt ist,
Continue to read this book for free
Scan code to download App
Locked Chapter

Latest chapter

  • Die falsche Braut kehrt zurück   Chapter 100 Eine Nacht

    Nathans PerspektiveDas PenthouseDer Whiskey brannte, als er meine Kehle hinunterging.Ich saß im Dunkeln in meinem Penthouse. Das einzige Licht kam von der Stadt, die sich unter meinen bodentiefen Fenstern erstreckte. Die Stadt glitzerte wie eine Handvoll zerbrochenes Glas. Wunderschön. Scharf. Gleichgültig.Das Glas war kalt in meiner Hand. Das Eis war geschmolzen, aber nicht vollständig. Es verdünnte den Whiskey zu etwas Blassem.Mein Handy lag still auf dem Tisch neben mir. Ich hatte Olivia heute mehrmals angerufen. Sie hatte kein einziges Mal geantwortet. Keinen einzigen Anruf. Keine einzige Nachricht. Nichts.Die Wohnungstür öffnete sich.Ich drehte mich nicht um. Ich musste nicht. Das Klacken von Absätzen auf Marmor sagte mir alles, was ich wissen musste.„Hallo, Fremder.“Mirandas Stimme war hell. Neckend. Völlig fehl am Platz in der Dunkelheit meines Penthouses. Sie ging auf mich zu, als gehörte ihr der Ort.„Miranda.“ Ich sah sie nicht an. „Es ist spät.“„Es ist nicht so sp

  • Die falsche Braut kehrt zurück   Chapter 99 Das Treffen

    Olivias PerspektiveDAS TREFFENIch saß Patricia und ihrem Kollegen Andrew Cole gegenüber. Meine Hände lagen gefaltet auf dem polierten Mahagonitisch. Der Vertrag lag zwischen uns wie eine geladene Waffe. Der Konferenzraum roch nach teurem Kaffee und kaum verhohlener Verachtung. Draußen vor den bodentiefen Fenstern erstreckte sich Seattle unter einem Himmel von der Farbe alter blauer Flecken, der Regen drohte.Patricia saß mit einem Rücken so gerade wie ein Lineal da, ihr silbernes Haar makellos, die Hände vor sich gefaltet wie eine Frau, die auf den Beginn einer Beerdigung wartet. Sie war die größte Aktionärin im Raum. Sie hielt die entscheidende Stimme. Aber sie ließ Andrew reden.„Beginnen wir mit der Kapitalstruktur“, sagte Andrew und rückte seine Brille zurecht. „Wir schlagen eine anfängliche Kapitalzufuhr von zwölf Millionen vor. Im Gegenzug würden wir eine vierzigprozentige Beteiligung und zwei Sitze in Ihrem Vorstand erhalten.“Ich blinzelte nicht. „Vierzig Prozent sind zu hoc

  • Die falsche Braut kehrt zurück   Chapter 98 Die Last der Stille

    Die Last der StilleOlivias PerspektiveSchlaf kam nie.Ich lag in der Dunkelheit, verheddert in Laken, die sich wie Ketten anfühlten, und starrte an die Decke, als ob sie die Antworten auf Fragen enthielte, die ich noch nicht gelernt hatte zu stellen. Der Regen hatte vor Stunden aufgehört und eine Stille hinterlassen, die so vollkommen war, dass es sich anfühlte, als würde die Welt den Atem anhalten.Mein Verstand weigerte sich, still zu werden.Ich drehte mich auf die Seite. Dann auf den Rücken. Dann auf den Bauch. Jede Position fühlte sich falsch an, als würde mein Körper die Ruhe selbst ablehnen. Die Uhr auf dem Nachttisch tickte. Jede Sekunde war ein kleiner Hammer, der denselben Nagel traf.Ich war traurig.Traurig für die Frau, die ich vor sieben Jahren war und in diesem Moment. Traurig für Danny, der mich mit einer Geduld liebte, die ich nicht verdiente und nicht erwidern konnte.Aber mehr als traurig war ich wütend.Wütend auf mich selbst, dass ich mich von einer dummen Schla

  • Die falsche Braut kehrt zurück   Chapter 97 Der Besuch

    Der BesuchOlivias PerspektiveMaya stellte den Motor ab. Die Wohnung verschlang uns ganz. Die Stille, die danach folgte, war dick, schwer, die Art, die sich tief in die Knochen setzt. Das Anwesen war wirklich ruhig. Tanya kam um zu meiner Seite und öffnete die Tür. Dann stieg ich aus und meine Beine hielten mich kaum.„Diese Frau“, sagte Maya, ihre Stimme eine Klinge, die aus der Scheide gezogen wird. „Untreue. Drogen. Ihn reinlegen. Ich wollte ihr den Kiefer brechen. Du hättest mich nicht aufhalten sollen, weißt du.“„Gewalt hätte ihre Meinung nicht geändert“, sagte ich leise.„Meine hätte es geändert“, sagte sie heftig.Ich hätte fast gelacht. Fast.Drinnen war die Wohnung still. Charlotte hatte die Zwillinge in ihr Zimmer gebracht, damit sie sich ausruhen konnten. Die Tür war geschlossen, aber ich konnte das leise Murmeln ihrer Stimmen hören und den sanften Rhythmus eines Schlaflieds. Sie waren sicher und unschuldig. Sie hatten keine Ahnung, dass ihre Mutter gerade von Fremden in

  • Die falsche Braut kehrt zurück   Chapter 96

    Olivias PerspektiveIch ging zum Schalter. Maya und Tanya standen hinter mir. Wie Leibwächter.Ich zog meine Kappe, die ich trug, tiefer, damit sie meine Stirn und Augen bedeckte. Ich richtete meine Maske. Ich wollte nicht, dass mich jemand erkannte. Nicht nach allem. Nicht nach den Nachrichten.„Guten Tag. Ich muss eine verspätete Geburtsregistrierung beantragen“, sagte ich. „Für meine Zwillinge.“Die Frau hinter dem Schalter sah auf. Sie war müde. Wahrscheinlich überarbeitet. Ihre Augen waren stumpf.„Schauen Sie hier rüber.“ Sie zeigte auf eine Liste auf dem Schreibtisch. „Haben Sie die erforderlichen Dokumente?“ fragte die Frau mit flacher Stimme.Ich zog einen dicken Ordner heraus. Ich hatte meine rechtlichen Dokumente an dem Tag gesammelt, an dem ich die Morgans besucht hatte.„Eidesstattliche Erklärung des Schutzraums, in dem ich entbunden habe. Eidesstattliche Erklärung der ehrenamtlichen Hebamme. Mein Ausweis. Wohnsitznachweis. Arbeitsnachweis. Krankenakten. Fotos. Alles.“Si

  • Die falsche Braut kehrt zurück   Chapter 95

    Olivias PerspektiveDie Geburtsurkunden„Ich muss ihre Geburtsurkunden beantragen“, sagte ich. Flach.Maya hielt mitten im Bissen inne. Ihre Gabel schwebte in der Luft, dann sah sie mich an, als hätte ich gerade gesagt, der Himmel sei grün.„Du hast das noch nicht gemacht?“ fragte Maya, ihre Stimme erhob sich vor Unglauben.„Nein.“ Ich starrte in meinen Kaffee. Er war kalt geworden. Ich hatte ihn seit zwanzig Minuten nicht angerührt.„Olivia.“ Tanya stellte ihre Tasse ab. Ihre Stimme war vorsichtig. Gemessen. „Sie sind sechs Jahre alt. Das weißt du, oder?“„Ich weiß.“„Wie sind sie zur Schule gegangen? Zum Arzt?“ fragte Tanya.„Ich habe die Unterlagen des Schutzraums benutzt. Die eidesstattliche Erklärung der ehrenamtlichen Hebamme. Die Schule hat es akzeptiert. Der Arzt hat es akzeptiert. Aber es ist nicht legal. Es ist nicht offiziell. Und jetzt …“ Meine Stimme brach. Ich hielt inne. Ich atmete.Maya streckte sich über den Tisch und packte meine Hand. „Und jetzt was?“„Jetzt weiß je

More Chapters
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status