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[13] Sie weiß es

last update publish date: 2026-08-04 15:10:30

EMILY

Um meine Gedanken zu beruhigen, beschloss ich, vorerst zu schweigen. Das war erst der erste Beweis. Und ich wusste, dass ein Mann niemals etwas zugeben würde … bis der nächste Beweis ihm ohne jeden Ausweg ins Gesicht schlug.

Ich starrte das Hemd lange an, viel zu lange. Ich hätte es einfach in den Wäschekorb werfen und so tun sollen, als hätte ich nie etwas gesehen. Doch mein Blick blieb an diesem rosafarbenen Fleck hängen, als gäbe es einen Magneten, der mich zwang, etwas zu akzeptieren,
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  • Die ungewollte Frau des Milliardärs   [145] Der zweite Anschlag

    EMELYIch starrte auf das Handy in meiner Hand, ohne es wirklich wahrzunehmen. Meine Gedanken kreisten noch immer um das, was vorhin geschehen war, und ich versuchte verzweifelt, das Ganze zu begreifen. Jemand hatte versucht, mich umzubringen. Diese Worte kamen mir unwirklich vor, als gehörten sie nicht zu meinem Leben. Doch mein Körper erinnerte sich mit erschreckender Deutlichkeit an alles. Den Schwindel. Die Übelkeit. Das beklemmende Gefühl in meiner Brust, bis ich kaum noch Luft bekam.Ich wäre beinahe gestorben.Das Vibrieren meines Handys riss mich aus meinen Gedanken. Stevens Name leuchtete auf dem Display. Ich nahm sofort ab.„Hallo, Steven?“„Emely.“Seine Stimme klang schwerer als sonst, und instinktiv richtete ich mich im Bett ein wenig auf.„Und? Hast du etwas herausgefunden?“Eine kurze Pause entstand. „Nein. Ich habe das Kennzeichen des Kuriermotorrads überprüft … Es ist gefälscht. Es ist überhaupt nicht registriert.“Ich verstummte. Irgendwie hatte ich es erwartet, und

  • Die ungewollte Frau des Milliardärs   [144] Kein Unfall

    STEVENDie Stimmung im Zimmer veränderte sich, sobald der Arzt gegangen war. Niemand sagte ein Wort. Lisa stand neben dem Bett. Ihr Gesicht war kreidebleich, eine Hand hielt sie sich vor den Mund, als müsste sie erst einmal begreifen, was sie gerade gehört hatte.„Pestizide …?“, murmelte sie kaum hörbar. „Wie kann jemand nur so grausam sein …?“Ich antwortete nicht. Mein Blick war auf Emely gerichtet. Sie lag schweigend da, ihr Gesicht noch immer blass, doch ihre Augen waren jetzt vollkommen klar. Und langsam trat etwas darin zum Vorschein, das zuvor nicht da gewesen war. Keine Verwirrung mehr.Angst.„Also …“ Ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. „War das kein Unfall?“Lisa wandte sich sofort zu ihr. „Emely, zieh nicht gleich solche Schlüsse …“„Der Arzt hat es doch bereits erklärt, Mom.“Ihre Stimme war schwach, aber bestimmt genug, um Lisa verstummen zu lassen. Emely starrte einige Sekunden lang ins Leere, während sich ihre Finger unbewusst in die Bettdecke krallten.„Dann …“

  • Die ungewollte Frau des Milliardärs   [143] Ein Hauch von Gift

    STEVENIch verlor keine Sekunde.Kaum hatte ich den Parkplatz des Krankenhauses verlassen, stieg ich in mein Auto und startete den Motor. Das tiefe Brummen klang lauter als sonst. Oder vielleicht war es auch nur mein aufgewühlter Geist, der jedes Geräusch verstärkte.Meine Hände umklammerten das Lenkrad fester, während meine Gedanken immer wieder um dieselbe Sache kreisten.Diese mysteriöse Essenslieferung.Die Ampel vor mir sprang auf Rot. Ich trat etwas heftiger als nötig auf die Bremse und hielt für einen Moment den Atem an. Meine Finger trommelten schnell und unruhig gegen das Lenkrad.Das war kein Zufall. Davon war ich überzeugt.Eine völlig gesunde Frau brach nicht einfach zusammen, nachdem sie etwas gegessen hatte, das von einem unbekannten Absender stammte. Und sie war die Einzige gewesen, die davon gegessen hatte.Ich biss die Zähne zusammen. Ich hatte schon zu oft erlebt, wie solche Dinge anfingen, und sie nahmen nie ein gutes Ende.Die Ampel sprang auf Grün. Ohne zu zögern,

  • Die ungewollte Frau des Milliardärs   [142] Verdacht

    STEVEN„Was?!“Ich sprang sofort auf, als ich Lisas Stimme am anderen Ende der Leitung hörte. Die Panik in ihrer Stimme war unmöglich zu überhören.„Frau Lisa, warten Sie bitte. Erzählen Sie mir ganz in Ruhe, was passiert ist“, sagte ich hastig und versuchte, die Anspannung in meiner Stimme zu unterdrücken. „Was genau ist passiert?“Ihr Atem ging unregelmäßig, beinahe zitternd.„Emely … sie ist plötzlich ohnmächtig geworden, nachdem sie etwas gegessen hatte. Wir wissen nicht, was es war. Und in der Notaufnahme … hat sie sich übergeben … ihr Zustand ist immer noch nicht stabil …“Mein Herz hämmerte heftig gegen meine Brust.„Was hat sie gegessen?“, fragte ich scharf.„Eine Lieferung … eine Schachtel mit Essen. Es stand kein Absender darauf.“Für einen Moment herrschte Stille zwischen uns. Unwillkürlich presste ich die Kiefer aufeinander.„Hat sonst noch jemand davon gegessen?“, fragte ich erneut, diesmal leiser, aber mit deutlich ernsterem Ton.„Nein. Nur Emely.“Ich schloss für einen

  • Die ungewollte Frau des Milliardärs   [141] Krankenhaus

    EMELY„Emely?“ Lisas Stimme klang schrill vor Panik.Ich wollte antworten. Ich wollte ihr sagen, dass es mir gut ging. Doch mein Körper gehorchte mir nicht mehr. Meine Brust fühlte sich an, als würde sie in einem Schraubstock zerquetscht. Ich rang nach Luft, doch jeder Atemzug blieb flach und kurz. Mein Blickfeld verdunkelte sich an den Rändern, und im nächsten Moment gaben meine Beine unter mir nach.„Emely!“ Lisas Stimme wurde lauter, zitternd vor Angst.Ganz schwach spürte ich noch ihre Hände auf meinen Schultern. Zuerst rüttelte sie mich sanft, dann immer heftiger.„Emely, wach auf! Emely!“Ihre Stimme klang weit entfernt, als käme sie aus einer anderen Welt. Meine Augenlider waren unendlich schwer und wollten sich einfach nicht öffnen. Alles versank langsam in einer dichten, erstickenden Dunkelheit, die mein Bewusstsein mit sich riss.„Emely! Tu mir das nicht an, mein Schatz … Wach auf … Bitte, wach auf!“Sie rüttelte mich immer verzweifelter, doch ich konnte nicht reagieren. Mic

  • Die ungewollte Frau des Milliardärs   [140] Die namenlose Schachtel

    EMELY„Ich habe die Scheidung bereits eingereicht, Mom.“Die Worte kamen mir über die Lippen, kaum dass Lisa den Raum betreten hatte. Ich hatte noch nicht einmal die Gelegenheit gehabt, sie zu bitten, sich zu setzen. Sie blieb abrupt stehen und sah mich an, als wäre sie sich nicht sicher, ob sie mich richtig verstanden hatte.„Du hast es schon getan? So schnell?“, fragte sie.„Ja.“ Ich nickte. „Heute Morgen. Die Unterlagen wurden eingereicht, und die Anwälte kümmern sich bereits um alles.“Ein paar Sekunden lang sagte sie nichts. Dann kam sie langsam näher und setzte sich ans Fenster.„Endlich … ich muss zugeben, dass ich ein wenig erleichtert bin, das zu hören“, murmelte sie. „Ich hoffe, dass alles reibungslos verläuft, mein Schatz.“„Das hoffe ich auch.“ Meine Stimme klang ruhig. „Außerdem möchte ich das Ganze nicht länger hinauszögern. Je länger ich warte, desto mehr Gelegenheiten hat Alex, etwas zu unternehmen.“Lisa nickte, ihr Gesichtsausdruck wurde ernster.„Das ist die richtig

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