INICIAR SESIÓN
Externe ErzählperspektiveUnter seinem Blick fühlte sich Severine unwohl und wagte nichts mehr zu sagen. Sie nickte nur: »Ich verstehe, Papa.«»Wenn du mir nichts weiter zu sagen hast, geh nach Hause«, sagte Vincent mit einer Handbewegung und nahm seine Papiere wieder auf, ohne sie anzusehen.Zugleich zornig und besorgt stand Severine auf und verließ die Villa. In ihrem Auto wurde sie umso wütender, je mehr sie darüber nachdachte. Sie holte ihr Telefon und rief Nolan an.»Wie ist es gelaufen? Hat er zugestimmt?«, fragte Nolan ungeduldig.»Er hat nicht ja gesagt«, erwiderte Severine verärgert. »Nicht nur hat Papa Liana nichts gesagt, sondern er hat mich sogar gewarnt: Ich soll dich in Schach halten und dafür sorgen, dass du der Familie keine Probleme bereitest.«Nolan seufzte schwer: »Was? Wie kann er das sagen? Hat diese Schlange Liana ihm etwa etwas erzählt?«»Ich weiß es nicht«, antwortete Severine entmutigt. »Papa behauptet, ihre Preiserhöhungen seien regelkonform und die früheren
Erzählperspektive Nolan blickte Severine direkt in die Augen und sagte mit Nachdruck: »Severine, komm zur Vernunft! Ich bin dein Verlobter. Wir sinken oder schwimmen gemeinsam!« Severine war noch immer wütend, dass er sie mit dieser Akte bedrohte. Sie wandte den Kopf ab: »Halte mir keine solche Rede. Du hast dich selbst in diesen Schlamassel gebracht, also sieh selbst zu, wie du herauskommst!« Nolan machte zwei Schritte auf sie zu: »Im Moment liegen alle Netzwerke im Südviertel in Lianas Hand. Mich zu zertreten, wäre für sie so einfach wie eine Ameise zu zertreten. Die Kassen meines Unternehmens waren ohnehin schon leer. Und jetzt lässt sie meine Preise um drei Prozent erhöhen und verlangt Vorauszahlung. Sie treibt mich direkt in den Bankrott!« Er warf die Mappe mit einem dumpfen Geräusch auf den Tisch: »Wenn ich untergehe – was hast du davon? Glaubst du, Liana wird dich in Ruhe lassen? Vergiss nicht, dass du sie entführen lassen hast. Jetzt genießt sie den Schutz deines Vaters u
Liana — Ich-Perspektive Ich nickte: »Ich werde mein Bestes tun!« Nach einer Woche, in der ich die Netzwerke im Südviertel leitete, hatte ich endlich Ordnung in das ganze Chaos gebracht. Tony stand nun vollständig unter meiner Kontrolle und erstellte seine wöchentlichen Bestandsaufnahmen pünktlich. Die Gewinne waren um sieben Prozent gestiegen und übertrafen damit bei weitem das von Vincent vorgegebene Ziel von fünf Prozent. Was die Händler betraf, die sich mit der Familie Casa verbündet hatten, so wurden ihre Verträge aufgelöst oder sie wurden direkt an Vincent übergeben. Von nun an wagte im Südviertel niemand mehr zu schummeln. Eines Tages durchsuchte ich gerade Berichte in meinem Büro, als Vincent klopfte und eintrat: »Fräulein Hayes, wir haben es gefunden. Die drei Hauptkunden von Nolans Unternehmen sind Luxuswarenfabriken. Ihre Rohstoffe gelangen über zwei unserer geheimen Netzwerke im Südviertel zu ihnen.« Ich blickte auf und lächelte. Endlich, die Gelegenheit, auf die ich
Liana — Ich-PerspektiveIch zog meine Hand zurück und trat einen Schritt zurück, den Blick fest auf ihn gerichtet: »Das ist keine Überheblichkeit. Ich möchte wirklich beweisen, was ich kann. Ich möchte nicht für immer ›die Person an deiner Seite‹ sein. Ich möchte jemand sein, der an deiner Seite steht. Dann, wenn mir jemand noch immer schaden will, kann ich mich selbst verteidigen, ohne dich immer zu stören.«»Die Geschäfte der Familie sind kein Spiel. Überall gibt es Regeln und Fallen. Glaubst du, dass du mit deiner geringen Erfahrung damit umgehen kannst?«»Ich kann lernen. Ich habe mich gut geschlagen, als ich mit Tony verhandelt und die Lieferwege verwaltet habe, nicht wahr? Solange du bereit bist, mich anzuleiten und mir meine Chance zu geben, werde ich dich nicht enttäuschen.«»Welche Befugnisse wünschst du dir genau?«Mein Herz machte einen Sprung. Das war sehr ermutigend.»Ich möchte die Netzwerke im Südviertel beaufsichtigen und die Partnerschaft mit Tony leiten.« Ich machte
Severine — Ich-PerspektiveIch stand im Hauptquartier der Camorra vor Vincents Bürotür und atmete tief durch. Ich näherte mich dem Tresor und versuchte eine Kombination nach der anderen. Bei meinem letzten Versuch gab ich die letzte Ziffer ein und hielt den Atem an.Klick. Der Tresor öffnete sich.Ein Freudenschub durchfuhr mich. Ich griff hastig hinein und fand schnell eine schwarze Mappe mit der Aufschrift »Sonderkonten«. Ich schob sie unter meine Jacke und schloss den Tresor wieder. »Ich habe sie!«Ich drückte die Mappe fest an meine Brust, mein Herz klopfte wild. Ich rief Nolan an. Meine Stimme zitterte vor Aufregung: »Ich habe sie!«»Bist du sicher, dass dich niemand gesehen hat? Komm sofort zurück!«, sagte er dringlich.Vierzig Minuten später stieß ich die Tür auf. Nolan stand sofort auf, seine Augen auf die Mappe in meinen Armen gerichtet. »Du hast sie wirklich? Ist es das Verzeichnis?«Ich warf es auf den Tisch und sank auf einen Stuhl. »Weißt du, welche Risiken ich eingegange
Erzählperspektive»Aber er gehört zu Don Vincent … wird das nicht Ärger geben?«, fragte der Mann am anderen Ende der Leitung zögernd.»Wenn etwas schiefgeht, übernehme ich die volle Verantwortung. Erledige die Arbeit einfach sauber und ohne Spuren zu hinterlassen.«Nachdem sie aufgelegt hatte, zog Severine die Augenbrauen zusammen und versank in Gedanken. Liana war inzwischen eine nahe Vertraute Vincents. Wenn sie unterwegs war, wurde sie von vier oder fünf Leibwächtern beschützt. Ein einfacher Unfall würde ihr niemals etwas anhaben können.Plötzlich fiel ihr Joey ein: der Fahrer, den Vincent eigens für Liana eingeteilt hatte. Dieser Mann brauchte dringend Geld; er hatte ihr bereits anvertraut, dass er Kredite aufnehmen musste, um über die Runden zu kommen.Severine kontaktierte ihn sofort. Sobald sie sich trafen, warf sie ein Bündel Geldscheine auf den Tisch.»Erweise mir einen einzigen Gefallen, und dieses Geld gehört dir … und es wird noch mehr geben.«»Fräulein … sagen Sie mir ein






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