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Kapitel 7

ผู้เขียน: Cara Anderson
Sophie

„C-, C-, Cassius. D-, d-, danke, M-, Mondgöttin!“ Meine Zähne klapperten so heftig, dass mir der Kiefer wehtat und jedes Wort zur Qual wurde. Und doch wurde mir beim Anblick von ihm warm ums Herz, trotz der klirrenden Kälte. „B-, b-, bitte… h-, hilf mir!“

„Oh, kleiner Spatz. Was hast du nur getan?“ Er schnalzte missbilligend mit der Zunge, während er die Zellentür hinter sich schloss.

Sein Ton klang fast beschwingt, und in seinen Augen lag ein aufgeregtes Funkeln, das mir den Magen nervös zusammenziehen ließ. Der freundliche, fürsorgliche Cassius – der, der mir sonst immer dieses leichte Lächeln schenkte – war verschwunden. Mein Blick schoss durch den engen Raum, doch es gab keinen Ort, an dem ich mich verstecken konnte. Nur Beton, bittere Kälte und Leere.

„N-, nichts“, stotterte ich und wich zurück, bis ich im äußersten Eck angekommen war. „I-ich schwöre!“

„Das stimmt doch nicht, oder?“ Seine ruhigen Worte passten nicht zu der Gewalt, die direkt darunter brodelte und nur darauf wartete, loszubrechen. „Ich will dir nicht wehtun, kleiner Spatz. Aber ich muss es, wenn du mir nicht die Wahrheit sagst.“

Ich glaubte ihm kein Wort. Er wollte mir wehtun. Er würde mir wehtun – egal, was ich sagte. Trotzdem flehte ich. „Bitte, Cassius!“ Ich brach in Schluchzen aus, und glühende Angst jagte mir Hitze durch den erstarrten Körper. „Ich kenne keine Streuner! Ich habe einen Mann gerettet, der von Streunern verletzt worden war. Er ist ins Rudel getaumelt, um sich vor seinen Angreifern zu verstecken. Er war nur ein Omega – so schwach, dass seine Aura nicht einmal wahrnehmbar war. Ich war an keiner Verschwörung beteiligt, ich schwöre!“

„Lügen!“ Ein Schmerz explodierte an meiner Wange, so grell, dass ich sicher war, mir würde der Augapfel aus der Höhle platzen. Er schüttelte die Hand aus. Die Knöchel brannten von dem brutalen Schlag. Dann packte er meinen Arm so fest, dass es sofort blaue Flecken geben musste, und riss mich hoch. „Steh auf!

Wenn du nicht kooperierst, muss ich dich eben dazu bringen!“ Er stieß mich mit dem Gesicht gegen die Wand, presste mich mit einer Hand dagegen und riss mit der anderen den Rücken meines Kleides herunter. „Rühr dich verdammt noch mal nicht!“, bellte er – und ich war gezwungen zu gehorchen.

„W-, was machst du da?“ Meine Stimme zitterte, als ich das Geräusch hörte, wie er seinen Gürtel löste.

„Ich zeige dir, was passiert, wenn du mich anlügst. Ich prügle die Wahrheit aus dir heraus!“ In seinem Ton lag ein geradezu freudiger Unterton.

Wie hatte ich so blind sein können? Wie hatte ich diesen herzlosen, grausamen Dämon übersehen, der unter der Oberfläche lauerte? Es war der letzte klare Gedanke, bevor der gnadenlose Lederriemen seines Gürtels über meinen Rücken peitschte und mir die Knie vor Schmerz nachgaben.

Er schlug immer wieder zu, unerbittliche Hiebe, die meine Haut aufrissen. Ich schrie und schluchzte, bis meine Lungen sich vor Qual verkrampften – doch er hörte nicht auf. Obwohl ich noch immer an seinen Befehl gefesselt war, wurde ich so schwach, dass mein Körper nachgab und ich auf den harten Beton sackte. Aber er ließ nicht ab, trat nach mir zwischen den Hieben, als wäre ich nichts.

Dann hämmerte jemand gegen die Metalltür meiner Zelle, und für einen Moment hatte ich eine Atempause. Cassius keuchte von der Anstrengung, als er quer durch den Raum ging und die Tür aufriss.

„Alpha, es ist so weit. Dein Vater sagt, du sollst die Gefangene auf den Platz zur Hinrichtung bringen“, hörte ich eine Stimme sagen. Ich wusste, ich müsste Angst haben, müsste um Gnade winseln. Doch ich begrüßte den Tod, wenn er diese Folter beendete.

„Sieh sie dir an! Sie kann nicht laufen! Du erwartest doch nicht, dass ich diese verräterische Schlampe trage?“ Cassius fletschte die Zähne. „Heb sie auf und schlepp sie selbst. Ich muss mich sauber machen. Und wagt es ja nicht, sie zu töten, bevor ich da bin. Ich habe einen besonderen Abschied für sie geplant.“

Schritte hallten in der Zelle wider. Dann wurde ich vom Boden hochgerissen und über eine Schulter geworfen. Schmerz flammte auf, doch ich brachte nur ein Wimmern zustande, bevor alles schwarz wurde.

Als ich wieder zu mir kam, war da das Gejohle des Rudels, das meinen Tod forderte. Man hatte mich auf die Knie gezwungen, meine Hände waren hinter dem Rücken gefesselt, und mein Kopf hing schwer auf der Brust. Ich konnte meine Ankläger kaum ansehen.

„Der Tod dieser Verräterin soll euch allen eine Warnung sein!“ Der Alpha brüllte über die Menge. „Wenn ihr mit Streunern konspiriert, werdet ihr gefasst – und ihr bezahlt mit eurem Leben!“

„Vater, warte!“ Cassius fiel ihm ins Wort, und für den Bruchteil einer Sekunde schoss törichte Hoffnung in mir hoch. Doch nach dem, was er mir gerade angetan hatte, hätte ich es besser wissen müssen. Natürlich wollte er mir noch einmal das Messer ins Herz stoßen, bevor ich starb. „Ich möchte der wolflosen Schlampe noch etwas sagen, bevor du ihr erbärmliches Leben beendest.

Ich, Cassius Blackthorn, künftiger Alpha des Blackthorn-Rudels, weise dich, Sophie Starling, als meine Gefährtin und künftige Luna zurück.“

Ich hatte geglaubt, der Gürtel würde mich vor Schmerz zerbrechen. Doch die Qual dieser Zurückweisung war seelenzerstörend. Der Schrei, der mir aus der Kehle riss, durchbohrte das entsetzte Raunen der Menge – ein roher, herzzerreißender Laut. Cassius lachte nur.

Er hatte es gewusst. Die ganze Zeit. Er hatte zugesehen, wie ich jeden Tag gehasst und misshandelt wurde. Er hatte gewusst, dass ich seine Gefährtin war – und er hatte nichts getan.

Cassius hatte mich nie gewollt, nie an mich geglaubt, so wie er es vorgespielt hatte. Er hatte nur auf diesen Moment gewartet, auf die Gelegenheit, mich dann zurückzuweisen, wenn es am meisten wehtat.

Ich war froh, dass ich gleich sterben sollte. Dieser Herzschmerz, diese Leere – das war mehr, als ich ertragen konnte. In meiner Welt hatte es nie viel Glück gegeben, und das Wenige, das ich gehabt hatte, zerfiel gerade um mich herum zu Staub.

Ich wollte schreien, toben, gegen diese Ungerechtigkeit ankämpfen – doch alles, was aus mir herauskam, war ein hohles Lachen. Spröde, brüchig, als würde es im nächsten Moment zerbrechen. Genau wie ich.

Als der Alpha die Krallen ausfuhr und sich bereit machte, mir die Kehle aufzureißen und mein Leben zu beenden, schloss ich die Augen und klammerte mich an meine glücklichste Erinnerung, nur um nicht auseinanderzufallen. Ich dachte an meinen attraktiven Fremden, meinen einzigen echten Freund. Er war mürrisch und düster gewesen – aber auch gut. Und so sanft zu mir.

Ich hoffte, dass er es nach Hause geschafft hatte, wo auch immer „Zuhause“ für ihn war. Ich wünschte, ich hätte ihn noch ein einziges Mal sehen können. Ich wünschte, sein schönes Gesicht wäre das Letzte, was ich sah, bevor ich starb.

Ich erwartete jeden Moment den tödlichen Schlag – doch stattdessen donnerte ein ohrenbetäubendes Brüllen: „Stopp!“

Die Wucht dieses Befehls raubte mir den Atem. Ich öffnete ein Auge. Der Alpha war wie versteinert, die Kralle in der Luft, kurz bevor sie zuschlagen konnte – und das gesamte Rudel war unter dem Gewicht dieser Dominanz auf die Knie gezwungen worden.

„Wer wagt es, diese Frau zu töten?“, dröhnte die Stimme meines Retters.

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