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Ihre Augenlider waren schwer. Sie fühlte sich schwach. Sie rang darum, wach zu bleiben, doch die Schwäche überwältigte sie. Isabelle blickte sich in dem Raum um, in dem sie sich befand; es war dunkel, aber nicht so dunkel, dass sie nichts sehen konnte. Wo war sie? Es sah aus wie ein Keller, aber nicht wie irgendeiner. Als sie sich umsah, entdeckte sie Blutflecken an den Wänden – Handabdrücke von Menschen, die um ihr Leben gekämpft hatten. Da erinnerte sie sich plötzlich – Der Hochzeitstag. Schüsse. Männer in Schwarz. Entführt. Ihr Körper zitterte vor Angst, und sie versuchte, vom Stuhl aufzustehen – erst da bemerkte sie, dass sie angekettet war. Sie versuchte, ihre Hände aus der Kette zu befreien, dann hörte sie eine Stimme … „Das würde ich an deiner Stelle nicht tun“, sagte eine tiefe, samtige Stimme. Die Stimme ließ ihr alle Haare zu Berge stehen – tief und süß wie Schokolade, aber dunkel und bedrohlich. Sie war also nicht allein? Sie drehte sich schnell in die Richtung, aus der die Stimme gekommen war, und hatte Todesangst. Der Mann stand von seinem ursprünglichen Platz auf, und Isabelle konnte sehen, dass er groß war … wirklich groß. Sie saß zwar, aber das konnte sie erkennen. Woher kam er? Er sah den Männern, die sie im Wald angegriffen hatten, überhaupt nicht ähnlich. Er war anders. Er schien der Anführer zu sein. Und er trug einen Anzug. Endlich fand sie ihre Stimme wieder: „Du bist nicht ich, also sag mir nicht, was ich tun soll.“ Sie wartete auf seine Antwort. Sekundenlang geschah nichts. Und dann – „Wie heißt du?“, fragte er, und diese Stimme löste wieder verwirrende Reaktionen in ihrem Körper aus. Die Stimme war tief. Aber sanft. Vielleicht sogar leise, was es ihrem Gehirn schwer machte, zu wissen, wie sie reagieren sollte. „Sarah“, antwortete sie. Vielleicht würde er sie tatsächlich gehen lassen, wenn er dachte, sie sei nicht diejenige, nach der er suchte. „Isabelle Conti … richtig?“ Er ignorierte ihre Antwort. Enttäuscht senkte sie den Blick. Obwohl sie es liebte, wie er ihren Namen aussprach. Es fühlte sich an wie eine sinnliche Liebkosung, und sie hatte ihren Namen noch nie zuvor auf diese Weise gehört. „Isabelle … wenn ich mit dir rede, dann halt verdammt noch mal den Kopf hoch. SCHAU MICH AN! Hast du das verstanden?“, erklärte er mit befehlender Stimme. Er war definitiv der Boss. Isabelle blickte sofort auf. „Ja, ich bin Isabelle“, antwortete sie mit resignierter Stimme. Sie hörte, wie sich die Kellertür öffnete und wieder schloss, während jemand die Treppe herunterkam. „Ist sie wach?“, fragte der Mann, der gerade zu ihnen gestoßen war. Der Mann mit der samtigen Stimme nickte. „Chef, kann ich sie jetzt umbringen?“, fragte Luciano. Seine Hand war voller Tinte, und die Narbe an seinem Hals verschmolz mit dem monströsen Ausdruck auf seinem Gesicht. „Noch nicht … bleib in Bereitschaft“, antwortete Alessandro. Luciano stand regungslos da. „Luciano. Lass uns allein!“ Er warf einen Blick auf Isabelle. Sie bemerkte das Zögern, das sich mit der Dunkelheit in seinen Augen vermischte. Luciano wollte sie unbedingt töten. Seine Ungeduld verriet ihn. Doch anstatt das zu tun, was sein Verstand wollte, gehorchte er. Im Keller herrschte eine Weile Stille. „Ich bin Don Alessandro Moretti und dein schlimmster Albtraum. Dein Vater hat eine Grenze überschritten, als er vor Jahren jemanden tötete, der mir sehr viel bedeutete. Und jetzt werde ich mich revanchieren, indem ich jemanden töte, der ihm sehr viel bedeutet“, erklärte er, während er noch näher an sie herantrat. Seine Hände ruhten zu beiden Seiten des Stuhls, ihre Gesichter waren ganz nah beieinander. Sie konnten die Gegenwart des anderen spüren. Sie fühlte sich in der Position, die er in diesem Moment eingenommen hatte, gefangen. Und doch fühlte sie sich angezogen. „Und seltsamerweise bist du das.“ „Mein Vater ist kein Mörder! Ich glaube dir nicht und werde dir niemals glauben“, sagte Isabelle laut. Isabelle blickte sich im Raum um und tat das Erste, was ihr in den Sinn kam. Sie schrie. „HILFE! Irgendjemand, bitte HILFE! Sie halten mich gefangen … b-bitte“, schrie sie. Wenn überhaupt, ging sie ihm in diesem Moment auf die Nerven. Gott! Er hatte gerade erst ein paar Minuten mit ihr verbracht und schon war klar, dass er sie nicht ausstehen konnte. Warum um alles in der Welt schrie sie? Sie hätte wissen müssen, dass hier jeder seiner Gnade ausgeliefert war. Er wusste, dass Giovanni eine Tochter hatte, aber er hätte nie gedacht, dass sie so dumm war. Alessandros Wut kochte noch mehr hoch. Er packte sie an der Kehle, um weiteres Schreien zu verhindern. Er war nicht der Typ, der Frauen wehtat, aber diese Frau trieb ihn über alle Grenzen hinaus. Und sie war gerade erst angekommen. Isabelle hörte auf zu schreien, sobald er sie an der Kehle packte. Sie sah, wie er schnell ein Messer aus seiner Tasche zog. Ihr Leben schwand vor ihren Augen dahin. Er würde sie töten. Er ersetzte seine Hand durch das Messer an ihrer Kehle. Wenn sie sich bewegte oder schrie, würde es ihr die Haut aufschlitzen oder ihr wahrscheinlich die Kehle durchschneiden. So oder so könnte sie am Ende sterben. „Hätte ich gewusst, dass Giovannis Tochter so töricht sein würde, hätte ich dich direkt auf dem Altar töten lassen. Stell meine Geduld nicht auf die Probe, Isabelle. Ich bin kein guter Mensch, und wenn ich meine Geduld verliere, sterben Menschen.“ Als er bemerkte, dass sie verstummt war, grinste er teuflisch und triumphierend. Sie blutete, denn das Messer hatte ihr einen leichten Schnitt zugefügt. Alessandro tat so, als würde er das nicht bemerken. Er sah sie an, und alles, was er empfand, war Hass. Sie war zu jung. Zu unschuldig, und doch – Zu sehr wie Giovanni. „Glaubst du, Schreien wird dich retten? Schau …“ Sie blickte in die Richtung, in die sein Kopf zeigte. Die Kellertür. „Wen siehst du da kommen, um dir zu helfen?“ Niemanden. Eine Antwort, die sich für sie wie ein Schlag ins Gesicht anfühlte. „Das zeigt, wie wertlos du bist. Hätten meine Männer deine Hochzeit nicht gestört, wärst du Domenicos Hure geworden. Vergessen und unerkennbar. Ich bin nicht meine Männer. Ich bin Don Alessandro. Wenn du mit ihnen schreien kannst, dann sei dir bewusst, dass du das bei mir nicht überleben würdest.“ Ihre Augen waren wieder gesenkt. „Ich sagte, schau mich verdammt noch mal an, Isabelle. Geh mir nicht auf die Nerven.“ Tränen rannen ihr über die Wangen. Sie fühlte sich besiegt. „Schon Tränen?“ Er nahm das Messer von ihrem Hals. „Weine noch nicht, denn für dich fängt es erst an, richtig schrecklich zu werden. Ich werde dich den Moment bereuen lassen, in dem du mich zum ersten Mal gesehen hast.“ Isabelle schluchzte noch heftiger. Wegen des Schmerzes durch das Messer an ihrem Hals und wegen des Grauens darüber, wie ihre Zukunft mit Alessandro aussehen würde. Als sie den Mann ansah, erkannte sie, wie sehr er sie hasste. „Bitte, lass mich gehen. Ich verspreche, dass man mich nie wieder sehen wird. Du wirst nie wieder etwas von Giovannis Tochter hören müssen. Tu mir das nicht an … bitte“, flehte sie unter Tränen. Doch Alessandro war es egal. Sein Herz war von Dunkelheit erfüllt, und er hatte nur noch einen Gedanken im Kopf. „Rache!“ Er ignorierte sie, holte einen Schlüssel aus seiner Tasche und ging auf sie zu. Er schloss ihre Ketten auf und befreite sie von allen anderen Seilen, mit denen sie gefesselt gewesen war. Isabelle blickte neben sich auf den Boden. Dort lag eine Pistole. Wie hatte sie die nur übersehen können? Sobald er einen Schritt von ihr zurücktrat, hob sie die Waffe auf. „Jetzt lass mich los. Komm mir nicht näher, also lass mich lieber einfach gehen, wenn du nicht verletzt werden willst“, drohte Isabelle mit zitternden Händen. Sie stammte aus einer Mafia-Familie, hatte aber in ihrem ganzen Leben noch nie eine Waffe in der Hand gehalten. Alessandros Grinsen wurde breiter. Er war noch nie einer so temperamentvollen und eigensinnigen Frau begegnet. Er war daran gewöhnt, dass sie bettelten. Dass sie flehten. Aber noch nie hatte er eine gesehen, die den Mut hatte, eine Waffe auf ihn zu richten. Isabelle Conti interessierte ihn weitaus mehr, als er zugeben wollte. Er lächelte, rührte sich jedoch nicht und reagierte auch nicht auf ihre Drohung. Isabelles Selbstvertrauen begann zu schwinden. Wer lächelt schon, wenn eine Waffe auf ihn gerichtet ist? „Ich drücke ab, Alessandro. Lass mich gehen!“, drohte sie erneut. „Na los, dann. Ich fordere dich heraus“, antwortete er. „Töte mich.“ Ihr Gesichtsausdruck verdunkelte sich vor Wut oder … Frustration. „Fordere mich nicht heraus. Ich könnte es tun“, warnte sie erneut. „Das kannst du nicht, denn du bist keine Mörderin.“ „Vielleicht bin ich es doch. Du könntest mein erstes Opfer sein“, erwiderte sie und bemerkte, dass er ihr immer noch den Weg versperrte. „Drück verdammt noch mal ab, Isabelle!“, befahl er laut. Auf seinen befehlenden Ton hin drückte Isabelle den Abzug. PANG! Ein einzelner Schuss hallte wie ein Blitz durch die Luft.HUNDERTUNDDREI⚠-18+Ihre Augen blieben auf seinem Schoß fixiert, und als er den Bund seiner Boxershorts tief genug herunterzog, dass sein Schwanz freisprang, sog sie einen Atemzug ein. Als würde sie den Atem anhalten und darauf warten, ihn zu sehen, obwohl sie früher gesagt hatte, dass sie ihn nicht wollte.Alessandros Hand schloss sich um die Basis seines Schwanzes. Drückte zu.„Du wirst genau dort bleiben, Isabelle“, sagte er, als er bemerkte, wie sie auf ihre Unterlippe biss. „Und zuschauen“, fügte er hinzu und zog seine Hand an seiner Länge hoch, drückte etwas fester direkt unter der Spitze. „Und ich werde warten… warten, bis du um meinen Schwanz bettelst. Aber bevor das passiert, wirst du genau das tun, was ich sage.“Isabelle machte ein Geräusch — etwas zwischen Unglauben und Aufregung.Er griff seine Basis mit der Hand, als er anfing zu streicheln. „Jetzt, schiebe deine Hand hinunter und berühre dich. Ich will dich beobachten.“„Alessandro…“ fing sie an, um zu protestieren. Ih
HUNDERTUNDZWEIWährend sie ihre Hand an seiner Länge auf und ab streichelte, blieb ihre andere Hand an seinem Oberschenkel fürs Gleichgewicht, ihre Finger gruben sich in seinen Muskel. Ungeduldig griff Alessandro nach ihrem Haar, drückte ihren Kopf nach vorne und drängte sie, mehr zu nehmen, als sie bereits hatte.Überraschenderweise streckte Isabelle die Hand aus und legte ihre Hand über seine am Hinterkopf. Sie drückte seine Hand nach vorne und drängte sich selbst, tiefer zu gehen. Alessandro, immer noch erregt, wölbte seine Hüften höher… schneller, stieß in und aus ihrem Mund — fickte ihre Lippen — sie in die Vergessenheit.Er konnte spüren, wie ihre Muskeln um ihn herum zuckten, während sie mit seinem neu gefundenen Tempo mithalten kämpfte. An ihrem Haar greifend, zog er sie von seinem Schwanz und ließ sie eine Weile zu Atem kommen.Isabelle hatte immer noch ihre Hand an seinem Schwanz und blieb nicht untätig, sie führte ihren Griff an seiner Länge auf und ab und ließ sein Pre-Cum
HUNDERTUNDEREINS„Sag mir diese Worte noch einmal.“Isabelle biss sanft auf ihre Unterlippe und versuchte, das Gefühl zu kontrollieren, das in ihr hochkochte. Sie war kurz davor, dem Vergnügen nachzugeben, das er anbot, aber dann erinnerte sie sich…Er hatte sie trotz ihrer zahlreichen Bitten in die Folterkammer gesperrt. Er hatte sie tagelang ignoriert. Es hatte keinen einzigen Moment der Zärtlichkeit zwischen ihnen gegeben in diesen wenigen Tagen, und hier war er und tat das, was er am besten konnte.Er nutzte die Reaktion ihres Körpers zu seinem Vorteil.Widerwillig schlug sie seine Hand von ihren Brüsten und überraschte ihn damit.„Ich habe gesagt“, begann sie und sah ihn mit dem kleinsten Maß an Trotz an. „Berühr mich nicht.“Alessandro schien amüsiert. Er sah nicht so aus, als nähme er diese Ablehnung ernst. Fast so, als wäre er zu selbstsicher.„Du sagst das eine, Firecracker, und dein Körper sagt etwas anderes“, neckte Alessandro und kam näher, durchbrach den kleinen Abstand,
HUNDERTEin Piepton.Noch ein Piepton.Und noch einer…Isabelle griff hastig nach ihrem Handy vom Schminktisch. Sie wusste, wer es war… wusste, was ihr Handy wieder und wieder zum Vibrieren brachte.Es war wieder die unbekannte Nummer.Dieselbe Nummer, die sie weder zurückverfolgen noch identifizieren konnte. Dieselbe Nummer, die eine Reihe kleiner Piep-Anrufe und Nachrichten hinterlassen hatte. Es erschreckte sie, dass sie keine Ahnung hatte, wer es war. Isabelle holte tief Luft, als sie die Benachrichtigung der Nachricht sah, die ihr von der unbekannten Nummer geschickt worden war.¡_________________________¡Unbekannt: Foto☮¡_________________________¡Sie klickte auf den Foto-Button, und das Nächste, was sie sah, war ein Bild von Alessandro – er war nicht allein. Ava, mit ihrem ingwerfarbenen Haar und braunen Augen, stand direkt neben ihm. Es lag ein schwaches Lächeln auf ihren Gesichtern, und ihre Hände waren ineinander verschlungen.Ihr Herz sank, sie setzte sich aufs Bett – spr
Tage hatten sich in Wochen verwandelt – genau zwei, und sie hatten immer noch nicht miteinander gesprochen. Kein Alessandro. Nur Zeichen, die sagten, dass er da gewesen war. Sie bekam ihn nie zu Gesicht, weil er immer darauf achtete, hereinzukommen, wenn sie nach Stunden des Wartens auf ihn endlich eingeschlafen war, und fortzugehen, bevor sie aufwachte. Egal, wie sehr sie versuchte, früher als gewöhnlich aufzuwachen, um ihn neben sich zu entdecken – sie schaffte es einfach nie. Alessandro kannte sie besser, als sie sich selbst kannte. Bei der Art, wie alles war, gab es nur eine Schlussfolgerung, die sie hatte.Er vermied sie ganz klar.Sie wusste, dass er immer nach Hause kam, nur nicht zu ihr. Es war, als würde sich dasselbe Muster immer wieder abspielen, und es wurde erschöpfend. Seine Männer wollten ihr nicht einmal sagen, wo er war, was nur bedeutete, dass Alessandro nicht wollte, dass sie es wusste. Und estat weh… ziemlich stark.Und jetzt, genau wie zuvor, war die Bibliothek zu
Die Vergangenheit – Alessandro – ALTER 25„Ich werde diese Frau da drinnen nicht heiraten, und du kannst mich nicht dazu zwingen, etwas anderes zu tun“, erklärte Alessandro, seine Stimme fest… beharrlich.„Ich bin immer noch dein Vater, sehr lebendig und gesund. Ich habe das Recht, dir genau zu sagen, was du tun sollst. Deine Aufgabe ist es, zuzuhören und zu gehorchen. Außerdem bin ich dein Capo und was immer ich sage, gilt. Warum tust du so, als wäre das alles etwas brandneues für dich? Du wurdest trainiert, nach dem Mafia-Code zu leben, und du bist in der Cosa Nostra, du solltest wissen, wie gut Loyalität funktioniert… wie Treue funktioniert. Diese Frau da drinnen ist deine Frau, und das ist endgültig. Du solltest wahrscheinlich anfangen darüber nachzudenken, wie ihr zusammen Kinder bekommen werdet, um das Imperium zu erweitern“, erklärte Antonio, sitzend in seinem alten schwarzen Leder-Wingback-Stuhl, dem, der nur für ihn allein reserviert war, mit einer Zigarre in der einen Hand un





