Verbotener Anspruch: Die Obsession eines Mafia-Königs

Verbotener Anspruch: Die Obsession eines Mafia-Königs

last updateZuletzt aktualisiert : 23.09.2026
Von:  CrystalGerade aktualisiert
Sprache: Deutsch
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Zusammenfassung

Action

Suspense

Mafia

Plot Twist

„Sieben Tage, Piccola. Kriech zu mir, oder ich hole dich mit Gewalt.“ Jahrelang lebte Nadia Vance als Dienstmädchen im Anwesen ihrer Tante. Sie ertrug die Misshandlungen ihrer Tante und deren Familie und wehrte ihren durchgeknallten Cousin ab. Sie dachte, sie wüsste, was die Hölle ist. Sie irrte sich. Lorenzo Romano, ein kalter, skrupelloser und tödlicher Mafia-König, kommt, um eine Schuld einzutreiben, die nur mit Blut bezahlt werden kann – Schulden, die ihr Onkel bei ihm hat. Stattdessen macht er ihrem Onkel ein bittersüßes Ultimatum: sieben Millionen Dollar und der Erlass aller Schulden im Austausch für das Mädchen. Der Handel steht, und Lorenzo stellt Nadia vor die Wahl: Sie hat sieben Tage Zeit, freiwillig zu ihm zu kriechen, oder er wird sie sich mit Gewalt nehmen. Nadia weigert sich, dem Tyrannen nachzugeben, und wartet den Countdown ab. Doch als ihr verzweifelter Fluchtversuch am sechsten Tag scheitert, zieht Lorenzo sie in die Unterwelt aus absoluter Macht, dunklen Geheimnissen und berauschender Gefahr. Sie hatte erwartet, seine Gefangene zu sein. Nicht erwartet hatte sie die dunkle Versuchung, die das Tragen des Rings eines Mafia-Königs mit sich bringt.

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Kapitel 1

Kapitel 1

Nadias Sicht

Der schwere, rhythmische Bass der VIP-Lounge vibriert durch die Sohlen meiner Turnschuhe. Es ist nach Mitternacht, und die Luft in der Crimson Lounge ist ein dicker, schwerer Mix aus teurem Herrenparfüm, verschüttetem Scotch und dem süßlichen Duft von E-Zigaretten-Rauch.

Ich stehe vor dem verblassten Spiegel in der Personaltoilette und klammere mich an den Rand des Porzellanwaschbeckens, als wäre es das Einzige, was mich noch auf der Erde verankert.

Langsam, mit zitternden Fingern, streiche ich meinen dunklen Pony zur Seite. Dort, mitten durch meinen Haaransatz verlaufend, befindet sich eine dünne, blasse Narbe. Eine physische Erinnerung an eine Nacht, an die ich mich nicht mehr vollständig erinnern konnte.

Meine Tante und mein Onkel hatten mir strengstens verboten, jemals über diese Nacht zu sprechen, und meine Vergangenheit in einer Kiste des Schweigens weggeschlossen.

Ich streiche meinen Pony wieder an seinen Platz, hole tief und zitternd Luft und rücke das goldene Armband an meinem Handgelenk zurecht.

„Nur noch ein paar Monate“, flüstere ich meinem Spiegelbild zu und versuche, einen Funken Hoffnung in meine trüben, müden Augen zu zwingen.

Ich nehme jede Doppelschicht an, die Maddie, meine Schichtleiterin, mir aufbrummt. Ich arbeite, bis meine Füße bluten und meine Muskeln vor Erschöpfung schreien – alles für das eine Ziel, das ich vor Augen habe.

Meine Studiengebühren. Ich hatte den Zulassungsbescheid unter den losen Dielenbrettern in meinem Kleiderschrank versteckt.

Meine Erziehungsberechtigten, die wohlhabenden Bennetts, weigern sich, auch nur einen einzigen Cent für meine Ausbildung zu zahlen.

Sie lachen über die Vorstellung, dass ich aufs College gehe, und behaupten, ich sei als ihre im Haus lebende Haushaltshilfe viel „nützlicher“. Dieser Job ist – trotz der anstrengenden Arbeitszeiten und der rüpelhaften Kundschaft – meine Eintrittskarte in die Freiheit.

Plötzlich wird die schwere Toilettentür aufgerissen, und Maddie platzt herein. Ihr Gesicht ist eine Mischung aus Panik und Aufregung.

„Nadia! Was versteckst du dich hier drinnen?“, zischt sie, packt mich am Arm und zieht mich zur Tür. „Die private VIP-Suite im dritten Stock ist gebucht worden. Der Kunde hat ausdrücklich nach unserer besten und diskretesten Bedienung verlangt. Schnapp dir dein Tablett und geh sofort hoch!“

„Maddie, ich habe gerade eine Sechs-Stunden-Schicht im Gastraum hinter mir“, flehe ich, während meine Stimme vor Erschöpfung zittert. „Kann Jaxon das nicht übernehmen?“

„Jaxon hat im Hauptraum alle Hände voll zu tun, und dieser Kunde ist niemand, den man warten lässt“, schnauzt Maddie mich an. Ihr Tonfall lässt keinen Raum für Argumente. „Er hat eine Reservierungsgebühr gezahlt, die die Miete dieser Bar für ein ganzes Jahr decken könnte. Verpatz das nicht, Nadia. Los!“

Ich schlucke den schweren Kloß in meinem Hals herunter, nicke stumm und gehe zurück zur Bar. Ich belade ein Silbertablett mit einer Kristallkaraffe voll feinstem, gealtertem Whiskey, drei schweren Kristallgläsern und einem Eimer mit perfekt klaren, von Hand zugeschnittenen Eiswürfeln.

Als ich die Wendeltreppe zum privaten dritten Stock hinaufsteige, beginnt der Lärm der Hauptbar zu verblassen und wird durch eine schwere Stille ersetzt.

Der Flur, der zur privaten Suite führt, ist mit einer tiefroten Samttapete ausgekleidet, doch die Atmosphäre wirkt beinahe einflößend.

Vor der doppelten Mahagonitür halten zwei hünenhafte Männer Wache. Sie tragen makellos maßgeschneiderte schwarze Anzüge und haben die Hände ordentlich vor sich verschränkt.

Ihre kalten, berechnenden Augen mustern mich, als ich mich nähere. Einer von ihnen drückt wortlos die schwere Tür auf und bedeutet mir einzutreten.

Mein Atem stockt, als ich die Suite betrete.

Der Raum ist geräumig; das einzige Licht stammt vom bernsteinfarbenen Leuchten eines schwach brennenden Kaminfeuers.

Die Luft ist erfüllt vom schweren Duft teuren, handgedrehten Tabaks und einer subtilen metallischen Note, die mir die Haare auf den Armen zu Berge stehen lässt.

Drei Männer sitzen in einer halbkreisförmigen Lederecke. Zwei von ihnen unterhalten sich mit leiser, gedämpfter Stimme. Doch meine Aufmerksamkeit wird augenblicklich auf den Mann gelenkt, der genau in der Mitte sitzt.

Er ist gefährlich, atemberaubend gutaussehend. Er hat eine ausgeprägte Kieferpartie, hohe Wangenknochen und dunkles Haar, das bis zur absoluten Perfektion gestylt ist.

Doch es sind seine Augen, die meine Füße auf der Stelle festfrieren lassen. Sie haben ein stechendes, kristallines Blau – so kalt, dass es sich anfühlt, als würde Eiswasser meine Haut berühren.

Selbst im Sitzen kann die Haltung seines italienischen Anzugs die rohe, tödliche Macht nicht verbergen, die von seinen breiten Schultern und seinem muskulösen Körper ausstrahlt.

„Guten Abend, die Herren. Mein Name ist Nadia, und ich werde mich heute Abend um Sie kümmern“, sage ich und zwinge meine Stimme, professionell zu klingen.

Die beiden Männer an seiner Seite hören auf zu sprechen und blicken auf. Sie schenken mir ein höfliches, charmantes Lächeln, doch der Mann in der Mitte starrt mich einfach nur an.

Sein Blick ist unvoreingenommen, schwer und erschreckend intensiv. Es fühlt sich an, als würde er nicht nur mich ansehen, sondern durch mich hindurchblicken. Das Gewicht seiner Aufmerksamkeit lässt meine Brust eng werden.

„Was darf ich Ihnen bringen, mein Herr?“, frage ich. Mein Blick wandert nach unten auf das Silbertablett, um seinem einflößenden Strengen auszuweichen.

„Eine Flasche eures besten Whiskeys“, spricht er schließlich.

Seine Stimme ist ein tiefer Bariton mit einem dichten italienischen Akzent, der durch die Dielenbretter direkt in meine Brust vibriert.

Es jagt mir einen seltsamen Schauer über den Rücken. Für den Bruchteil einer Sekunde überkommt mich ein merkwürdiges Gefühl der Vertrautheit, aber ich schüttele den Gedanken gewaltsam ab.

Du bist nur erschöpft, Nadia, sage ich mir selbst. Du hast noch nie in deinem Leben einen Mann wie diesen getroffen.

Mit Händen, die trotz all meiner Bemühungen zittern, stelle ich die schwere Silberkaraffe auf den niedrigen Glastisch.

Ich setze die drei Gläser mit einem leisen Klirren ab und greife dann nach der silbernen Eiszange. Ich kann spüren, wie sein Blick jede einzelne Bewegung meiner Handgelenke verfolgt – wie er mustert, wie meine Finger die Silberzange greifen und wie mein goldenes Armband meinen Arm hinuntergleitet.

„Wünschen Sie Eis, mein Herr?“, frage ich kaum hörbar, als ich aufsehe, um seinem eisigen Blick zu begegnen.

Einen quälenden Moment lang antwortet er nicht. Er starrt einfach nur, während sein Blick zu der blassen Narbe wandert, die unter meinem Pony hervorlugt, und dann zu dem Armband an meinem Handgelenk.

„Nein“, sagt er mit tiefer, gebietender Stimme. „Schenk einfach ein.“

Ich nicke und gieße vorsichtig eine großzügige Menge der bernsteinfarbenen Flüssigkeit in sein Glas. Ich wiederhole den Vorgang für die anderen beiden Männer, während meine Knie unter dem Druck der Stille im Raum beinahe nachgeben.

„Falls... falls Sie noch etwas brauchen, läuten Sie bitte einfach die Servicaglocke“, murmle ich und presse mein leeres Silbertablett wie einen Schutzschild an meine Brust.

Ich mache zwei unsichere Schritte rückwärts und behalte mein Gesicht rein aus Überlebensinstinkt den Männern zugewandt, bevor ich mich umdrehe und aus der Tür schlüpfe.

In dem Moment, in dem die Tür hinter mir ins Schloss fällt, breche ich an der Wand des ruhigen Flurs zusammen und stoße einen rauen, zitternden Atemzug aus. Mein Herz hämmert so heftig gegen meine Brust, dass ich sicher bin, die Wachen können es hören.

Er ist wunderschön, aber von ihm geht eine Dunkelheit aus, die in Wellen überrollt. Er sieht nicht wie ein Kunde aus. Er sieht aus wie ein Raubtier, das gerade seine Beute gesichtet hat.

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