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Kapitel 7

Author: Jacob50
last update publish date: 2026-06-08 12:56:36

Natalia's POV

Das Abendessen begann schweigend. Es war nicht so unangenehm oder erzwungen, wie ich die paar Minuten lang dachte; es wurde nur kontrolliert.

Ethan beeilte sich nicht zu reden, als ich mich hinsetzte. Stattdessen beugte er sich vor. Hat mir ein Glas Wein eingeschenkt. Seine Handlungen waren sanft und natürlich, wie bei einem Mann, der es schon einmal getan hatte. Das teure Restaurant war fast leer, was unserem Tisch ein Gefühl der Einsamkeit verlieh. Die sanfte Jazzmusik im Hintergrund trug nicht dazu bei, die Spannung in der Luft zu verbergen.

Er schob mir das Glas entgegen. Als er fertig war, schaute ich auf den schäumenden Wein hinunter. Habe es nicht angerührt.

Seine Lippen verzogen sich leicht. „Vorsicht“, sagte er mit einem wissenden Lächeln. Seine dunklen Augen starrten mich an und beobachteten meinen Gesichtsausdruck. „Das gefällt mir an dir, Natalia. Eine Frau in deiner Position kann es sich nicht leisten, nachlässig zu sein. Vor allem nicht nach dem Auftritt, den du heute Morgen bei der Rudelzeremonie abgeliefert hast.“

Ich hatte die Hände im Schoß gefaltet. Ich trug mein Kleid. Der, der sich noch vor einer Stunde in meiner Wohnung wie eine Rüstung angefühlt hatte. Jetzt, wo ich einem Mann gegenübersaß, der über viel Macht im geschäftlichen Unterleib der Stadt verfügte, musste ich mich daran erinnern, zu atmen.

„Ich bin nicht nachlässig, Ethan“, sagte ich mit ruhiger und fester Stimme. „Ich bin einfach schlau. Wir sind hier, um über Geschäfte zu reden, nicht um Partys zu feiern. Ich trinke nicht mit Leuten, bis ich weiß, was ihre wahren Absichten sind.“

Ethan lachte leise. Lehnte sich in seinem Ledersessel zurück. Er nahm einen Schluck aus seinem eigenen Glas, ohne den Augenkontakt zu unterbrechen. „Alles. Gut. Also reden wir übers Geschäft. Ihr Plan, die Versorgungsleitungen von Alpha Liams über das südliche Handelszentrum zu umgehen, ist brillant. Die Daten, die Sie auf Ihrem Laptop zusammengestellt haben, sind korrekt. Wenn wir das durchziehen, werden wir beide Millionen Dollar verdienen. Liam wird seinen finanziellen Würgegriff über dieses gesamte Gebiet verlieren.

Als ich ihn die Worte laut sagen hörte, wurde es wahr. In meinem Leben hätte ich es nie gewagt, gegen Liam zu rebellieren. Ich wäre sein gehorsamer Begleiter gewesen und hätte ihm erlaubt, jeden Teil meines Lebens zu kontrollieren. Dies war meine zweite Chance und ich würde sie nutzen, um meine absolute Freiheit zu erkaufen.

„Der Plan funktioniert nur, wenn Ihr Vertriebsnetz so sicher ist, wie Sie behaupten“, sagte ich und beugte mich ein wenig vor. „Liam ist ein Alpha. Er hat seine Augen überall. Wenn er auch nur ein Flüstern von unseren Plänen hört, wird er die Handelsrouten zerstören, bevor die erste Lieferung überhaupt eintrifft.“

„Liam ist ein Rohling“, sagte Ethan und sein Ton wurde herablassend. „Er verlässt sich stark auf rohe Gewalt und alte Wolfsgesetze. Er hat keine Ahnung von Wirtschaft und versteht schon gar nicht, wie die Stadt funktioniert.“Wenn er merkt, dass seine Geldquellen versiegen, wird es für ihn zu spät sein, uns aufzuhalten.“

Wir verbrachten dreißig Minuten damit, die Einzelheiten des Vertrags durchzugehen. Ethan war scharfzüngig. Ich habe dafür gesorgt, dass meine eigenen Interessen geschützt wurden. Ich würde nicht zulassen, dass ein mächtiger Mann mich gegen einen anderen eintauscht. Ich war jetzt ein Wolf, und das wollte ich auch bleiben. Jedes Mal, wenn er versuchte, die Margen zu seinen Gunsten zu verschieben, konterte ich mit Daten aus dem Handelszentrum und zwang ihn, meine Intelligenz zu respektieren.

Als der Kellner den Gang brachte, breitete sich in meinem Magen ein seltsames Gefühl aus. Die Luft im Restaurant fühlte sich plötzlich schwerer und dicker an. Meine Wolfsinstinkte, die seit dem Verlassen meiner Wohnung relativ ruhig waren, begannen plötzlich zu schreien. Die Gefahr war nahe.

Ich sah mich im beleuchteten Esszimmer um. Die wenigen anderen Gäste wirkten normal, aßen und unterhielten sich mit gedämpfter Stimme. Die Haut an meinem Hals kribbelte.

„Ist etwas nicht in Ordnung?“ fragte Ethan, als er die Veränderung meiner Haltung bemerkte.

„Ich weiß es nicht“, murmelte ich und ließ meinen Blick über die schweren Samtvorhänge am Eingang schweifen. „Die Luft fühlt sich... bedrückend an. Es ist, als würde ein Sturm aufziehen.“

Ethan lächelte, obwohl seine Augen etwas schmaler wurden. „Du bist nur nervös wegen der Intervention, die deine Freunde vorhin versucht haben. Entspann dich, Natalia. Du bist hier in Sicherheit. Meine Männer sind an jedem Eingang dieses Gebäudes postiert. Niemand kommt ohne meine Erlaubnis hierher.“

Gerade als er zu Ende gesprochen hatte, summte mein Telefon heftig auf der Tischdecke.

Ich packte es schnell und mein Herz hämmerte bis zum Hals. Es handelte sich um eine SMS von einer gesperrten Nummer. Meine Daumen zitterten leicht, als ich den Bildschirm entsperrte.

Die Nachricht war kurz. Es ließ mein Blut in Eis gefrieren:

„Er weiß von dem Restaurant. Er weiß von dem Deal. Verschwinde jetzt. Selene hat ihm alles erzählt.“

Mein Atem stockte. Selene. Mein angeblich bester Freund hatte mich an Alpha Liam verraten. Sie hatte wahrscheinlich an der Tür gelauscht. Während ich arbeitete, habe ich meinen Laptop ausspioniert.

„Ethan“, brachte ich flüsternd hervor. „Wir müssen gehen. Jetzt. Es ist eine Falle.“

Ethan runzelte die Stirn, seine ruhige Maske glitt endlich von seinem Gesicht. "Worüber redest du?"

Bevor ich antworten konnte, zerbrachen die schweren Glastüren an der Vorderseite des Restaurants in tausend Teile. Die laute Explosion hallte durch die Luft, gefolgt von den durchdringenden Schreien der anderen Gäste.

Durch die Wolke aus Staub und herunterfallendem Glas marschierten mehrere riesige Gestalten in den Raum. Sie trugen weder Anzüge noch normale Kleidung. Sie trugen taktische Ausrüstung, ihre Gesichter waren hinter schwarzen Masken verborgen, aber ihre leuchtend gelben Augen verrieten genau, was sie waren.

Liams Elite Enforcement Command.

„Sichern Sie den Bereich ab!“ Eine raue Stimme schrie von vorn.

Ethans zwei Leibwächter traten sofort aus dem Schatten und zogen Waffen mit silbernen Klingen, die Wölfe überwältigen sollten. Sie feuerten eine Salve Pfeile auf die Eindringlinge ab, aber Liams Männer waren zu schnell. Zwei riesige dunkle Wölfe stürmten durch die Fenster an der Seite des Gebäudes und warfen Ethans Wachen mit knochenbrechender Wucht zu Boden.

Im Restaurant herrschte Chaos. Stühle wurden umgeworfen, Tische zerschmettert und die übrigen Gäste flüchteten panisch in Richtung Küchentüren.

Ethan stand schnell auf. Er zog eine kompakte silberne Schusswaffe aus seiner Jacke. Seine Augen waren vor Schock weit aufgerissen. „Wie hat er diesen Ort gefunden? Wie hat er meine Sicherheitsleute draußen umgangen?“

„Weil Ihre Sicherheitsleute jetzt mir gehören“, hallte eine tiefe, vertraute Stimme durch das zerstörte Esszimmer.

Die Menge der Wölfe teilte sich und trat zur Seite, um einen freien Weg zu schaffen. Alpha Liam ging langsam durch die Trümmer, seine schweren Stiefel zermahlten die Glasscherben auf dem Boden.

Seine dunkle Lederjacke war mit Blut bespritzt. Wahrscheinlich von Ethans Wachen draußen. Sein Gesichtsausdruck war vollständig in Stein gemeißelt. Seine Augen bohrten sich mit einer so heftigen und brennenden Intensität in meine, dass es schwierig war, einen einzigen Atemzug zu holen. Der rohe, erstickende Druck seiner Alpha-Aura durchflutete den Raum und ließ meine Knie weich werden.

„Liam“, flüsterte ich und wich zurück, bis meine Hüfte die Kante des Esstisches berührte.

Liam blieb drei Meter von uns entfernt stehen. Er sah Ethan nicht an; Sein wütender, brennender Blick war ganz auf mich gerichtet. Er blickte auf mein Kleid und dann auf die beiden Weingläser auf dem Tisch, und ein dunkles, bösartiges Knurren entrang sich seiner Kehle.

„Hast du wirklich geglaubt, du könntest vor mir weglaufen, Natalia?“ Liam knurrte leise, das Geräusch vibrierte in seiner Brust. „Hast du wirklich geglaubt, dass dieser Stadtmüll dich von einem Band der Kameradschaft befreien könnte?“

Ethan stand vor mir, hob seine Waffe und zielte direkt auf Liams Brust. „Geh zurück, Alpha. Du befindest dich außerhalb deines Territoriums. Wenn du einen Schritt näher an sie herantrittst, schieße ich dir eine Silberkugel ins Herz.“

Schließlich richtete Liam seinen Blick auf Ethan, ein spöttisches Lächeln huschte über seine Lippen. Er schien nicht alle bedroht zu sein. Tatsächlich sah er amüsiert aus.

„Glaubst du, eine kleine Waffe macht dich zu einem Königsgeschäftsmann?“ flüsterte Liam düster. Er hob die Hand und gab den Wölfen hinter ihm ein schnelles Zeichen.

Aus den Schatten in der Nähe des Eingangs zerrten zwei Vollstreckerwölfe eine blutende Gestalt hervor und warfen sie vor Liams Füßen auf den Boden.

Mein Herz blieb völlig stehen. Es war Selene. Sie weinte und ihr Gesicht war voller Schmutz und Tränen. Sie sah mit Panik in den Augen zu mir auf.

„Bitte, Natalia!“ Selene schluchzte, ihre Stimme brach vor Panik. „Es tut mir leid! Ich musste es ihm sagen! Er wollte meine Familie töten! Er weiß vom Southern Trade Centre! Er weiß alles!“

Liam trat auf Selenes Hand und zwang ihre Lippen zum Schreien, obwohl er meine Augen nie verließ. Er beugte sich leicht nach vorne, seine Präsenz dominierte den zerstörten Raum vollständig.

„Dein kleines Geschäftsimperium ist bereits tot, Natalia“, sagte Liam mit böswilliger Stimme. „. Jetzt überlasse ich Ihnen eine letzte Entscheidung. Sie können auf die Knie fallen, das Band der Kameradschaft annehmen und jetzt zum Rudelhaus zurückkehren ...“

Er hielt inne und sein Lächeln wurde animalisch, als sein Elitekommando seine silbernen Klingen zog und Ethan vollständig umzingelte.

„.... Du kannst zusehen, wie ich deinen kleinen Freund vor deinen Augen Stück für Stück in Stücke reiße.“

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