LOGINNatalias Perspektive
„Is er der Grund, warum du mich abgewiesen hast?“ Diese Worte schnitten tief durch die Nacht. Sein Tonfall mochte ruhig gewesen sein, aber darunter lag etwas, das meine Nerven blank legte – etwas Dunkleres. Ich musste mich nicht umdrehen, um zu wissen, wer es war. Doch ich tat es trotzdem. Alpha Liam stand nur wenige Schritte hinter mir. Sein Gesichtsausdruck schien wie aus Stein gemeißelt, und seine Augen waren mit einer so wilden und brennenden Heftigkeit in die meinen gebohrt, dass die Luft um uns herum dicker zu werden schien. Die Stille zwischen uns zog sich in die Länge, während ich ihn zurückanstarrte. Die kühle Nachtbrise wehte an uns vorbei und ließ die Blätter der nahen Bäume rascheln, aber keiner von uns bewegte sich. Meine Hand lag immer noch auf dem kalten Metallgriff meiner Autotür. Mein rotes Kleid, das sich noch vor wenigen Minuten in meiner Wohnung wie ein kühnes Zeichen von Unabhängigkeit angefühlt hatte, kam mir jetzt vor wie eine Zielscheibe auf meinem Rücken. Aber ich weigerte sich, schwach zu wirken. In meinem früheren Leben hätte ich gezittert. Ich wäre auf die Knie gefallen, hätte ihn um Vergebung angefleht und alles getan, um sein furchterregendes Temperament zu beruhigen. Früher war es mir so wichtig gewesen, was er dachte, was das Rudel dachte und was meine sogenannten Freunde hinter meinem Rücken tuschelten. Jetzt nicht mehr. Das hier war ein neues Leben, und ich war eine neue Version meiner selbst. Ich ließ den Autotürgriff los, drehte meinen Körper langsam ganz zu ihm um und verschränkte die Arme. Ich wappnete mich und erwiderte seinen kalten, wütenden Blick mit einem festen Augenaufschlag. „Ich bin dir keine Antwort schuldig, Liam“, sagte ich. Meine Stimme war überraschend ruhig, trotz des schweren Drucks seiner Alpha-Aura, die auf mich herablastete. „Meine Entscheidungen gehören mir ganz allein. Ich habe dich abgewiesen, weil ich meine Freiheit will, und nicht wegen irgendjemand anderem.“ Liam machte einen langsamen, bewussten Schritt näher. Die Schatten des Parkplatzes schienen sich um seine stämmige Gestalt zu legen, was ihn noch bedrohlicher und gefährlicher wirken ließ als sonst. Ein dunkles, bitteres Lächeln umspielte seine Lippen, aber die Wärme erreichte seine Augen nicht. Seine Augen blieben auf mich gerichtet und brannten mit einer gefährlichen Mischung aus Besessenheit und verletztem Stolz. „Glaubst du, es ist so einfach, Natalia?“, grollte er leise. Das Geräusch vibrierte tief in seiner Brust, ein tiefes Grollen, das jeden gewöhnlichen Wolf in die Flucht getrieben hätte. „Glaubst du, du kannst einfach so von einem wahren Gefährtenband weglaufen? Glaubst du, du kannst den Alpha des stärksten Rudels der Region öffentlich demütigen, deinem Schicksal den Rücken kehren und einfach so tun, als wäre nichts passiert?“ Er machte noch einen Schritt. Der Abstand zwischen uns schrumpfte rapide. „Du gehörst mir“, fuhr er fort, und seine Stimme sank zu einem rauen Flüstern herab, das sich lauter anfühlte als ein Schrei. „Das Rudel weiß es. Die alten Gesetze unseres Volkes wissen es. Und wer auch immer du heute Nacht triffst, weiß es ebenfalls.“ „Ich bin niemandes Eigentum“, fuhr ich ihn an, während mein Temperament endlich aufloderte. „Das Gefährtenband ist eine Entscheidung, Liam. Ich habe meine Entscheidung heute bei der Zeremonie getroffen. Ich habe die Worte gesprochen. Ich habe die Verbindung gelöst. Du bist nicht mein Alpha, und du bist ganz sicher nicht mein Gefährte.“ Liam lachte, aber es war ein kaltes, humorloses Geräusch, das mir einen Schauer über den Rücken jagte. „Eine Entscheidung? Glaubst du, ein paar gesprochene Worte können auslöschen, was die Natur erschaffen hat? Schau dich doch an, Natalia. Du hast dich schick gemacht. Du hast ein wunderschönes rotes Kleid angezogen. Du hast deine Haare und dein Make-up gemacht. Das hast du alles nicht für dich selbst getan. Du hast es für ihn getan.“ Er spuckte das Wort aus, als wäre es Gift. Es war offensichtlich, dass er von Ethan wusste, oder zumindest wusste, dass jemand anderes ins Spiel gekommen war. Bevor ich antworten oder verlangen konnte, dass er das Grundstück verließ, griff Liam in die Tasche seiner dunklen Lederjacke. Er holte einen kleinen, seltsam leuchtenden Kristall heraus. Er pulsierte mit einem schwachen, unheimlichen lila Licht. Mit einer lässigen Bewegung seines Handgelenks warf er ihn auf den Asphalt zwischen uns. Der Kristall zersplitterte beim Aufprall. Anstatt lautlos zu zerbrechen, setzte er einen dichten, schimmernden Nebel frei, der sich schnell ausbreitete und eine breite Kuppel um mein Auto und den Raum, in dem wir standen, bildete. Augenblicklich verstummten alle Hintergrundgeräusche der Stadt. Ich konnte das ferne Summen des Verkehrs nicht mehr hören. Ich konnte den Wind in den Bäumen nicht mehr hören. Die Luft innerhalb des Nebels wurde unglaublich schwer, sodass es schwerfiel, tief durchzuatmen. Es war ein Barrierekristall – ein seltener und teurer magischer Gegenstand, der dazu diente, Geräusche, Geruchsspuren und Gedankenverbindungen zu blockieren. Er hatte uns völlig isoliert. Niemand im Apartmentgebäude würde mich hören, wenn ich schrie. Selene und die anderen würden vom Fenster aus nichts bemerken. Genau in diesem Moment summte das Telefon in meiner Hand heftig. Der Bildschirm leuchtete gegen die Dunkelheit des magischen Nebels auf. Es war eine Textnachricht von einer unbekannten Nummer, aber ich erkannte den Stil sofort. Es war Ethan. Ich senkte meinen Blick leicht, um den Bildschirm zu lesen, und mein Herz blieb mitten in der Brust stehen. Die Nachricht lautete: „Geh nicht zum Restaurant. Es ist eine Falle. Sie haben von unserem Deal erfahren. Schau hinter dich—“ Die Nachricht brach dort ab. „Es ist viel zu spät, als dass er dich noch warnen könnte“, flüsterte Liam. Er überwand die verbleibende Distanz zwischen uns in einem Bruchteil einer Sekunde mit übernatürlicher Geschwindigkeit. Bevor ich überhaupt blinzeln oder zurückweichen konnte, schnellte seine große Hand nach vorn. Seine Finger klammerten sich in einem Griff aus reinem, unnachgiebigem Eisen um mein Handgelenk. Die Hitze seiner Haut war intensiv, aber seine Augen waren völlig eisig. „Lass mich los!“, forderte ich und zog mit aller Kraft nach hinten. Aber es war, als würde man versuchen, gegen eine solide Backsteinmauer zu ziehen. Meine Bemühungen bewegten ihn keinen Zentimeter. „Ich habe dir schon mal gesagt, Natalia, du kannst nicht vor mir weglaufen“, sagte Liam, sein Gesicht nur Zentimeter von meinem entfernt. Ich konnte den Geruch von Kiefernholz und Asche an ihm riechen, den charakteristischen Geruch seiner Wolfsgestalt. „Du dachtest, du wärst schlau, indem du hinter meinem Rücken arbeitest und versuchst, ein Geschäft aufzubauen und dir eine Zukunft außerhalb des Rudels zu sichern. Du dachtest, dieser mysteriöse Geschäftsmann aus der Stadt würde dich vor deinen Pflichten retten.“ Meine Augen weiteten sich leicht. Er wusste nicht nur von Ethan – er wusste von meinen Geschäftsplänen. Er wusste von den Daten, die ich erst vor einer Stunde auf meinem Laptop zusammengestellt hatte. Jemand hatte die Informationen durchsickern lassen. War es Selene? War es Mira? Hatten meine sogenannten Freunde mich die ganze Zeit ausspioniert und nur so getan, als machten sie sich Sorgen um einen „Skandal“, während sie dem Alpha heimlich Informationen zuspielten? „Du weißt gar nichts“, log ich und versuchte, ein ernstes Gesicht zu machen, um Ethans Identität so gut wie möglich zu schützen. „Ich weiß alles“, korrigierte mich Liam, und sein Griff verengte sich gerade so weit, dass er einen dumpfen Schmerz in meinem Arm verursachte. „Ich weiß, dass dein kleiner Freund Ethan ein sehr gefährliches Spiel gespielt hat. Er dachte, er könnte dich benutzen, um in meinem Territorium Fuß zu fassen. Er dachte, er könnte mir meine Gefährtin und mein Land gleichzeitig stehlen.“ Liam zog mich näher und zwang mich, von meinem Auto zurückzutreten. Er drehte den Kopf leicht und blickte an meiner Schulter vorbei zum dunklen Rand des Parkplatzes, genau dorthin, wo der magische Nebel auf die Schatten der Baumgrenze traf. „Aber er hat einen gewaltigen Fehler gemacht“, murmelte Liam, während sich ein grausames, siegreiches Lächeln auf seinem Gesicht ausbreitete. „Er ist tatsächlich aufgetaucht, um dich zu beschützen. Er wartet da draußen schon auf uns.“ Mein Atem stockte. Ich drehte mich um, ignorierte den Schmerz in meinem Handgelenk und starrte in die Dunkelheit jenseits der schimmernden lila Barriere. Aus dem Schatten der Bäume trat langsam eine Gestalt hervor. Es war Ethan. Er war in einen eleganten, dunklen Anzug gekleidet und wirkte völlig ruhig, aber seine Augen waren fest auf Liams Hand um mein Handgelenk gerichtet. Hinter Ethan traten zwei große, schwer bewaffnete Männer aus der Dunkelheit, ihre Hände lagen auf den Griffen von Waffen mit Silberklingen, die dazu bestimmt waren, dominante Wölfe zu überwältigen. Doch bevor Ethan einen weiteren Schritt auf die Barriere zumachen konnte, ertönte aus den umliegenden Büschen das Geräusch eines tiefen, furchterregenden Knurrens. Einer nach dem anderen traten riesige Wölfe mit dunklem Fell und glühenden gelben Augen aus den Bäumen hervor und umzingelten Ethan und seine Männer vollständig. Es war Liams Elite-Vollstreckungskommando. Ethan war in der Überzahl, saß im Freien in der Falle und war völlig von jeder Hilfe abgeschnitten. Liam beugte sich vor, sein Atem war heiß an meinem Ohr, während er zusah, wie seine Falle zuschnappte. „Und jetzt, Natalia“, flüsterte Liam düster, und seine Stimme war voller absoluter Bosheit. „Wollen wir doch mal sehen, wie viel deine Unabhängigkeit wirklich wert ist, wenn ich ihn direkt vor deinen Augen in Stücke reiße.“Natalias POV„Ich halluziniere“, flüsterte ich und mein durchscheinender Geist schwebte einen Zentimeter über dem makellos weißen Boden. „Ethan, sag mir, dass ich halluziniere.“Aus reinem Instinkt griff ich nach seiner Hand, aber meine goldenen Finger gingen einfach durch seine Schulter. Ethan stand nicht mehr als Geist neben mir. Er war wieder in seinem physischen Körper, kniete auf dem polierten Marmor und schnappte nach Luft, als wäre er gerade aus einem Ozean aus Eis gezogen worden. Sein zerrissenes schwarzes Hemd war durchnässt von dem flüssigen Schatten, der uns verschluckt hatte, aber die dunklen Adern an seinem Hals waren vollständig verschwunden. „Du bist nicht verrückt, Natalia“, krächzte Ethan und stützte sich auf seinen gesunden rechten Arm. Mit großen silbernen Augen wischte er sich einen Streifen dunklen Ruß vom Kinn, während er an mir vorbei auf den goldenen Thron starrte. „Weil ich sie auch sehe.“Die Frau auf dem Thron rührte sich nicht. Sie saß mit geradem Rücken
Natalias POV„Komm zu mir, kleine Luna.“Die Stimme kroch durch die Dunkelheit. Ich kannte diese Stimme. Es war Ethans Stimme. Aber es war nicht Ethan. Ich konnte nichts sehen. Nicht meine Mutter. Nicht der silberne Wolf. Nicht einmal meine eigenen Hände. Es gab nur Dunkelheit. Kalte, endlose Dunkelheit. „Ethan!“ Ich schrie. Meine Stimme verschwand in der Dunkelheit. „Ethan!“Nichts. Dann hörte ich ein leises Lachen. „Immer noch besorgt um ihn?“Ich wirbelte herum. "Wer bist du?"Ein Paar rote Augen erschien in der Dunkelheit. Dann noch ein Paar. Und noch einer. Hunderte von roten Augen öffneten sich um mich herum. Mein Geist zitterte. „Zeig dich!“Die Dunkelheit bewegte sich. Eine Frau stieg heraus. Die Frau, die genauso aussah wie ich. Ihr silbernes Haar umspielte ihr Gesicht, obwohl kein Wind wehte. Ihr schwarzes Kleid bewegte sich wie Rauch und ihre Augen hatten nicht mehr das gleiche warme Gold wie die meiner Mutter. Sie waren rot. Sie lächelte. „Du erin
Natalias POVEin paar Sekunden lang konnte ich nicht atmen. Ich wusste, dass ich keine Lunge mehr hatte. Ich wusste, dass ich nur ein Geist war. Doch die Worte der Frau ließen meine ganze Seele erstarren. Meine Tochter. Ich starrte sie von der anderen Seite der riesigen weißen Marmorhalle aus an. Meine echte Mutter. Die Worte wiederholten sich immer wieder in meinem Kopf. Meine echte Mutter. NEIN. Das war unmöglich. Meine Mutter war gestorben, als ich ein Kind war. Mein Vater hatte mir hundertmal dieselbe Geschichte erzählt. Er hatte gesagt, sie sei beim Schutz des Nordens gestorben. Er hatte gesagt, sie habe sich geopfert, damit der Rat überleben könne. Er hatte mir den Gedenkstein mit ihrem eingravierten Namen gezeigt. Er hatte meine Hand gehalten, während ich neben ihrem leeren Grab weinte. Aber jetzt saß sie vor mir. Lebendig. Schön. Und die Krone von Sol tragen. Ich drehte mich langsam zu Ethan um. Er stand ein paar Meter von mir entfernt, durchnässt von sch
Natalias POV"Vater?" Das Wort entkam meinem Geist wie ein kaltes Keuchen und flatterte nutzlos in der erstickenden Luft der Halle. Ich schwebte auf ihn zu, mein goldenes Licht flackerte unregelmäßig und beleuchtete die harten, scharfen Linien seines Gesichts. Er sah nicht wie ein Geist aus. Er sah nicht wie eine Erinnerung aus meiner Kindheit aus. Er wirkte solide, echt und völlig frei von der Wärme, die er mit sich herumgetragen hatte, als er mich in Sol-Keep in mein Bett brachte. „Bleib zurück, Natalia“, sagte mein Vater leise. Seine Stimme hatte diesen vertrauten, tiefen Tonfall, der mir früher ein sicheres Gefühl gab, aber jetzt schickte sie eine Welle absoluter Abscheu direkt durch meine Seele. „Du schwebst ohne Hülle. Du bist im Moment zerbrechlich. Zwinge mich nicht, dich noch einmal zu fesseln.“„Du solltest tot sein!“ Jax brüllte und trat mit erhobenen Zwillingsdolchen vor Ethan. „Wir haben dich in den nördlichen Katakomben begraben! Ich habe gesehen, wie sie den Stein ü
Ethans POV"Festhalten!" Ich schrie, meine Stimme zerriss den rauschenden Wind, als die riesige Steinhand tiefer in den pechschwarzen Abgrund eintauchte. Kalte Luft wehte an uns vorbei und roch nach zerkleinertem Schiefer, nassem Kiefernholz und altem Staub, der seit dreitausend Jahren nicht mehr die Sonne gesehen hatte. Meine Finger krallten sich verzweifelt in den rauen Granitboden der riesigen Palme und versuchten, nicht vom Rand in die dunkle Leere darunter abzurutschen. Jede Bewegung löste eine neue Welle des Schmerzes in meiner linken Schulter aus, wo Lyra den Knochen gebrochen hatte. Natalias durchsichtige Geistergestalt kniete direkt neben mir und ihr goldenes Licht warf weiche, flackernde Schatten auf die alten Runen, die in die Steinfinger gemeißelt waren. „Ethan, beweg dich nicht!“ rief sie, ihre Stimme hallte in meinem Kopf wider wie eine silberne Glocke. Sie schlang ihre leuchtenden, geisterhaften Arme um meine Brust und eine wohltuende, kühle Wärme breitete sich dur
Natalias POV„Zerbrich es“, sagte ich leise in die Dunkelheit meines Kristallgefängnisses, während mein Geist gegen die Glaswand drückte. „Ethan, du musst die Kugel zerbrechen.“"Bist du verrückt?" kam Ethans Antwort über unseren Link und klang wütend und wild. „Wenn du dieses Glas zerbrichst, wird dein Geist wegfliegen! Ich werde dich nicht töten!“„Es wird mich nicht umbringen!“ Ich flehte ihn an, während ich durch das Glasgefängnis die schreckliche Szene draußen beobachtete. „Ich bin mit deinem Herzen verbunden! Brich es und alles, was ich verliere, ist meine Energie, aber nicht mich! Aber wenn du ihr dieses Glas gibst, wird sie meine Seele zur Krone bringen und der ganze Kontinent fällt!“Ethan schwieg. Er konnte nicht sprechen. Der schneebedeckte Wald um uns herum wurde totenstill. Dreihundert Reiter auf Schreckenswölfen standen mit erhobenen Waffen regungslos und schweigend da und atmeten Nebel in der kalten Luft. Niemand wagte es, sich zu bewegen. Niemand atmete. Lyra war fün
Das Abendessen begann ruhig. Es war nicht unangenehm oder erzwungen, wie ich es für die ersten Minuten erwartet hatte; es war einfach kontrolliert.Ethan hatte nicht überstürzt das Wort ergriffen, sobald ich mich gesetzt hatte. Stattdessen hatte er sich herübergebeugt und mir ein Glas Wein eingesch
Als ich auf den Parkplatz meiner Wohnung einbog, war es ziemlich klar, dass die Sonne kurz vor dem Untergang stand. Ich stellte den Motor meines Autos ab und blieb einen langen Moment so sitzen, meine Finger ruhten auf dem Lenkrad, während ich tiefe, lange Atemzüge nahm. Dann atmete ich aus und sti
Kapitel 2Natalias POVSobald ich diese Worte sagte, wurde es in meinem Zimmer völlig und unangenehm still. Meine Mutter starrte mich völlig geschockt an und sah mich an, als wäre ich ein völlig Fremder. „W – Was hast du gesagt?“ sie fragte. Ihre Stimme war leise, aber sie klang gefährlich. Anst
Kapitel 1Natalias POV„Hör auf, dagegen anzukämpfen, Natalia.“Alpha Liams Stimme war viel zu ruhig für jemanden, der seine eigene Frau direkt vor seinen Augen sterben sah. Meine Beine gaben nach und ich krachte auf den kalten Marmorboden, während meine ganze Energie verschwand. Ich schmecke Meta







