FAZER LOGIN„Mrs. Tara …“ Einer der Journalisten ließ seinen Blick abwechselnd über den Bildschirm seines Handys und Taras Gesicht wandern. „Wussten Sie von diesen Fotos?“
Seit die Fotos und Videos plötzlich die Runde machten, bemühte Tara sich nach Kräften, traurig, verletzt, enttäuscht und gebrochen zu wirken. Keiner der Journalisten durfte ihr Lä
Helena, die bis dahin schweigend zugehört hatte, begann langsam zu nicken. Neue Hoffnung keimte in ihrem zuvor gebrochenen Herzen auf. „Genau. Wenn die Öffentlichkeit anfängt, mit uns zu sympathisieren oder zumindest das anzuzweifeln, was sie bisher gehört hat“, die Frau sah Leonard an. „könnte sich die Situation dann nicht ändern?“Leonard antwortete nicht sofort. Er war schon zu lange in der Geschäftswelt tätig und wusste, dass die öffentliche Meinung tatsächlich eine enorme Macht besaß, die Lage innerhalb eines Augenblicks zu wenden.Doch … tief in seinem Inneren wusste Leonard auch, dass Tara niemand war, der ohne gründliche Überlegung handelte. Die Vorsicht, die er sich in jahrzehntelanger Tätigkeit in der Geschäftswelt angeeignet hatte, ließ ih
Der Himmel begann sich zu verdunkeln, als der schwarze Wagen vor einem Hotel an einer Ecke des Geschäftsviertels der Stadt zum Stehen kam. Das Gebäude war sauber und recht komfortabel, unterschied sich jedoch deutlich von den Luxushotels, in denen die Familie Valmont bisher regelmäßig abgestiegen war.Leonard stieg als Erster aus. Sein Blick glitt schweigend über die Umgebung des Gebäudes. Jahrzehntelang war er es gewohnt gewesen, in Fünf-Sterne-Hotels mit erstklassigem Service zu übernachten. Nun mussten sie allein für eine Unterkunft über Nacht ihren Stolz beiseitelegen und jede Ausgabe abwägen.Helena stieg aus dem Wagen und rümpfte die Nase, während sie die Fassade des Gebäudes missbilligend betrachtete. „Wir sollen wirklich hier übernachten?“, fragte sie fordernd.
„Du!!!“„Wenn du mit dem Schreien fertig bist“, unterbrach Tara sie bestimmt. „Dann bist jetzt du an der Reihe, mir zuzuhören.“Am anderen Ende klang Karas Atem hastig. Sie stieß ein unterdrücktes Knurren aus und hielt offenbar nur mühsam die gewaltige Wut zurück, die in ihr brodelte.„Du solltest eines wissen, meine liebste Zwillingsschwester“, sagte Tara sanft. „Ich habe dir dieses Apartment nie weggenommen.“Kara fiel ihr sofort ins Wort. „Das ist unmöglich!“„Adrian selbst hat die Eigentumsrechte auf mich übertragen“, erwiderte Tara trocken.„Das ist me
Am nächsten Tag herrschte in der Ashbourne Group wieder reges Treiben, nachdem das aufsehenerregende Audit beinahe alle Ebenen des Unternehmens erschüttert hatte. Seit dem Morgen war Victors Arbeitszimmer kaum einmal wirklich leer. Da der CEO von Ashbourne in ernsthafte rechtliche Schwierigkeiten geraten war, kümmerte sich Victor persönlich darum, zahlreiche Berichte und Genehmigungen zu prüfen, damit das Unternehmen, das er vor mehr als einem Jahrzehnt aufgebaut hatte, weiterhin normal funktionieren konnte.Einer nach dem anderen kamen die Abteilungsleiter mit Berichten, die dringend fertiggestellt werden mussten, während das Legal-Team und die Ermittler abwechselnd zusätzliche Dokumente anforderten, um die Unterlagen zu Adrians Fall zu vervollständigen.Auch Tara hatte kaum Zeit, einmal durchzuatmen.
Jimmy holte langsam Luft, bevor er seinen Bericht fortsetzte. „Ich habe gerade die neuesten Informationen von unserem Mann aus der Rechtsabteilung erhalten.“Adrian runzelte die Stirn. „Welche Informationen?“„Das Apartment, in dem Miss Kara derzeit wohnt.“ Jimmy machte kurz eine Pause, als würde er die Auswirkungen seiner nächsten Worte abwägen. „Es wurde heute Abend vom Gerichtsvollzieher versiegelt.“Das leichte Lächeln, das noch vor wenigen Augenblicken Adrians Gesicht geziert hatte, verschwand langsam vollständig und wich einem angespannten Ausdruck. „Was hast du gesagt?“, zischte er scharf.„Die Ermittler haben erklärt, dass der Verdacht besteht, dass die betreffende Imm
„Das kann nicht passieren.“Wie oft Leonard diesen Satz auf der Fahrt zu seinem Haus bereits gesagt hatte, wusste er selbst nicht mehr. Er konnte nicht glauben, was Helena ihm vorhin am Telefon mitgeteilt hatte. Mehrmals hatte er den Fahrer aufgefordert, schneller zu fahren, damit er möglichst bald sein Haus am Stadtrand erreichen konnte.Sobald er das exklusive Wohnviertel betrat, das seit Jahrzehnten als Symbol für den Ruhm der Familie Valmont galt, ließ ihn der Anblick vor seinen Augen erschaudern. Die Lichter des Hauses waren noch immer hell erleuchtet, doch das große Eisentor, das normalerweise fest verschlossen war, stand nun weit offen.Ein Fahrzeug mit der Aufschrift „Gerichtsvollzieher“ stand quer auf dem Grundstück, während mehrere uniformierte Beamte







