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KAPITEL 33 – DIE HALSKETTE

Autor: Déesse
last update Data de publicação: 2026-04-14 16:08:00

Sasha

Am nächsten Tag wache ich in seinen Armen auf. Das Morgenlicht sickert durch die dicken Vorhänge und zeichnet goldene Linien auf das weiße Laken. Seine Finger gleiten über meine Schulter, wandern meinen Hals hinab, hinauf in mein Haar. Er schläft nie wirklich, glaube ich. Er wacht, wie ein Wolf, der sein Rudel beschützt. Selbst im Schlaf bleibt ein Teil von ihm in Alarmbereitschaft, bereit zu springen, bereit zu töten. Aber an mir

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  • Dunkle Besessenheit   Kapitel 274 — Nur sie

    LouisIch fahre zu schnell.Aber das ist mir egal.Die Welt könnte einstürzen, es würde nichts ändern.Die Scheinwerfer zerreißen die Nacht.Die Stadt verschwindet hinter mir, weggefegt wie Staub auf einem zersprungenen Spiegel.Ich schaue nicht mehr in den Rückspiegel. Ich will nicht mehr wissen, was ich zurücklasse.Ich habe keine Angst mehr.Keine Zweifel mehr.Keine Ketten mehr.Es bleiben nur sie.Sie.Und dieses Kind, das sie trägt, ohne es noch zu wissen.Ich spüre es. Ich weiß es.Ihr Körper hat sich verändert.Ihre Gesten sind sanfter, ihr Atem kürzer.Sie hat sich zweimal im Schlaf umgedreht, neulich nachts, die Hand auf dem Bauch.Sie hat es nicht bemerkt. Ich schon.Und seitdem denke ich nur noch daran.An dieses winzige Herz, das vielleicht schon schlägt.An dieses Leben, das ich beschützen könnte.An diese zweite Chance.Und ich ertappe m

  • Dunkle Besessenheit   Kapitel 273— Der Glanz unter der Asche

    LouisDie Morgendämmerung bricht gerade an.Ich habe nicht geschlafen.Ich fahre weiter, diesmal ans Meer. An ein vergessenes Stück Küste, wo mich niemand suchen kommt.Ich habe die Akte neben mir. Die unterschriebenen Papiere. Die Beweise.Meine Freiheit, endlich.Aber es ist keine Erleichterung, die ich fühle.Es ist Leere.Ich lasse das Fenster herunter. Der Wind peitscht mir ins Gesicht. Die Luft hat diesen salzigen Geschmack, brutal, wie eine Ohrfeige, die nicht will, dass man vergisst.Ich atme tief ein. Nichts geht weg.Weder der Geschmack der Vergangenheit.Noch der Geruch ihrer Haut.Noch das Gefühl ihrer Hände auf meinen, in jener Nacht, als ich nur noch ein müder Mann war, am Ende, und sie mich ansah, als wäre ich noch ganz.Ich denke an sie.Nicht Camille.Die andere.Die, die mich nie gebeten hat zu bleiben.Aber die mich wieder atmen gelehrt hat.Die nie etwas verlangt hat

  • Dunkle Besessenheit   Kapitel 272— Der Preis des Schweigens

    LouisDie Stadt schläft, aber ich nicht.Ich fahre ohne Musik, ohne Worte.Nur die Scheinwerfer, die die Nacht durchschneiden, und diese dumpfe Wut, die mich wach hält.Ich kenne die Adresse auswendig. Ich habe sie gefunden. Ich habe den Mietvertrag unterschrieben.Ich zahle noch immer die Rechnungen.Eine Villa im Norden der Stadt.Modern. Kühl. Zu groß für eine einzelne Frau.Zu kalt für eine beendete Geschichte.Aber perfekt für eine goldene Flucht.Ich passiere das automatische Tor.Der Kies knirscht unter meinen Reifen.Alle Lichter sind an.Sie erwartet mich.CamilleSie öffnet die Tür, bevor ich klingle.Seidenkleid in Elfenbein. Barfuß.Ein Glas in der Hand, immer noch. Wie immer.Sie ist schön. Verhängnisvoll. Leer.— Du solltest nicht hier sein, flüstert sie.Sie neigt den Kopf. Müde. Ein wenig theatralisch, ein wenig resigniert.Aber da ist eine Spannung in ih

  • Dunkle Besessenheit   Kapitel 271 — Ein Raum zum Atmen

    AnnaZwei Tage.Das ist wenig. Und doch hat sich alles verändert.Der Lärm des Krankenhauses ist verstummt. Die Maschinen, die eiligen Schritte, die der Angst abgerungenen Herzschläge — all das liegt hinter mir.Man hat mich mit strengen Anweisungen entlassen. Ruhe. Kein Stress. Aber wie soll das gehen, wenn die Liebe selbst zum Schlachtfeld wird?Louis hat meine Hand genommen. Er hat keine großen Reden gehalten. Keine flammenden Versprechen, keine Schwüre auf die Ewigkeit.Nur ein Schlüssel.Ein bescheidener Schlüsselbund. Ein abgenutzter Anhänger.Er hat ihn in meine Handfläche gelegt.Und seine Augen sagten:„Komm. Hier beginnt alles von vorn."LouisSie wusste es nicht.Ich wollte ihr eine Zuflucht schenken. Einen Ort, an dem Camille nicht mehr existiert. Wo die Wände nicht bei jeder Erinnerung zittern.Ich habe es zwei Tage zuvor gefunden. Ein kleines Haus abseits, in einer ruhigen Gegend, ohne Ans

  • Dunkle Besessenheit   Kapitel 270 – Was nach dem Sturm bleibt

    Anna Der Tag zieht sich langsam hin. Man hat mich in ein etwas helleres Zimmer verlegt. Die Wände sind cremefarben, auf einem Regal steht eine kleine Plastikpflanze. Ein verzweifelter Versuch, den Ort lebendig wirken zu lassen. Aber es bleibt ein Krankenhaus. Ein Ort, an dem alles kippen kann. Ein Ort, an dem man die Herzschläge zählt, die Tränen, die Abwesenheiten. Ein Ort, an dem sich Leben und Tod streifen, ohne Vorwarnung. Das Licht zeichnet Schatten auf den Boden. Eine fahrbare Trage quietscht im Flur. Louis ist hinausgegangen, um einen Kaffee zu holen. Ich bin allein, zum ersten Mal seit gestern. Und alles kommt zurück. Der Schmerz. Die Angst. Dieser schwebende Moment, in dem ich glaubte, dass alles zusammenbricht. Die erstickten Schreie der Krankenschwestern. Der Schwindel. Das Gefühl, aus meinem eigenen Körper zu gleiten.

  • Dunkle Besessenheit   Kapitel 269 – Ein winziges Leben

    Anna Das Krankenhaus riecht nach Desinfektionsmittel, Angst und rasenden Herzschlägen. Jeder Schritt hallt wider in diesem zu weißen, zu sauberen Flur. Da sind Schritte, ersticktes Stöhnen, eine weinende Stimme hinter einem Vorhang. Aber ich, ich höre nur eines: das dumpfe Summen meiner Angst. Ich drücke Louis' Hand so fest, dass meine Finger taub sind. Aber ich kann nicht loslassen. Ich kann jetzt nicht loslassen. Er ist hier. Bei mir. Und wenn ich loslasse, werde ich zusammenbrechen. Louis „Es wird alles gut", murmele ich. „Ich bin hier." Anna Ich nicke, automatisch. Aber es stimmt nicht. Es geht nicht gut. Ich spüre die Krämpfe noch. Diesen dumpfen, fremden Schmerz, der in meinem Bauch zieht. Jede Minute, die wir warten, ist eine Bedrohung. Jede Sekunde ein in der Schwebe hängendes Urteil. Ist er noch da?

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  • Dunkle Besessenheit   Kapitel 4: Beteln 2

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