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Kapitel 3: Beteln

Author: Déesse
last update Petsa ng paglalathala: 2026-03-23 07:23:33

Sasha

Das goldene Licht der Wandleuchten streichelt die dunklen Wände der Suite, wirft lange, geschwungene Schatten, die auf dem schwarzen Samt des Sofas tanzen. Die Luft ist schwer, geladen mit einem betörenden Duft – einer Mischung aus neuem Leder, gealtertem Whiskey und diesem moschusartigen, fast animalischen Geruch, der von Volkov ausgeht, wenn er erregt ist. Ich stehe in der Mitte des Raumes, die hochhackigen Schuhe in den dicken Teppich eingesenkt, und spüre das Gewicht seines Blicks auf mir, noch bevor er den Mund geöffnet hat.

Er sitzt im Ledersessel, die Beine gespreizt, eine Hand lässig auf der Armlehne, die andere um ein halb leeres Kristallglas geschlossen. Seine Augen, kaltgrau wie Stahl, verschlingen mich ohne Scham, wandern über jede Kurve meines Körpers, als könnte er mich schon mit einem einzigen Blick entkleiden. Die Wölbung in seiner Hose – groß, gespannt gegen den Stoff seines maßgeschneiderten Anzugs – verrät seine Ungeduld. Er tut nicht einmal so, als würde er sie verbergen. Warum sollte er? Er weiß, dass ich sie bemerkt habe. Er will, dass ich sie bemerke.

»Ausziehen.«

Ein Befehl. Knapp. Ohne Schnörkel. Seine Stimme ist rau, als ob ihm die Worte selbst schwerfielen, als ob er sich zurückhalten müsste, mir die Kleider mit bloßen Händen vom Leib zu reißen.

Ich antworte nicht. Ich muss nicht antworten. Ein langsames, fast grausames Lächeln zieht meine Lippen auseinander, während ich eine Hand an meinen Nacken führe, wo sich meine blonden Haarlocken im Reißverschluss meines Kleides verfangen haben. Der schwarze Stoff, hauteng wie eine zweite Haut, schmiegt sich an jede Rundung meines Körpers – meine üppigen Hüften, meine schmale Taille, die Fülle meiner Brüste, die drohen, aus dem tiefen Ausschnitt überzuquellen. Ich weiß, wie verrückt dieses Kleid ihn machen kann. Ich habe es dafür ausgewählt.

Mit einer berechneten Bewegung ziehe ich langsam den Reißverschluss herab, ein kaum hörbares Zischen freigebend. Der Stoff gibt nach, öffnet sich wie eine Wunde auf meiner blassen Haut, gibt den Ausschnitt meiner Wäsche preis – ein Ensemble aus blutroter Spitze, so fein, dass ich die Reibung des Stoffes gegen meine bereits harten Nippel spüren kann. Volkov stößt ein dumpfes Knurren aus, seine Finger krallen sich um das Glas. Ein Schwall bernsteinfarbener Flüssigkeit schwappt über, rinnt über seine Fingerknöchel, ohne dass es ihn zu kümmern scheint.

»Langsamer.«

Ich lache, tief, guttural. Ein Laut, der aus tiefster Kehle kommt, voller Versprechungen und Herausforderungen.

»Du willst, dass ich mir Zeit lasse?« Meine Stimme ist ein Flüstern, fast ein Schnurren, während ich einen Träger über meine Schulter gleiten lasse, dann den anderen. Das Kleid rutscht, bleibt einen Augenblick an der Rundung meiner Brüste hängen, ehe es in einem seidigen Haufen zu meinen Füßen fällt. Ich stehe da, in Wäsche, die Hände auf die Hüften gestemmt, meinen Körper seinem hungrigen Blick darbietend.

Seine Augen verdunkeln sich. Er beugt sich leicht vor, als ob eine unsichtbare Kraft ihn zu mir zöge, aber er bleibt auf seinen Sessel genagelt. Ich weiß, warum. Weil ich ihm noch nicht die Erlaubnis gegeben habe, sich zu bewegen. Noch nicht.

»Dreh dich um.«

Ich gehorche, langsam, lasse meine Hüften in einer fließenden, sinnlichen Bewegung kreisen. Mein Hintern – rund, fest, nur notdürftig vom Spitzen-Tanga bedeckt – wiegt sich vor seinen Augen, und ich höre, wie sein Atem rauer wird. Als ich mich ihm wieder zuwende, sind seine Pupillen geweitet, seine Lippen leicht geöffnet. Er sieht aus wie ein Mann am Rande der Selbstbeherrschung, bereit, alles dafür zu tun, mich zu berühren.

Aber er rührt sich nicht.

Noch nicht.

Ich führe einen Finger unter den BH-Träger, lasse ihn über meinen Arm gleiten, ehe ich ihn fallen lasse. Meine Brüste werden frei, schwer, die Nippel rosa und geschwollen von der kühlen Raumluft. Ich rolle sie zwischen meinen Fingern, kneife leicht die Spitzen, ein unterdrückter Seufzer entweicht meinen Lippen. Volkov presst die Zähne so fest aufeinander, dass ich fast sein Knirschen hören kann.

»Verdammt, Sasha …«

»Pst.« Ich schüttele den Kopf, ein schiefes Lächeln auf den Lippen. »Sieh nur zu.«

Ich führe meine Hände über meinen Bauch nach unten, streife die empfindliche Haut knapp über dem Bund meines Tangas. Meine Fingernägel kratzen leicht über den Stoff, dann schiebe ich einen Finger unter das Gummiband, lasse es gegen meine Haut schnalzen, ehe ich es Zentimeter für Zentimeter nach unten ziehe. Der Tanga fällt, und ich stoße ihn mit der Absatzspitze zur Seite, schicke ihn zu ihm hinüber. Er landet nahe seinen Füßen, ein scharlachroter Fleck auf dem schwarzen Teppich.

Jetzt bin ich nackt. Ganz und gar. Und er starrt mich an, als wäre ich zugleich die Sünde und die Erlösung.

»Komm her.« Seine Stimme ist ein Grollen, kaum wiederzuerkennen.

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