LOGIN„Ich hoffe, Sie entschuldigen, dass ich herüberkomme und mich vorstelle?“ Er hob fragend die dunklen Brauen über seinen geheimnisvollen grünen Augen. „Ich bin Simon Hamilton.“
Seine Stimme war wirklich sexy, gab Sara zu. Tief und rau, mit einem dunklen, sinnlichen Unterton. Die Art von Stimme, die Frauen garantiert einen Schauer der Lust über den Rücken jagte. „Anderen Frauen“, korrigierte Sara bestimmt. Zum Glück war sie völlig immun gegen eingebildete Männer wie Simon Hamilton. Vor allem gegen Simon Hamilton selbst.
„Ich muss nicht wissen, wer Sie sind, Mr. Hamilton“, sagte sie. Genauso wie sie genau wusste, was er war. Die Männer, die um ihre Aufmerksamkeit geworben hatten, schienen erkannt zu haben, dass er ein Mann war, vor dem man sich in Acht nehmen sollte – wenn auch aus anderen Gründen als Sara – und hatten sich nun in sicherer Entfernung aufgehalten, sodass die beiden völlig allein in einem Raum voller der reichsten und modischsten Leute New Yorks waren.
„Wirklich nicht?“, fragte er mit hochgezogener Augenbraue.
Sie lächelte tadelnd. „Natürlich nicht. Nach deinem Verhalten gestern, als wir uns zufällig trafen, sehe ich keinen Grund, dich überhaupt kennenzulernen.“
Simon musterte die Frau in dem eng anliegenden roten Kleid durch zusammengekniffene Lider und bemerkte den spöttischen Unterton in ihrem rauchigen Ton. Ihre Schönheit trat jetzt umso deutlicher hervor, da er neben diesen tiefbraunen Augen, der perfekten Nase und den vollen, sinnlichen Lippen über dem spitzen Kinn stand. Ihre alabasterfarbene Haut wirkte in dem trägerlosen Kleid, das ihre Schultern frei ließ, fein und glatt wie Porzellan.
Und unter diesem Kleid war sie ganz bestimmt nackt! Nun ja … ihre Brüste jedenfalls. Die beerenartigen Brustwarzen zeichneten sich verführerisch unter dem seidigen Stoff ab, und der perfekte Sitz des Kleides über ihren vollen Hüften ließ wohl nur Platz für einen hauchdünnen Slip. Slip im gleichen leuchtenden Rot wie ihr Kleid? Und war er aus Spitze? Oder aus Seide?
Simon holte tief Luft, als sein bereits erregter Penis allein beim Gedanken an diese wohlgeformte Frau, die nur einen kurzen, seidigen roten Slip trug, erneut pochte.
„Und Sie sind …?“, fragte er.
„Sara.“
Sein Lächeln war neckend. „Nur Sara?“, fragte er.
Sie neigte leicht den Kopf. „Nur Sara.“
Die Kühle in ihrer Stimme und ihr ganzes Auftreten begannen ihn zu irritieren – und gleichzeitig zu erregen! „Es ist mir ein Vergnügen, Sie kennenzulernen … schon wieder … nur Sara.“
Ihre vollen, sinnlichen Lippen verzogen sich zu einem tadelnden Lächeln. „Sollten Sie mich nicht erst etwas besser kennenlernen, bevor Sie so etwas entscheiden?“
„Nun, ich weiß ja bereits, dass Sie … eine sehr … freimütige Dame sind“, murmelte er langsam.
Sein geheimnisvolles Lächeln wurde breiter und gab den Blick auf seine weißen, ebenmäßigen Zähne frei. „Tatsächlich.“
Ja, ganz sicher Spott, bemerkte Simon trocken, und er kannte den Grund dafür. Normalerweise brauchte eine schöne Frau deutlich länger als zwei Minuten Bekanntschaft, um zu dem Schluss zu kommen, dass er gefährlich sein könnte, aber diese Dame beurteilte ihn aufgrund ihrer ersten Begegnung.
Er nickte. „Ich bin gerade erst aus England hierhergezogen“, sagte er stattdessen, da er nicht wollte, dass sie an dieser Erinnerung an ihn festhielt. „Ich war zehn Jahre dort.“
Sara nickte anerkennend. „Na, das freut mich für dich. Und wie gefällt dir New York?“
Er zuckte mit den breiten Schultern. „Nun, bisher habe ich festgestellt, dass es wirklich eine Stadt ist, die niemals schläft.“
Das war auch eines der Dinge, die Sara an New York immer geliebt hatte. Ihr Geschäft als Innenarchitektin war erst vor zwei Jahren richtig aufgeblüht, und davor hatte sie als Assistentin der Geschäftsleitung für ihren Bruder gearbeitet. Nun ja, bis sie die Wahrheit über ihren Ex, Bruce Bennet, und die Gründe für seine Beziehung zu ihr erfahren hatte. Die Trennung war unschön verlaufen, und Sara hatte ihr ungeborenes Kind verloren. Diese Erfahrung hatte Sara die Überzeugung gelehrt, dass man nach einer solchen Erfahrung vorsichtiger sein sollte – und sie hatte sich fest vorgenommen, nie wieder zu heiraten.
Sie zuckte mit den Achseln. „Ach, komm schon. Allein schon die Tatsache, dass man hier jederzeit einen anständigen Kaffee bekommt, sollte man zu schätzen wissen.“
Ihre rauchgrünen Augen strahlten eine sinnliche Einladung aus. „Ich habe festgestellt, dass die Kaffeemaschine in meiner Wohnung hervorragenden Kaffee macht. Tag und Nacht …“
„Wow.“ Sara sah ihn bewundernd an. „Du hast … was …? Ganze fünf Minuten gebraucht, um mich zu dir einzuladen.“ Sie fuhr trocken fort, als er sie fragend ansah: „Das muss doch ein Rekord sein, selbst für einen Mann wie dich?“
Simon erstarrte. Nun war er sich sicher, dass er sich nicht getäuscht hatte mit dem Unterton der Verachtung, der in jedem Wort dieser Frau mitschwang. „Ein Mann wie ich …?“, hakte er leise nach.
Sie zuckte mit den nackten Schultern, wodurch die volle, cremefarbene Wölbung ihrer Brüste über dem Ausschnitt ihres seidigen roten Kleides besonders zur Geltung kam. „Ich fürchte, ich weiß bereits, was für ein Mann Sie sind, Mr. Hamilton.“
„Wirklich? Und was für ein Mann wären Sie denn …?“
Ihr Blick ruhte unverwandt auf ihm. „Nun, ich weiß, dass Sie so arrogant sind wie eh und je. Ihre Haltung bei unserem ersten Treffen war nur die Spitze des Eisbergs. Sie entschuldigen sich nicht einmal, wenn Sie im Unrecht sind. Wahrscheinlich der Typ Mann, der in seinem Bestreben nach einer Frau so tödlich zielstrebig ist, wie er in der Beendigung einer Beziehung kalt und berechnend vorgeht.“
Simon richtete sich auf, sein lässiger Humor verflog angesichts ihres Angriffs. „Wie bitte …?“
War sie zu weit gegangen? Sara fragte sich das mit einem inneren Grinsen. Schließlich waren die Umstände vielleicht so, dass sie Simon Hamilton von vornherein nicht mochte und ablehnte, aber nachdem sie ihm nun hier begegnet war, gab es keinen Zweifel mehr daran, dass er in New York eine Macht war, mit der man rechnen musste – beruflich wie gesellschaftlich. Die Tatsache, dass er nun ganz der mächtige und arrogante Milliardär und Geschäftsmann war, der er war, und nicht mehr der flirtend-verführerische Mann von vor wenigen Sekunden, schien darauf hinzudeuten, dass sie tatsächlich eine Grenze überschritten hatte. Zumindest in seinen Augen.
Sara hatte ihm lediglich klarmachen wollen, dass sie sich von seiner auffälligen Aufmerksamkeit nicht im Geringsten geschmeichelt fühlen wollte, geschweige denn seinem verführerischen und zweifellos geübten Charme erliegen. Sie lachte leise und bewusst abweisend. „Ich sage nur, was ich beobachtet habe.“
Er nickte. „Ich war so fest entschlossen, Bruce zu ruinieren, indem ich seine Schwester Jennifer benutzte, aber dann habe ich dich getroffen. Und ohne es überhaupt zu versuchen, hast du irgendetwas in mir berührt. Du hast dafür gesorgt, dass es mir nicht mehr egal war. Du hast mich davor bewahrt, ein Monster zu werden, und mich dazu gebracht, mich um wichtigere Dinge als Rache zu kümmern. Verdammt, ich habe mich sogar mit Jennifer angefreundet. Sie hat nach dem Unfall versucht, mich zu erreichen, aber meine Mutter und meine Schwester waren in so einer Zeit einfach noch nicht bereit, sie um sich zu haben.“„Oh, Scott …“„Als ich diesen Unfall hatte, war ich auf dem Weg zu dir. Ich wollte dir sagen, dass ich dich vermisst habe. Ich bin immer noch vor meinen Gefühlen für dich weggelaufen und war nicht bereit, mir meine Gefühle selbst einzugestehen, aber ich habe dich vermisst … unglaublich sehr. Und ich war auf dem Weg zu dir … um es dir zu sagen … Und genau da habe ich … ich … Was ich d
„Du siehst gut aus. Ich meine, du siehst gesund aus – vollkommen erholt“, sagte Vivian.„So fühle ich mich auch.“ Er zog eine dunkle Augenbraue hoch. „Lädst du mich gar nicht erst hinein?“„Natürlich!“ Sie öffnete die Tür weit, und als er in den Flur trat, dachte sie, dass die Tatsache, dass er überhaupt hatte fragen müssen, Bände über die Distanz sprach, die zwischen ihnen gewachsen war. Genau wie die Tatsache, dass er sie nicht berührt hatte – und der kühl-distanzierte Ausdruck auf seinem dunklen Gesicht, der keinerlei Anstalten dazu machte. Sie trat ihm verlegen gegenüber.„Wo wollen wir uns hinsetzen?“Er fragte sich, wie sie reagieren würde, wenn er das Schlafzimmer vorschlüge; doch obwohl das nicht gerade der letzte Gedanke in seinem Kopf war, war das nicht der Grund, warum er heute hierhergekommen war. „Ist es warm genug, um draußen zu sitzen?“„Ich denke schon. Soll ich uns einen Kaffee machen und ihn auf den Balkon bringen?“Aber ihm stand der Sinn nicht nach einem gesellscha
Vivian konnte nichts weiter tun als nicken. Sie konnte Scotts Mutter nichts von ihren Problemen erzählen, also umarmte sie sie einfach und wünschte ihr alles Gute. „Bitte sagen Sie Sara, dass es mir sehr leidtut, dass ich sie vor meiner Abreise nicht mehr sehen konnte“, sagte sie und verließ daraufhin das Haus. Erst als sie in ihrem Auto saß und davonfuhr, ließ sie ihren Tränen freien Lauf.Vivian verbrachte den Abend damit, wie eine verlorene Seele in ihrem Haus herumzuwandern, unfähig, sich auf irgendetwas zu konzentrieren, und ihr Herz sprang ihr beinahe aus der Brust, als ihr Telefon zu klingeln begann.Sie riss es an sich, als sie den Anrufer sah. „Hallo?“„Vivian.“„Oh, Scott!“ Sie stieß einen leisen Seufzer der Erleichterung aus, entsetzt über die Erkenntnis, dass sie halb damit gerechnet hatte, nie wieder von ihm zu hören. Aber das hätte einen Mangel an Mut seinerseits bedeutet, und an Mut fehlte es ihm ganz sicher nicht. „Geht es dir gut?“, fragte sie.Gut? Scott sah sich um,
Sie hatte das Gefühl, als späche er das Wort wie ein Fremdwort aus. „Ja, wir.“Er lächelte, aber Vivian empfand es als ein kühles Lächeln, obwohl er die Spitze ihrer Nase mit seinen Lippen berührte.„Ich weiß, dass wir eine Beziehung hatten und dass es eine sehr angenehme Beziehung ist.“Sehr angenehme? Er ließ es klingen wie ein Stück klassischer Musik, das im Radio lief!„Ich verstehe“, sagte Vivian.Er fragte sich, ob sie das wirklich tat, aber im süßen Nachglühen des Liebesspiels war sein Geist nicht untätig gewesen. „Wollen wir uns anziehen und uns etwas zu trinken holen?“Wäre es jemand anderes gewesen, hätte sie vielleicht gedacht, er suche nach flüssigem Mut, aber Scott war nicht der Typ Mann, der Alkohol brauchte, um sich zu einer Äußerung durchzuringen, egal wie unangenehm sie sein mochte.Sie spürte, dass das Ende nahte, und dass sie ihm, wenn es so weit war, ruhig und mit Würde entgegensehen würde. „Gegen einen Drink hätte ich nichts einzuwenden“, sagte sie beiläufig.Er m
Er hatte sich verändert. Die dunklen Augen waren nicht mehr so unruhig. Der blitzende, raubtierhafte Blick des Hais war verschwunden.Aber ein Stoß für sein Gedächtnis könnte ihn doch sicher zurückbringen, oder? Und der kaltblütig ehrgeizige Scott McCall könnte wieder aus dem Kokon seines Komas hervortreten.„Bereit?“, fragte sie.Er ließ seine Hand über ihr Haar gleiten und folgte ihr mit der schmetterlingsleichten Berührung seiner Lippen auf ihrem Nacken. „Vielleicht sollten wir noch eine Weile zurück ins Bett gehen?“, murmelte er.Vivian schloss die Augen, versucht. Wenn es eine Sache gab, die Scott schnell zurückgewonnen hatte, dann war es seine Qualität als Liebhaber. „Aber wir sind doch gerade erst aufgestanden!“, wandte sie ein.„Der Arzt hat gesagt, ich soll mich so viel wie möglich ausruhen.“„Ich glaube, deine Vorstellung von Ausruhen und die des Arztes sind nicht ganz dieselbe“, erwiderte Vivian. Widerstrebend zog sie ihren Nacken zurück. „Sollen wir fahren oder ein Stück z
Er holte leise tief Luft, um seine Bewunderung zu bekunden, als sie vor ihm stand – gehüllt in nichts als hauchzarte Unterwäsche aus weicher, grüner Spitze, während ihre Haut wie Seide schimmerte. Ihre Brüst quollen über den tief geschnittenen BH, und das passende Höschen ließ ihre Beine endlos lang wirken.Er musste sie schon früher so gesehen haben, und doch schien es ihm, als hätte er sie nie wirklich betrachtet. Als hätte er nie den seidigen Fall des dunklen Haares geschätzt, das kaskadenartig über ihre Schultern fiel.„Herrgott“, murmelte er. „Du bist unglaublich. Einfach unglaublich.“„Nein, ich bin echt.“ Sie begann, sein Hemd aufzuknöpfen.„Du trägst all das, während ich fast gar nichts anhabe“, beschwerte sie sich.Er lachte leise auf und hielt den Atem an, als ihre Handflächen leichte, sinnliche Kreise über seine Brustwarzen zogen. „Du trägst viel zu viel, oh, Vivian –“Dies, als sie seine Hose öffnete und mit den Fingerspitzen seine pralle Härte neckte. Er schob seine Hand







