INICIAR SESIÓNKapitel 250Ninas SichtEnzos Hände ruhten schwer auf meiner Taille, und sein warmer Atem strich noch immer flatternd über meine Schulter, doch in der Sekunde schlug sein Tonfall von reiner Leidenschaft in scharfe, durchdachte Strategie um.„Platziere einfach das Aufnahmegerät an ihm“, sagte Enzo, und seine dunklen Augen fixierten meine mit furchterregender Klarheit. „Wir kommen nah genug heran, um ihn zu verwanzen, lassen den Empfänger all die schmutzigen Wahrheiten mitschneiden, die er heute Abend ausplaudert, und reißen sein Imperium von innen heraus nieder.“Da wir auf der Flucht gewesen waren, hatte ich keine umfassende Garderobe im Gepäck gehabt, die für eine High-Society-Veranstaltung dieser Größenordnung geeignet gewesen wäre. Doch der unendliche, einfallsreiche Enzo Falcone hatte das längst geregelt. Ein kurzer Anruf beim privaten Concierge des Hotels hatte eine dramatische Lieferung direkt an unsere Tür gebracht – einen eleganten, schweren Kleidersack aus der exklusivsten Bo
Kapitel 249Ninas SichtDas aggressive Hämmern an der Tür hallte erneut durch die Suite und zerschmetterte den dunklen, sinnlichen Nebel des Raumes wie ein Hammer, der Glas zertrümmerte.Enzo reagierte mit tödlicher Geschwindigkeit.Innerhalb eines Sekundenbruchteils verschwand der zärtliche, atemlose Mann, der sich eben noch über mich gebeugt hatte. An seine Stelle trat der gefährliche, äußerst wachsame Anführer des Syndikats.Sofort schirmte er meinen Körper mit seinem breiten Körper ab. Seine Hand griff instinktiv nach dem Hosenbund, als wollte er nach einer Waffe greifen, bevor ihm einfiel, dass wir uns in unserem Hotelzimmer befanden.Ich rutschte hastig auf der Steppdecke zurück. Meine Wangen brannten heißer als Feuer, als ich nach dem heruntergefallenen weißen Handtuch griff und es wieder fest um meinen feuchten, öligen Körper wickelte.„Bleib hinter mir“, knurrte Enzo mit tiefer Stimme. Seine dunklen Augen waren fest auf den Flur gerichtet, der zur Eingangstür führte.Wir zoge
Kapitel 248Enzos SichtMeine Lungen schienen vollständig ihre Arbeit einzustellen.Die Luft in der Suite wurde dick, schwer und heiß. Jeder klare Gedanke erstickte in meinem Kopf, bis nichts mehr übrig war außer dem Anblick der Frau, die unter mir lag.Nina war völlig außer Atem. Ihr Rücken hatte sich von der Steppdecke gehoben, ihre Wirbelsäule bildete einen zarten, geschwungenen Bogen, durch den ihre weiche Haut direkt meine harte Brust berührte.Das flauschige Handtuch war nutzlos bis zu ihrer Taille hinuntergerutscht und gab ihre Brust vollständig im warmen, goldenen Licht der Lampe frei.Ihre Haut glänzte vom süßen Mandelöl. Ihr Atem kam in kurzen, hastigen Zügen, die ihre Brust in einem Rhythmus heben und senken ließen, der mein Blut in den Ohren rauschen ließ.Ich starrte sie voller Staunen an.Ich hatte in meinem Leben gefährliche Dinge gesehen. Schöne Dinge. Mächtige Dinge. Doch nichts hatte mich jemals so sehr in die Knie gezwungen wie dieser Anblick.Sie wirkte unwirklich.
Kapitel 247Ninas SichtIch wusste nicht, was über mich gekommen war.Die Hitze, die durch mein Blut strömte, war längst kein leichtes Flackern mehr. Sie war zu einem lodernden Feuer geworden, das jede einzelne Mauer meiner Selbstbeherrschung niederbrannte, die ich in den vergangenen Stunden mühsam aufgebaut hatte. Mein Verstand hatte seine Arbeit vollständig eingestellt. An seine Stelle war ein instinktives, verzweifeltes Verlangen nach dem Mann getreten, der sich über mich beugte.Langsam und ganz bewusst bewegte ich mich unter seinem Gewicht. Auf der glatten Steppdecke drehte ich meinen Körper, bis ich auf dem Rücken lag und direkt in seine dunklen, sturmumtosten Augen blickte.Unsere Lippen waren gefährlich nah beieinander. Jedes Mal, wenn ich einatmete, sog ich die warme, unregelmäßige Luft ein, die seine Lungen verließ.Enzo wich nicht zurück.Stattdessen schlossen sich seine Augen langsam. Seine Brust hob und senkte sich schwer, als er sich noch einen winzigen Zentimeter weiter
Ich höre auf“, flüsterte er so leise, dass seine Worte fast im tiefen Bass der Musik untergingen. Jede Faser seines massiven Körpers schien unter Anspannung zu zerreißen.Ich schloss die Augen und drückte meine Wange fester in das weiche Kissen. Das Verlangen, das in mir tobte, war stärker als jede Vernunft, stärker als die Angst vor der Welt da draußen, stärker als die Erinnerung an die eisigen Zellen des Polizeireviers. In diesem Moment gab es keinen Krieg, keine Syndikate, keinen silberhaarigen Mann im Schatten und keine Kugeln. Es gab nur die Hitze seiner Hände und den wilden Rhythmus unseres Atems.„Nein“, presste ich hervor. Meine Stimme klang brüchig, fast fremd in meinen eigenen Ohren, aber sie trug die absolute Wahrheit in sich. „Hör nicht auf, Enzo.“Die Reaktion war augenblicklich.Die zögernde Anspannung in seinen Muskeln schmolz dahin. Seine Hände, die eben noch so vorsichtig über meiner Haut geschwebt hatten, griffen fester zu. Mit einer geschmeidigen, zielbewussten Bewe
Kapitel 245Ninas SichtDer Raum war erfüllt vom sinnlichen Rhythmus eines Songs von The Weeknd. Der Bass vibrierte durch die Dielen und war bis in meine nackten Fußsohlen zu spüren. Das goldene Licht der einzigen Lampe in der Ecke fiel auf das improvisierte Bett, das Enzo mitten auf dem Teppich aufgebaut hatte. Es bestand aus weichen Steppdecken, makellosen weißen Handtüchern wie im Hotel und dunklen Glasflaschen, in denen das kostbare Massageöl glänzte.Und dann war da noch Enzo selbst.Er stand neben dieser Konstruktion wie ein Fels aus dunkler, unerschütterlicher Stärke. Seine Brust hob und senkte sich bei jedem tiefen, kontrollierten Atemzug. Seine dunklen Augen waren fest auf mich gerichtet. Die Intensität seines Blickes war so überwältigend, dass ich sie beinahe in der Luft schmecken konnte.„I-ich bin in Ordnung, Enzo“, stammelte ich. Meine Stimme war kaum lauter als die sanfte Musik, die die Suite erfüllte. Ich klammerte mich an die Ränder des flauschigen Handtuchs, das ich ü







