Mag-log inIn ihrem vorherigen Leben hatte Mia alles. Sie war mit Alpha Jax verheiratet, dem stärksten Werwolf seiner Generation, und ihr Sohn herrschte über die Vier Provinzen. Für die Welt wirkte sie gesegnet. In Wahrheit lebte sie einen Albtraum hinter verschlossenen Türen gefangen bei einem häuslichen Gewalttäter, dessen blaue Flecken sie vor allen versteckte. Doch als ihre eifersüchtige Schwester Ann ihren Sohn brutal ermordet und das Anwesen niederbrennt, erhält Mia eine zweite Chance. Sie erwacht Jahre in der Vergangenheit, am Morgen der Allianz-Zeremonie genau an dem Tag, an dem sie damals Jax wählte. Dieses Mal tritt Ann mit einem selbstgefälligen Lächeln vor und stiehlt Jax für sich. Sie triumphiert, dass sie Mias perfekte Zukunft erfolgreich übernommen hat. Mia überlässt ihr das Monster nur zu gerne. Stattdessen schockiert sie alle, indem sie den kalten, geheimnisvollen Vampirlord Eclipse wählt mit dem festen Plan, ihn bei der ersten Gelegenheit wieder zu verlassen. Sie flieht in den gefrorenen Wald, in der Hoffnung auf Freiheit, doch schon nach wenigen Minuten prallt sie direkt mit Eclipse zusammen. Zurück in seinem gotischen Hof erwartet Mia ein neues Gefängnis. Stattdessen begegnet sie einem übermäßig beschützenden Vampir mit durchdringenden hellblauen Augen, der ihr heimlich warmen Tee vor die Tür stellt, Schach mit ihr spielt und jeden töten würde, der es wagt, sie zu beleidigen. Während Mia versucht, ihr Herz zu schützen und eine geheime Schwangerschaft zu verbergen, beobachtet sie aus der Ferne, wie Anns scheinbar perfekte Ehe mit Jax langsam zerbricht. Mia wollte nur für sich selbst leben doch sie erkennt bald, dass Eclipse sie nicht nur vor ihrer toxischen Familie beschützt. Er könnte der Einzige sein, der sich ebenfalls a das grausame vorige Leben erinnert … und sie auch davor beschützen will.
view moreEclipse's POVAls ich zum Schloss zurückkehrte, hatte sich die Nacht bereits in eine schwere Stille gelegt. Sie hing in den Fluren, kroch an den Wänden entlang, lag selbst in der Luft. Doch etwas stimmte nicht. Ich bemerkte es in dem Moment, als ich eintrat.Es war nicht die gewohnte Ruhe, nicht diese kontrollierte Stille, für die dieser Ort bekannt war. Das hier war anders. Angespannter. Unsicher. Als würde etwas verborgen werden.Ich verlangsamte meinen Schritt nicht, als ich auf den Thronsaal zuging. Die Wachen am Eingang richteten sich sofort auf, kaum dass sie mich sahen. Ihre Gesichter blieben ausdruckslos, doch ich bemerkte es trotzdem—dieses kurze Aufflackern von Unruhe.Die Türen öffneten sich wortlos.Der Hof war bereits versammelt. Und im Mittelpunkt—sie.In Weiß gekleidet, den Kopf leicht gesenkt, die Hände ordentlich gefaltet, als hätte sie diese Haltung unzählige Male geübt, bevor sie diesen Raum betreten hatte.Wenn ich sie nicht im Wald gesehen hätte…Wenn ich ihr nich
Mia's POVSeine Augen trafen meine, und etwas flackerte über sein Gesicht, etwas, das ich nicht benennen konnte. Doch es war keine Verwirrung. Es war Wiedererkennen.„Da bist du ja“, sagte er leise.Mein Herz setzte einen Schlag aus.Für einen Moment bewegte sich keiner von uns. Der Wald schien um uns herum zu verstummen, als würde selbst der Wind den Atem anhalten. Jeder Instinkt in mir schrie, wegzulaufen, und doch weigerte sich mein Körper zu gehorchen. Sein Blick hielt mich fest – diese durchdringenden blauen Augen, unnatürlich und im schwachen Licht beinahe leuchtend. Nichts an ihm war menschlich.„Antworte mir, Menschenmädchen“, fügte er hinzu und trat näher.Mit jedem Schritt, den er machte, wurde die Luft kälter.„Ich…“ Meine Stimme versagte, meine Gedanken zerstreuten sich wie Blätter im Sturm. Ich zwang mich, ruhiger zu atmen. „Ich mache nur einen Spaziergang.“Selbst in meinen eigenen Ohren klang es schwach.Er legte den Kopf leicht schief, und obwohl sein Ausdruck ruhig bl
MiaDie Zeremonie endete kurz darauf. Es war eine Art informelle Vermählung. Die offizielle Feier würde jedoch später in unseren jeweiligen Königreichen stattfinden. Als wir zu unseren Plätzen zurückkehrten, spürte ich den Blick meiner Mutter auf mir. Sie starrte mich wütend an, und ich wusste, dass sie mir später den Kopf abreißen würde.„Gute Wahl, Ann“, lobte meine Mutter meine Schwester, die vor Freude strahlte.Als sie mich ansah, runzelte sie die Stirn. „Darüber reden wir, wenn wir allein sind.“Die Leute drängten sich um uns, um meiner Mutter und Ann zu gratulieren. Mir warfen sie nur mitleidige Blicke zu und tuschelten, dass der Elfprinz doch eine viel bessere Partie für mich gewesen wäre.Ich ignorierte sie.Keiner von ihnen hatte das vorherige Leben durchlebt wie ich.Die Kutschfahrt nach Hause war von einer unerträglichen Spannung erfüllt. Die Lippen meiner Mutter waren so fest zusammengepresst, dass klar war: Sie hatte viel zu sagen und würde bald explodieren. Ann hingegen
Mia„Meine Dame“, Lydias Stimme holte mich aus meinen Gedanken. Ich blickte auf und sah, wie sie ein blassblaues Kleid hochhielt.„Eure Mutter wünscht, dass Ihr dieses Kleid tragt“, sagte sie und zeigte mir das Satinkleid.„In Ordnung“, antwortete ich.Meine Mutter war eine willensstarke Frau, gegen die man nicht ankam. Ich erinnerte mich, dass ihre strenge Hand einer der Gründe gewesen war, warum ich mich so sehr auf eine Heirat gefreut hatte. Ich hatte so weit wie möglich von ihr weggewollt.Ich wusch mich und ließ mich von ihr ankleiden, bevor wir nach unten gingen. Wir betraten den Speisesaal, der genau so aussah, wie ich ihn in Erinnerung hatte.Ann saß bereits am Tisch. Sie drehte den Kopf zu mir und winkte fröhlich. „Mia!“ Sie deutete auf den Stuhl neben sich.Ich betrachtete ihr Gesicht und fragte mich, ob auch sie wiedergeboren worden war. Ob sie schon von Anfang an böse gewesen war oder ob ihre Ehe mit dem Elfprinzen sie dazu gemacht hatte.Wie auch immer – in diesem Leben w