"Er wählte das Schicksal über mich, dann erkannte er, dass i

"Er wählte das Schicksal über mich, dann erkannte er, dass i

last updateÚltima actualización : 2026-10-18
Por:  Olivia Parker Actualizado ahora
Idioma: Deutsch
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ZUSAMMENFASSUNG Alpha Albert und Fiona bauen nach ihrer arrangierten Verbindung eine echte Ehe auf. Er beginnt, sie zutiefst zu lieben, bis seine wahre schicksalhafte Partnerin ins Rudel kommt. Albert weist Fiona sofort zurück und behauptet, er könne dem Schicksal nicht widerstehen. Er zwingt sie zu gehen, während sie noch sein Mal trägt. Fiona stirbt beinahe an der Zurückweisung und verbringt Jahre damit, sich in einer menschlichen Stadt zu erholen, wo sie als Nachtschicht-Krankenschwester arbeitet. Als sich herausstellt, dass Alberts schicksalhafte Partnerin unfruchtbar ist und die Bindung zu verblassen beginnt, spürt er Fiona auf – nur um festzustellen, dass sie sein Mal bereits chirurgisch entfernen lassen und ein neues Leben begonnen hat.

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Capítulo 1

Das ungewollte Mal

Die Worte trafen mich härter als der unvollständige Biss an meinem Nacken.

„Du bist unerwünscht, ungeliebt. Du kannst nicht die Luna dieses Rudels sein. Du bist schwach und wirst uns nur in den Untergang führen.“

„Ich empfinde nichts für dich. Das ist Pflicht. Nichts weiter.

Du bist Pech für das Rudel und die Blutlinie.“

Alpha Alberts Stimme erklang kalt und klar vor dem gesamten Blackridge-Rudel.

Ich stand barfuß auf dem eiskalten Steinboden der Zeremonienhalle, Blut tropfte langsam von dem seichten, widerwilligen Mal an meinem Nacken auf mein schlichtes weißes Kleid.

Der Biss war nie dazu bestimmt gewesen, mich vollständig zu beanspruchen. Ich spürte es in dem Moment, als seine Zähne meine Haut durchbrachen – zögernd, seicht, fast angewidert.

Meine Knie wollten einknicken, aber ich versteifte sie. Die Halle war voll. Hunderte Wölfe starrten, manche grinsten mich an, während andere wegblickten.

Keiner von ihnen sah mich mit etwas an, das auch nur annähernd Güte ähnelte.

Elder Thorne trat vor, seine langen grauen Roben streiften den Boden. Er hob eine Hand, und das Gemurmel verstummte.

„Das Bündnis besteht“, sagte er mit dieser trockenen, offiziellen Stimme. „Blackridge braucht die heilende Blutlinie. Das Mal ist gesetzt.

Fiona vom alten Blut ist nun Luna nach dem Gesetz. Nicht nach dem Herzen oder der Wahl.“

Ein jüngerer Elder räusperte sich.

„Wird der Alpha den zeremoniellen Luna-Mantel überreichen?“

Albert warf mir nicht einmal einen Blick zu. „Nein.“

Das einzelne Wort landete wie ein weiterer Schlag.

Elder Thornes Mund verengte sich, aber er nickte.

„Nun gut. Der traditionelle Mantel und der persönliche Schutz des Alphas werden nicht gegeben. Zwei Omegas werden die Luna in ihre Quartiere geleiten.“

Zwei kleine Omega-Frauen erschienen an meinen Seiten. Ihre Köpfe waren gesenkt. Sie wagten es nicht, Albert anzusehen. Eine von ihnen berührte sanft meinen Ellbogen.

„Hier entlang, Luna“, flüsterte sie so leise, dass ich es fast nicht hörte.

Ich machte einen Schritt, dann noch einen. Blut tropfte weiter über mein Schlüsselbein. Das weiße Kleid klebte an meiner Haut.

Wir mussten durch die Menge gehen.

Eine hochrangige Wölfin – Mira, wie ich später erfuhr – trat mir direkt in den Weg. Ihre Schulter prallte hart gegen meine und stieß mich zur Seite.

Mein nackter Fuß glitt auf dem kalten Stein aus, und ich stolperte, ging auf ein Knie nieder, eine Hand fing den Boden ab, um nicht flach hinzufallen.

Niemand bewegte sich, um mir zu helfen, und ich hörte ein paar leise Lacher. Jemand murmelte:

„Tollpatschiges kleines Ding.“

Ich richtete mich auf. Meine Handfläche brannte, als mein Gesicht sich durch … Albert sah zu. Sein Gesicht verriet nichts.

Er sprach nicht und trat nicht vor. Er beobachtete lediglich, als wäre ich etwas mild Interessantes und bereits vergessen.

Die beiden Omegas nahmen schnell wieder meine Arme und führten mich aus der Halle. Die schweren Türen schlossen sich hinter uns mit einem dumpfen Knall.

Der entfernteste Flügel des Rudelhauses fühlte sich kälter an als die Zeremonienhalle, der Korridor war schmal und dämmrig. Unsere Schritte hallten. Eine der Omegas, die kleinere, sprach endlich.

„Ich bin Lila“, sagte sie leise. „Das wird dein Zimmer sein.“

Sie schloss eine Tür am Ende des Ganges auf und stieß sie auf.

Das Zimmer war spärlich möbliert mit einem schmalen Bett. Einem hölzernen Stuhl. Einem kleinen Tisch, einem einzigen Fenster mit dünnen Vorhängen. Kein Teppich, keine Dekorationen. Die Luft roch nach Staub und altem Holz.

Lila legte einen kleinen Stapel schlichter Kleidung auf den Stuhl. Die andere Omega stellte ein Becken mit Wasser und ein sauberes Tuch auf den Tisch, ohne mich anzusehen.

„Jemand wird später Essen bringen“, sagte Lila. Sie zögerte, dann fügte sie noch leiser hinzu: „Es tut mir leid.“

Die Tür schloss sich. Ich hörte, wie das Schloss von außen umgedreht wurde.

Ich stand lange mitten im Zimmer. Blut war in einer dünnen Linie über meine Brust getrocknet. Das Mal an meinem Nacken pochte mit jedem Herzschlag.

Ich ging zum kleinen Tisch, tauchte das Tuch in das kalte Wasser und drückte es gegen die Wunde. Das Brennen ließ meine Augen tränen, aber ich gab keinen Laut von mir.

Ich versuchte, das Blut so sorgfältig wie möglich zu reinigen. Jedes Mal, wenn das Tuch die aufgerissene Haut berührte, biss ich fester auf meine Lippe.

Draußen im Flur drangen Stimmen durch die dünnen Wände.

„Hast du ihr Gesicht gesehen?“, lachte eine weibliche Stimme. „Sie sah aus, als würde sie gleich weinen.“

„Unerwünschte Luna“, antwortete eine männliche Stimme. „So nennen sie alle schon.“

Mehr Gelächter.

Ich drückte das Tuch fester gegen das Mal und biss so lange auf meine Lippe, bis ich Blut schmeckte.

Die Nacht kam langsam. Das einzige Fenster zeigte nur Dunkelheit und den fernen Schein der Rudellichter. Niemand brachte Essen oder kam, um nach mir zu sehen.

Ich saß am Rand des schmalen Bettes, die Arme um mich geschlungen. Das Kleid war an Stellen noch feucht von meinem eigenen Blut.

Meine nackten Füße froren auf dem Holzboden.

Immer wieder Flashbacks, das Wiederkäuen des Moments, als Alberts Zähne meine Haut durchbrochen hatten. Die Art, wie er sich fast sofort zurückgezogen hatte, und wie seine Augen danach leer geblieben waren, als er mich ansah.

„Pflicht. Nichts weiter.“

Ich hatte gewusst, dass diese Ehe arrangiert war, dass er mich nicht wollte. Aber ihn das vor jedem Wolf sagen zu hören, der nun unter demselben Dach lebte, ließ etwas in meiner Brust aufbrechen.

Ein leises Klopfen kam nie. Stattdessen hörte ich Schritte, die direkt vor meiner Tür stehen blieben. Zwei männliche Stimmen. Eine gehörte Albert. Die andere war tiefer, ruhiger – Beta Paul.

Ich erstarrte völlig.

Alberts Stimme drang durch das Holz, tief und klar.

„Halte sie aus meinem Blick, es sei denn, die Elder verlangen etwas anderes.“

Paul antwortete: „Verstanden, Alpha.“

Es gab eine kurze Pause.

Albert sprach erneut. „Und sorge dafür, dass sie keinen Ärger macht. Ich will ihren Namen nicht hören, es sei denn, ich muss.“

„Ja, Alpha.“

Ihre Schritte entfernten sich.

Ich blieb lange am Rand des Bettes sitzen, nachdem der Flur wieder still geworden war.

Das Tuch in meiner Hand war von meiner Haut warm geworden. Das Mal blutete noch ein wenig, wenn ich mich zu schnell bewegte.

Ich legte mich auf die dünne Matratze, ohne die Kleider zu wechseln. Die Decke über mir war in einer Ecke gerissen; ich starrte auf diesen Riss, bis meine Augen brannten.

Irgendwo im Hauptteil des Rudelhauses ging das Leben weiter. Wölfe lachten. Jemand spielte Musik. Türen öffneten und schlossen sich.

In diesem fernen Flügel war die Stille schwer.

Ich drückte meine Finger leicht gegen das unvollständige Mal und flüsterte in den leeren Raum, so leise, dass selbst ich es kaum hörte.

„Ich werde das überleben.“

Aber die Worte fühlten sich klein an in der Dunkelheit.

Und draußen vor meiner verschlossenen Tür hatte das Rudel bereits entschieden, wer ich war.

Unerwünscht.

Ungeliebt.

Pech.

Mit Traurigkeit und Verzweiflung kämpfte ich und zwang mich, die Augen zu schließen und wartete auf einen Schlaf, der lange auf sich warten ließ.

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