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Kapitel 2

Penulis: Panto Lo
Dieser Satz war nicht laut. Doch in meinen Ohren schlug er ein wie ein Donnerschlag.

Ich riss den Kopf hoch und stieß Timothy mit aller Kraft von mir.

Ich starrte ihn fest an und suchte in seinem Gesicht nach einer Antwort.

Doch Timothy senkte den Blick. Er machte nicht den geringsten Anschein, mir antworten zu wollen. Sein schlechtes Gewissen stand ihm deutlich ins Gesicht geschrieben.

Mit roten Augen zeigte ich auf Cecily und fragte ihn voller Bitterkeit:

„Stimmt das, was sie sagt?“

„Timothy, du hast sie geheiratet. Was bin ich dann? Und was ist unser Kind?“

„Willst du nicht einmal dein eigenes Kind? Willst du stattdessen für ein Kind Vater spielen, bei dem nicht einmal klar ist, wer der Vater ist?“

Kaum hatte ich das gesagt, fing Cecily neben uns an zu weinen.

Sie wischte sich die Tränen ab und schluchzte herzzerreißend.

„Mein Kind ist kein Bastard! Mein Kind hat einen Vater!“

Timothy geriet sofort in Panik.

Er runzelte die Stirn und gab mir ohne zu zögern eine Ohrfeige.

Mit einem lauten Klatschen brannte meine rechte Wange sofort höllisch.

Er sah mich kalt an und zog seine Hand achtlos zurück. In seinen Augen blieb nur noch Gleichgültigkeit.

„Elysia Norwood, du wirst wirklich immer unverschämter! Glaubst du, du kannst so etwas einfach sagen?“

„Weißt du überhaupt, wie sehr du Cecily damit verletzt?“

Ich wusste nicht, wie sehr diese Worte Cecily verletzten.

Ich wusste nur, dass der Mann vor mir sich verändert hatte.

Ich wischte über die aufgeplatzte Stelle an meinem Mundwinkel. Mein ganzer Mund schmeckte nach Blut. Dieser süßliche, metallische Geschmack breitete sich langsam auf meiner Zunge aus.

Immer wenn es um Cecily ging, verlor er die Kontrolle über sich.

Fast verzweifelt sah ich ihn an. Meine Stimme zitterte, als ich fragte:

„Was soll ich denn deiner Meinung nach sagen?“

„Mein Verlobter lässt mich und unser Kind im Stich. Dann dreht er sich um und will der Ehemann einer anderen Frau und der Vater eines fremden Kindes werden. Soll ich dir dafür etwa noch ruhig applaudieren und euch meinen Segen geben?“

Am Anfang klang meine Stimme noch ruhig. Doch dann wurde sie immer lauter.

Timothy erstarrte kurz.

In seinen Augen blitzte Schmerz auf. Auch ein Hauch von Schuld lag darin.

Doch am Ende sagte er nur leise:

„Cecily ist nicht wie du. Sie hat jetzt nur noch mich als Familie. Die Gerüchte über ein uneheliches Kind hält sie nicht aus.“

„Elysia, warte noch ein bisschen. Sobald Cecily das Kind zur Welt gebracht hat, heirate ich dich.“

Nachdem er das gesagt hatte, zog er mich fest in seine Arme. Es wirkte, als wollte er mir damit ein Versprechen geben.

„Vertrau mir, Elysia. In einem Jahr ist alles vorbei. Dann hole ich dich mit einer großen Hochzeit nach Hause.“

Ich sagte nichts.

In diesem Moment unterbrach Cecily ihn unzufrieden von hinten.

„Timothy, das Baby hat Hunger. Lass uns schnell nach Hause fahren und etwas kochen!“

Timothys Körper versteifte sich kurz.

Doch er zögerte nicht eine Sekunde.

Als er mich losließ, klopfte er mir nur leicht auf den Kopf. Dann ließ er mich allein im Krankenhaus zurück.

Ich sah den beiden nach.

In diesem Augenblick begriff ich zum ersten Mal, wie deutlich der Unterschied zwischen Liebe und fehlender Liebe wirklich war.

Nach der Vorsorgeuntersuchung fuhr ich allein nach Hause.

Die Wohnung war leer und wirkte bedrückend kalt.

Nachdem ich geduscht hatte, lag ich benommen im Bett und wollte schlafen.

Plötzlich drehte sich das Schloss.

Kurz darauf hörte ich Timothys hilflose Stimme neben mir.

„Deine Haare sind noch nass. Wenn du so schläfst, wirst du krank.“

Ich bewegte mich nicht.

Timothy seufzte. Dann hob er mich mit Nachdruck hoch und setzte mich vor den Schminktisch.

Er nahm den Föhn, fuhr geübt mit den Fingern durch mein Haar und trocknete es langsam.

Bis meine Haare vollkommen trocken waren, sagte ich kein einziges Wort.

Er fragte: „Was ist los? Bist du immer noch wegen heute wütend?“

„Ich habe es dir doch versprochen. Sobald diese Sache vorbei ist, heirate ich dich sofort.“

Timothy wusste schon immer, wie er meine Gefühle lenken konnte.

Er hauchte mir nur warm ans Ohr, und schon bekam ich am ganzen Körper Gänsehaut.

Ich konnte mich nicht zurückhalten und fragte zurück:

„Und wenn ich nicht einverstanden bin?“

Timothys Gesicht verdunkelte sich sofort.

„Elysia, ich teile dir nur meine Entscheidung mit. Ich frage dich nicht um Erlaubnis.“

Nach diesen Worten hielt er kurz inne. Offenbar regte sich doch ein wenig Schuld in ihm. Also wurde seine Stimme weicher, und er versuchte, mich zu beruhigen.

„Du weißt doch auch, dass Cecily jetzt ganz allein ist. Die einzige Person, auf die sie sich verlassen kann, bin ich.“

„Ich kann sie nicht im Stich lassen.“

Direkt danach begann Timothy, seine Kleidung zusammenzupacken.

Schon nach kurzer Zeit war ein ganzer Koffer voll.

Bevor er ging, ließ er mir nur einen einzigen Satz zurück.

„Cecily leidet in letzter Zeit sehr unter ihrer Schwangerschaftsübelkeit. Ich bleibe ein paar Tage länger bei ihr. Wenn irgendetwas ist, ruf mich einfach an.“

Erst als Timothy mit dem Koffer gegangen war, merkte ich, dass mir längst Tränen über das Gesicht liefen.

Also war das der wahre Grund, warum er heute zurückgekommen war.

Er wusste sehr wohl, dass auch ich nur ihn hatte, auf den ich mich verlassen konnte.

Er wusste auch, dass mir jeden Tag so übel war, dass ich ganze Nächte nicht schlafen konnte.

Es war ihm nur egal.

Im Vergleich zu Cecily war ich einfach nichts wert.

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