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Kapitel 3

作者: Panto Lo
Seit diesem Tag hatten Timothy und ich kaum noch Kontakt.

Er war jeden Tag damit beschäftigt, sich um Cecily zu kümmern. Nur manchmal fragte er mich spät in der Nacht, wie es mir ging.

Ich antwortete ihm nie.

Später meldete er sich immer seltener.

Bis zu dem Tag, an dem ich im dritten Monat schwanger war.

Als ich zur Vorsorgeuntersuchung ins Krankenhaus ging, traf ich auf Timothys Schwester Ivy Morrow.

Ivy starrte mich fassungslos an.

Sie riss mir den Untersuchungsbericht aus der Hand. Ihre Stimme wurde sofort schrill.

„Elysia, du hast meinen Bruder betrogen? Du bist von einem anderen Mann schwanger?“

Ich runzelte die Stirn. Ich hatte nicht erwartet, dass sie so etwas denken würde.

Sofort erklärte ich es ihr.

„Dieses Kind ist von deinem Bruder Timothy. Ich habe deinen Bruder nicht betrogen!“

Doch sie sah mich nur voller Abscheu an und lachte kalt auf.

„Ich habe dich doch schon erwischt. Und du willst dich immer noch rausreden? Elysia, das hätte ich wirklich nicht von dir gedacht. Du siehst so unschuldig aus, aber hinter dem Rücken treibst du es mit anderen Männern und wirst sogar mit einem Bastard schwanger!“

„Willst du dieses Kind meinem Bruder anhängen? Glaubst du wirklich, du kannst so in meine Familie einheiraten und plötzlich ganz oben stehen?“

Ich wusste schon immer, dass Ivy mich nicht mochte.

Aber ich hätte nie gedacht, dass sie mich so sehr hasste.

Während sie sprach, senkte sie ihre Stimme kein bisschen.

Schon nach kurzer Zeit standen überall Menschen um uns herum.

Viele zeigten auf mich und tuschelten.

Ich biss mir fest auf die Unterlippe. Fast bis Blut kam.

Sogar das Atmen tat weh. Es fühlte sich an, als stachen Nadeln in meine Brust.

Mehrmals wollte ich aus dem Krankenhaus fliehen. Doch Ivy stellte sich mir jedes Mal in den Weg.

Am Ende blieb mir nichts anderes übrig. Ich blieb stehen und sah sie beschämt an.

Mit Mühe presste ich einen Satz aus meiner Kehle.

„Was willst du eigentlich von mir? Ich habe es doch gesagt. Dieses Kind ist von deinem Bruder!“

„Wenn du mir nicht glaubst, ruf ihn an und frag ihn selbst!“

Ivy sah mich mit einem kalten Lächeln an. Ihre Stimme war voller Spott.

„Elysia, tu nicht so, als wüsste ich nichts. Cecily trägt das Kind meines Bruders in sich.“

„Mein Bruder ist gerade bei ihr und begleitet sie zur Untersuchung.“

„Wenn du wirklich von meinem Bruder schwanger wärst, warum würde er dich dann ganz allein ins Krankenhaus kommen lassen?“

„Du hast es gewagt, meinen Bruder zu betrügen und mit einem Bastard schwanger zu werden. Dann mach dich auch darauf gefasst, dass meine Familie dich dafür zur Rechenschaft zieht!“

Sie winkte mit der Hand. Sofort traten mehrere Bodyguards vor.

Panik stieg in mir auf.

Ich holte mein Handy hervor und wollte Timothy anrufen.

Doch im nächsten Moment schlug Ivy mir ins Gesicht.

Sofort zeichnete sich ein Handabdruck auf meiner Wange ab. Mein Handy fiel zu Boden.

Ihr Gesicht war voller Grausamkeit. Ihr Blick war eiskalt.

Sie streckte die Hand aus und packte mich brutal an den Haaren.

„Du gibst immer noch nicht auf? Willst du wirklich meinen Bruder bitten, dich zu retten?“

„Elysia, du hast wohl keine Lust mehr zu leben!“

Die Bodyguards zerrten mich gewaltsam in Ivys Wagen.

Wenig später wurde ich zum alten Anwesen der Familie Morrow gebracht.

Timothy und Cecily waren ebenfalls dort.

Als die Bodyguards mich hineinstießen, sah ich erbärmlich aus.

Mein Haar war völlig zerzaust. An meinem Mundwinkel klebte Blut, und meine Kleidung war zerknittert. Ich wirkte elend und beschämend.

Cecily lehnte auf dem Sofa. Ihre Wangen waren rosig, und sie sah aus, als ginge es ihr bestens.

Timothy saß neben ihr und fütterte sie Löffel für Löffel mit Hühnersuppe.

Ivy hob das Kinn. Ihr Gesicht war voller Genugtuung.

„Bruder, diese Schlampe Elysia hat dich betrogen. Und jetzt ist sie auch noch mit einem Bastard schwanger.“

„Heute war sie im Krankenhaus zur Vorsorgeuntersuchung. Genau da habe ich sie erwischt!“

Ich hob den Kopf.

Meine Lippen waren blass, weil ich so fest darauf gebissen hatte. Meine Wange war leicht angeschwollen. Darauf prangte noch immer der deutliche Abdruck von fünf Fingern.

Ich sah Timothy an.

Eigentlich dachte ich, er würde für mich sprechen und alles erklären.

Doch damit hatte ich nicht gerechnet.

Er drehte nicht einmal den Kopf zu mir.

Er wollte mich nicht einmal ansehen.

Nur seine eiskalte Stimme erklang.

„Sperrt sie auf den Dachboden.“

„Ohne meine Erlaubnis darf niemand sie herauslassen!“

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